Dietrich Krusche Haiku

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Inhaltsangabe zu „Haiku“ von Dietrich Krusche

150 repräsentative HaikuHaiku - das ist die kürzeste aller lyrischen Formen, die wir in der Weltliteratur kennen, dreizeilige Gedichte, im 16. und 17. Jahrhundert in Japan ausgebildet und nur dort bis heute überliefert in lebendiger Tradition. »Mittagsstille -/ das Schrillen der Zikaden dringt / ein in die Felsen.« - so lautet ein klassisches Haiku des berühmtesten Haiku-Dichters Bashô.
Die klare Poesie und die nur vermeintlich einfache Aussage ist sinnlich unmittelbar nachvollziehbar - wenn man sich darauf einläßt und den Abstand zu überwinden versucht, der unsere »westliche« Kultur von Japan trennt.
Chinesischer Buddhismus, Konfuzianismus und Taoismus leben im Haiku fort, vor allem jedoch ist diese Dichtung geprägt vom japanischen Zen, der im Haiku seinen literarischen Ausdruck findet. Einhundertfünfzig repräsentative Haiku hat der Herausgeber, der mehrere Jahre in Japan und für einige Zeit »ganz in der Haiku-Welt und Haiku-Sprache gelebt« hat, ausgewählt und ins Deutsche übertragen. Sein ausführlicher Essay zu dieser uns fremden, aber faszinierenden Gattung erleichtert das Kennenler-nen und ermuntert zum Nachvollzug und zur Fortsetzung: Mach was aus mir, sagt das Haiku - oder auch: Spiel mit mir.

Gehört zu meinen liebsten Haiku-Übersetzungen. Mit informativem Nachwort.

— einskommazwei

Das ideale Buch für Einsteiger, die mehr und einfach erklärt zum Haiku bzw. Haiku-Genre wissen wollen. "Spiel mit mir!", sagt das Cover. 4/5

— hege

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    Haiku

    einskommazwei

    12. December 2017 um 12:27

    Haiku-Übersetzungen ins Deutsche können nicht alle Aspekte des japanischen Originals berücksichtigen. Ein Übersetzer muss sich entscheiden, welche Aspekte des Haiku er vermitteln und welche er ignorieren will. Das ist natürlich Geschmackssache und deshalb gibt es nicht die eine, beste Haiku-Übersetzung.   Ich habe den Eindruck, dass Dietrich Krusche bei seinen Übersetzungen vor allem die Nähe des Haiku zum Zen bewahren wollte, eine Nähe, auf die er in seinem sehr informativen Nachwort hinweist. Krusche verzichtet oft auf das klassische Siebzehnsilbenschema, vermutlich um den Eindruck der Kürze und die Unmittelbarkeit der Haiku zu erhalten. Man sieht das gut an diesem Haiku von Issa:   Ein Mensch und eine Fliege im Raum.   Was Krusche durch seinen Verzicht auf das Siebzehnsilbenschema (und vielleicht auch auf anderes) gewinnt, zeigen folgende Übersetzungen eines Haiku von Basho:   Gräser des Sommers! Von all den stolzen Kriegern – die Reste des Traums. (Übersetzung von Ralph-Rainer Wuthenow im klassischen 5-7-5-Schema) Sommergras ist alles, was geblieben ist vom Traum des Kriegers (Freiere Übersetzung von Dietrich Krusche) Wuthenow kritisiert Krusches Übersetzung folgendermaßen: „Die zu starke, gänzlich unjapanische, zumindest nicht haikuhafte, Verbalisierung tilgt Bruch und Spannung und zerstört alles Schwebende.“ (in Matsuo Basho, Hundertundelf Haiku, S. Fischer) Ich glaube, dass man Wuthenows Kritik nicht zu schwer nehmen sollte. Seine Übersetzung mag dem Japanischen näher sein. Krusches Übersetzung aber vermittelt mir eher ein Gefühl der Stille und erklärt mir, was „Hier und Jetzt“ bedeuten könnte. Ich weiß nicht, ob es das ist, was Basho wollte, aber ich finde das gut und deswegen mag ich Krusches Übersetzungen. Ähnlich ansprechende Übersetzungen fand ich übrigens in Tom Lowenstein: Klassische Haiku, Librero (ISBN 978-90-8998-571-2).

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