Toter geht's nicht

von Dietrich Faber 
3,9 Sterne bei112 Bewertungen
Toter geht's nicht
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Positiv (77):
Schmunzlmauss avatar

Sehr kurzweiliger, amüsanter Krimi. Toller Auftakt.

Kritisch (8):
rumble-bees avatar

ich bin jetzt in der Mitte, und weiß einfach nicht so recht, was ich von dem Buch halten soll...

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Inhaltsangabe zu "Toter geht's nicht"

Irgendwann ist Sense!

Faschingsumzug im Vogelsberg: Jubel, Trubel, Heiterkeit, und am Ende wird ein Mann erschlagen. Der Tote war verkleidet: als Tod.

Kriminalhauptkommissar Henning Bröhmann passt das überhaupt nicht. Er ist nämlich just am selben Tag von seiner Frau verlassen worden und muss nun nicht nur einen Mord aufklären, sondern sich auch um Kinder, Haus und Hund Berlusconi kümmern. Wobei nicht ganz klar ist, was mehr schlaucht: die Suche nach dem Täter, der Alltagskampf mit einer schwer pubertierenden Tochter oder die Frondienste in der Kindertagesstätte 'Schlumpfloch'.

Die Ermittlungen in Sachen Sensenmann führen direkt in die Schattenwelt der mittelhessischen Faschingskultur, zum Stimmungsmusiker Herr Bärt, der mit dem Schlager 'Lass uns fummeln, Pummel' zu zweifelhaftem Ruhm gelangt ist. Sie führen außerdem zu jahrzehntelang totgeschwiegenen Schweinereien, mancherlei Liebeswirrungen, einem Verhör in einer finnischen Feng-Shui-Sauna zu einem so dramatischen wie überraschenden Finale …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499258251
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:02.01.2013
Das aktuelle Hörbuch ist am 17.10.2014 bei Random House Audio, Deutschland erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    Schmunzlmauss avatar
    Schmunzlmausvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sehr kurzweiliger, amüsanter Krimi. Toller Auftakt.
    Toter geht's nicht, aber lebendiger auch fast nicht...

    Handlung:
    In einem hessischen Kaff wird auf dem Faschingsumzug ein als Tod verkleideter Mann tot aufgefunden. Der zuständige Hauptkommissar hat an seinem Job und dem Ermitteln so gar keinen Spaß und man fragt sich ernsthaft, wie er Hauptkommissar werden konnte. Stattdessen schreibt er lieber Präventionsbroschüren und überlässt das Denken und Ermitteln seinen Kollegen.

    Sein liebster und fähigster Kollege fällt jedoch leider aus, weil seine Tocher schwer erkrankt ist. Das ist jedoch noch nicht das Ende seiner Probleme. Seine überforderte Ehefrau verlässt die Familie für einem vermeintlichen Kuraufenthalt und lässt Henning Bröhmann mit der pubertierenden Tochter, dem fünfjährigen Sohn, dem übermäßig häufig furzenden Hund Berlusconi und den Verpflichtungen in der elternorganisierten KiTa Schlumpfloch alleine. Nix für Memme Bröhmann.

    Auf sich allein gestellt stellt Henning Bröhmann an sich dann doch noch kommissarische Qualitäten fest und löst den Fall denn doch - wenngleich natürlich nicht im Alleingang.

    Meine Meinung:

    Das Buch liest sich richtig gut. Der Schreibstil ist total flüssig. Obwohl es sich auf den ersten unbedachten Blick wohl um einen Krimi handeln soll, geht es hier um viel mehr. Es ist die Geschichte einer Familie, beinahe wie im wahren Leben. Die familiären Probleme und die Reaktionen darauf machen den Ermittler gleichzeitig lebensnah sympathisch wie auch absolut memmenhaft unsympatisch. Man kann sich in ihn hineinfühlen und wenngleich man manchmal mit ihm Mitleid empfindet, muss man ihn gleichzeitig verabscheuen und doch lieben.

    Das Buch wartet mit einigen Überraschungen und überaschenden Erklärungen auf. Für mich ein gelungener Debütroman. Und der Untertitel "Bröhmanns erster Fall" ist geichfalls in zweierlei Hinsicht treffend: Zum Einen da es der erste Roman des Autors ist und somit natürlich der erste Fall für seinen Protagonisten. Man kann also auf weitere Bücher und Fälle hoffen. Außerdem scheint es für Bröhmann selbst auch der erste Fall zu sein, an dem er tatsächlich teil hatte und der ihn wenigstens ansatzsweise zu einem richtigen Kommissar machte. Vielleicht hat er ja tatsächlich Gefallen am Ermitteln gefunden?

