Dimitri Verhulst Die Beschissenheit der Dinge

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Inhaltsangabe zu „Die Beschissenheit der Dinge“ von Dimitri Verhulst

Ein Leben zwischen Kneipe, Küche und Klo - herrlich witzig, ebenso unflätig wie poetisch
Dimmetrieken wächst bei seiner Großmutter in dem flämischen Dorf Reetveerdegem auf, zusammen mit seinem Vater und drei Onkeln. Sozialamt, Kneipe, Küche und Klo sind die Eckpfeiler ihres Daseins, und sie sind stolz darauf. Wer auf sie herabschaut, bekommt ihre Fäuste zu spüren. Sie veranstalten Trinkwettbewerbe, die erst mit dem Delirium enden, sammeln die besten Sauflieder und denken nicht an die Zukunft, da sie sowieso keine haben … Dimitri Verhulst erzählt seine eigene Geschichte als Roman. Eine schonungslose Abrechnung, getragen vom Stolz der Outcasts, von der Wut gegen alle, die glauben, über anderen zu stehen.

Der flämische Bukowski... Saufen, prügeln, Weiber, saufen, saufen, Krebs in einer belgischen Kleinststadt - gewöhnungsbedürftig.

— ichundelaine

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  • Rezension zu "Die Beschissenheit der Dinge" von Dimitri Verhulst

    Die Beschissenheit der Dinge

    Angieangelina

    25. January 2012 um 20:04

    Dimitri wächst bei seiner Großmutter in einem flämischen Dorf auf. Mit im Haushalt wohnen sein Vater und drei Onkel. Sozialamt, Kneipe, Klo sind die Eckpfeiler ihres Lebens und sie sind stolz darauf. Mein Eindruck: „Zum Gedenken an meine Großmutter, die sich die Schade ersparen wollte und starb, während ich an den letzten Seiten des Manuskriptes arbeitete.“ So fängt dieser autobiographische Roman an und erspart dem Leser nichts. Dimitri Verhulst erzählt die Geschichte seiner Kindheit, die sich irgendwo zwischen nächtlichen Zechtouren des Vaters und der Onkel und in Zwiebelmett ausgedrückten Zigarettenkippen abspielt. Zuweilen sind die Situationen so absurd und ironisch beschrieben, dass der Leser es nicht fassen kann. Dann wieder spürt man eine tiefe Melancholie, die Trauer um die verkorkste Kindheit.
Verhulst fasst seine Geschichte in 12 Kapiteln zusammen, wobei der letzte Teil des Buches von dem erwachsenen Dimitri handelt.
Wer einen Roman a la Flodder und Co. erwartet, wird enttäuscht sein, denn dieses Buch bietet viel mehr, als nur oberflächliche Beschreibungen des Assi - Daseins. Es ist vielmehr die Geschichte eines sensiblen Jungen, der seinen Platz in der Welt sucht und wohl auch gefunden hat.

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  • Rezension zu "Die Beschissenheit der Dinge" von Dimitri Verhulst

    Die Beschissenheit der Dinge

    Duffy

    09. June 2010 um 16:58

    "Er sagt, ihr wärt verkommenes Pack. Schwächlinge." "Die Verhulsts saufen. Sie prügeln sich, bespringen den Abschaum des Dorfes. Die Verhulsts sind Schmarotzer und Parasiten" Eine Lebensgeschichte immer kurz vor dem Abgrund, dem sozialen Aus, aber mit einer unglaublichen Intensität, wenn es um Zusammengehörigkeitsgefühl geht. Hin und Her wird man geschubst, ob das nun traurig ist, lustig sein soll, sensibel oder zu realistisch. Eines ist sicher, es ist eine Geschichte, in der immer die Poesie des Scheiterns enthalten ist, jedoch keinesfalls ohne Substanz und vor allem nie ohne Hoffnung. Und wenn man diese Biografie Millionen ähnlicher gegenüberstellt, dann ist das mehr, als man erwarten kann. Ein sehr bewegendes Buch.

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  • Rezension zu "Die Beschissenheit der Dinge" von Dimitri Verhulst

    Die Beschissenheit der Dinge

    buxe1877

    19. June 2008 um 13:04

    Allein die Schilderung der Tour-de-France als Trinkspiel ist es Wert, dieses Buch zu lesen! Großartig in seinem Humor, einfühlsam in seiner Aussage, abstoßend und doch poetisch - das Beste was ich 2007 gelesen habe!!

  • Rezension zu "Die Beschissenheit der Dinge" von Dimitri Verhulst

    Die Beschissenheit der Dinge

    ArnieQ

    18. June 2008 um 10:50

    Mit einem lachenden und einem weinenden Auge liest man die autobiographisch angehauchte Persiflage auf die flämische Unterschicht (oder die deutsche, holländisch, überallische), deren Hauptbeschäftigung in der Vernichtung einer möglichst großen Menge Alkohol besteht. Sicher, es werden auch Klischees bedient und spätestens nach dem Sendestart diverser Nachmittagstalkshows kommt einem das alles auch gar nicht mehr so unbekannt vor. Allerdings ist es gut geschrieben, das macht es wett.

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