Dietrich Faber , Keramik Maurer Hessen zuerst!

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Inhaltsangabe zu „Hessen zuerst!“ von Dietrich Faber

Wuthessen gegen Guthessen: Das gibt Tote! Ex-Kommissar Henning Bröhmann ist mit Bekannten im Vogelsberg wandern, da erzählt ihm sein Vermieter Rüdi von seinem Engagement in der neuen Protestpartei „HESSEN ZUERST!“. Seit Rüdi arbeitslos wurde, hat er sich große Ziele gesetzt: unter anderem ein Landtagsmandat. Nun macht er Wahlkampf mit Slogans wie 'Kartoffelworscht statt Döner' oder 'Make Oberhessen great again'. Henning wird schnell klar, dass diese neue Protestpartei nicht allein auf Wahlplakate und Sonntagsreden setzt. Die haben irgendwas vor mit dem Flüchtlingsheim im Ort! Und tatsächlich fließt bald Blut. Doch je genauer Henning hinschaut, desto rätselhafter wird das Bild. Kleinkriminelle Asylbewerber hier, eine unappetitliche Bürgerwehr dort, bei der auch ein alter Bekannter mitmischt. Und mittendrin eine unermüdliche Guthessin, die die weltweite Flüchtlingskrise alleine meistern will, und Hennings Mutter, deren Witwensitz in Flammen steht, seitdem bei der Aqua-Gymnastik der Blitz der Liebe eingeschlagen hat. Ein so komischer wie ernstgemeinter Roman von Hessens Krimistar Dietrich Faber

So aktuell, dass es fast wehtut ... und dennoch auch mal witzig, mit spannenden Wendungen und nie schwarzweiß.

— Walli_Gabs

Ein empfehlenswerter satirischer Krimi vor ernstem Hintergrund.

— twentytwo

Die Frage, ob es jetzt ein politisches Statement oder ein amüsanter Krimi ist, lässt sich nur schwer beantworten ...

— hasirasi2

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    Hessen zuerst!

    Walli_Gabs

    20. October 2017 um 09:07

    Wutbürger, Protestwähler, Bürgerwehren – Dietrich Fabers neuester Krimi „Hessen zuerst!“ ist so aktuell, dass er manchmal richtiggehend wehtut. Ein konservativer Bürgermeister wird erschlagen, zwei in der Tatnacht verschwundene Flüchtlinge stehen unter Verdacht. Wasser auf den Mühlen der rechten Partei mit dem schönen Namen „Hessen zuerst!“, an deren vorderster Front sich ausgerechnet der Nachbar und Vermieter von Hauptfigur Bröhmann engagiert. Quasi als Gegengewicht beschließt der Ex-Kommissar, das örtliche Flüchtlingsheim zu unterstützen. Doch dass die Emotionen weiter hochkochen, kann er nicht verhindern, und bald gibt es einen zweiten Toten. Die Lage wird immer unübersichtlicher …„Hessen zuerst“ ist der erste Bröhmann-Krimi, den ich gelesen habe – an einem Buch mit so einem Titel kann man ja dieser Tage kaum vorbeigehen. Schon das Cover mit der Forderung nach dem „Hexit“ ist ein absoluter Eyecatcher. Auch ohne größere Bröhmann-Vorkenntnisse ist man schnell in der Geschichte drin. Die hessische Provinz entfaltet sich sehr anschaulich vor dem inneren Auge des Lesers und „comic relief“ Manni Kreutzer und seine Freundin Hessi sorgen dafür, dass es auch immer mal wieder etwas zum Schmunzeln gibt. So bilden sie ein gutes Gegengewicht zu den sonstigen Ereignissen, die leider durchaus realistisch rüberkommen. Den Wutbürger, den man mit Argumenten, Fakten und Appellen an die Mitmenschlichkeit einfach nicht mehr erreichen kann, charakterisiert Faber so schonungslos und gekonnt, dass man sich als Leser genauso hilflos fühlt wie Hauptfigur Bröhmann.Als Regionalkrimi kommt „Hessen zuerst!“ passagenweise auch mal gemütlich rüber, doch immer wieder gab es überraschende Wendungen, die mich allesamt kalt erwischten – voraussehbar war da kaum etwas. Und auch wenn sich Bröhmann sympathischerweise klar positioniert, ist „Hessen zuerst!“ längst nicht schwarzweiß. Faber macht es sich nicht einfach, wodurch das Buch durchgängig spannend bleibt. Ein Krimi, der die aktuelle Stimmung in der Gesellschaft perfekt aufgreift und trotzdem nicht zu gewollt, zu moralisch, zu glatt daherkommt. Ich kann ihn nur empfehlen.

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  • Hessen zuerst!

    Hessen zuerst!

    twentytwo

    07. October 2017 um 17:46

    Wuthesse oder Guthesse? Ex-Kommissar Henning Bröhmann hat, politisch gesehen, bisher wenig mit solchen Gedanken am Hut gehabt. Doch als ihm berechtigte Zweifel an der Aufrichtigkeit seines Vermieters Rüdiger Buttig kommen, der sich scheinbar mit vollem Engagement für eine zwielichtige Protestpartei einsetzt, ist für ihn Schluss mit lustig. Als seine ehemaligen Kollegen seinen Hinweis auf den Mann als übertrieben abtun, entschließt er sich selbst aktiv zu werden. Gemeinsam mit einem alten Bekannten versucht er Hinweise auf das kriminelle Vorgehen der Gruppe zu sammeln. Als ihn dummerweise eine Gallenkolik aus dem Verkehr zieht, wird aus dem ausgefeilten Plan ein tödliches Unterfangen, das ihn um sein eigenes Leben fürchten läßt.FazitEine hochaktuelle Story, die, aufgelockert durch viele humoristische Einlagen, dazu anregt sich dem ernsten Thema Rechtsextremismus und -populismus zu stellen.

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  • Das Buch zur Wahl

    Hessen zuerst!

    hasirasi2

    21. September 2017 um 20:26

    Ich bin ehrlich, ich hatte etwas anderes erwartet. Dietrich Fabers Krimireihe um den desillusionierten und unmotivierten Ex-Kriminalhauptkommissar Henning Bröhmann glänzte bisher vor allem durch seinen Alltagshumor, Situationskomik und die skurrilen Protagonisten – die Kriminalfälle waren meist eher „Beiwerk“, aber trotzdem spannend.   Inzwischen lebt Henning, der mit Anfang 40 nochmal Zwillingsvater geworden ist, mit Frau und Kindern im beschaulichen Vogelsberg zur Miete bei Franziskas alter Freundin Gisa und deren Mann Rüdi. Henning ist Vollzeitpapa, seit er den Job bei der Polizei geschmissen hat und befindet sich immer noch in der „Findungsphase“. Seit neuestem ist auch Rüdi zu Hause – „Homeoffice“ – und drängt sich immer mehr in Hennigs Leben, immer ein bisschen drüber und nie persönliche Grenzen wahrend. Für den Leser ist das echt lustig, für Henning nicht. Auf einer gemeinsamen Wanderung kommt heraus, dass Rüdi sich sehr in der neuen Protestpartei „Hessen zuerst“ engagiert. Er will in den Landtag, um fast jeden Preis und vor allem auf dem Rücken der nichtgewollten Flüchtlinge im Ort. Die Stimmung kippt endgültig, als kurz darauf Blut fließt und die Flüchtlinge Schuld sein sollen. Rüdi gründet eine Bürgerwehr und Henning lernt diese leider auf sehr nachhaltig Weise kennen ...   Nach dem Lesen bleibt ein fader Beigeschmack. Die Geschichte ist verdammt nah am wirklichen Leben und politischen Geschehen unserer Zeit. Auch Henning schaut zu Beginn eher weg, wie so viele von uns, regt sich nur über Rüdi und seine neuen Umtriebe bzw. Freunde auf. Als er endlich begreift, dass man auch was tun muss, wenn man eine Situation ändern will, ist es schon fast zu spät. Er verdächtigt Rüdi, es mit seinem Engagement für „Hessen zuerst“ zu übertreiben und gerät bei den Nachforschungen in echte Gefahr.   Obwohl bei „Hessen zuerst“ eigentlich die ernsten Themen überwiegen, streut Dietrich Faber natürlich auch hier zwischendurch immer wieder kleine Schenkelklopfer ein, die mich schmunzeln ließen: Hennings Freunde (und Feinde) möchte ich in vielen Situationen nicht geschenkt habe; seine Mama ist frisch verliebt und er muss ihr und ihrem neuen Geliebten nachts zwangsweise beim Liebesspiel zuhören; er überrascht seine Freunde bei der Aussöhnung in seiner Dusche (Was macht er bitte jetzt schon zu Hause?) und und und ... Dabei will er doch einfach nur seine Ruhe!   Die Frage, ob es jetzt ein politisches Statement oder ein amüsanter Krimi ist, lässt sich nur schwer beantworten – es ist beides. Aber man muss sich als Leser darauf einlassen (wollen).

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