Dietrich Löffler Buch und Lesen in der DDR

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Inhaltsangabe zu „Buch und Lesen in der DDR“ von Dietrich Löffler

Die Literaturverhältnisse in der DDR werden hier erstmals in ihrer Gesamtheit vorgestellt. Ausgehend von der zentralstaatlichen Leitung des Buchwesens und seiner ideologischen Steuerung gibt der Autor einen Überblick über die beteiligten Institutionen vom Ministerium für Kultur über die Verlage und den Buchhandel bis hin zum Bibliothekswesen. Analysiert werden außerdem das Kauf- und Lektüreverhalten der Leser sowie die Stellung der Literatur in der Öffentlichkeit. Dietrich Löffler beschreibt zugleich, wie der sozialistische Realismus als grundlegende Norm eingeführt, eine breite Literaturförderung eingerichtet und abweichende Darstellungen durch eine rigorose Zensur unterbunden wurden. Seine literatursoziologische Analyse ist verständlich angelegt und liefert einenerhellenden Rückblick auf vier Jahrzehnte Kulturpolitik der DDR.

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  • Rezension zu "Buch und Lesen in der DDR" von Dietrich Löffler

    Buch und Lesen in der DDR

    Sokrates

    23. March 2012 um 09:03

    Eine interessante und unglaublich aufwändig recherchierte Studie über die Buchindustrie und das Leseverhalten in der DDR: deutlich wird u.a., wie sehr der Buchmarkt (einmal mehr) unter den Folgen der Güterknappheit litt (Papiermangel, eiserne Zuteilung des vorhandenen Materials) und wie rigoros Zensur und Vorauswahl bei den Autoren betrieben wurde. Wer veröffentlicht wurde, musste ins ideologische System passen: leicht links, auf alle Fälle antifaschistisch, Kritik am westlichen Lebensstil erwünscht. Ab Mitte der 1970er und 1980er Jahre schließlich kamen in kleineren Auflagen auch Bücher anderer Autoren hinzu, die eigentlich offiziell nicht in den Kanon der sozialistischen Autoren passten. Diese Bücher waren heiß umkämpft, wurden nur in geringer Stückzahl hergestellt und schließlich nur an ausgesuchte - regimetreue - Buchhandlungen geliefert. Wer sich selbst Bücher kaufen wollte, hatte - bei speziellen Wünschen - Beschaffungsprobleme. Leihbüchereien hingegen waren sehr gut ausgestattet - daher die ausgeprägte Bibliothekskultur. Und heute? - DDR-Bücher finden sich in Antiquariaten zu Hauf, häufig nur für einen Spottpreis, da Aussehen und Papier nicht von großer Qualität. Der Inhalt interessiert ja manchen Leser nur sekundär... Eigentlich ein trauriges Ende für das Buch der DDR: erst Mangelware und heiß umkämpft, heute nichts mehr wert und ungeliebt. Wer sich für den Buchmarkt, die Literaturproduktion sowie das Leserverhalten (schichtenspezifisch) während der DDR-Zeit interessiert, dem sei dieses Buch empfohlen: umfangreich, detaillreich, sehr interessant. (Auch) eine gelungene Gesellschaftsstudie und Kulturgeschichte!

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