Dietrich Faber Toter geht's nicht

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Inhaltsangabe zu „Toter geht's nicht“ von Dietrich Faber

Irgendwann ist Sense!

Faschingsumzug im Vogelsberg: Jubel, Trubel, Heiterkeit, und am Ende wird ein Mann erschlagen. Der Tote war verkleidet: als Tod.

Kriminalhauptkommissar Henning Bröhmann passt das überhaupt nicht. Er ist nämlich just am selben Tag von seiner Frau verlassen worden und muss nun nicht nur einen Mord aufklären, sondern sich auch um Kinder, Haus und Hund Berlusconi kümmern. Wobei nicht ganz klar ist, was mehr schlaucht: die Suche nach dem Täter, der Alltagskampf mit einer schwer pubertierenden Tochter oder die Frondienste in der Kindertagesstätte 'Schlumpfloch'.

Die Ermittlungen in Sachen Sensenmann führen direkt in die Schattenwelt der mittelhessischen Faschingskultur, zum Stimmungsmusiker Herr Bärt, der mit dem Schlager 'Lass uns fummeln, Pummel' zu zweifelhaftem Ruhm gelangt ist. Sie führen außerdem zu jahrzehntelang totgeschwiegenen Schweinereien, mancherlei Liebeswirrungen, einem Verhör in einer finnischen Feng-Shui-Sauna zu einem so dramatischen wie überraschenden Finale …

Sehr kurzweiliger, amüsanter Krimi. Toller Auftakt.

— Schmunzlmaus

Als Krimi eher mau, enthält aber sehr pointierte Beobachtungen der menschlichen Spezies :)

— Ascari0

Gelungener Auftakt einer Reihe mit viel Witz und einer dramatischen Auflösung!

— sommerlese

Toller Protagonist, der einfach Lust auf mehr macht.

— ChattysBuecherblog

Ein sympathischer Ermittler mit sehr menschlichen Zügen

— LionsAngel

Witzig und spannend zugleich und ein sehr wahres Bild vom Vogelsberg

— tlow

Viel Witz, wenig Krimi. Trotzdem oder gerade deshalb eine nette Urlaubslektüre.

— schlumpftinchen

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  • Toter geht's nicht, aber lebendiger auch fast nicht...

    Toter geht's nicht

    Schmunzlmaus

    28. May 2017 um 22:35

    Handlung:In einem hessischen Kaff wird auf dem Faschingsumzug ein als Tod verkleideter Mann tot aufgefunden. Der zuständige Hauptkommissar hat an seinem Job und dem Ermitteln so gar keinen Spaß und man fragt sich ernsthaft, wie er Hauptkommissar werden konnte. Stattdessen schreibt er lieber Präventionsbroschüren und überlässt das Denken und Ermitteln seinen Kollegen.Sein liebster und fähigster Kollege fällt jedoch leider aus, weil seine Tocher schwer erkrankt ist. Das ist jedoch noch nicht das Ende seiner Probleme. Seine überforderte Ehefrau verlässt die Familie für einem vermeintlichen Kuraufenthalt und lässt Henning Bröhmann mit der pubertierenden Tochter, dem fünfjährigen Sohn, dem übermäßig häufig furzenden Hund Berlusconi und den Verpflichtungen in der elternorganisierten KiTa Schlumpfloch alleine. Nix für Memme Bröhmann.Auf sich allein gestellt stellt Henning Bröhmann an sich dann doch noch kommissarische Qualitäten fest und löst den Fall denn doch - wenngleich natürlich nicht im Alleingang.Meine Meinung:Das Buch liest sich richtig gut. Der Schreibstil ist total flüssig. Obwohl es sich auf den ersten unbedachten Blick wohl um einen Krimi handeln soll, geht es hier um viel mehr. Es ist die Geschichte einer Familie, beinahe wie im wahren Leben. Die familiären Probleme und die Reaktionen darauf machen den Ermittler gleichzeitig lebensnah sympathisch wie auch absolut memmenhaft unsympatisch. Man kann sich in ihn hineinfühlen und wenngleich man manchmal mit ihm Mitleid empfindet, muss man ihn gleichzeitig verabscheuen und doch lieben.Das Buch wartet mit einigen Überraschungen und überaschenden Erklärungen auf. Für mich ein gelungener Debütroman. Und der Untertitel "Bröhmanns erster Fall" ist geichfalls in zweierlei Hinsicht treffend: Zum Einen da es der erste Roman des Autors ist und somit natürlich der erste Fall für seinen Protagonisten. Man kann also auf weitere Bücher und Fälle hoffen. Außerdem scheint es für Bröhmann selbst auch der erste Fall zu sein, an dem er tatsächlich teil hatte und der ihn wenigstens ansatzsweise zu einem richtigen Kommissar machte. Vielleicht hat er ja tatsächlich Gefallen am Ermitteln gefunden?Allerdings stellt sich mir die Frage, welche Umstände diese wohl toppen könnten, damit diese Lust am Ermitteln auch im zweiten Fall wieder geweckt wird. Außerdem steht geschrieben, in diesem hessischen Kaff passiert sonst nie etwas, warum sollte jetzt auf einmal noch ein Mord geschehen? Auf der anderen Seite passiert aber anscheinend immerhin so viel, dass es eine Mordkommission gibt.Fazit: Ein starker Roman und ich hoffe auf Fortsetzungen.