    Allerdings stellt sich mir die Frage, welche Umstände diese wohl toppen könnten, damit diese Lust am Ermitteln auch im zweiten Fall wieder geweckt wird. Außerdem steht geschrieben, in diesem hessischen Kaff passiert sonst nie etwas, warum sollte jetzt auf einmal noch ein Mord geschehen? Auf der anderen Seite passiert aber anscheinend immerhin so viel, dass es eine Mordkommission gibt.

    Fazit: Ein starker Roman und ich hoffe auf Fortsetzungen.

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    sommerleses avatar
    sommerlesevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Gelungener Auftakt einer Reihe mit viel Witz und einer dramatischen Auflösung!
    Schlafmütze Bröhmann wird gefordert

    *Toter geht´s nicht*" ist der erste Fall für KHK Bröhmann von Kabarettist und Autor "*Dietrich Faber*" aus dem Jahr 2011. Die Reihe umfasst mittlerweile vier Bände und erscheint bei "*rororo*".


    Beim Faschingsumzug im Vogelsberg wird mitten in all der Heiterkeit ein Mann erschlagen. Sein Kostüm passte zu seinem Ende, er war als Tod verkleidet. KHK Henning Bröhmann muss ermitteln, dabei hat er im Moment genug eigene Probleme. Seine Frau hat ihn und die zwei Kinder verlassen. Jetzt kämpft er mit der pubertierenden Tochter, erledigt Elterndienste in der Kita seines Sohnes und auch Familienhund Berlusconi will nicht allein Gassi gehen. Die Ermittlungen führen zum Stimmungsmusiker Herr Bärt, der mit dem Schlager "Lass uns fummeln" eine lokale Größe darstellt. Wie bekommt Henning das jetzt alles in den Griff?

    Bei diesem Krimi musste ich oft und herzhaft lachen, denn mit Henning Bröhmann hat Dietrich Faber einen wunderbar dröseligen Charakter geschaffen, der nicht nur eine Memme ist, sondern eigentlich kaum Stärken besitzt. Er hasst seinen Job, kann mit seinen Kindern nichts anfangen und hat auch noch seine Frau aus dem Haus gegrault. Aber gerade diese Schwächen machen ihn sympathisch. Denn eigentlich hat Bröhmann das Herz auf dem rechten Fleck und in seinen Gedanken und Bemerkungen bringt der Kabarettist Faber viel Humor unter, wenn auch häufig sarkastischer und ironischer Art.
    Dabei sorgt der neu zu erlernende Umgang Bröhmanns mit seinen Kindern, die Haushaltsführung und der ständig furzende Berlusconi für heitere Unterhaltung. Bröhmann hat es nicht leicht, denn auch mit den schrägen und anspruchsvollen Eltern der privaten Kita muss er jetzt klar kommen und seinen persönlichen Arbeitsbeitrag leisten. Wobei er auch dort gerne andere für sich einspannt, um sich den Ermittlungen zu widmen. Er geht sogar so weit, seine Kinder zu Befragungen mitzunehmen und auch Berlusconi wird häufig im Präsidium geparkt. Sein Arbeitsstil ist wirklich nicht vorbildlich und man möchte ihm schon mal die Meinung geigen.
    Gleichermaßen hat mich Bröhmanns Kollege Teichner sehr belustigt, seine Sprüche sind ebenfalls nicht dem typischem Beamtenjargon entsprechend, aber dafür umso witziger.

    Der Krimi ist unblutig und auch nur mäßig aufregend, aber das ist bei diesem Buch nicht so wichtig. Die Handlung erscheint logisch, die Ermittlungen anfangs schleppend und das Ende richtig überraschend und auch noch spektakulär dramatisch.

    Hier spielen die besonderen Charaktere und lustigen alltäglichen Schilderungen die Hauptrolle im Buch und ich konnte nicht umhin, vor lauter Vergnügen die Morde als nebensächlich einzustufen. Doch auch hier kann Bröhmann dank seiner Mithelfer am Ende punkten und den Fall auflösen.


    Wer gerne lustige Krimiunterhaltung geniessen möchte, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Ich bin jetzt Bröhmann-Fan und freue mich auf weitere Fälle.

