Dinah Jefferies Bis wir uns wiedersehen

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Inhaltsangabe zu „Bis wir uns wiedersehen“ von Dinah Jefferies

Malaysia in den 50er-Jahren. Als Lydia eines Tages nach Hause zurückkehrt, sind ihre Töchter Emma und Fleur und ihr Ehemann verschwunden. Sie findet heraus, dass ihr Mann einen Posten im Norden des Landes angenommen haben soll, und begibt sich auf eine gefährliche Reise über die von Unruhen erschütterte malaiische Halbinsel. Währenddessen versuchen Emma und Fleur, sich in ihrer neuen Heimat England einzuleben. Ihr Vater hat keine Antwort auf ihre Frage, ob sie ihre Mutter jemals wiedersehen ...

Ein wirklich gut gelungenes Debüt. Tolle ausdrucksstarke Charaktere und eine spannende Story, machen das Buch zu einem Leseerlebnis.

— leseratte69
leseratte69
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  • Die Liebe einer Mutter

    Bis wir uns wiedersehen
    Lujoma

    Lujoma

    08. July 2017 um 22:10

    Inhalt: Malaysia 1955, Als Lydia nach Hause kommt, ist das Haus leer, ihr Mann und die zwei Töchter Emma und Fleur sind verschwunden, haben keine Nachricht hinterlassen. Lydia macht sich auf die Suche durch ein von Unruhen geschütteltes Land... Wird sie ihre Familien wiederfinden?Meine Meinung:Das Cover ist ansprechend gestaltet: sepiafarbig mit zwei kleine Mädchen, die händehaltend durch ein schmiedeeisernes Tor laufen, oben in der rechten Ecke eine lilafarbige Blüte...Der Klappentext machte mich neugierig, über Malayisa in den 50-ziger Jahren hatte ich noch nichts gelesen.In Lydia konnte ich mich teilweise gut einfühlen. Wie muss es einer Mutter gehen, wenn ihre Kinder spurlos verschwunden sind? Ich habe auf der Suche mitgefiebert und gebangt. Manches an Lydia blieb mir aber auch völlig unverständlich. Da wirkte sie farblos, unentschlossen, abhängig von Männern, hilflos gegenüber anderen Frauen.Sehr gut beschrieben war Emma, die ältere Tochter. Ihre Unsicherheit als die Mutter nicht wieder auftaucht, ihre Verzweiflung, weil der Vater sie nicht versteht und scheinbar nicht liebt, die Zeit im Internat, der innere Kampf sich einer anderen Frau und Mutterfigur zu öffnen. Andere Personen der Familie bleiben undurchsichtig, zb. Alec, der Ehemann und Vater, aber auch über Fleur, die jüngere Tochter liest man wenig, ebenso ist die Person der Veronica kaum ausgearbeitet.Fazit: Ein interessantes Thema, dass leider nicht überzeugend ausgearbeitet wurde und beim Lesen immer wieder Längen hat. Deshalb vergebe ich nur 2 von 5 Punkten.

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  • Fesselnde Geschichte mit sprachlichen Mankos