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  • Schlafmütze Bröhmann wird gefordert

    Toter geht's nicht

    sommerlese

    07. January 2017 um 14:40

    *Toter geht´s nicht*" ist der erste Fall für KHK Bröhmann von Kabarettist und Autor "*Dietrich Faber*" aus dem Jahr 2011. Die Reihe umfasst mittlerweile vier Bände und erscheint bei "*rororo*". Beim Faschingsumzug im Vogelsberg wird mitten in all der Heiterkeit ein Mann erschlagen. Sein Kostüm passte zu seinem Ende, er war als Tod verkleidet. KHK Henning Bröhmann muss ermitteln, dabei hat er im Moment genug eigene Probleme. Seine Frau hat ihn und die zwei Kinder verlassen. Jetzt kämpft er mit der pubertierenden Tochter, erledigt Elterndienste in der Kita seines Sohnes und auch Familienhund Berlusconi will nicht allein Gassi gehen. Die Ermittlungen führen zum Stimmungsmusiker Herr Bärt, der mit dem Schlager "Lass uns fummeln" eine lokale Größe darstellt. Wie bekommt Henning das jetzt alles in den Griff? Bei diesem Krimi musste ich oft und herzhaft lachen, denn mit Henning Bröhmann hat Dietrich Faber einen wunderbar dröseligen Charakter geschaffen, der nicht nur eine Memme ist, sondern eigentlich kaum Stärken besitzt. Er hasst seinen Job, kann mit seinen Kindern nichts anfangen und hat auch noch seine Frau aus dem Haus gegrault. Aber gerade diese Schwächen machen ihn sympathisch. Denn eigentlich hat Bröhmann das Herz auf dem rechten Fleck und in seinen Gedanken und Bemerkungen bringt der Kabarettist Faber viel Humor unter, wenn auch häufig sarkastischer und ironischer Art. Dabei sorgt der neu zu erlernende Umgang Bröhmanns mit seinen Kindern, die Haushaltsführung und der ständig furzende Berlusconi für heitere Unterhaltung. Bröhmann hat es nicht leicht, denn auch mit den schrägen und anspruchsvollen Eltern der privaten Kita muss er jetzt klar kommen und seinen persönlichen Arbeitsbeitrag leisten. Wobei er auch dort gerne andere für sich einspannt, um sich den Ermittlungen zu widmen. Er geht sogar so weit, seine Kinder zu Befragungen mitzunehmen und auch Berlusconi wird häufig im Präsidium geparkt. Sein Arbeitsstil ist wirklich nicht vorbildlich und man möchte ihm schon mal die Meinung geigen. Gleichermaßen hat mich Bröhmanns Kollege Teichner sehr belustigt, seine Sprüche sind ebenfalls nicht dem typischem Beamtenjargon entsprechend, aber dafür umso witziger. Der Krimi ist unblutig und auch nur mäßig aufregend, aber das ist bei diesem Buch nicht so wichtig. Die Handlung erscheint logisch, die Ermittlungen anfangs schleppend und das Ende richtig überraschend und auch noch spektakulär dramatisch. Hier spielen die besonderen Charaktere und lustigen alltäglichen Schilderungen die Hauptrolle im Buch und ich konnte nicht umhin, vor lauter Vergnügen die Morde als nebensächlich einzustufen. Doch auch hier kann Bröhmann dank seiner Mithelfer am Ende punkten und den Fall auflösen. Wer gerne lustige Krimiunterhaltung geniessen möchte, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Ich bin jetzt Bröhmann-Fan und freue mich auf weitere Fälle.

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  • Mein Leseeindruck

    Toter geht's nicht

    ChattysBuecherblog

    03. March 2016 um 19:28

    Als "alte" Krimi-Tante wollte ich unbedingt diesen Krimi lesen. Lange hatte ich ihn auf meiner Wunschliste und plötzlich hatte sich die Gelegenheit geboten, dieses Buch zu erhalten. Schon das Cover hatte es mir seiner Zeit angetan. Was wohl dieser Fuchs damit zu tun hatte? Sehr gespannt habe ich mich an das Debüt des Autors, Dietrich Faber, gemacht. Und ... ich wurde nicht enttäuscht. In Kriminalhauptkommissar Bröhmanns erstem Fall lernt der Leser den leicht chaotischen und etwas verteilten Henning Bröhmann kennen, der plötzlich alleinerziehender Vater von zwei Kindern wird. Aber nicht, dass man denkt, die Frau wäre gestorben oder so..... nein.... ganz anders. Aber hierzu möchte ich nicht mehr verraten. Obwohl die kriminalistische Handlung in diesem Buch etwas zu kurz kommt, erlebt man die Familie Bröhmann, wie sie leibt und lebt. Durch die sehr moderne Sprache mit viel Wortwitz erscheint der Krimi jedoch gar nicht zweitrangig. Geschickt versteht der Autor es, immer wieder zum Mord zurückzukehren, dann aber auch wieder an er Familiengeschichte weiter zu arbeiten, bis dann zum Schluss.... nee, das Ende verrate ich nicht. Eines sei jedoch gesagt, es ist ein unerwarteter Ausgang, aber mit viel Spannung zum Nachfolgeband. - Fazit - Krimi oder Familiendrama....das ist hier die Frage. Ich würde sagen, es ist beides, jedoch sehr geschickt miteinander verwoben. Nie langweilig, vielmehr ein wahrhaft heiterer und beschwingter Lesegenuss. Band 2.... ich koooomme

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  • Unterhaltsamer Regionalkrimi

    Toter geht's nicht

    yesterday

    13. December 2015 um 10:46

    Am Schreibstil ist klar zu erkennen, dass der Autor Kabarettist ist. Der Humor ist packend und auch nicht aufgesetzt. Zu Beginn ist die Geschichte noch ein bisschen langatmig. Außerdem ist der Hauptkommissar (und Familie) sehr unsympathisch. Dann kommt aber der Humor durch und es kommt Schwung in die Sache. Dass es eine Krimigeschichte sein soll, ist hier für mich nebensächlich, was aber gar nichts macht. Bei dieser Art Buch freut man sich ohnehin auch über stimmungsvollen Lokalkolorit. Der Krimi wird dann trotzdem (oder zudem) noch spannend und die Charaktere werden greifbarer, besser ausgeführt und somit wird auch alles zusammen an diesem Buch stimmig. Nach einiger Zeit hat man zwar eine Vermutung, wer denn der Täter sein könnte, das Motiv ist aber schwerer zu erraten, da lag ich daneben. Eine spezielle Rolle spielt der Hauptermittler nicht nur aufgrund seines Jobs: Seine Frau ist in die Geschichte verstrickt und daher ist nicht einmal der Kommissar vor Korruption gefeit. Moralisch fragwürdig, menschlich verständlich. Allgemein liest man dieses Buch sehr flüssig, der gute Humor hilft dabei und lässt den Leser ab und an laut auflachen. Die Geschichte spielt in Hessen, weshalb auch die ortstypische Sprache auch zur Geltung kommt. Die Ortsbezeichnungen und –beschreibungen existieren wirklich soweit man das als Nicht-Hesse im Internet recherchieren kann. Das Internet hat mir auch gezeigt, dass es den in der Geschichte erwähnten Musik-Star wirklich gibt! Auch sonst klingt die Geschichte plausibel, so wie die Menschen beschrieben sind, passt sie gut dorthin, wo Dietrich Faber sie hingesetzt hat. Ein spezieller Punkt ist bei diesem tollen Buch das Cover, leider in negativer Hinsicht. Für mich hat das Bild keinen Bezug zur Geschichte. Von einem Fuchs ist nie die Rede, auch kein blutiger Mord im Inneren eines Hauses. Ich glaube, dieses Cover könnte viele potentielle Käufer abschrecken. Man muss schon den Klappentext lesen, um zu erkennen, dass es ein Regionalkrimi ist. Auch, dass der Autor Kabarettist ist, hat mich angesprochen. Meine Hoffnung auf eine spaßige Geschichte wurde nicht enttäuscht! „Toter geht’s nicht“ ist der Beginn einer Serie um den Kommissar, die Geschichte macht Lust auf den zweiten Roman (Leseprobe im Anschluss).

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  • Krimi mit Humor

    Toter geht's nicht

    Langeweile

    11. August 2015 um 15:14

    Ein Kommissar mit viel Humor und etlichen menschlichen Schwächen ,das kannte ich in der Form bisher nicht.Für Henning Bröhmann war Polizist nicht der Traumberuf,er mußte aber die Familientradition fortsetzen,sein Vater war Polizeichef,ein guter Freund seines Vaters ist Kriminalrat. Nun gibt es einen Mordfall im eher beschaulichen Bad Salzhausen,den er aufklären soll.Ausgerechnet jetzt nimmt sich seine Frau eine Auszeit und läßt ihn mit dem fünfjährigen Sohn ,der pubertierenden Tochter und dem Hund Berlusconi allein,er fühlt sich total überfordert.Er versucht die Ermittlungsarbeit auf seine Kollegen abzuwälzen,was aber nur bedingt gelingt.Die auf gedrängteHilfe seines Vatersbringt ihn auch nicht weiter. Mit viel Humor schildert Dietrich Faber den Alltag dieses liebenswerten Henning Bröhmann ,dem es schließlich doch gelingt den Fall aufzuklären,wenn auch ganz anders als erwartet. Fazit Ein sehr gelungener Debütroman,ich hoffe, es folgen weitere Fälle für Kommissar Bröhmann. Buchtitel: Toter geht's nicht

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  • Der tote Tote

    Toter geht's nicht

    Daphne1962

    01. December 2014 um 20:34

    Henning Bröhmann interessiert so gar nicht, durch wen der Tote vom Faschingsumzug umgekommen ist. Er hat seine eigenen Sorgen und muss sich neu organisieren. Seine Frau Franziska hat sich davon gemacht. Auf eine Nordseeinsel zur Therapie. Soll er doch mal akrobatische Leistungen vollziehen und den Sohn vom Kindergarten holen oder sich mit der pubertierenden Tochter rumschlagen.   Außerdem hat er ja auch noch ein Team um sich herum. Nur einer fällt auch spontan aus. Zum Glück ist da noch die junge Melanie, die sich eifrig in die Arbeit stürzt. In Hessen, an der Nidda ticken die Uhren aber doch ein wenig anders. Hennings Vater, ehemaliger Kripochef mischt sich auch immer wieder mal ein. Er will hören, wie schnell sein Sohn einen Fall lösen kann. Einen Verdächtigen gibt es, aber beweisen kann man ihm auch nicht so wirklich was. Wann kommt Franziska endlich zurück, die Kinder quengeln.   In diesen recht amüsanten Krimi steht das Privatleben im Vordergrund, nicht der Fall selbst. Für Zwischendurch mal ganz nett, aber sonst nicht wirklich ein normaler Krimi. Anspruch braucht man nicht daran zu stellen.

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  • Henning Bröhmanns erster Fall

    Toter geht's nicht

    MrsFoxx

    20. March 2014 um 21:10

    Henning Bröhmann ist kein typischer Polizist. Seinen Beruf übt der Vogelsberger Kriminalhauptkommissar nicht undbedingt aus Überzeugung aus, allgemein ist er eher ein gemütlicher und ruhiger Mensch. Umso schlimmer für Henning, dass ihn plötzlich wie aus heiterem Himmel seine Frau verlässt, und quasi im gleichen Augenblick ein Mordopfer nahe des Faschingsumzuges gefunden wird. Das Opfer ist als Sensenmann verkleidet. Der Tote Tod. Toter geht's eben nicht...  Dietrich Faber, eigentlich ja Kabarettist, präsentiert hier einen humorvollen Krimi, der den Leser einige Male zum Lachen bringt. Sein Hauptkommissar ist ein antriebsloser Enddreißiger, der in den Polizeiberuf halt so reingerutscht ist. Dass er es zum Kriminalhauptkommissar geschafft hat, ist weniger der Verdienst hervorragender Ermittlungsarbeit, sondern mehr den Kontakten seines Vaters zuzuschreiben. Als er dann plötzlich auch noch allein mit Kindern und Hund dasteht, muss er über sich hinauswachsen. Was ihm eine pubertierende Tochter Melina und der kleine Laurin nicht unbedingt leicht machen. Und auch Markus, der Kollege hinter dem Henning sich bisher prima verstecken konnte, fällt auf einmal aus...  Allgemein sind die Protagonisten sehr sympathisch, ausgenommen Teichner, aber davon dürft ihr euch selbst ein Bild machen   Der Kriminalfall bleibt bis zum Schluss spannend und hat noch eine Überraschung parat.  Der flüssige, direkte und augenzwinkernde Schreibstil machen einfach Spaß und lassen Langeweile erst gar keine Chance. Der Autor serviert nicht nur Krimifans eine gute Story und tolle Hauptcharaktere die herrlich unkonventionell und erfrischend sind.  Fazit: Mal ausnahmsweise kein Ermittler aus Leidenschaft, aber dafür mit einigen Lachern. Diese Reihe ist es definitiv Wert, weiterverfolgt zu werden. Absolute Leseempfehlung von mir