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    ChattysBuecherblogs avatar
    ChattysBuecherblogvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Toller Protagonist, der einfach Lust auf mehr macht.
    Mein Leseeindruck

    Als "alte" Krimi-Tante wollte ich unbedingt diesen Krimi lesen. Lange hatte ich ihn auf meiner Wunschliste und plötzlich hatte sich die Gelegenheit geboten, dieses Buch zu erhalten. Schon das Cover hatte es mir seiner Zeit angetan. Was wohl dieser Fuchs damit zu tun hatte? Sehr gespannt habe ich mich an das Debüt des Autors, Dietrich Faber, gemacht. Und ... ich wurde nicht enttäuscht.

    In Kriminalhauptkommissar Bröhmanns erstem Fall lernt der Leser den leicht chaotischen und etwas verteilten Henning Bröhmann kennen, der plötzlich alleinerziehender Vater von zwei Kindern wird. Aber nicht, dass man denkt, die Frau wäre gestorben oder so..... nein.... ganz anders. Aber hierzu möchte ich nicht mehr verraten.  

    Obwohl die kriminalistische Handlung in diesem Buch etwas zu kurz kommt, erlebt man die Familie Bröhmann, wie sie leibt  und lebt. Durch die sehr moderne Sprache mit viel Wortwitz erscheint der Krimi jedoch gar nicht zweitrangig. Geschickt versteht der Autor es, immer wieder zum Mord zurückzukehren, dann aber auch wieder an er Familiengeschichte weiter zu arbeiten, bis dann zum Schluss.... nee, das Ende verrate ich nicht. Eines sei jedoch gesagt, es ist ein unerwarteter Ausgang, aber mit viel Spannung zum Nachfolgeband.

    - Fazit -

    Krimi oder Familiendrama....das ist hier die Frage. Ich würde sagen, es ist beides, jedoch sehr geschickt miteinander verwoben. Nie langweilig, vielmehr ein wahrhaft heiterer und beschwingter Lesegenuss.

    Band 2.... ich koooomme

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    yesterdays avatar
    yesterdayvor 3 Jahren
    Unterhaltsamer Regionalkrimi

    Am Schreibstil ist klar zu erkennen, dass der Autor Kabarettist ist. Der Humor ist packend und auch nicht aufgesetzt. Zu Beginn ist die Geschichte noch ein bisschen langatmig. Außerdem ist der Hauptkommissar (und Familie) sehr unsympathisch. Dann kommt aber der Humor durch und es kommt Schwung in die Sache. Dass es eine Krimigeschichte sein soll, ist hier für mich nebensächlich, was aber gar nichts macht. Bei dieser Art Buch freut man sich ohnehin auch über stimmungsvollen Lokalkolorit. Der Krimi wird dann trotzdem (oder zudem) noch spannend und die Charaktere werden greifbarer, besser ausgeführt und somit wird auch alles zusammen an diesem Buch stimmig.
    Nach einiger Zeit hat man zwar eine Vermutung, wer denn der Täter sein könnte, das Motiv ist aber schwerer zu erraten, da lag ich daneben.
    Eine spezielle Rolle spielt der Hauptermittler nicht nur aufgrund seines Jobs: Seine Frau ist in die Geschichte verstrickt und daher ist nicht einmal der Kommissar vor Korruption gefeit. Moralisch fragwürdig, menschlich verständlich.
    Allgemein liest man dieses Buch sehr flüssig, der gute Humor hilft dabei und lässt den Leser ab und an laut auflachen. Die Geschichte spielt in Hessen, weshalb auch die ortstypische Sprache auch zur Geltung kommt. Die Ortsbezeichnungen und –beschreibungen existieren wirklich soweit man das als Nicht-Hesse im Internet recherchieren kann. Das Internet hat mir auch gezeigt, dass es den in der Geschichte erwähnten Musik-Star wirklich gibt! Auch sonst klingt die Geschichte plausibel, so wie die Menschen beschrieben sind, passt sie gut dorthin, wo Dietrich Faber sie hingesetzt hat.
    Ein spezieller Punkt ist bei diesem tollen Buch das Cover, leider in negativer Hinsicht. Für mich hat das Bild keinen Bezug zur Geschichte. Von einem Fuchs ist nie die Rede, auch kein blutiger Mord im Inneren eines Hauses. Ich glaube, dieses Cover könnte viele potentielle Käufer abschrecken. Man muss schon den Klappentext lesen, um zu erkennen, dass es ein Regionalkrimi ist. Auch, dass der Autor Kabarettist ist, hat mich angesprochen. Meine Hoffnung auf eine spaßige Geschichte wurde nicht enttäuscht!
    „Toter geht’s nicht“ ist der Beginn einer Serie um den Kommissar, die Geschichte macht Lust auf den zweiten Roman (Leseprobe im Anschluss).