    Bis wir uns wiedersehen
    antjemue

    antjemue

    23. October 2016 um 13:10

    In den letzten Jahren haben sich die von mir gelesenen Genres erheblich erweitert. Als ich den Roman "Bis wir uns wiedersehen" aus dem Amazon Vine Programm als Rezensionsexemplar angeboten bekam und in der Kurzbeschreibung vom exotischen Panorama des kolonialen Malaysia die Rede war, konnte ich einfach nicht widerstehen.Die Autorin Dinah Jefferies war mir unbekannt. Kein Wunder, handelt es sich hier doch auch um das Romandebüt der 1948 in Malakka geborenen und heute in Gloucestershire lebenden Dame, die Theaterwissenschaften und englische Literatur studierte und in der Vergangenheit als Lehrerin, Fernsehmodetatorin und Künstlerin arbeitete (Verlagsinformation).Lydia lebt mit ihrem Mann und den beiden Töchtern Emma und Fleur im Malaysia der 50er Jahre. Als sie von einem Besuch bei ihrer kranken Freundin nach Hause zurückkehrt, findet sie das Haus verlassen vor. Alec und ihre Töchter sind verschwunden, die Telefonleitung gekappt und sie hat keinerlei Nachricht. Über Umwege erfährt sie, dass ihr Mann in einen anderen Teil des Landes versetzt wurde. Ohne Geld und in Begleitung eines ihr anvertrauten Kindes macht sie sich auf den Weg dorthin. Einfach ist das allerdings nicht. Denn Malaysia steht kurz vor der Unabhängigkeit und im ganzen Land toben die Rebellen. Doch Lydia gibt nicht auf, die Sehnsucht nach ihren Töchtern ist stärker als jegliche Gefahr. Am Ziel wartet jedoch eine furchtbare Nachricht…Vom exotischen Panorama des kolonialen Malaysia habe ich in diesem Roman zwar recht wenig gespürt, Allerdings verstand es die Autorin schon, mich an ihre Geschichte zu fesseln. Diese beginnt mit einem geheimnisvollen Prolog und wird dann in zwei Handlungssträngen erzählt. Diese unterscheiden sich schon in der Perspektive.Der Handlungsstrang um die Erlebnisse von Lydia wird in der Erzählperspektive geschildert, die Ereignisse um die andere Hauptprotagonistin warden aus ihrer Sicht in der ICH-Perspektive erzählt. Der Schreibstil ist durchgängig flüssig und bildhaft, die Story lebt aber nicht von einem exotischen Flair, sondern wird vielmehr über die Probleme und Sehnsüchte der Protagonisten ausgetragen.Mit Lydia konnte ich mich wesentlich weniger identifizieren, als mit der anderen Hauptprotagonistin. Obwohl ich Lydia nicht direkt unsympathisch fand – gerade wie sie sich um den ihr anvertrauten Jungen kümmerte und der vermeintliche Schicksalsschlag, rührten mich schon – war sie für meinen Geschmack zu unselbstständig. Die andere Protagonistin – wesentlich jünger und eigentlich viel hilfebedürftiger – hat mich mit ihrer Art der Problembewältigung viel mehr beeindruckt.Obwohl auch schon ziemlich schnell klar wurde, wohin die Geschichte letztendlich zielt, hatte ich nie das Gefühl, das Buch vorzeitig aus der Hand legen zu müssen. Am Ende musste ich dann auch vor mir selbst zugeben, dass ich durchaus nicht alles vorhergesehen hatte.Schade fand ich, dass es in Sprache und Ausdruck sehr viele Wiederholungen gab. Hier weiß ich allerdings nicht, ob es an der Autorin selbst oder an der Übersetzung liegt. Alles in allem habe ich diese Geschichte aber trotzdem gern gelesen und vergebe 4 von 5 Sternen.8. Oktober 2014

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  • Eine berührende und mitreißende Geschichte

    Bis wir uns wiedersehen
    leseratte69

    leseratte69

    Klappentext Malaysia in den 50er-Jahren. Als Lydia eines Tages nach Hause zurückkehrt, sind ihre Töchter Emma und Fleur und ihr Ehemann verschwunden. Sie findet heraus, dass ihr Mann einen Posten im Norden des Landes angenommen haben soll, und begibt sich auf eine gefährliche Reise über die von Unruhen erschütterte malaiische Halbinsel. Währenddessen versuchen Emma und Fleur, sich in ihrer neuen Heimat England einzuleben. Ihr Vater hat keine Antwort auf ihre Frage, ob sie ihre Mutter jemals wiedersehen - Über die Autorin Dinah Jefferies wurde 1948 im malaiischen Malakka geboren, acht Jahre später übersiedelte die Familie nach England. Dinah Jefferies studierte Theaterwissenschaft und Englische Literatur und arbeitete als Lehrerin, Fernsehmoderatorin und Künstlerin. Heute lebt sie mit ihrem Ehemann in Gloucestershire. Bis wir uns wiedersehen ist ihr Romandebüt, derzeit schreibt sie an ihrem nächsten Werk. Meine Meinung Story Dies ist wieder so ein Buch, bei dem die Meinungen stark auseinander gehen. Ich höre aber zu denen, die das Buch sehr gemocht haben. Die Geschichte ist tragisch und man fiebert das ganze Buch über mit Lydia, die nach einem längeren Aufenthalt bei einer kranken Freundin, nach Hause kommt und ihre Töchter Emma und Fleur und ihr Mann Alec nicht mehr dort sind. Später findet sie dann heraus, das die drei fort mussten, weil Alec, im Norden, angeblich einen anderen Posten angenommen haben soll. Mutig und tapfer kämpft sich Lydia durch das von Unruhen aufgewühlte Malaysia und setzt dabei mehr wie einmal ihr Leben aufs Spiel., um zu ihrer Familie zu gelangen. Alec und die Mädchen sind jedoch, ohne eine Spur zu hinterlassen, nach England gereist. Emma vermisst ihre Mutter sehr, Fleur ist Papas Liebling und darf so gut wie alles, während Emma, als Problemkind, in ein Internat abgeschoben wird. Das Buch ist so spannend und hat mich sofort in einen Sog gezogen. Man erlebt die Gefühle von Lydia und Emma, und möchte beiden helfen wieder zueinander zu finden. Schlimm wirds für Lydia als sie denkt, ihre Töchter und ihr Mann seien bei einem Brand ums Leben gekommen. Doch Lydia kann und will sich nicht damit abfinden. Erst später lüftet sich die Geschichte und man bekommt poapo mit, warum Alec so grausam gehandelt hat. Schreibstil Ich fand das Buch ließ sich sehr flüssig und leicht lesen. Die Autorin versteht es, dem Leser die Umgebung und Landschaften vor Augen zu führen. Das Buch wird im Wechsel, aus der Sicht von Lydia und Emma erzählt. Was mir gut gefallen hat. Charaktere Ich mochte Lydia eigentlich sehr gerne. Sie ist trotz allem, was ihr widerfährt, eine starke Persönlichkeit. Ich habe mit ihr mit gelitten und gehofft. Auch Emma war mir sehr sympathisch. Sie war in meinen Augen auch kein Problemkind. Alec mag es nur nicht, das Emma weiterhin an ihrer Mutter fesst hält. Denn er möchte eine Zusammenführung vermeiden. Dinah Jefferies hat hier ausdrucksstarke und authentische Charaktere geschaffen, die mein Herz mehr oder weniger erobert haben. Mein Fazit Ein wirklich gut gelungenes Debüt. Tolle ausdrucksstarke Charaktere und eine spannende Story, machen das Buch zu einem Leseerlebnis. Einmal begonnen, viel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Ich vergebe hier volle fünf von fünf Sternen und eine Leseempfehlung.

