Dimitri Verhulst Problemski Hotel

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Inhaltsangabe zu „Problemski Hotel“ von Dimitri Verhulst

Bipul Masli steht kurz davor, das Foto seines Lebens zu schießen. Das Motiv: Ein verhungerndes Kind, dem einzig die fotogene Fliege zur vollendeten Komposition fehlt. Doch statt der Karriere als großer Agenturfotograf erwartet Masli ein ganz anderes Schicksal: Als ein in seinem Land politisch Verfolgter landet er in einem europäischen Asylantenheim, von den Bewohnern ebenso liebevoll wie sarkastisch »Problemski Hotel« genannt. Hier trifft er auf seinen Zimmergenossen, den verdächtig schweigsamen Ex-Profi-Boxer Igor, der von einer Zukunft als Fremdenlegionär träumt. Auf den Kashmiri Maqsood, der auf verzweifelter Frauenjagd ist und dem die Heirat mit einer Europäerin der einzige Weg zum Bleiberecht zu sein scheint. Oder auf Anna, die sich ihre Zigaretten mit lautstarken Blow-Jobs verdient. Und dann taucht eines Tages auch noch ein Fatzke von der Presse auf, der ein möglichst tristes Bild von Masli schießen möchte. Nur eine verdammte Fliege fehlt dem Mann noch zum Jahrhundertschuss. Mit schwarzem Humor und jenseits aller Political Correctness schildert Verhulst die grauenvoll-komischen Ereignisse an diesem ungewöhnlichen Schauplatz, dass einem das Lachen im Halse stecken bleibt.

Es zeugt von Talent auf so leichte und witzige Weise über ein so trauriges Thema zu schreiben..

— mjallhvit
mjallhvit

Zum Glück schreibt Verhulst so wunderbar, sonst hätte mich das Buch mit voller Wucht erschlagen.

— radieschen
radieschen

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  • Rezension zu "Problemski Hotel" von Dimitri Verhulst

    Problemski Hotel
    Beagle

    Beagle

    13. January 2011 um 14:01

    Mit satirischer Korrektheit betrachtet Dimitri Verhulst das Leben in einem Asylbewerberheim. Er zeigt auf, was für Probleme und Konflikte dort bestehen und bewahrt bei all der Traurigkeit noch einen Funken Humor. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Bipul Masli, der in seinem Land ein Pressefotograf war, bevor es dort zu Unruhen und einem Bürgerkrieg kam, bei dem seine Schwester vor seinen Augen erschossen wurde. Zusammen mit vielen Anderen, zum Beispiel dem Boxer Igor, der zur Fremdenlegion will, Maqsood, der eine Frau heiraten möchte um hier zu bleiben, Anna, die sich der Prostitution verschrieben hat oder die minderjährige Lidia, die allein aus ihrem Land floh, sitzt er seine Zeit in einem belgischen Asylantenheim ab. Das einzige, was sich hier ereignet, sind Schlägereien zwischen Tschetschenen und Afrikanern und das Warten auf den Bescheid der Regierung. Die Zeit wird sich mit Schach und den Geschichten der einzelnen Personen vertrieben, die alle schon auswendig kennen. Ein Buch, das man gelesen haben sollte, um die Situation und die Gedanken von Asylbewerbern besser verstehen zu können. Verhulst hat selbst eine Zeit in einem Heim verbracht, um sich mit den Menschen dort auseinanderzusetzen. Leider ist das Buch etwas kurz geraten, mit diesem Stoff wäre es durchaus noch ausbaufähig gewesen.

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  • Rezension zu "Problemski Hotel" von Dimitri Verhulst

    Problemski Hotel
    Jetztkochtsie

    Jetztkochtsie

    27. December 2009 um 21:15

    Lies sich locker weglesen würde ich zu jedem anderen Buch dieser Größe sagen. Locker weglesen trifft es hier aber rein gar nicht. Hier war immer mal ein Kloss im Hals, ein Schlucken notwendig oder aber auch ein Moment sich wieder darauf besinnen, daß es tatsächlich nur ein Buch ist und mich in dem schönen Schein sonnen, daß es ganz gewiss nicht ganz so schlimm sein kann, für Bücher wird ja überzeichnet. Das Schlußwort holt einen dann gänzlich von dieser naiven Weltsicht weg. Verhulst schildert echt, lebensnah, böse, deprimierend, pointiert und vorallem ungeschön. Da werden die alltäglichen Probleme wie stumpfe Rasierklingen, die aber tatsächlich noch zum Selbstmord ausreichen thematisiert, die Möglichkeit mit der Heimhure für ein paar Kippen ins Bett zu gehen, die glorifizierte Flucht im Container nach London wird ernsthaft in Betracht gezogen und die immer noch im Kriegsgebiet befindliche Mutter wird über das eigene Schicksal hemmungslos belogen, damit sie das Kind in Sicherheit wähnt. Dazu ein schnodderig ironischer Schreibstil und Menschen, die diese Geschichten erzählenswert machen. Alle Daumen hoch für Problemski Hotel....

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  • Rezension zu "Problemski Hotel" von Dimitri Verhulst

    Problemski Hotel
    Bibliophil

    Bibliophil

    05. May 2009 um 20:42

    Für die Recherche zu einer Reportage verbrachte Verhulst einige Zeit in einem Asylbewerberheim. Die Erlebnisse, die er dort hatte, verarbeitete er in diesem Roman.Der Protagonist Bipul Masil möchte in Europa als Fotograf Karriere machen, landet aber in einem Asylantenheim in Belgien. Der Autor beschreibt in derber Sprache (hier absolut passend) und mit schwarzem Humor die Atmosphäre im Heim und die Menschen, die gerne ihr Leben im sicheren Europa verbringen würden. Das Leben hier ist bestimmt von Hoffnung, Verzweiflung, Aggressionen und dem Nichts-zu-tun-haben. Dieses Buch ist die Chance, einmal das Leben in einem Asylantenheim kennen zu lernen und zu erleben, wie es den Asylanten in unseren Breitengraden so ergeht.

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