Dietrich Garstka Das schweigende Klassenzimmer

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Inhaltsangabe zu „Das schweigende Klassenzimmer“ von Dietrich Garstka

DDR, November 1956: Eine Abiturklasse reagiert auf die Niederschlagung des Ungarn-Aufstandes mit einer Schweigeminute. Die Rädelsführer werden von der Staatssicherheit gesucht, aber nicht gefunden. Gegen alle Drohungen und Erpressungen halten Schüler und Eltern zusammen. Schließlich fliehen die Gymnasiasten geschlossen nach West-Berlin… Ein dramatischer Bericht über die Wirklichkeit der DDR-Diktatur.

Mich hat diese Geschichte wahnsinnig beeindruckend, gleichzeitig ist sie unglaublich schwer zu lesen.

— Krimifee86

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    Das schweigende Klassenzimmer

    Krimifee86

    24. August 2016 um 13:50

    Klappentext: Gegen alle Drohungen und Erpressungen von seiten der Behörden halten die Schüler einer Abiturklasse zusammen, als sie einen Kameraden verpfeifen sollen. Die Klasse wird gefeuert, und die Gymnasiasten fliehen geschlossen aus der DDR. Es sollte eine kleine, spontane Aktion sein, als das Gerücht umging, der berühmte Fußballstar Ferenc Puskás sei unter den Opfern der Niederschlagung des Aufstandes in Ungarn: 5 Minuten lang Schweigen mitten im Unterricht. Doch es wurde ein politischer Skandal, der das Leben von 15 Schülern und einer Schülerin und ihren Familien auf immer veränderte. Eine Flut von Untersuchungen, Verhören, Beschimpfungen und Drohungen brach über die jungen Leute herein. Doch sie weigerten sich standhaft, einen »Rädelsführer« zu benennen. Schließlich wurde die Klasse aufgelöst, die Abiturienten der Schule verwiesen. Aber sie hatten einen Plan: In West-Berlin trafen sich die meisten von ihnen wieder – als Flüchtlinge, und sie blieben als Klasse zusammen bis zum Abitur.Cover: Das Cover gefällt mir gut. Ich mag es ja immer bei Biographien bzw. wahren Begebenheiten, wenn das Cover an diese angelehnt ist, bzw. sofern vorhanden, Fotos aus der entsprechenden Zeit aufweist. Das ist bei dem vorliegenden Cover definitiv so und das gefällt mir. Wenn auch vielleicht ein Bild aus der tatsächlichen Schulklasse noch eindrucksvoller gewesen wäre, aber was nicht vorliegt, kann man auch nicht verwenden.Schreibstil: Der Schreibstil ist echt sehr, sehr gewöhnungsbedürftig. Denn der Autor verwendet viele Original-Texte aus der damaligen Zeit (Protokolle, Zeitungsartikel etc.) und baut diese in die Texte mit ein. Theoretisch gut, da man auf diese Art und Weise einen noch realistischeren Eindruck von den Vorkommnissen erhält, für den Lesefluss aber enorm störend. Zumal mit zahlreichen Abkürzungen gearbeitet wird, in die man erst einmal reinfinden muss (Gen. B. statt Genosse Bauer oder dergleichen). Irritierend ist auch, dass das Buch zu einem großen Teil in der Wir-Perspektive (nämlich Wir die Klasse) geschrieben ist, nur, dass sich das „Wir“ ständig ändert, weil ja nie die ganze Klasse an allem beteiligt ist. Die Story: Das Buch basiert auf einer wahren Geschichte aus DDR-Zeiten (noch vor dem Mauerfall), nämlich der Entlassung einer ganzen Abiturklasse aufgrund einer spontanen Schweigeminute. Insgesamt eine Geschichte, der man auf jeden Fall nur großen Respekt zollen kann, insbesondere wenn man bedenkt, dass wir von 17-18-jährigen Schülern sprechen, die noch wesentlich leichter zu beeinflussen / beeindrucken sind. Insofern ist es tatsächlich erstaunlich, dass die Klasse so zusammen gehalten hat und ihre Eltern sie bei ihrer Flucht in den Westen unterstützt haben.Fazit: Die Geschichte an sich ist wahnsinnig beeindruckend und ich zolle der Abiturklasse meinen höchsten Respekt, für das was sie getan haben. Das ist alles andere als selbstverständlich und gerade in diesen jungen Jahren höchst bewundernswert. Abgesehen davon muss ich aber leider sagen, dass ich mich beim Lesen des Buches sehr, sehr schwer getan habe. Natürlich ist es spannend Originaldokumente aus der Zeit in dem Buch integriert zu haben und vor allem wertet es das Buch auf. Aber ganz ehrlich? So erreicht man eben doch nur eine Minderheit an Lesern, für die meisten wäre eine einfache Erzählung besser gewesen. Von mir gibt es mit viel gutem Willen drei Punkte und ein „Hut ab!“.

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  • Rezension zu "Das schweigende Klassenzimmer" von Dietrich Garstka

    Das schweigende Klassenzimmer

    Jens65

    26. July 2008 um 19:07

    Das Buch, von einem der 20 Schüler verfasst, liest sich spannend wie ein Krimi. Auch wenn manche der Leser den Ausgang der Geschichte von vornherein kennen: der Mut der Klasse; die (meist) bedingungslose Unterstützung der Kinder durch die meisten Eltern; die Unfähigkeit eines totalitären Regimes, mit einem solchen Ereignis umzugehen - all das wird einem bei der Lektüre dieses Buches mit jeder Seite klarer.. Der Untertitel ("Eine wahre Geschichte über Mut, Zusammenhalt und den Kalten Krieg") bringt die Geschichte auf den Punkt.

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