Dimitri Verhulst Monolog einer Frau, die in die Gewohnheit verfiel, mit sich selbst zu reden

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Inhaltsangabe zu „Monolog einer Frau, die in die Gewohnheit verfiel, mit sich selbst zu reden“ von Dimitri Verhulst

Es ist nicht leicht, sich als Senegalesin durchschlagen zu müssen. Oder als Hure. Auf Seynabou trifft beides zu: Ihr Job ist es, aufgeblasene europäische Touristen zu beglücken und sich Hochzeitsanträge ins Gesicht lallen zu lassen. Ihr Leben ist dazu bestimmt, eines Tages furchtbar ruhmlos zu enden. Bis plötzlich, während einer dieser bezahlten Liebesnächte, einer ihrer Kunden unter mehr als verdächtigen Umständen zu Tode kommt - noch dazu ein Freier, der, wie sich herausstellt, ein weltbekannter Radrennfahrer war. In Monolog einer Frau, die in die Gewohnheit verfiel, mit sich selbst zu reden ruft Seynabou jene besondere Nacht wach, in der es anfangs schien, als würde sich das Schicksal endlich zu ihren Gunsten neigen. Und schlussendlich kehrt sie auch noch einmal zurück in jenes schäbige Zimmer, in dem der Tod zu ihr ins Bett stieg.Dimitri Verhulsts Novelle beruht auf der wahren Tragödie des extravaganten Radrennstars Frank Vandenbroucke (1974-2009). Nominiert für die Shortlist des bedeutendsten flämischen Literaturpreises De Gouden Boekenuil 2012.

Ich war zunächst skeptisch, weil ich kein (Rad)Sportfan bin. Die Geschichte, die aus der Perspektive der Prostituierten erzählt wird, hat mich dann aber so gepackt, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Fasziniert hat mich vor allem der Schreibstil - da ist kein Wort überflüssig und trotzdem steckt einiges zwischen den Zeilen. Fazit: eine unbedingte Leseempfehlung.

— lisalercher

Eine verhängnisvolle Begegnung, die die Leben von zwei Personen entscheidend verändern wird.

— kleinechaotin

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    Monolog einer Frau, die in die Gewohnheit verfiel, mit sich selbst zu reden

    lisalercher

    13. August 2014 um 15:42

    Ich war zunächst skeptisch, weil ich kein (Rad)Sportfan bin. Die Geschichte, die aus der Perspektive der Prostituierten erzählt wird, hat mich dann aber so gepackt, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Fasziniert hat mich vor allem der Schreibstil - da ist kein Wort überflüssig und trotzdem steckt einiges zwischen den Zeilen. Fazit: eine unbedingte Leseempfehlung.

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    Daniliesing

    Dieses Thema gehört zur Themen-Challenge 2014:

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  • Eine verhängnisvolle Begegnung, die die Leben von zwei Personen entscheidend verändern wird

    Monolog einer Frau, die in die Gewohnheit verfiel, mit sich selbst zu reden

    kleinechaotin

    04. May 2014 um 11:41

    Das Buch "Monolog einer Frau, die in die Gewohnheit verfiel, mit sich selbst zu reden" von Dimitri Verhulst beruht auf einer wahren Begebenheit - Vorbild für das Buch war der Radrennstar Frank Vandenbroucke. In dem Buch verarbeitet Seynabou, eine junge Senegalesin, den Tod des Sportlers - nicht seinetwillen oder aufgrund einer besonderen Bewunderung, sondern weil er sie ins Gefängnis gebracht hat. Die junge Frau schlägt sich als Hure - bzw. als Gazelle, wie sie selbst bezeichnet - durchs Leben. Da sie nicht bürokratisch als Prostituierte abstempeln lassen möchte, besitzt sie keinen Gesundheitspass und darf somit nicht mit ihm mit in sein Hotel gehen und schlägt eine andere Unterkunft für ihre Dienste vor. Als die Beiden sich in einem Club treffen, schöpft Seynabou Hoffnung - Hoffnung auf ein besseres Leben, Hoffnung auf ein Entkommen, Hoffnung auf ein Leben ohne Prostitution. Auf dem Weg in die Unterkunft verwandelt sich "ihr" Mann auf einmal - die Versprechungen seinerseits sind verschwunden, seine Art ändert sich von liebevoll in aggressiv und im Zimmer verfällt er auch körperlich. Die junge Frau will ihm helfen, doch er lässt sie nicht. Sie versteht die Welt nicht mehr und verlässt das Hotel - ein böser Fehler wie sich herausstellt. Das Buch "Monolog einer Frau, die in die Gewohnheit verfiel, mit sich selbst zu reden" hat den gleichen brillanten Schreibstil wie "Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau". Jedes Wort ist passend, keine unnötigen Verzierungen und doch wird dem Leser auf den knapp 100 Seiten mehr vermittelt als in so manchem Buch mit der fünf- bis zehnfachen Seitenanzahl. Für den Radsport an sich hege ich keinerlei Interesse - die Geschichte des Radrennstars rückt in den Hintergrund, da sie aus der Sicht der jungen Frau erzählt wird und welche Folgen ihre Begegnung für sie hatte.  Von mir gibt es 4 Sterne - der Bibliothekar gefiel mir einfach noch ne Spur besser - und eine klare Leseempfehlung.

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