Dimitri Verhulst

 4 Sterne bei 194 Bewertungen

Lebenslauf von Dimitri Verhulst

Dimitri Verhulst wurde am 02.10.1972 in Aalst, Belgien geboren. Dem flämische Schriftsteller veröffentlichte 1999 seinen ersten Roman. Verhulst Gedichte wurden mit dem »C. Buddingh Prize« nominiert. Sein Roman »Problemski Hotel« erschien in neun Ländern. Mit seinem autobiographischen Roman »Die Beschissenheit der Dinge« gelang Verhulst in den Niederlanden einen Nr.1 Bestseller, wurde für den AKO-Literaturpreis nominiert und mit dem Publikumspreis »Goldene Eule« ausgezeichnet. Für sein Buch »Gottverdammte Tage auf einem gottverdammten Planeten« erhielt er den Libris-Literaturpreis. Dimitri Verhulst lebt heute in der Wallonie.

Alle Bücher von Dimitri Verhulst

Sortieren:
Buchformat:
Dimitri VerhulstDie Beschissenheit der Dinge
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die Beschissenheit der Dinge
Die Beschissenheit der Dinge
 (60)
Erschienen am 08.08.2011
Dimitri VerhulstDer Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau
Dimitri VerhulstMadame Verona steigt den Hügel hinab
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Madame Verona steigt den Hügel hinab
Madame Verona steigt den Hügel hinab
 (22)
Erschienen am 02.01.2008
Dimitri VerhulstDie letzte Liebe meiner Mutter
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die letzte Liebe meiner Mutter
Die letzte Liebe meiner Mutter
 (11)
Erschienen am 18.05.2011
Dimitri VerhulstGottverdammte Tage auf einem gottverdammten Planeten
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Gottverdammte Tage auf einem gottverdammten Planeten
Dimitri VerhulstDie Unerwünschten
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die Unerwünschten
Die Unerwünschten
 (7)
Erschienen am 03.10.2016
Dimitri VerhulstMonolog einer Frau, die in die Gewohnheit verfiel, mit sich selbst zu reden
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Monolog einer Frau, die in die Gewohnheit verfiel, mit sich selbst zu reden
Dimitri VerhulstProblemski Hotel
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Problemski Hotel

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Dimitri Verhulst

Neu
ulrikerabes avatar

Rezension zu "Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau" von Dimitri Verhulst

Bitterböse und zynisch
ulrikerabevor 6 Monaten

Desiré Cordier war bis zu seiner Pensionierung Bibliothekar. Mit seinem neuen Lebensabschnitt kommt der literatur- und musikaffine Mann nicht zurecht. Zu seinen erwachsenen Kindern besteht kaum eine Beziehung und seine Frau Moniek kann er nicht mehr ertragen. Eines Tages wählt er eine unkonventionelle Weise, dem lieblosen Eheleben zu entkommen, täuscht Demenz vor und lässt sich in ein Pflegeheim einweisen.

Die Geschichte liest sich flott und sogar heiter, aber die Lachen dazu bleibt einem eher im Hals stecken. Desiré lässt auf wenigen Seiten sein Leben Revue passieren, mit vielen Entscheidungen hadert er, damals wie heute, scheint er zu falschen Entscheidungen zu tendieren. Auch die Gesamtsituation im Pflegeheim Winterlicht ist trist, den alten Menschen wird keine Möglichkeit der Selbstbestimmung gegeben, sie vegetieren schlicht und ohne Würde vor sich hin.

Bücher nehmen mich dann mit, wenn ich nicht einfach nur neutral eine Geschichte verfolgt Hier ruft der Autor bei mir starke Emotionen hervor, auch wenn es hier sehr negative sind. Denn mich persönlich hat der Bibliothekar verärgert. Ich weiß, ich sollte das Verhalten, erfundener Figuren nicht persönlich nehmen, und trotzdem fand ich Desiré schlicht unmöglich. Er war gehässig, gemein und es gibt auch im Alter Möglichkeiten, eine Ehe zu trennen. Desiré ist ein Simultant, der an seinem Plan scheitert. Möglichkeiten, seinen Mitmenschen neu zu begegnen, nimmt er nicht wahr und spielt lieber den vertrottelten Alten. So möchte man doch nicht alt werden.