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  • ~ Erbarmen, die Hessen kommen ~

    Toter geht's nicht

    ShadowOfBlue

    15. August 2013 um 23:55

    Das kommt davon, wenn man ein Buch nur aus dem Grund kauft, dass der Hund des Protagonisten auf den Namen "Berlusconi" hört - aber naja, selber Schuld kann ich da nur sagen...Doch woran genau trage ich nun die Schuld? Daran, dass ich meine Zeit mit anderen Büchern vielleicht hätte sinnvoller nutzen können, als mit Toter geht's nicht. Inhaltlich kann man vorwegnehmen, dass während eines Faschingumzuges im Vogelsbergkreis eine Leiche gefunden wird, passenderweise als Tod verkleidet - dies erklärt nun auch den seltsam anmutenden Titel des Buches. Nicht nur, dass Hauptkommissar Henning Bröhmann überhaupt dadurch Arbeit hat, nein, er wurde auch noch an diesem Tag von seiner Frau auf unbestimmte Zeit verlassen und hat zusätzlich noch 2 Kinder und einen Hund am Hals. Während er versucht seinen Alltag zu meistern, stoßen er und seine Kollegen auf die eine oder andere Spur, die in Richtung eines Musikers zeigen, doch auch der Sohn des Toten macht sich nicht weniger verdächtig. Und zu guter Letzt gibt es sogar noch eine zweite Leiche. Welche dunklen Abgründe der Vergangenheit Bröhmann und sein Team aufdecken und was letztendlich hinter dem Mord steckt wird man im Laufe des Buches noch erfahren, genauso wie sich das chaotische Privatleben Bröhmanns weiter entwickeln wird.Nun hat sich das Prinzip Kriminalfall versus Privatleben ja im Krimi-Bereich doch relativ weit verbreitet, was meiner Meinung nach nicht verkehrt ist. Meist sehr humorvoll und schrullig kommen diese Mix-Romane daher, zeigen oft eher eigenbrödlerische Protagonisten, die den Ermittlerberuf und das Privatleben nur schwer trennen können, die ihren eigenen Weg gehen, der teils nicht immer ganz regelkonform ist. Auch Dietrich Faber hat mit Hennig Bröhmann einen solchen Charakter geschaffen, jedoch mit dem Unterschied, dass der teils apathisch wirkende Bröhmann kein wahrer Symphatieträger ist. Seine Teilnahmslosigkeit an seinem Beruf ist zwar begünstigt durch die vorherige Trennung von seiner Frau, wird aber nur in einer Hand voll Momenten ein wenig gebrochen. Die seltenen Momente, in denen Bröhmann aufblüht, sind leider wieder so schnell verblasst, dass man sie kaum wahrnimmt. Im Kopf bleibt das Bild von einem Kommissar, der keiner sein möchte, von einem gescheiterten Familienvater, der nicht aus seiner Haut kann, einem Sohn, der es seinem Vater nicht recht machen kann, von einer Hauptfigur die unter normalen Umständen wahrscheinlich keiner besonderen Erwähnung bedarf - wäre es eben nicht die Hauptfigur.Neben Bröhmann finden sich noch andere, völlig überspitzte Charaktere wieder - der immer hochmotivierte Kommissar, der den werten Leser am laufenden Band mit dummen Sprüchen und Wort"witzen" bombadiert, die pubertäre Tochter samt Stimmungsschwankungen, rebellischer und gefühlvoller Seite, der großmäulige Stimmungsmusiker, der herrische Vater, der alles besser weiß, ein furzender Hund... die Liste könnte man ewig fortsetzen, kaum ein Charakter ist hier halbwegs normal gehalten, was die ganze Geschichte extrem ins Lächerliche zieht. Sogar der Hund Berlusconi, eigentlicher Auslöser meines Interesses an dem Buch, ist dermaßen überzeichnet und klischeebehaftet, dass man dazu neigt die Augen zu verdrehen. Der zu Grunde liegende Kriminalfall rückt zwischenzeitlich so sehr in den Hintergrund, dass man diesen als Leser auch schon fast vergisst - dafür brauche ich allerdings keinen Kriminalroman lesen. "Bröhmanns erster Fall", so prangert es auf dem Cover, man könnte das also gut als Startschwierigkeiten abtun, wäre es ein Ausschnitt aus dem Anfang seiner Karriere. Dass Bröhmann im Laufe weitere Fälle mehr Elan an den Tag legt, scheint aber nach diesem ersten Fall eher unwahrscheinlich. Aber ganz ehrlich, ich möchte es auch gar nicht herausfinden. Das, was ich im ersten Fall gelesen habe, das hat mir schon gereicht. Während der Fall an sich immerhin noch mit unerwarteten Wendungen daherkommt und so zumindest den Anschein eines Krimis aufrecht zu erhalten versucht, so sind Bröhmanns private Probleme dermaßen vorhersehbar, dass in diesem Bereich kaum Spannung aufkommt. Die leichten Spannungsbögen in der kriminalistischen Nebenhandlung können dies leider auch nicht wieder gutmachen, da diese auch keine nennenswerten Besonderheiten birgt. Ebenfalls der Humor, der durch Handlung und Figuren an vielen Stellen für Auflockerung sorgen soll, bringt meist nicht mehr als ein müdes Lächeln auf die Lippen, wahrlich witzige Momente oder Auslöser für sonstige Gefühlsregungen sucht man vergebens. Lediglich der eine oder andere Aha-Moment schleicht sich ein, wenn man zwischen den verwendeten Klischees möglicherweise ein wohlbekanntes wiederfindet. Abschließendhandelt es sich hier in meinen Augen eher um einen mit plattem Humor und ausgelutschten Klischees behafteten Familienroman als um einen Krimi, nichtmal die Kategorisierung Regional- oder Provinzkrimi würde hier in meinen Augen passend erscheinen. Scheinbar lediglich zufällig ist die Hauptfigur nun auch ein Hauptkommisar, so dass dies eben als Teil seines Lebens und somit des Romans anzurechnen ist. Wer einen Faible für Dummschwätzer, Trantüten, pubertierende Mädchen und Öko-Bio-KiTaväter hat, der könnte mit Toter geht's nicht noch seine Freude haben, den Freunden gepflegter Unterhaltung mit kriminalistischer Spannung muss ich jedoch von der Lektüre abraten. Meinen literarischen Ausflug nach Hessen werde ich als einmaligen Ausrutscher verbuchen und mich in Punkto Regionalkrimis wohl doch zukünftig lieber anderen Gebieten Deutschlands zuwenden.

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  • Menschliche Schwächen liebevoll begutachtet

    Toter geht's nicht

    gst

    01. July 2013 um 14:59

    Wer Krimikomödien mag, dem wird dieses Buch gefallen - obwohl es eigentlich recht langweilig los geht. Henning Bröhmann, ein vom Vater, der Polizeipräsident war, geprägter Ermittler, erläutet seine Familienverhältnisse. Die Tochter steckt mitten in der Pubertät und bezeichnet ihren Vater mit Vorliebe als "Arsch", der sechsjährige Sohn geht in einen alternativen Kindergarten und die Ehefrau, eine Lehrerin, hat die Faxen dicke. Sie verlässt die Familie auf unbestimmte Zeit, so dass Bröhmann nun sehen kann, wie er als alleinerziehender Vater klar kommt. Und ausgerechnet in dieser verflixten Situation muss der Arbeitsscheue seinen ersten Mordfall aufklären! Eigentlich hat er keine Lust und kaum Zeit dazu. Sein bester Kollege, der bisher meist den Karren aus dem Dreck gezogen hat, macht sich auch noch dünne. Aber zum Glück gibt es eine Frau im Team, die forsch voran geht und dem überforderten Vater hilft, sein Gesicht nicht ganz zu verlieren. Trotz des aufzuklärenden Mordfalls steht nicht die Polizeiarbeit an sich im Vordergrund. Dietrich Faber, eigentlich Komiker von Beruf, beleuchtet die menschlichen Schwächen eines jeden mit viel Humor und zeigt sich als wahrer Menschenkenner. Ein Buch für Leute, die beim Krimi kein Blut brauchen, sondern sich mehr für den Menschen an sich interessieren. Meine Gesichtszüge erhellten sich jedesmal beim Lesen. Gerade nach anstrengenden Arbeitstagen brachte mich dieses Buch auf völlig andere Gedanken. Ich kann es nur weiter empfehlen!

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  • Der tote Tod

    Toter geht's nicht

    gaby2707

    05. May 2013 um 17:42

    Bad Salzhausen im Vogelsberg in Hessen ist ein verschlafener kleiner Kurort. Hier wohnt Kriminalhauptkommissar Henning Bröhmann mit seiner Frau Franziska und den beiden Kindern Melina, 14, und Laurin, 5, und Hund Berlusconi. Franziska ist Lehrerin auf einem Gymnasium, Laurin geht in die reformpädagogische elternselbstorganisierteundverwaltete Kindertagesstätte Schlumpfloch e.V. Melina steckt gerade mitten in der Pubertät. Und Henning? Henning hält sich selbst für eine Memme, eine Lusche, der an nichts was liegt, schon gar nicht an seinem Job. Er gibt sich am liebsten dem melancholischen Welzschmerz, Wohlstandsproblemen und Selbstmitleid de luxe hin. So hat er auch absolut keinen Bock auf die Ermittlungen, als nach dem Faschingsumzug ein Toter im Kostüm des Todes, als Sensenmann verkleidet, gefunden wird. Der Tote ist schnell identifiziert: Klaus Drossmann, 61, wohnhaft in Mannheim früher in Bad Salzhausen. Als sich Hennings Stellvertreter Markus Meirich krank meldet, bleibt die Arbeit doch an Henning und seinem Assistenten Oli Teichner hängen. Als Verstärkung bekommen die beiden Miriam Meisler von der Verkehrs-sicherheit vom Polizeirevier Alsfeld zur Seite gestellt. Als Henning abends nachhause kommt, verkündet seine Frau, dass sie eine Auszeit braucht und sich in einem Kursanatorium auf Borkum ausruhen will. Henning steht nun mit den beiden Kindern und Hund Berlusconi allein da. Die Ermittlungen gehen schnell in die Richtung von Herr Bärt, einem Schnulzensänger, der mit dem Song „Lass uns fummeln, Pummel“ einen riesigen Hit gelandet hat. Aber auch der depressive Sohn des Toten gerät in die Ermittlungen und verhält sich höchst verdächtig...   Dietrich Faber erzählt mir die Geschichte eines Polizisten, der eigentlich gar keiner sein will, dem alles zuviel ist und der am liebsten still in einer Ecke sitzen und allen anderen zuschauen würde. Aber so läuft das Leben nicht. Das merkt Henning, als seine Frau Franziska nicht mehr da und er für die beiden Kinder und den Hund zuständig ist. Aber er nimmt die Herausforderung an und meistert sie so gut wie er es kann. Die einzelnen Personen sind mit ihren kleinen Schwächen und Eigenarten so gut beschrieben, dass ich sie mir gut vorstellen kann. Ich habe mich gleich mittendrin in der Geschichte befunden und mit Henning mit gelitten und wollte ihn zwischendurch immer mal wieder wach rütteln. Die leichte, zum Teil kabarettistisch angehauchte bzw. etwas übertriebene Schreibweise lässt das Lesen zum Genuss werden, wobei ich auch des öfteren schmunzeln musste. Der „Fall“ selbst war so zu keiner Zeit vorhersehbar und die Spannungskurve hatte immer einen recht hohen Faktor. Das Ende bzw. den Ausgang hätte ich mir nicht besser vorstellen können.     Fazit:   Ein leichter Krimi für genüssliche Lesestunden.