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    Langeweiles avatar
    Langeweilevor 3 Jahren
    Krimi mit Humor

    Ein Kommissar mit viel Humor und etlichen menschlichen Schwächen ,das kannte ich in der Form bisher nicht.Für Henning Bröhmann war Polizist nicht der Traumberuf,er mußte aber die Familientradition fortsetzen,sein Vater war Polizeichef,ein guter Freund seines Vaters ist Kriminalrat. Nun gibt es einen Mordfall im eher beschaulichen Bad Salzhausen,den er aufklären soll.Ausgerechnet jetzt nimmt sich seine Frau eine Auszeit und läßt ihn mit dem fünfjährigen Sohn ,der pubertierenden Tochter und dem Hund Berlusconi allein,er fühlt sich total überfordert.Er versucht die Ermittlungsarbeit auf seine Kollegen abzuwälzen,was aber nur bedingt gelingt.Die auf gedrängteHilfe seines Vatersbringt ihn auch nicht weiter. Mit viel Humor schildert Dietrich Faber den Alltag dieses liebenswerten Henning Bröhmann ,dem es schließlich doch gelingt den Fall aufzuklären,wenn auch ganz anders als erwartet. Fazit Ein sehr gelungener Debütroman,ich hoffe, es folgen weitere Fälle für Kommissar Bröhmann. Buchtitel: Toter geht's nicht

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    Daphne1962s avatar
    Daphne1962vor 4 Jahren
    Der tote Tote


    Henning Bröhmann interessiert so gar nicht, durch wen der Tote vom Faschingsumzug umgekommen ist. Er hat seine eigenen Sorgen und muss sich neu organisieren. Seine Frau Franziska hat sich davon gemacht. Auf eine Nordseeinsel zur Therapie. Soll er doch mal akrobatische Leistungen vollziehen und den Sohn vom Kindergarten holen oder sich mit der pubertierenden Tochter rumschlagen.
     
    Außerdem hat er ja auch noch ein Team um sich herum. Nur einer fällt auch spontan aus. Zum Glück ist da noch die junge Melanie, die sich eifrig in die Arbeit stürzt. In Hessen, an der Nidda ticken die Uhren aber doch ein wenig anders. Hennings Vater, ehemaliger Kripochef mischt sich auch immer
    wieder mal ein. Er will hören, wie schnell sein Sohn einen Fall lösen kann. Einen Verdächtigen gibt es, aber beweisen kann man ihm auch nicht so wirklich was. Wann kommt Franziska endlich zurück, die Kinder quengeln.
     
    In diesen recht amüsanten Krimi steht das Privatleben im Vordergrund, nicht der Fall selbst. Für Zwischendurch mal ganz nett, aber sonst nicht wirklich ein normaler Krimi. Anspruch braucht man nicht daran zu stellen.

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    MrsFoxxs avatar
    MrsFoxxvor 5 Jahren
    Henning Bröhmanns erster Fall

    Henning Bröhmann ist kein typischer Polizist. Seinen Beruf übt der Vogelsberger Kriminalhauptkommissar nicht undbedingt aus Überzeugung aus, allgemein ist er eher ein gemütlicher und ruhiger Mensch. Umso schlimmer für Henning, dass ihn plötzlich wie aus heiterem Himmel seine Frau verlässt, und quasi im gleichen Augenblick ein Mordopfer nahe des Faschingsumzuges gefunden wird. Das Opfer ist als Sensenmann verkleidet. Der Tote Tod. Toter geht's eben nicht... 

    Dietrich Faber, eigentlich ja Kabarettist, präsentiert hier einen humorvollen Krimi, der den Leser einige Male zum Lachen bringt. Sein Hauptkommissar ist ein antriebsloser Enddreißiger, der in den Polizeiberuf halt so reingerutscht ist. Dass er es zum Kriminalhauptkommissar geschafft hat, ist weniger der Verdienst hervorragender Ermittlungsarbeit, sondern mehr den Kontakten seines Vaters zuzuschreiben. Als er dann plötzlich auch noch allein mit Kindern und Hund dasteht, muss er über sich hinauswachsen. Was ihm eine pubertierende Tochter Melina und der kleine Laurin nicht unbedingt leicht machen. Und auch Markus, der Kollege hinter dem Henning sich bisher prima verstecken konnte, fällt auf einmal aus... 
    Allgemein sind die Protagonisten sehr sympathisch, ausgenommen Teichner, aber davon dürft ihr euch selbst ein Bild machen  
    Der Kriminalfall bleibt bis zum Schluss spannend und hat noch eine Überraschung parat. 