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    • 2
  • toller Klappentext - schlechte Umsetzung

    Bis wir uns wiedersehen
    Kuhni77

    Kuhni77

    27. October 2015 um 19:48

    INHALT: Malaysia in den 50er Jahren. Als Lydia von einem Ausflug zurückkehrt, sind ihre Töchter Emma und Fleur und ihr Ehemann ohne Nachricht verschwunden. Schließlich erfährt sie, dass ihr Mann einen Posten im Norden des Landes angenommen haben soll, und begibt sich auf eine gefährliche Reise über die von Unruhen erschütterte malaiische Halbinsel. Währenddessen versuchen Emma und Fleur, sich in ihrer neuen Heimat England einzuleben. MEINUNG: Am Anfang habe ich mich sehr schwer getan mit dem Buch und hatte es auch erst einmal wieder zur Seite gelegt. Aber als ich dann länger im Krankenhaus gelegen habe, hat es meine Tochter in meine Tasche geschmuggelt und alle anderen Bücher herausgenommen. Also musste ich es ja doch noch einmal anfangen. Das Buch hat einen traurigen Hintergrund. Lydia ist für längere Zeit verreist um ihrer Freundin zu helfen. Als sie wieder nach Hause kommt, sind ihre Kinder und ihr Mann spurlos verschwunden. Niemand möchte Lydia etwas sagen, das Haus ist leer und auch das Personal ist nicht mehr da. In dem Roman liest man immer Abwechselnd aus Lydias Sicht und dann aus der Sicht ihrer ältesten Tochter Emma. Lydia begibt sich auf die Suche nach ihren Kindern, verliebt sich dabei ständig in neue Männer.  Sie ist da wirklich sehr sprunghaft, was ich wirklich sehr schade finde. Gerade auch, weil sie ja eigentlich auf der Suche nach ihren Kindern ist und da passt es für mich nicht, dass sie ständig einen neuen Mann hat. Ihre Tochter Emma kommt in dem Buch auch immer mal wieder zu Wort. Aber auch hier habe ich so meine Probleme. Emma glaubt ihrem Vater nicht und ist immer auf der Suche nach ihrer Mutter. Emma ist immer in Schwierigkeiten und hat große Probleme mit ihrem Vater, der sie dann auch irgendwann in ein Internat steckt. Aber Emma gibt nicht auf und kämpft weiter, damit sie ihrer Mama wieder findet. Auffällig war, dass immer alle Frauen (Lydia und Emma) bei Schwierigkeiten in Ohnmacht gefallen sind. Das hat mich irgendwann doch ziemlich genervt. Ich fand das Buch sehr anstrengend zu lesen und hätte es bestimmt wieder zur Seite gelegt, wenn ich denn noch ein anderes Buch zur Auswahl gehabt hätte. Aus der Geschichte hätte viel mehr herausgeholt werden können. Leider für mich nur 2 Punkte wert. Sehr schade eigentlich, da ich, als ich es Geschenkt bekommen habe, gedacht hatte es wird bestimmt ein tolles Buch. Der Klappentext hatte mir eigentlich gut gefallen!