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  • Holpriger Start, aber dann...

    Toter geht's nicht

    pelznase

    25. March 2013 um 19:29

    Mein Interesse an diesem Buch rührte in erster Linie daher, dass ich einfach ein ausgeprägtes Faible für Regionalkrimis habe. Mit Kommissar Bröhmann verschlägt es den Leser nun in die hessische Provinz, die gar nicht so unspektakulär ist, wie sie scheint. Allerdings war mein Start mit Kommissar Bröhmann mehr als holprig. Über gut die ersten 50 Seiten hinweg ging er mir mit seiner “Ich bin ein Nichts, ich kann nichts, habe zu nichts Lust, und weiß auch nicht, was ich wegen meiner abgehauenen Frau und meiner pubertierenden Tochter machen soll, weswegen ich vorsichtshalber gar nichts mache”-Haltung unheimlich auf den Keks. Mit solch einer Einstellung kann ich nichts anfangen und ich war mir daher unsicher, ob ich das Buch durchhalte. Tja, und dann war es plötzlich drei Stunden später und ich musste langsam mal schlafen. Da hatte ich doch tatsächlich über die Geschichte die Zeit vergessen. Wieso? Vornehmlich, weil sie mit dem für dieses Genre typischen Lokalkolorit aufwartet, über den es sich manches Mal schmunzeln lässt. Aber auch weil speziell die Passagen, in denen sich Bröhmann mit seiner widerspenstigen Tochter, seinem rotznasigen (das ist hier durchaus freundlich gemeint) Sohn und seinem furzenden Hund, sowie einem äußerst gewöhnlichen Schlagersänger auseinandersetzen muss, für so manchen Lacher gut sind. Zudem hat der Kommissar einen bemerkenswert feinen Blick für das Idiotentum der Menschheit, das er pointiert beschreibt. Natürlich war es aber auch der Fall um den ermordeten Sensenmann, den ich durchaus mit Spannung verfolgt habe. Positiv daran finde ich, dass er zwar schon komplex ist, aber nicht so, dass man nach ein paar Kapiteln nicht mehr durchsteigt. So spielt eine überschaubare Anzahl an Charakteren mit und die Verbindungen unter ihnen sind so angelegt, dass man als Leser gut miträtseln kann, wer den Tod auf dem Gewissen hat. Überrascht hat mich die endgültige Auflösung dann zwar nicht, zumal ich weit vorher bereits mal Verdacht in die Richtung gehegt hatte. Aber es ist ja auch ein ganz gutes Gefühl, wenn man sich nach Ende der Geschichte selber ein wenig auf die Schulter klopfen kann, dass man ähnlich helle ist wie der Kommissar Das heißt jetzt aber nicht, dass ich mit dem Ende zufrieden bin. Ich hoffe sehr, in Bröhmanns zweitem Fall wird darauf noch mal eingegangen. Es kann / darf einfach nicht sein, dass ein Kommissar den Ausgang so stehenlässt. Nachdem ich mich mit Bröhmann endlich angefreundet hatte, hätte ich “Toter geht’s nicht” leicht in einem Rutsch durchlesen können. Dank Witz und Situationskomik macht es einfach Spass, und der Fall hat einen ebenfalls schnell am Haken. Es ist flüssig geschrieben, jedenfalls wenn man sich an gelegentliche Bandwurmsätze gewöhnt hat, und viele Dialoge lockern zusätzlich auf. Das Covermotiv vereint für mich die wesentlichen Elemente der Geschichte. Es ist ein wenig geheimisvoll-düster wie es sich für einen Krimi gehört. Der Fuchs guckt so lustig aus dem Fell, dass man sofort ahnt, in diesem Krimi hat auch Humor seinen Platz. Und mit dem steinernen Krug und der “schicken” Tapete wird es auch dem Charme eines Regionalkrimis gerecht. Sehr klasse finde ich den festen, aber doch flexiblen Kunststoff-Einband. So sieht das Buch im Regal wie ein Hardcover aus, ist aber handlebar wie ein Taschenbuch, bei dem zB. Leserillen keine Chance haben! Fazit: Nach einem holprigen Start hat mir “Toter geht’s nicht” ausgesprochen gut gefallen. Ein spannender, aber überschaubarer Fall, bei dem man mitermitteln kann, und ein ordentlicher Schuss Humor. Das ist die Kombination, die mir Regionalkrimis so sympathisch machen. Nur das Ende…wie gesagt, ich hoffe, das wird im nächsten “Bröhmann”-Buch nicht einfach so stehengelassen. Ich freue mich drauf!

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  • Rezension zu "Toter geht's nicht" von Dietrich Faber