    Der flüssige, direkte und augenzwinkernde Schreibstil machen einfach Spaß und lassen Langeweile erst gar keine Chance. Der Autor serviert nicht nur Krimifans eine gute Story und tolle Hauptcharaktere die herrlich unkonventionell und erfrischend sind. 

    Fazit: Mal ausnahmsweise kein Ermittler aus Leidenschaft, aber dafür mit einigen Lachern. Diese Reihe ist es definitiv Wert, weiterverfolgt zu werden. Absolute Leseempfehlung von mir

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    ShadowOfBlues avatar
    ShadowOfBluevor 5 Jahren
    ~ Erbarmen, die Hessen kommen ~

    Das kommt davon, wenn man ein Buch nur aus dem Grund kauft, dass der Hund des Protagonisten auf den Namen "Berlusconi" hört - aber naja, selber Schuld kann ich da nur sagen...

    Doch woran genau trage ich nun die Schuld? Daran, dass ich meine Zeit mit anderen Büchern vielleicht hätte sinnvoller nutzen können, als mit Toter geht's nicht.
    Inhaltlich

    kann man vorwegnehmen, dass während eines Faschingumzuges im Vogelsbergkreis eine Leiche gefunden wird, passenderweise als Tod verkleidet - dies erklärt nun auch den seltsam anmutenden Titel des Buches. Nicht nur, dass Hauptkommissar Henning Bröhmann überhaupt dadurch Arbeit hat, nein, er wurde auch noch an diesem Tag von seiner Frau auf unbestimmte Zeit verlassen und hat zusätzlich noch 2 Kinder und einen Hund am Hals. Während er versucht seinen Alltag zu meistern, stoßen er und seine Kollegen auf die eine oder andere Spur, die in Richtung eines Musikers zeigen, doch auch der Sohn des Toten macht sich nicht weniger verdächtig. Und zu guter Letzt gibt es sogar noch eine zweite Leiche. Welche dunklen Abgründe der Vergangenheit Bröhmann und sein Team aufdecken und was letztendlich hinter dem Mord steckt wird man im Laufe des Buches noch erfahren, genauso wie sich das chaotische Privatleben Bröhmanns weiter entwickeln wird.

    Nun hat sich das Prinzip Kriminalfall versus Privatleben ja im Krimi-Bereich doch relativ weit verbreitet, was meiner
    Meinung

    nach nicht verkehrt ist. Meist sehr humorvoll und schrullig kommen diese Mix-Romane daher, zeigen oft eher eigenbrödlerische Protagonisten, die den Ermittlerberuf und das Privatleben nur schwer trennen können, die ihren eigenen Weg gehen, der teils nicht immer ganz regelkonform ist. Auch Dietrich Faber hat mit Hennig Bröhmann einen solchen Charakter geschaffen, jedoch mit dem Unterschied, dass der teils apathisch wirkende Bröhmann kein wahrer Symphatieträger ist. Seine Teilnahmslosigkeit an seinem Beruf ist zwar begünstigt durch die vorherige Trennung von seiner Frau, wird aber nur in einer Hand voll Momenten ein wenig gebrochen. Die seltenen Momente, in denen Bröhmann aufblüht, sind leider wieder so schnell verblasst, dass man sie kaum wahrnimmt. Im Kopf bleibt das Bild von einem Kommissar, der keiner sein möchte, von einem gescheiterten Familienvater, der nicht aus seiner Haut kann, einem Sohn, der es seinem Vater nicht recht machen kann, von einer Hauptfigur die unter normalen Umständen wahrscheinlich keiner besonderen Erwähnung bedarf - wäre es eben nicht die Hauptfigur.

    Neben Bröhmann finden sich noch andere, völlig überspitzte Charaktere wieder - der immer hochmotivierte Kommissar, der den werten Leser am laufenden Band mit dummen Sprüchen und Wort"witzen" bombadiert, die pubertäre Tochter samt Stimmungsschwankungen, rebellischer und gefühlvoller Seite, der großmäulige Stimmungsmusiker, der herrische Vater, der alles besser weiß, ein furzender Hund... die Liste könnte man ewig fortsetzen, kaum ein Charakter ist hier halbwegs normal gehalten, was die ganze Geschichte extrem ins Lächerliche zieht. Sogar der Hund Berlusconi, eigentlicher Auslöser meines Interesses an dem Buch, ist dermaßen überzeichnet und klischeebehaftet, dass man dazu neigt die Augen zu verdrehen. Der zu Grunde liegende Kriminalfall rückt zwischenzeitlich so sehr in den Hintergrund, dass man diesen als Leser auch schon fast vergisst - dafür brauche ich allerdings keinen Kriminalroman lesen.