Was wollte wohl Dimitri Verhulst mit seinem Buch bezwecken:  Wer eine harmlose Komödie a la „Der Hundertjährige, der…“ erwartet, ist mit diesem Büchlein jedenfalls falsch bedient. Wenn es eine bitterböse zynische Abrechnung mit dem geriatrischen Gesundheits- und Pflegewesen sein soll, dann hat Verhulst alles richtig gemacht.

 

Kommentare: 1
8
Teilen
P

Rezension zu "Die Unerwünschten" von Dimitri Verhulst

Aufrüttelnd
Papierverzaubertvor einem Jahr

In diesem gesellschaftskritischen Buch erzählt Dimitri Verhulst von seiner Zeit in einem Kinderheim. Es ist wahnsinnig traurig und berührend, wie die Seele kleiner Kinder zerstört wird, weil sie unerwünscht sind und genau das zu spüren bekommen. Oft sind sie dann als Erwachsene unfähig zu lieben bzw. Liebe zu geben, weil sie selbst keine erfahren haben.
 Zwei ehemalige Heimkinder töten ihre eigenen Kinder, so gefühllos und kalt, dass mir der Atem stockte:
Zitat: `Ich wusste nicht viel, aber eins wusste ich: Meine Kinder würden sie nicht in ein Heim stecken. Nur über meine Leiche. Also was sollten wir tun? Wir haben unsere Kinder kaputt gemacht. Zu ihrem eigenen Besten.`



Kommentieren0
0
Teilen
miss_mesmerizeds avatar

Rezension zu "Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau" von Dimitri Verhulst

Dimitri Verhulst - Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau
miss_mesmerizedvor 2 Jahren

Désiré Cordier hat genug vom Leben mit seiner Frau, die ihn andauernd bevormundet und ihm und den Kindern das Leben schon seit Jahrzehnten zu Hölle macht. Er beschließt, sich ein anderes Leben zu suchen und der einfachste Weg ist, sich dement zu stellen. Akribisch bereitet er den Ausstieg aus dem alten Dasein vor: mehr und mehr vergisst und vertauscht er, gezielt täuscht er Frau und Tochter bis diese schließlich mit ihm eine Untersuchung durchführen lassen: klarer Fall, der Mann ist dement und gehört in ein Heim. Mit Vergnügen setzt er dort sein Spiel fort, wenn er auch bisweilen ob der Missstände am liebsten seine Rolle aufgeben würde. Doch er erlebt auch unerwartete Überraschungen, denn sein genialer Plan ist gar nicht so originell, dass nicht auch andere auf diese Idee kommen könnten.

Dimitri Verhulst gelingt ein interessanter Spagat mit seinem kurzen Büchlein. Zum einen ist es wirklich köstlich mit anzusehen, welchen Spaß Désiré an der Täuschung seiner Gattin hat, welche absurden Einfälle ihn seinen fortschreitenden Zerfall darstellen lassen. Urkomisch sind die Situationen und Dialoge – wenn sie nicht so realistisch wären. Der Protagonist erfüllt die Erwartungen, ebenso wie die wirklich Erkrankten, deren Umfeld damit leben muss. Die bittere Pille, insbesondere als er sich seiner geliebten Tochter nicht offenbaren kann und vor dieser ebenfalls die gewählte Rolle des dementen Vaters, der das eigene Kind nicht mehr erkennt, aufrechterhalten muss. Auch die Beobachtungen im Pflegeheim sind wenig erbaulich und vermutlich bitterer Ernst und Normalität für viele, die sich nicht dagegen wehren können. Dass das Happy End mit der wiedergefundenen Jugendliebe ausbleibt, ist einerseits für den Leser etwas schade, aber stimmig in der Gesamtschau: das Leben ist nun einmal nicht so. Und was das selbstgewählte Schicksal schließlich mit ihm macht, lässt einem doch recht melancholisch zurück.

Eine interessante Annäherung an das Thema Demenz und unseren Umgang mit von dieser Erkrankung Betroffenen. Auch die Frage, wie man im fortgeschrittenen Alter noch aus dem eigenen Leben flüchten kann, wenn dieses scheinbar nicht mehr wert ist, weitergelebt zu werden, ist durchaus wert, überdacht zu werden. 

Kommentieren0
3
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Dimitri Verhulst wurde am 01. Oktober 1972 in Aalst (Belgien) geboren.

Dimitri Verhulst im Netz:

Community-Statistik

in 216 Bibliotheken

auf 32 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

von 6 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks