Dietrich Schwanitz Der Campus

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Inhaltsangabe zu „Der Campus“ von Dietrich Schwanitz

Noch vor kurzem sonnte sich Vorzeigeprofessor Hanno Hackmann in akademischem Ruhm. Jetzt kocht der Campus, die Stadt ist entsetzt, und die Presse reißt sich um die Story: der Star-Soziologe soll eine Studentin vergewaltigt haben...

„Der Campus“ zeigt, wie schnell aus einer Affaire eine Hetzjagd werden kann.

— NicoleP

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  • Der Campus

    Der Campus

    NicoleP

    15. January 2017 um 18:59

    Was passiert mit einem angesehenen Uni-Professor, dem Vergewaltigung vorgeworfen wird? Gerade als Prof. Hackmann seine Affaire mit Babsi beenden möchte, beginnt sein Abstieg.Er gerät in einen Strudel von Politik, Klüngeleien und parteiischer Presse, für die er ein gefundenes Fressen ist. Hinzu kommt, dass es die Zeit der ersten Frauenbeauftragten ist, die das Parkett der Universität betreten. Natürlich kommt für diese der „Fall Hackmann“ genau richtig. Hanno Hackmann versucht alles, um seinen Hals zu retten – seine Gegenspieler wiederum tun alles, um sich selbst und den guten Ruf der Universität zu schützen.„Der Campus“ zeigt, wie schnell aus einer Affaire eine Hetzjagd werden kann. Welche Fäden im Hintergrund gezogen und welche Deals getroffen werden. Leider hat mich das Buch nicht fesseln können. Ich kann mir zwar gut vorstellen, dass es an einer Universität so zugehen könnte, jedoch fand ich keinen Zugang zur Geschichte.Wie Kaugummi zog sich die Erzählung dahin. Schade, denn die Grundidee der Geschichte ist gut. Der Roman aber liest sich eher wie ein Sachbuch. Dieses Buch kann gefallen oder auch nicht – es ist definitiv Geschmackssache.

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  • Das Kartenhaus Universität

    Der Campus

    dominona

    03. May 2016 um 22:54

    Herrlich ironisch werden die einzelnen Rädchen, die in der Institution ineinander greifen präsentiert und kaum zieht einer an der untersten Karte, fängt alles an zu wackeln. Im Grunde existieren nur Katzbuckeln und Unsicherheit und für den, der selbst nicht mit drin steckt ist es erheiternd - soll heißen: ich hatte meinen Spaß und kann alleine vom Hören sagen vieles bestätigen. Nur war es mir zum Teil zu langatmig.

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  • Babsi - Oder wem nutzt wissenschaftliche Erkenntnis ?

    Der Campus

    navindra

    09. October 2015 um 18:03

    Ein Journalist schreibt sich als Student ein, um Quellenstudium zu betreiben und etwas Historisches groß herauszubringen. Koriphäen verstellen den Weg zur Enthüllung bestimmter Tagebücher. Die universitären Hierarchien werden deutlich, die einzelnen Lehrstühle mißtrauen einander und lassen bei der versuchten Aufklärung eines Vergewaltigungsfalles Kritik an der jeweiligen Denkungsweise zu, wobei die Studentin selber, um die es geht, nur als wissenschaftlicher Fall betrachtet wird. Ein Soziologie Professor findet aus seiner eigenen Theorie nicht heraus - die Vorzeige - Studentin der Soziologie, mit der er sich einläßt, bekundet freien Willen, schmeißt das Studium hin und  leitet damit seinen beruflichen Untergang ein. Der Gesellschaftswissenschaftler hat privat versagt. Die Universität hält eisern am status quo fest, bietet jedoch keine Entwicklungsmöglichkeiten. Quod erat demonstrandum.