    "Bröhmanns erster Fall", so prangert es auf dem Cover, man könnte das also gut als Startschwierigkeiten abtun, wäre es ein Ausschnitt aus dem Anfang seiner Karriere. Dass Bröhmann im Laufe weitere Fälle mehr Elan an den Tag legt, scheint aber nach diesem ersten Fall eher unwahrscheinlich. Aber ganz ehrlich, ich möchte es auch gar nicht herausfinden. Das, was ich im ersten Fall gelesen habe, das hat mir schon gereicht. Während der Fall an sich immerhin noch mit unerwarteten Wendungen daherkommt und so zumindest den Anschein eines Krimis aufrecht zu erhalten versucht, so sind Bröhmanns private Probleme dermaßen vorhersehbar, dass in diesem Bereich kaum Spannung aufkommt. Die leichten Spannungsbögen in der kriminalistischen Nebenhandlung können dies leider auch nicht wieder gutmachen, da diese auch keine nennenswerten Besonderheiten birgt. Ebenfalls der Humor, der durch Handlung und Figuren an vielen Stellen für Auflockerung sorgen soll, bringt meist nicht mehr als ein müdes Lächeln auf die Lippen, wahrlich witzige Momente oder Auslöser für sonstige Gefühlsregungen sucht man vergebens. Lediglich der eine oder andere Aha-Moment schleicht sich ein, wenn man zwischen den verwendeten Klischees möglicherweise ein wohlbekanntes wiederfindet.

    Abschließendhandelt es sich hier in meinen Augen eher um einen mit plattem Humor und ausgelutschten Klischees behafteten Familienroman als um einen Krimi, nichtmal die Kategorisierung Regional- oder Provinzkrimi würde hier in meinen Augen passend erscheinen. Scheinbar lediglich zufällig ist die Hauptfigur nun auch ein Hauptkommisar, so dass dies eben als Teil seines Lebens und somit des Romans anzurechnen ist. Wer einen Faible für Dummschwätzer, Trantüten, pubertierende Mädchen und Öko-Bio-KiTaväter hat, der könnte mit Toter geht's nicht noch seine Freude haben, den Freunden gepflegter Unterhaltung mit kriminalistischer Spannung muss ich jedoch von der Lektüre abraten. Meinen literarischen Ausflug nach Hessen werde ich als einmaligen Ausrutscher verbuchen und mich in Punkto Regionalkrimis wohl doch zukünftig lieber anderen Gebieten Deutschlands zuwenden.

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    gstvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Wer Krimikomödien mag, dem wird dieses Buch gefallen
    Menschliche Schwächen liebevoll begutachtet

    Wer Krimikomödien mag, dem wird dieses Buch gefallen - obwohl es eigentlich recht langweilig los geht. Henning Bröhmann, ein vom Vater, der Polizeipräsident war, geprägter Ermittler, erläutet seine Familienverhältnisse. Die Tochter steckt mitten in der Pubertät und bezeichnet ihren Vater mit Vorliebe als "Arsch", der sechsjährige Sohn geht in einen alternativen Kindergarten und die Ehefrau, eine Lehrerin, hat die Faxen dicke. Sie verlässt die Familie auf unbestimmte Zeit, so dass Bröhmann nun sehen kann, wie er als alleinerziehender Vater klar kommt. Und ausgerechnet in dieser verflixten Situation muss der Arbeitsscheue seinen ersten Mordfall aufklären!

    Eigentlich hat er keine Lust und kaum Zeit dazu. Sein bester Kollege, der bisher meist den Karren aus dem Dreck gezogen hat, macht sich auch noch dünne. Aber zum Glück gibt es eine Frau im Team, die forsch voran geht und dem überforderten Vater hilft, sein Gesicht nicht ganz zu verlieren.

    Trotz des aufzuklärenden Mordfalls steht nicht die Polizeiarbeit an sich im Vordergrund. Dietrich Faber, eigentlich Komiker von Beruf, beleuchtet die menschlichen Schwächen eines jeden mit viel Humor und zeigt sich als wahrer Menschenkenner.