    Toter geht's nicht

    tweedledee

    12. November 2012 um 09:31

    Der Tod ist tot. Erschlagen mit einer Eisenstange beim Faschingsumzug. Den Mord an Klaus Drossmann, der sich als Gevatter Tod verkleidet hatte, soll Henning Bröhmann, seines Zeichens Kriminalhauptkommisar zusammen mit seiner Truppe aufklären. Nachdem im hessischen Bad Salzhausen jahrelang nichts schlimmeres als Falschparken und Ruhestörungen vorgefallen sind, sieht er sich nun das erste mal mit einer Mordermittlung konfrontiert. Und ist damit komplett überfordert. Zu allem Überdruss läßt ihn auch noch seine Frau Franziska allein mit den Kindern, weil sie dringend eine Auszeit braucht. Und nicht genug, sein fähigster Mitarbeiter fällt durch einen Krankheitsfall in der Familie aus. Henning, der nicht wirklich glücklich in seinem Job ist wird nun richtig gefordert... Selten, dass ich von einer Leseprobe eher enttäuscht war und vom Buch dann absolut positiv überrascht wurde. Doch genau das ist hier geschehen. Bei "Toter geht's nicht" handelt es sich um einen Krimi der besonderen Art, einen Kriminalfall bei dem nicht gruseln und Spannung angesagt ist, sondern Witz und Ironie und der ständig zum schmunzeln und lachen verleitet. Bei "Toter geht's nicht" steht nicht unbedingt die Ermittlungsarbeit im Kriminalfall im Vordergrund, mindestens genauso wichtig ist das Privatleben von Henning Bröhmann, der ja unfreiwillig zum alleinerziehenden Vater auf Zeit wurde. Seine beiden Kinder, die 14jährige Melina, sein 5jähriger Sohn Laurin und Hund Berlusconi halten ihn in Atem, vor allem die pubertierende 14 jährige Melina macht ihm schwer zu schaffen. Die Kommentare die sie so von sich gibt, scheinen mitten aus dem Leben gegriffen zu sein. Absolut lebensnah und authentisch zeichnet er seine Figuren und erzählt mit viel Witz und (Selbst)Ironie von seinem Leben und seiner Arbeit, wobei die Beschreibung der elternselbstverwalteten Kita Schlumpfloch e. V. immer wieder für Lacher sorgt. Aber auch die Dialoge mit seinem Vater, dem ehemaligen Polizeipräsi und seiner Mutter sind zum schreien komisch. Sehr gelungen und auflockernd fand ich auch die mundartlichen Einschübe. Dietrich Faber hat mit "Toter geht's nicht" einen wirklich lesenswerten Debütroman geschrieben. Das Buch liest sich flüssig, die kurzen Kapitel sorgen für Abwechslung. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und die unerwartete Wendung am Schluss kam für mich wirklich überraschend.

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  • Rezension zu "Toter geht's nicht" von Dietrich Faber

    Toter geht's nicht

    Sonnenwind

    19. August 2012 um 11:29

    "Toter geht’s nicht" ist ein Anti-Krimi im hessischen Karnevals-Milieu: Dem amtierenden Hauptkommissar Bröhmann – ein Anti-Held – fehlt jeglicher Ehrgeiz. Er ist zufrieden, wenn er keine Ermittlungsarbeit leisten muß und beschäftigt sich lieber mit mittlerer Bürokratie. Dafür hat er aber sehr fähige Mitarbeiter, deren Leistungen er so sehr schätzt, daß er lieber seinen Chefposten seinem Stellvertreter abtreten würde. Als Familienvater ist er auch eher der Anti-Chef, dem ein Leben ohne Höhepunkte lieber ist als aus seiner Ruhe gerissen zu werden. Seine Frau managt die Familie, ihren Beruf und alles, was irgendwie zu managen ist. Dadurch ist die Ehe an einen Punkt gelangt, an dem die Liebe verlorengegangen ist und nur noch Routine herrscht. Durch eine Leiche beim Faschingsumzug wird der Friede jäh umgestürzt: Die erste Leiche seit langer Zeit, seine Frau verläßt ihn auf unbestimmte Zeit, und der Kommissar bleibt mit der schwer pubertierenden Tochter, dem Sohn im Kindergartenalter, Hund und Haushalt allein. Alles, womit er sonst nie belastet war, stürzt plötzlich auf ihn ein. Zu allem Übel nimmt sich sein Stellvertreter, der sonst für alle Ermittlungen zuständig war, eine Auszeit. Die Handlung spielt in diesem Roman, auch wenn er als "Kriminalroman" klassifiziert ist, eine eher untergeordnete Rolle. Das Verbrechen wird nebenbei und zufällig aufgeklärt, aber die Charaktere machen eine deutliche Entwicklung durch. Die Verantwortung, die Henning Bröhmann plötzlich tragen muß, läßt ihn über sich selbst hinauswachsen, und nach einigen Anfangsschwierigkeiten bringt er es tatsächlich fertig, nicht nur seine Familie zu managen, sondern auch seine beruflichen Anforderungen zu erfüllen. Seine Kinder reifen gleichsam sichtbar, und auch seine Frau stellt sich der Situation. Das Besondere an diesem Roman ist nicht das Verbrechen oder dessen Auflösung. Aber auch die Charaktere sind nicht die Hauptsache: Das besondere Plus ist die Sprache. Der Autor Dietrich Faber ist Kabarettist, und als solcher weiß er mit Sprache umzugehen, sie für seine Zwecke zu gebrauchen und zu formen, nur durch Sprache Lesevergnügen zu schaffen. Das hessische Lokalkolorit ist auf den Punkt gebracht; man hört die Hessen sprechen! Wie viele Kabarettisten stößt auch Faber leicht an die Grenzen. So ist ein mit der Nagelschere gestutzter Rasen einmal ein Lacher, aber beim zweiten Mal wird er zum Klischee. In aller Regel ist die Sprache aber abwechslungsreich und frisch – ein echter Lesegenuß! Wer Kabarett mag und sich an Stil erfreuen kann, ist mit diesem Buch auf der sicheren Seite.

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  • Rezension zu "Toter geht's nicht" von Dietrich Faber

    Toter geht's nicht

    InaVainohullu

    03. August 2012 um 14:04

    Henning Bröhmann hat eigentlich alles was ein Mann mit Ende 30 sich wünschen kann. Einen guten Job, eine Familie, Haus und Hund und das alles auch noch in einer beschaulichen herrlichen Gegend, nämlich mitten im Grünen. Doch am Tag des Faschingsumzuges in Nidda gerät seine heile Welt plötzlich aus den Fugen. Dabei wollte er doch eigentlich NUR Fußball gucken, während Frau und Kinder zum Umzug fahren. Zuerst verlässt seine Frau ihn Hals über Kopf und dann meldet sich auch noch sein Kollege, der ihm erklärt das es einen Mord gegeben habe. Dabei sieht sich Henning selbst als eher schlechten Hauptkomissar. Während seine Frau abtaucht um Ruhe und vorallem wieder zu sich selbst zu finden, kämpft Henning also fortan mit dem Alltag. So muss der kleine Laurin z.B. in die Tagesstätte gebracht werden in der Wolle und Molli, die genauso aussehen wie sie heißen, nämlich Wolle und Molli, das Sagen haben, dann muss Henning in der Schule antraben, weil seine Tochter Melina in Versetzungsnöten schwebt und natürlich muss er nebenbei auch noch einen Mordfall lösen und sich mit seinem Vater herumärgern, der zu allem Überfluss, Polizeihauptkomissar a.D. ist und mit Argusaugen über die Fortschritte seines Sohnes wacht. Und dann schreibt ihn auch noch eine gewisse Sandra via Facebook an, die angeblich mit ihm zur Schule gegangen sei, an die er sich aber nicht im geringsten erinnern kann, mit der er aber trotzdem flirtet. Ein durchaus gelungener herrlich skurriler Debütroman ! Dietrich Faber erzählt mit viel Witz und in rasantem Tempo über einen Provinzkomissar, der eigentlich gar keinen Bock auf seinen Job hat und der sich wünscht ein besserer Vater und Freund zu sein ! Bitte mehr von Henning Bröhmann !