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  • Rezension zu "Der Campus" von Dietrich Schwanitz

    Der Campus

    miss_mesmerized

    14. October 2012 um 10:01

    Professor Hackmann, anerkannter Soziologe der Stadt Hamburg, möchte seine Affäre mit der Studentin Babsi beenden. Er sieht seine Chance: betreut er ihre Abschlussarbeit, ist er befangen, also muss sie entweder ein anderes Thema wählen oder ihrer Beziehung ein Ende setzen. So einfach funktioniert es dann doch nicht, aber immerhin: Babsi will der Soziologie den Rücken kehren, da sie die Hauptrolle in einem feministischen Theaterstück erhalten hat. Sie nötigt ihn (nicht allzusehr) zu einem letzten Mal Sex in seinem Büro... was von den Bauarbeitern, die gerade die Fassade renovieren, johlend begleitet wird. Danach überschlagen sich die Ereignisse. Babsi erleidet einen Nervenzusammenbruch, als man ihr die Rolle wegnehmen will, da sie eine Vergewaltigung allzu realistisch spielt und scheinbar aktuelle Erlebnisse verarbeitet. Wer ist der Vergewaltiger? Feministinnen im Rausch, machthungrige Professoren, bevorstehende Wahlen und ambitionierte Journalisten begeben sich auf die Jagd nach dem Übeltäter. Dass Hackmanns ohnehin brüchige Ehe mit der exaltierten Gabrille völlig den Bach hinuntergeht und am Ende sogar das Leben seiner Tochter gefährdet ist, sind für den Universitätsbetrieb nur Nebensächlichkeiten. Der bekannteste Universitätsbetrieb. Wie auch in seinen zahlreichen Lehrwerken überzeugt Schwanitz durch eine durch und durch unterhaltsame Schreibweise, die mit einer gehörigen Portion Witz die Absurdität der Ereignisse ins rechte Licht rückt. Wie der Titel nahelegt ist weniger der Fall selbst das Zentrum der Geschichte (die Geschichte Babsis ist geradezu irrelevant), sondern die Ränkespiele, Macht und das Feilschen nach Pöstchen und Ansehen hinter den Kulissen der Universität. Fast erschreckend, wie sich die Wahrheit vergallopieren kann und unbescholtene Bürger in einen Verdacht geraten, der sich nicht mehr entkräften lässt - auch wenn das vermeintliche Opfer die Unschuld des Täter bezeugt. Auch nach mehrmaligem Lesen immer noch top.

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  • Rezension zu "Der Campus" von Dietrich Schwanitz

    Der Campus

    Holden

    04. December 2010 um 18:39

    Hab das Buch während meines ersten Semesters 1996 gelesen und 2011 wieder hervorgekramt- und bin begeistert. Mehr dazu in 2-3 Tagen... Der bedeutende Soziologieprofessor Hanno HAckmann (Ha ha wie Gelächter oder HH wie Hamburg) hat ein Verhältnis mit seiner Studentin BAbsi, das er beenden möchte, weil es ihn in Teufels Küche bringt. Babsi fühlt sich jdoch mißbraucht und bringt den Fall in ihrer feministischen Theatergruppe zur Sprache, womit der Spießrutenlauf für Prof. HAckmann beginnen kann und wo jeder Beteiligte sein eigenes Süppchen kocht. Schwanitz rechnet mit dem Betrieb Uni und den dort Beschäftigten genauso wie mit den Studis und Hamburger Politikern ab und nimmt kein Blatt vor den Mund. Tiefgründig, sprachlich schön, irre komisch, wunderbar!

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  • Rezension zu "Der Campus" von Dietrich Schwanitz

    Der Campus

    Xirxe

    25. October 2009 um 09:04

    Eijeijei, da hat ja jemand seinem Unmut Luft gemacht. Schwanitz, der selbst lange Jahre Hochschullehrer an der Universität Hamburg war, erzählt wie aus einer Affäre eines angesehenen Professors mit einer seiner Studentinnen ein Vergewaltigungsfall wird. Genüßlich und mit spitzer Feder schildert er Intrigen und Ränkespiele, die mit der Absicht geführt werden, Wahlen zu gewinnen und/oder einen besseren Posten zu ergattern; er beschreibt verbohrte Feministinnnen die blind ihre Ziele verfolgen und nimmt auch die Anfänge der Sensationspresse auf's Korn, der jedes Mittel recht ist solange es der Auflagensteigerung dient. Undundund. Filz und Unehrlichkeit soweit das Auge schaut. All dies ist sehr unterhaltsam und witzig zu lesen (gelegentlich auch klamaukhaft), obwohl manches aus heutiger Sicht (das Buch erschien 1995) vielleicht übertrieben erscheinen mag. Doch zumindest was den 'feministischen' Teil des Buches betrifft, kann ich aus eigener Erfahrung schreiben: Der Autor hat gut beobachtet und noch besser beschrieben.

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