Dietrich Bonhoeffer Schöpfung und Fall

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Inhaltsangabe zu „Schöpfung und Fall“ von Dietrich Bonhoeffer

In den Wochen vor und nach der sog. Machtergreifung der Nationalsozialisten am 30.1.1933 legt Dietrich Bonhoeffer in einer Vorlesung an der Berliner Universität die ersten drei Kapitel der Bibel als Buch der Kirche aus. Er liest die Schöpfungsgeschichte von Christus her und auf ihn hin, weil Christus die Mitte der Weltgeschichte ist. Nicht der Nationalsozialismus, sondern allein Jesus Christus ist der Anfang, das Neue, und damit auch das Ende des Alten.

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  • Eine Theologie, die es in sich hat

    Schöpfung und Fall
    Traeumerin109

    Traeumerin109

    07. July 2017 um 18:59

    Von Dietrich Bonhoeffer haben wahrscheinlich die meisten schon einmal gehört. Schon in jungen Jahren hat er sehr beeindruckende theologische Abhandlungen verfasst, von denen dies hier nur eine ist. Nachdem es zugegebenermaßen nicht ganz einfach war, mich in das Buch hineinzulesen, war ich doch gefesselt von der ungewohnten, faszinierenden Art, sich mit diesem Bibeltext auseinanderzusetzen. Drei Abschnitte, die wir meinen, zur Genüge zu kennen und durchleuchtet zu haben, und doch lässt Bonhoeffer mich mit dem Gefühl zurück, dass ich keinen Bibeltext jemals mehr als oberflächlich gelesen habe. Er zieht aus den bekannten Worten so viel mehr als das, was normalerweise darüber geschrieben oder geredet wird – und vor allem widerspricht er vielen vorschnellen Schlussfolgerungen, die oft getroffen werden, so aber gar nicht in der Bibel zu finden sind. Das hat mir sehr gut gefallen. Auch heute sind seine Worte keineswegs angestaubt oder veraltet, sondern sie weisen immer noch auf etwas anderes, jenseits unseres Vorstellungsvermögens hin. Bonhoeffer belässt es aber nicht bei einfachen Erklärungen, sondern geht jedem Wort und jeder Formulierung auf den Grund, so dass ich seinen Ausführungen nur atemlos gefolgt bin. Er schafft es, einen gewissen Bezug herzustellen zwischen dem Bibeltext, seiner Aussage und unserem Leben heute. Wir merken: Das geht auch mich etwas an, das ist nicht etwa nur irgendwann passiert, sondern es hat konkret mit mir zu tun. Ein wahnsinnig weitreichender Text, der weit über normale Bibellektüre hinausreicht und unglaublich viel Stoff zum Nachdenken bietet. Seine Auslegungen haben eine solche inhaltliche Tiefe und weitreichende Konsequenzen für unser Verständnis der Bibel, dass es viel, viel mehr davon geben müsste. Hinzu kommt, dass dieses Buch wirklich auch für theologische Laien verständlich ist, es wimmelt weder von Fremdworten, noch gibt es auch nur eine einzige gelehrte Anmerkung. Trotzdem, oder gerade deshalb sind seine Worte sehr klar. Ich fand es ungemein inspirierend, diese Auslegungen zu lesen, und habe einen großen Respekt vor dem Mann, der das alles so deutlich zu Papier gebracht hat. Ein sehr beeindruckendes Leseerlebnis, von dem ich noch lange etwas haben werde und das ich auch euch nur empfehlen kann.

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  • Keine leichte Kost - aber sehr lesenswert!

    Schöpfung und Fall
    heaven4u

    heaven4u

    13. January 2017 um 18:29

    Dietrich Bonhoeffer, von dem haben die meisten schon einmal etwas gehört. Doch immer mehr ist er „nur“ noch als der Mensch bekannt, der den Nazis die Stirn geboten hat und dafür sterben musste. Doch Bonhoeffer war auch Theologe und hat einige Abhandlungen verfasst – so auch Schöpfung und Fall, dem eine Vorlesung des damals 27 jährigen Theologieprofessors zur Grunde liegt. Peter Zimmerling gibt in seiner Einführung zum Buch einen Einblick in die Entstehung dieser Auslegung des Schöpfungsberichtes und wie man es lesen sollte um es heute zu verstehen. Er schreibt auch, dass es für theologische Laien gut lesbar ist, was ich leider nicht ganz bestätigen kann. Sehr gut fand ich, dass am Text nichts verändert wurde und es nicht, wie oft üblich, in die heutige Sprache zu „übersetzen“,denn da geht immer etwas vom Inhalt verloren. Dass dieses Buch anspruchsvoll sein wird, davon bin ich ausgegangen, doch leider verstand ich vor allem Anfangs wirklich nur die Hälfte, weil Bonhoeffer hier in Sphären vordringt, mit denen sich ein Nicht-Theologe einfach nicht beschäftigt. Vers für Vers versucht er, die Schöpfung und den Sündenfall näher zu beleuchten und mit dem Wissen auf den späteren Kreuzestod Jesu zu verbinden. Sehr gut fand ich, dass er schon damals einiges entlarvt, was zwar immer wieder erwähnt wird, aber so gar nicht in der Bibel steht. So wird doch die listige Schlange immer mit Satan gleichgesetzt, der versucht, den Menschen zu verführen, aber der wird mit keinem Wort erwähnt. Spannend fand ich auch der Zusammenhang zwischen dem Baum der Erkenntnis und dem nur nebenher erwähnten Baum des Lebens. Bonhoeffers Ansichten zu Sexualität und Ehe allerdings sind meiner Meinung nach sehr antiquiert, hier kann ich nur vermuten, dass es auch damit zusammenhängt, weil er zur damaligen Zeit an eine Ehe keinen einzigen Gedanken verschwendet hatte. Er sah seinen Lebensauftrag darin, Gott zu dienen. Auch wenn man das Buch nicht einfach weg lesen kann, so ist es doch sehr interessant.Viele Sätze muss man zum Verständnis mehrmals lesen und sich vielleicht auch eine etwas modernere Bibelübersetzung danebenlegen. Aber es lohnt sich in Bonhoeffers Gedanken einzutauchen und ihn auch so in seiner Denkweise ein bisschen besser kennenlernen.

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