    Ein Buch für Leute, die beim Krimi kein Blut brauchen, sondern sich mehr für den Menschen an sich interessieren. Meine Gesichtszüge erhellten sich jedesmal beim Lesen. Gerade nach anstrengenden Arbeitstagen brachte mich dieses Buch auf völlig andere Gedanken. Ich kann es nur weiter empfehlen!

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    gaby2707s avatar
    gaby2707vor 5 Jahren
    Der tote Tod

    Bad Salzhausen im Vogelsberg in Hessen ist ein verschlafener kleiner Kurort. Hier wohnt Kriminalhauptkommissar Henning Bröhmann mit seiner Frau Franziska und den beiden Kindern Melina, 14, und Laurin, 5, und Hund Berlusconi. Franziska ist Lehrerin auf einem Gymnasium, Laurin geht in die reformpädagogische elternselbstorganisierteundverwaltete Kindertagesstätte Schlumpfloch e.V. Melina steckt gerade mitten in der Pubertät. Und Henning? Henning hält sich selbst für eine Memme, eine Lusche, der an nichts was liegt, schon gar nicht an seinem Job. Er gibt sich am liebsten dem melancholischen Welzschmerz, Wohlstandsproblemen und Selbstmitleid de luxe hin.

    So hat er auch absolut keinen Bock auf die Ermittlungen, als nach dem Faschingsumzug ein Toter im Kostüm des Todes, als Sensenmann verkleidet, gefunden wird. Der Tote ist schnell identifiziert: Klaus Drossmann, 61, wohnhaft in Mannheim früher in Bad Salzhausen. Als sich Hennings Stellvertreter Markus Meirich krank meldet, bleibt die Arbeit doch an Henning und seinem Assistenten Oli Teichner hängen. Als Verstärkung bekommen die beiden Miriam Meisler von der Verkehrs-sicherheit vom Polizeirevier Alsfeld zur Seite gestellt. Als Henning abends nachhause kommt, verkündet seine Frau, dass sie eine Auszeit braucht und sich in einem Kursanatorium auf Borkum ausruhen will. Henning steht nun mit den beiden Kindern und Hund Berlusconi allein da.

    Die Ermittlungen gehen schnell in die Richtung von Herr Bärt, einem Schnulzensänger, der mit dem Song „Lass uns fummeln, Pummel“ einen riesigen Hit gelandet hat. Aber auch der depressive Sohn des Toten gerät in die Ermittlungen und verhält sich höchst verdächtig...

     

    Dietrich Faber erzählt mir die Geschichte eines Polizisten, der eigentlich gar keiner sein will, dem alles zuviel ist und der am liebsten still in einer Ecke sitzen und allen anderen zuschauen würde. Aber so läuft das Leben nicht. Das merkt Henning, als seine Frau Franziska nicht mehr da und er für die beiden Kinder und den Hund zuständig ist. Aber er nimmt die Herausforderung an und meistert sie so gut wie er es kann.

    Die einzelnen Personen sind mit ihren kleinen Schwächen und Eigenarten so gut beschrieben, dass ich sie mir gut vorstellen kann. Ich habe mich gleich mittendrin in der Geschichte befunden und mit Henning mit gelitten und wollte ihn zwischendurch immer mal wieder wach rütteln. Die leichte, zum Teil kabarettistisch angehauchte bzw. etwas übertriebene Schreibweise lässt das Lesen zum Genuss werden, wobei ich auch des öfteren schmunzeln musste. Der „Fall“ selbst war so zu keiner Zeit vorhersehbar und die Spannungskurve hatte immer einen recht hohen Faktor. Das Ende bzw. den Ausgang hätte ich mir nicht besser vorstellen können.    

    Fazit:   Ein leichter Krimi für genüssliche Lesestunden.

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    Daniliesings avatar
    Seid ihr bereit für Kommissar Bröhmanns ersten Fall? Es ist zugleich auch der erste Fall für Autor Dietrich Faber, der mit seinem Debüt "Toter geht's nicht" aus dem Rowohlt Polaris Verlag nicht nur die eure Lachmuskeln herausfordert, sondern auch spannenden Lesestoff bietet: "Faschingsumzug im Vogelsberg: Jubel, Trubel, Heiterkeit, und am Ende wird ein Mann erschlagen. Der Tote war verkleidet: als Tod. Kriminalhauptkommissar Henning Bröhmann passt das überhaupt nicht. Er ist nämlich am selben Tag von seiner Frau verlassen worden und muss nun nicht nur einen Mord aufklären, sondern sich auch um Kinder, Haus und Hund Berlusconi kümmern. Wobei nicht ganz klar ist, was mehr schlaucht: die Suche nach dem Täter, der Alltagskampf mit einer schwer pubertierenden Tochter oder die Frondienste in der Kindertagesstätte «Schlumpfloch». Die Ermittlungen in Sachen Sensenmann führen direkt in die Schattenwelt der mittelhessischen Faschingskultur, zum Stimmungsmusiker Herr Bärt, der mit dem Schlager «Lass uns fummeln, Pummel» zu zweifelhaftem Ruhm gelangt ist. Sie führen außerdem zum depressiven Sohn des Toten, zu schrecklichen Comedy-Galas, jahrzehntelang totgeschwiegenen Schweinereien, mancherlei Liebeswirrungen, einem Verhör in einer finnischen Feng-Shui-Sauna und am Ende zu einem so dramatischen wie überraschenden Finale." Klingt lustig und skurril? Ist es auch! Und ihr habt jetzt die Chance Testleser dieses einmaligen Buches zu werden. Wenn ihr also Lust und Zeit für den Austausch mit anderen Lesern zu "Toter geht's nicht" habt, dann bewerbt euch jetzt. Der Autor Dietrich Faber wird die Leserunde zudem begeleiten. Um einer von insgesamt 25 Testlesern zu werden, braucht ihr nur etwas Glück und müsst außerdem bis spätestens 28.11.2011 unter Bewerbung & Bekanntgabe der Gewinner folgende Frage beantworten: Wieso möchtet ihr das Buch gern lesen und bei der Leserunde dabei sein? PS: Für mehr Infos und eine Leseprobe lohnt es sich auch mal hier reinzuschauen: http://www.rowohlt.de/magazin_artikel/Dietrich_Faber_Toter_geht_s_nicht.2976504.html *********************** Die 25 offiziellen Testleser sind: agent-I, MonikaAlice, Cellissima, daslesich, Literatur, Nil, anja_bauer, Graf Zahl, tigerbea, mollymoon, kruemelkatze, Frau_Antenne, eli_ben, abuelita, AnnaChi, bianca_magrathea, tessa, MaryReeni, ginnykatze, Brilli, leserattebremen, Rush, LaDragonia, Yvi, LeseMaus
    anja_bauers avatar
    Letzter Beitrag von  anja_bauervor 7 Jahren
    Hier kommt nun mein Rezession. Spät aber nicht z spät :-) Der Krimi fängt schon ein bischen lustig an, da muss man schon schmunzeln. Schon beim Klappentext. Henning Brömnn ist ein ganz normaler Mensch mit Frau Franziska, zwei Kindern , Melina und Sohn Laurin, und er haßt Fasching. Allerdings ist er ein richtiger Jammerlappen und kann sich nie durchsetzten. Er hat auch Probleme mit seiner Frau. Als diese ihn dann verläßt, um ihren Burn Out zu kurieren (sie ist auch viel am Jammern) bricht für ihn eine Welt zusammen. Dazu kommt noch ein Mord an Fasching, was ihn völlig hilflos macht. Nun beginnen die Ermittlungen, nebenbei muss er sich allerdings auch um die Kinder und um den Hund kümmrn. Auch im Kindergarten von Laurin - einen reformpädagoisch ind elternselbstorganisierten und verwalteten namens Schlumpfloch - muss er sich einbringen. Bröhmann ist mit all dem völlig überfordert. Aus lauter Einsamkeit fängt er an mit einer Sandra an zu chatten. Schnell ist klar, wer diese Sandra ist. Zu Ende des Krimis wird es ein wenig spannend und es erwartet den Leser ein überraschendes Ende. Mein Fazit: Mir ist Bröhmann nicht symphatisch mit seiner ewigen Jammerei. Aber auch seine Frau jammert viel rum. Überhaupt haben alle Charackteren was, was mir nicht so symphatisch ist. Klar , das ein oder andere mal habe ich schon geschmunzelt, aber der Knallerr war es jetzt nicht. Für kurzweiligen Zeitvertreib ist der Krimi gut, aber als super gutes Buch würde ich es persönlich nicht bezeichnen. Das Cover finde ich nun auch nicht so passend. Was hat der Fuchskopf und der Krug mi dem Thema zu tun? Die Kapitel sind dagegen teilweise kurz gehalten, der Schreibstil flüssig, daher läßt sich das Buch gut und schnell lesen. Ich würde hier 3 STerne vergeben.
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