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  • Rezension zu "Toter geht's nicht" von Dietrich Faber

    Toter geht's nicht

    Fantasie_und_Träumerei

    05. May 2012 um 08:59

    Faschingsumzug im Vogelsberg: Jubel, Trubel, Heiterkeit, und am Ende wird ein Mann erschlagen. Der Tot war verkleidet: als Tod. ZUM AUTOR: (Quelle Rowohlt) Dietrich Faber wurde 1969 geboren. Zusammen mit Martin Guth bildet er das international auftretende Kabarettduo FaberhaftGuth. Die beiden sind Gewinner zahlreicher renommierter Kabarettpreise. Der Autor lebt mit Frau und Sohn in der Mittelhessenmetropole Gießen. „Toter geht`s nicht“ ist sein Debütroman – aber nicht der letzte Fall für Kommissar Henning Bröhmann. EIGENE MEINUNG: Sie haben in letzter Zeit chronischen Lachmangel und finden einfach alles unlustig? Ihnen fehlt jeder Sinn für Humor und die Lachfalten um ihre Augen sind schon so glatt wie ein Kinderpopo? Dann hat Rowohlt Polaris genau das richtige Mittel für sie: Dietrich Faber und seinen Debütroman „Toter geht`s nicht“. Die Anwendung ist ganz einfach: drei Mal täglich mindestens 50 Seiten lesen, den Gefühlen freien Lauf lassen und laut los lachen. Nebenwirkungen: Bauchmuskelkater und verstörte Blicke ihrer Mitmenschen. Beachten Sie außerdem, dass ihre Lacher höchst ansteckend sind und sich schnell auf alle Leser dieses Krimis ausbreiten können. Kriminalhauptkommissar Henning Bröhmann, dessen Leben eigentlich ruhig und ohne weitere Vorkommnisse verläuft, wird völlig aus der Bahn geworfen. Nicht nur, dass seine Frau Franziska ihn wegen dieser neumodischen Krankheit namens Burn Out verlässt, zu allem Übel passiert in seinem sonst so friedlichen Revier auch noch ein Mord. Und das ausgerechnet an Fasching. Der Zeit im Jahr, wo man seine Mitmenschen bei alkoholischen Getränken und „Bützchen“ eigentlich besonders gerne mag. Wie soll er das nur alles schaffen? Es dauert eine Weile, doch dann entdeckt er eine heiße Spur, die ihn direkt in den „Wipp“ Beriech führt. Zu Schlagerstar Herr Bärt, dem Sänger von „Lass uns fummeln, Pummel“, einem alten Bekannten, der scheinbar nicht nur Fans auf dieser Welt hat. Eine schwere Last ruht auf Bröhmanns Schultern, doch zum Glück hat er patente Kollegen, wie den ewig besserwisserischen und nervigen Teichner und die junge und sehr adrette Miriam Meisler. Im privaten Bereich sieht er sich neuen Aufgaben gegenüber: der Kindergarten Koch Ag, ins Leben gerufen von Wolle und Molli, dem Vorzeige Ehepaar,- er Langzeitstudent, sie irgendwie hippi-mäßig schräg drauf -, die voll in ihrer Elternrolle aufgehen und den Kindergarten unterstütz, wo sie nur können, was sie natürlich auch von Henning verlangen. Doch der hat ganz andere Probleme als seine Tätigkeit als Hilfserzieher im Kindergarten „Schlumpfloch“, denn zu Hause warten eine pubertierende Tochter, ein Bett nässender Sohn und ein furzender Hund namens Berlusconi. Außerdem ein schwieriger Kriminalfall, dessen Ermittlungen durch die ständige Einmischungen von Bröhmanns Vater, ehemaliger Polizist, nicht gerade vereinfacht werden. Witz und Humor, das sind sicherlich die Steckenpferde von Dietrich Faber, doch er kann auch anders, denn in „Toter geht`s nicht“ bekommen die Leser es nicht nur mit einem echten und findig ausgeklügelten Kriminalfall zu tun, sie erleben auch die Eheprobleme, die Mitten aus dem realen Leben gegriffen sein könnten, hautnah mit. Eine wirklich gelungene Paarung, die diesen Krimi aus der reihe, der aktuell modernen Regionalkrimis hervorhebt. Ganz besonders gut gefallen hat mir nicht nur, dass es zu geht, als würde der Roman im Dorf um die Ecke spielen, sondern auch, dass Bröhmann ein ganz normaler Mensch mit Ecken und Kanten (und davon hat er nicht zu wenig) ist. Die Schreibe des Autors ist spannend und man folgt seiner Erzählung so gern, dass ich das Buch in einem Rutsch durch gelesen habe. Hierbei mochte ich vor allem die Passagen, in denen „hessisch gebabbelt“ wurde. FAZIT: „Toter geht`s nicht“ ist eine Krimi Empfehlung, bei deren Genuss nicht nur die Lachmuskeln trainiert werden, sondern auch über Dinge aus dem Alltag einer gewöhnlichen Familie geschrieben wird. Umschlossen wird dies von einem Kriminalfall, der mit verwirrenden Aufklärungsversuchen und Irrungen der polizeilichen Arbeitskräfte für Spannung sorgt.

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