Dilek Güngör

 4,3 Sterne bei 61 Bewertungen

Lebenslauf von Dilek Güngör

Vermittlerin zwischen den Welten: Dilek Güngör, geboren 1972 in Schwäbisch Gmünd, ist eine deutsch-türkische Journalistin, Kolumnistin und Schriftstellerin. Sie studierte Übersetzen in Germersheim, Journalistik in Mainz und Race and Ethnic Studies in Warwick, England. Heute ist sie als Journalistin bei der »Berliner Zeitung« und als stellvertretende Chefredakteurin der Zeitschrift »Kulturaustausch« tätig. Güngör beschäftigt sich in ihrem Schreiben viel mit der deutsch-türkischen Verständigung, mit verschiedenen Kulturen und Integration. Ihre gesammelten Kolumnen aus verschiedenen Zeitungen erscheinen regelmäßig in Buchform. Außerdem ist sie stellvertretende Chefredakteurin der Zeitschrift »Kulturaustausch« und schreibt als Gastautorin Beiträge für die Zeit-Online Kolumne »10 nach 8«. Neben ihrer Zeitungsarbeit verfasst sie auch Opernlibretti und Romane.

Alle Bücher von Dilek Güngör

Cover des Buches Vater und ich (ISBN: 9783957324924)

Vater und ich

 (28)
Erschienen am 20.07.2021
Cover des Buches Das Geheimnis meiner türkischen Großmutter (ISBN: 9783492252669)

Das Geheimnis meiner türkischen Großmutter

 (13)
Erschienen am 01.10.2008
Cover des Buches Ich bin Özlem (ISBN: 9783957323736)

Ich bin Özlem

 (12)
Erschienen am 20.02.2019
Cover des Buches Unter uns (ISBN: 9783442734351)

Unter uns

 (5)
Erschienen am 04.09.2006
Cover des Buches Ganz schön deutsch (ISBN: 9783492248969)

Ganz schön deutsch

 (3)
Erschienen am 01.10.2007

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Dilek Güngör

Cover des Buches Das Geheimnis meiner türkischen Großmutter (ISBN: 9783492252669)
I

Rezension zu "Das Geheimnis meiner türkischen Großmutter" von Dilek Güngör

Mein Lieblingsbuch seit eh und je
Isabethvor 9 Monaten

❤️

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Cover des Buches Vater und ich (ISBN: 9783957324924)
C

Rezension zu "Vater und ich" von Dilek Güngör

Vater und ich
Co_Wintersteinvor 10 Monaten

Das Buch handelt von Ipek (Journalistin in Berlin), die nach längerer Zeit ihren Vater (als türkischer Gastarbeiter in den  Siebzigerjahren nach Deutschland gekommen) besucht. Die Mutter, die sonst das Bindeglied der Familie darstellt, ist auf Reisen. Ipek liebt ihren Vater und möchte verstehen, wie es zu der von ihr gefühlten Entfremdung kommen konnte. Sie versucht die sprachliche Distanz zu ihrem Vater zu überwinden, sich anzunähern, doch das Schweigen zwischen ihnen ist allgegenwärtig.

Eine bereichernde Lektüre! Mich hat Folgendes besonders beeindruckt:

* Die sehr gelungene Darstellung der Sprachlosigkeit und beklemmenden Stille, die sich seit der beginnenden Pubertät Ipeks zwischen Vater und Tochter ausgebreitet hat.

* Die Wärme mit der Güngör ihre Figuren behandelt, der Blick auf den sprachlosen Vater ist voller Zuneigung.

* Die Schilderung, wie es ist, in vielen Sprachen zuhause zu sein.

* Das Format, denn der Text ist wie ein innerer Monolog an den Vater geschrieben.

Eine berührende Erzählung, in der die zwei Protagonisten in verschiedenen Welten leben und doch verbunden sind.

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Cover des Buches Ich bin Özlem (ISBN: 9783957323736)
TashaWinters avatar

Rezension zu "Ich bin Özlem" von Dilek Güngör

Einfühlsame Schilderung
TashaWintervor 10 Monaten

Wenn Özlem, eine in Deutschland geborene Türkin, sich mit ihrem Namen vorstellt, geschieht das fast nie, ohne dass ihr Gegenüber Zuschreibungen vornimmt. Bestimmte Erwartungen und Vorstellungen scheinen unweigerlich mit ihrem Namen verknüpft zu sein. Özlem ist mit einem Deutschen verheiratet, ihre Kinder haben deutsche Namen und sie kennt das Herkunftsland ihrer Eltern nur von Besuchen. Dennoch wird sie immer wieder damit konfrontiert, dass sie andere Wurzeln hat. Äußerst nachvollziehbar ist dargestellt, wie diese Erwartungshaltungen und auch die Abwertungen der Türkei gegenüber, die Özlem immer wieder erleben muss, auch zu einem Wandel in ihrem eigenen Denken und in ihrer Gefühlswelt führen.
Man erlebt mit, wie Özlem innerlich immer angespannter und letztlich auch wütender wird, nicht nur auf Grund von offen zur Schau gestelltem Rassismus, sondern auch durch die Mikroaggressionen, die sie in ihrem Freundeskreis erleben muss. Wenn zum Beispiel darüber gesprochen wird, dass eine Schule, auf der viele türkische Kinder sind, die angeblich kaum Deutsch sprechen, keine gute Schule sei.Dilek Güngör lässt ihre Protagonistin verletzlich und zugleich stark erscheinen, wenn sie sich immer wieder einer Welt stellt, die ihr das Gefühl gibt, dass ihr etwas fehlt, um vollkommen dazuzugehören. Leser*innen sind ganz nah bei ihr, wenn sie ihren Alltag bestreitet, sich auch mit ihren türkischen Eltern auseinandersetzt, die bestimmte Erwartungen haben, wie zum Beispiel, dass eine schwangere Frau den Vater ihres Kindes auch heiraten sollte. Ihr Ehemann steht hinter ihr, versteht aber gleichzeitig nicht alle Hürden, die Özlem zu nehmen hat und kann ihre Verletzung im Angesicht von Diskriminierung nicht immer nachvollziehen.
Ich fand es unglaublich spannend und bereichernd, die Welt durch Özlems Augen wahrnehmen zu dürfen und es hat mich dazu gebracht, einige Verhaltensweisen meinserseits nochmal zu überdenken, denn selbst was als Kompliment gemeint ist kann, wenn dadurch othering betrieben wird wiederum verletzend wirken. Sehr deutlich wird hier, wie schwierig es ist, einer Mehrheitsgesellschaft, die sich dauerhaft in den eigenen Verhaltensweisen bestärkt, gegenüberzutreten. Immer wieder sehen sich Menschen, denen Özlem ihre eigenen Verletzungen offenbar, selbst als Opfer.
Für mich ein absolut wichtiger Roman, der mich trotz oder vielleicht gerade wegen der sachlichen Sprache oft sehr getroffen hat. Dilek Güngör wurde mit ihrem Roman „Vater und Ich“ für den Deutschen Buchpreis nominiert und auch auf diesen Roman freue ich mich sehr.

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