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  • Keine überzeugende Hauptfigur

    Bis wir uns wiedersehen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. November 2014 um 16:37

    Zunächst glaubte ich an einen Remake von „Nicht ohne meine Tochter“ als ich den Klappentext des Buches las. Als ich mich aber kurz mit der Vita der Autorin befasste wurde mir schnell klar, dass hier wohl Kindheitserinnerungen verarbeitet werden sollen. Geboren in Malakka , dem Ort wo die Handlung der Geschichte beginnt, und mit 8 Jahren , etwas jünger als die beiden Kinderfiguren der Geschichte, erfolgte die Übersiedlung nach England. Dort lebt sie heute noch mit ihrem Ehemann, über eigene Kinder ist nichts bekannt. Ob das Romandebüt vor dem Hintergrund gelingen kann? Wir werden sehen…. Leider überlebte nur der Grundgedanke die Ausführung der Geschichte. Holprig und fahrig dümpelt die Geschichte dahin, stilistisch weder innovativ noch durchdacht, obwohl ich gerne einem Erstlingswerk den ein oder anderen stilistischen Fehler nachsehe. Hier wurde aber doch an einigen Stellen gepatzt. Mit der Hauptfigur aus „Nicht ohne meine Tochter“ ist die Hauptfigur dieses Romans, man nennt sie auch Lydia, überhaupt nicht zu vergleichen. Während Betty Mahmoudi sich durch Courage, eisernen Willen und dem unbedingten Wunsch ihre Tochter wiederzuerlangen auszeichnet, stehen bei Lydia wohl weitaus weniger charmante Attribute auf der Liste. Wer hier an das Frauenbild der 50er Jahre denkt dem mag man zu bedenken geben das dieses hier sicher nicht SO gemeint war, weil gerade die Frauen der 50 er Jahre sich nicht durch Abhängigkeit von Männern, sexuelle Freizügigkeit und Dummheit auszeichneten. Gerade dieses Bild wie Lydia sich immer wieder in der Geschichte präsentiert macht es mir als Leserin so unglaublich schwer sie selber und später auch die Geschichte sympathisch zu finden. Ein bisschen kann ich sogar ihren Mann verstehen das er das Weite gesucht hat auch wenn mir das Warum und Wieso am Anfang der Geschichte absolut nicht klar war. Die anderen Charaktere wie der Mann, die Töchter aber auch die vielen anderen Charaktere die ihr auf der Reise begegnen bleiben seltsam farblos. Als ob es nicht gewollt wäre um die Hauptperson nicht in den Schatten zu stellen. Dabei wäre ein bisschen Farbe in allen Charakteren sicherlich nicht schlecht gewesen. So wie die Geschichte aufgebaut ist und sich um den Charakter von Lydia spannt wird sie trotz der wirklich guten Grundidee mit zunehmender Seitenanzahl einfach nur langweilig und an vielen Stellen durch die eingestrickten Zufälle ( wieviele Zufälle können einer so gestrickten Frau eigentlich passieren ?) auch unglaubwürdig und überzogen. Manchmal hatte ich wirklich das Gefühl die Autorin will mich Leserin zum Narren halten. FAZIT: Die Grundidee ist eine sehr gute, der Klappentext ist ebenfalls sehr gut gewählt und das Cover zieht die Neugier des Lesers auf das Buch, doch was dann als Arbeitsleistung der Autorin folgt ist eine mittelmässige Katastrophe im Belletristik Genre. Mit ein bisschen weniger Charakter der Hauptperson, ein bisschen mehr Farbe der anderen Charaktere und einer nicht so hingedümpelten Geschichte wäre sicher ein gutes Buch daraus geworden aber so kann ich auch nicht mehr als 2 Sterne vergeben. Daher 2 von 5 Sternen.

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  • Wie Schwimmen in einem kühlen See an einem heißen Tag

    Bis wir uns wiedersehen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. October 2014 um 12:42

    Im Debütroman "Bis wir uns wiedersehen" von Dinah Jefferies geht es um die Mutter Lydia und ihre Töchter Emma und Fleur, die von ihrem Vater durch eine gut gesponnene Intrige ihrer Mutter entwendet werden. Der Roman spielt in den 1950er Jahren, nach dem zweiten Weltkrieg im politisch unruhigen Malaysia. Dorthin sind Lydia und Alec, wegen seines Arbeitsplatzes von England ausgewandert. In dem warmen Land verbringen die beiden Geschwister ihre frühe Kindheit, die auf Erlebnissen der Autorin im Kindesalter basiert. Als die Mutter Lydia eine Freundin besucht, plant ihr Ehemann Alec mit den Mädchen wieder nach England zurückzukehren und seine Frau aus Eifersucht (wegen ihrer früheren Affäre mit einem anderen Mann) zurückzulassen und ihr Nachkommen zu verhindern. Mit dem Roman kritisiert Jeffferies den Guerillakrieg in den 1950ern in Malaya. Dabei beschreibt sie die grausamen Taten der Rebellen und thematisiert stark die Unsicherheit in dem Land. Im starken Kontrast dazu setzt sie die wunderschöne und atemberaubend lebendige Natur des Malayas. Ihre Sprache ist ziemlich unspektakulär, ja fast schon langweilig. Es gelingt ihr trotz des spannenden historischem Hintergrund und der bewegenden Geschichte auch nicht Spannung aufzubauen. Vielleicht liegt es daran, dass der Leser aus der Sicht der Mutter, sowie der der älteren Tochter Emma liest. Das nimmt dem Leser bereits viele Informationen vorweg und lässt ihn nie "im Verborgenen schlummern". Im Allgemeinen ist der Roman auch sehr vielseitig, er kann als Historien-, Landschafts- und Familienroman angesehen werden und hat sogar dramatische und tragische Aspekte. Die gut durchdachte "Intrige" ( die als eine solche bezeichnet werden kann) des Vaters Alec, wird zwar erst zum Ende des Romanes vollständig auf gedeckt - der Roman ist und bleibt jedoch langweilig. Ob dies nun als Effekt eingesetzt worden ist, um die Trennung der Kinder von der Mutter als "langwährend" erscheinen zu lassen bleibt fraglich. Doch neben der Spannung bleiben auch noch die ganz großen Gefühle aus. Aber "Bis wir uns wiedersehen" wird ein sehr schönes und wundervolles Bild von der Natur und Landschaft Malaysias, sowie einen Einblick in ihre interessante und grausame Historie hinterlassen. Als schwämme man in einem See, das Wasser von Sonnenschein glitzernd und von dunkeln Schatten gezeichnet; was in ihnen verborgen ist weiß man nicht, doch man spürt dieser Augenblick ist wunderschön. Aber auch nur für einen Augenblick . . .

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  • Rezension zu "Bis wir uns wiedersehen"

    Bis wir uns wiedersehen
    be-brave-read-books

    be-brave-read-books

    11. June 2014 um 23:51

    Das Buch habe ich beim Lovelybooks-Osterwichteln erhalten und vorher noch nie davon gehört. Ich hab mich riesig gefreut als ich den Klappentext las, denn ein Familien-Roman aus einer anderen Zeit, der auch noch in England und Malaysia spielt, klingt doch super oder? Lydia ist Mutter zweier Töchter, Emma und Fleur und steckt mitten in einer Ehe-Krise, als ihre gute Freundin schwer erkrankt. Lydia reist zu ihr, um sie zu pflegen. Als sie heimkehrt, findet sie das Haus verlassen vor: kein Brief, keine Nachricht, alle Sachen sind fort. Sie erkundigt sich also bei dem Chef ihres Mannes und schließlich findet sie heraus, dass er in den Norden versetzt wurde. Als sie allerdings zur Bank geht, um Geld für ihre Nachreise abzuheben, stellt sie verblüfft fest, dass ihr Mann fast alles mitgenommen hat. Schließlich leiht sie sich etwas bei einer Freundin und macht sich auf den Weg, dabei gerät sie in alle möglichen Schwierigkeiten, denn in Malaysia herrschen Unruhen: es wird geplündert, gemordet und „Weiße“ sind nicht gerade beliebt. Währenddessen ziehen Lydias Mann und ihre Kinder bei seinen Eltern in England ein. Emma, die Ältere der beiden, fragt ihren Vater ständig, wann ihre Mutter denn nachkomme. Sie bekommt jedoch keine Antwort, sondern wird auch noch bestraft. Wird Lydia ihre Mädchen wiederfinden? Wird Emma die Wahrheit herausfinden? Ich begann also zu lesen und die Geschichte wurde oft aus Emmas Sicht erzählt, dann aber wurde aber immer wieder ein Sprung gemacht und aus Lydias Sicht berichtet. Natürlich wurde so der Unterschied zwischen England und Malaysia noch deutlicher, aber es machte das Lesen auch anstrengender. Mich hat es von Anfang an ein wenig gestört, dass ich als Leser schon alles weiß: ich weiß, wo Emma ist und wie es ihr geht, dass also Lydias Suche vergeblich ist und der Chef ihres Mannes aus irgendeinem Grund lügt etc. Ich hätte mich besser in Lydia reinversetzen können, wenn man dem Leser vielleicht nicht sofort verraten hätte, wo ihre Mädchen sind und wie es ihnen geht. Das Buch erzählt einen Zeitraum von mehreren Jahren, allerdings wird leider nur der Anfang ausführlich behandelt und dann geht alles im Zeitraffer. Mir kam es überhaupt nicht so vor, als würden Jahre beschrieben, sondern eher wenige Monate. Viele Dinge konnte man vorhersehen, allerdings habe ich bis zum Ende hin nicht verstanden, warum Emma von ihrem Vater und auch anderen Charakteren so schlecht behandelt wurde. Man wollte einfach nur noch schreien: Jetzt lasst das arme Kind doch mal in Ruhe und fragt sie lieber warum sie dies tut oder sagt! Auch die Romanzen, die erzählt wurden, waren teilweise nicht nachvollziehbar für mich (eher zum Ende hin, falls jemand das Buch kennt :P). Es gab wenige Charaktere, mit denen ich warm wurde und die waren auch nur „Nebencharaktere“, aber die Geschichte an sich, wie Malaysia und England gegenübergestellt wurden und die Zeitgeschichte eingebunden wurde, haben mir gefallen. Ich fand den Roman jetzt nicht besonders gut (da kann ich euch „Die Teerose“ eher empfehlen, falls ihr auf der Suche nach einem ähnlichen Roman seid!), aber auch nicht schlecht. Deswegen gibt es von mir 3/5 Punkten für „Bis wir uns wiedersehen“. 

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  • Geheimnisvoll und spannend ...

    Bis wir uns wiedersehen
    Nina2401

    Nina2401

    11. May 2014 um 21:02

    Der schlimmste Albtraum einer jeden Mutter wird für Lydia grausame Wirklichkeit. In einem fremden Land und fast pleite macht sie sich auf die aussichtslose Suche nach ihren Kindern. Sehr einfühlsam beschreibt Dinah Jefferies den Schmerz und die Verzweiflung der jungen Frau. Zwischendurch schöpft Lydia immer wieder Hoffnung, die sich aber schnell zerschlägt. Ich weiß ja, was passiert ist und konnte nur den Kopf schütteln über die Grausamkeit des Vaters. Denn Dinah Jefferies lässt mich auch an den Erlebnissen der beiden Mädchen teil haben. Während sie mir Lydias Schicksal aus der Erzählerperspektive präsentiert, lässt sie Emma selbst von ihren Gefühlen und Ereignissen berichten. Hier bin ich noch näher dran und es bricht mir fast das Herz, so Leid tut mir das Mädchen. Sie hat so eine enge Bindung an ihre Mama und kommt in ihrem neuen Leben nicht so gut zu recht. Aber auch sie findet genau wie Lydia Verbündete bei ihrer Suche nach der Wahrheit. Die beiden Erzählebenen laufen fast parallel und es gibt sehr schöne Parallelen bei den Erlebnissen von Mutter und Tochter. So nach und nach wird das Netz von Lügen und Intrigen aufgedeckt und beide kommen der Wahrheit immer näher. Dinah Jefferies hat einen wunderbar leichten Schreibstil, mit dem sie den Flair der 50er Jahre und die exotische und manchmal grausame Kulisse des fernen Malaysia eingefangen hat. Sie hat ihre Kindheit in Malaysia verbracht und obwohl sie aus der Erinnerung erzählt, lässt sie das fremde Land vor meinen Augen aufleben. Die Geschichte um Verlust und Hoffnung ist von Anfang an sehr geheimnisvoll und auf eine besondere Art spannend. Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt und berührt. Fazit: Eine tragische Familiengeschichte mit dem Flair der 50er Jahre und der Exotik des fernen Malaysias.

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  • Bis wir uns wiedersehen

    Bis wir uns wiedersehen
    vormi

    vormi

    Ich habe mir das Buch hauptsächlich aufgrund des hübschen Covers ausgesucht. Das hat mich sofort angesprochen und als der Klappentext dann auch noch meinen Nerv getroffen hat, wollte ich es unbedingt lesen. Und trotzdem hatte ich nie im Leben mit dieser Fülle an gut beschriebenen Emotionen gerechnet. Allein durch diese Gefühlschaos, das die Autorin beim Leser auslöst bleibt die Spannung fast ausschließlich oben. Ich konnte das Buch kaum weglegen, ich mußte immer erfahren, wie es weiter geht... Das Buch spielt in Malaysia in den 1950er Jahren. Lydia kommt von einem mehrwöchigen Besuch bei einer kranken Freundin nach Hause zurück und freut sich auf ihre Familie. Doch sie findet das Haus komplett leer vor, die Schränke sind leer geräumt und keine Nachricht liegt für sie bereit. Als sie erfährt, daß ihr Mann von seinem Arbeitgeber in den Norden der Insel versetzt wurde, hält nichts sie auf in dem von Unruhen erschütterten Land, sich auf die gefährliche Reise zu ihren beiden Töchtern zu machen. In der anderen Perspektive erfahren wir die Sicht der älteren Tochter Emma, die als damals 11 jährige nicht versteht, warum der Vater mit der Abreise nach England nicht auf die vorherige Rückkehr der Mutter warten kann. Emma gibt dem Vater extra noch einen Brief für die Mutter, in dem sie ihr genau erklärt hat, wohin sie fahren. Damit ihre Mutter dann schnell nachkommen kann. Aber sie kommt nicht. Und dann wird sie vermisst... Lebendige Figuren, realistische und nachvollziehbare Handlungen. Die Spannung lebt viel von den Emotionen, aber auch an sehr realen Bedrohungen, verursacht durch Kampfhandlungen und Überfälle durch die Rebellen. Der Kampf der Mutter um ihre Töchter, die immer wieder gegen Intrigen anläuft, die ihr gestellt werden. Wem kann sie trauen? Das Unverständnis der Tochter, was ist ihrer Mutter passiert, daß sie nicht nachkommt? Die Sehnsucht einer 11 jährigen, die sich von ihrem Vater unverstanden fühlt. Absolut gelungen, das Buch hatte mich innerhalb der ersten 30 Seiten eingefangen und nicht mehr losgelassen. Volle Punktzahl, absolut empfehlenswert!

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    • 2
    Arun

    Arun

    07. May 2014 um 21:27
  • Bis wir uns wiedersehen ....

    Bis wir uns wiedersehen
    MissStrawberry

    MissStrawberry

    05. May 2014 um 12:51

    In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts: Lydia macht einen Ausflug und als sie nach Hause kommt, sind Mann und Töchter weg. Völlig ohne Nachricht, einfach weg. Sie findet heraus, dass er einen Job am anderen Ende von Malaysia haben soll. Also macht sie sich auf den Weg. Doch die Kinder und der Vater sind längst in England ... Zwei Erzählstränge, die am Ende zueinanderfinden, erzählen die Geschte von Lydia und von den beiden Mädchen. Sehr viele Längen haben mir sehr viel Geduld abgefordert - was ja eigentlich zu den vielen Jahren, über die sich die Story zieht, passt. Aber es hat mir nicht gefallen .... Mich haben weder die Personen noch die Story berührt. Ich hatte bis zum Ende einfach zu viel Abstand zu all dem, dass ich nicht mehr als 3 Sterne geben kann. Sicher findet das Buch seine passenden Leser, ich gehöre leider nicht dazu. Zwar liest es ich leicht und flüssig, aber mir fehlt eine gewisse Spannung. Diese wird allein schon dadurch genommen, dass Lydia Dinge herausfindet, die der Leser schon weiß (durch den zweiten Strang). Sorry, meins ist es nicht.

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  • Bis wir uns Wiedersehen

    Bis wir uns wiedersehen
    ejtnaj

    ejtnaj

    28. March 2014 um 12:08

    Die Familie Cartwright lebt in Malaysia der 1950er Jahre als es noch zum Königreicht England gehört. Von einem Tag auf den anderen verlässt Alec mit seinen Töchtern Emma und Fleur das Land. Da Lydia sich gerade bei einer Freundin aufhält bekommt sie davon nichts mit. Dadurch ist der Schock umso größer als sie wieder nach Hause kommt und keiner mehr da ist und aber auch keine Nachricht vorfindet. Lydia fragt sich daraufhin durch und bekommt einen Tipp wo diese hingegangen ist. Nun macht sich Lydia auf den Weg zu ihrer Familie, wobei dies sehr gefährlich ist, da zu dieser Zeit schon Unruhen herrschen und man eigentlich nirgends sicher ist. Ob und wie sie ihre Familie wiedersehen wird steht noch in den Sternen, nur eines ist sicher, die Liebe einer Mutter zu ihren Kindern ist stärker als alles andere. Mit diesem Roman hat die Autorin Dinah Jefferies ihr Debüt unter den Autoren gegeben. Vor der Kulisse Malaysias und auch Englands lässt sie eine Familiengeschichte spielen, die sich so oder so ähnlich auch in der heutigen Zeit abspielen könnte. Teilweise konnte die Autorin aber auch auf die eigene Geschichte bzw. teilen ihrer Erinnerung zurückgreifen was man diesem Roman aber auch anmerkt, da er sehr viel Tiefe besitzt. Auch ist Dinah Jefferies in Malaysia geboren und im Alter von 8 Jahren mit ihrer Familie nach England zurückgekehrt. Sie konnte sich also genau in die Mädchen einfühlen und ihnen dadurch auch mehr Leben einhauchen, und genau beschreiben wie es ist aus den Tropen in das kalte Land zukommen, wo man für die Menschen ein Auslänger ist obwohl man die gleiche Staatsangehörigkeit besitzt. Bei den Landschaftsbeschreibungen von Malaysia hat sie sich in ihre Erinnerungen und die Fotoalben ihrer Familie gehalten wie sie es in den Anmerkungen beschreibt. Vielleicht ist dadurch einiges durch die Rosarote Brille erzählt, aber es sind Erinnerungen die zu dieser Geschichte und ihrer Handlung sehr gut gepasst haben und ich konnte mir beim Lesen auch alles gut vor Augen führen. Die Figuren in der Geschichte waren auch alle so detailreich beschrieben, dass man sich diese während des Lesens sehr gut vorstellen konnte. Hier hat mir Emma sehr gut gefallen, den Schmerz über die Trennung ihrer Mutter und auch das Einleben in England hat mich mit ihr fühlen lassen. Was auch sehr gut war und mir sehr gut gefallen hat, war dass sie Geschichte fast immer abwechselnd aus der Sicht von Lydia und Emma erzählt wurde, so konnte man den gleichen Zeitraum auf zwei total unterschiedliche Arten erleben. Auch fand ich es sehr gut, dass der Spannungsbogen wirklich bis zum Schluss erhalten geblieben und das ganze Drama hat sich auch erst am Ende gezeigt. Alles in allem hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen und ich habe sehr schöne Lesestunden mit der Geschichte verbracht.

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  • Handlung fesselnd, Stil frustrierend

    Bis wir uns wiedersehen
    anushka

    anushka

    22. March 2014 um 21:45

    Malaysia, 1955: Als Lydia von der Pflege einer kranken Freundin zurückkehrt, sind ihr Mann Alec und ihre beiden Töchter, 12 und 8 Jahre alt, verschwunden. Nachfragen ergeben, dass Alec in den Norden versetzt worden sein soll. Also muss sich Lydia auf den Weg machen durch ein unsicheres Malaya, in dessen Dschungel sich zahllose Rebellen verstecken, die die Unabhängigkeit von den Briten erkämpfen wollen. Doch wird sie ihre Töchter wirklich finden? Die Geschichte wird abwechselnd aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt; zum einen begleitet der Leser Lydia auf ihrer Suche nach ihren Kinder, zum anderen erzählt ihre ältere Tochter Emma aus der Ich-Perspektive die Ereignisse, die in Abwesenheit der Mutter geschehen. Ich bin mir unsicher, wie ich dieses Buch finde. Einerseits bin ich beim Lesen geradezu durchgeflogen und konnte das Buch schwer weglegen, andererseits hat es mich an manchen Stellen doch ziemlich genervt, da es sich eher um etwas seichtere Unterhaltungslektüre handelt, die mit einigen Schwächen zu kämpfen hat. So hat mich beispielsweise gestört, dass sowohl Lydia als auch ihre Tochter einen Teil des Buches über bei jedem größeren (emotionalen) Problem in Ohnmacht fallen. Auch scheint Lydia vor keinem Mann gefeit und kaum ist der eine weg oder tot, hat sie schon sexuelle Fantasien über einen anderen. Zwischenzeitlich hatte ich das Bild einer rolligen Katze vor Augen. Das ganze Buch über ist sie fast nie auf sich allein gestellt, sondern hat immer irgendeinen Mann an der Seite. Dieses Frauenbild ist mir beim Lesen leider sehr aufgestoßen, auch wenn es in die historische Era passt, aber gerade eine solche Geschichte bietet so viel Raum für Entwicklung und Emanzipation. Auch die sprachliche Qualität ist nicht überzeugend. Das mag an der Übersetzung liegen oder auch am Original. Das kann ich nicht einschätzen, da ich das Original nicht gelesen habe. Es kommt jedenfalls immer wieder vor, dass nur Sätze auseinander immer wieder die gleichen Formulierungen und Verben verwendet werden. Und auch wenn Monate oder Jahre später zurückgeblickt wird, wird die jeweilige Situation noch einmal genau so erzählt (bzgl. Formulierungen) wie ursprünglich. Ich finde es schade, dass mich dieses Buch zwischenzeitlich so frustriert hat, da mich die Geschichte insgesamt schon gepackt hatte. Ich glaube aber auch, dass die Dramatik der Geschichte auch davon lebte, wie gut ich mich in diese Situation hineinversetzen konnte und welche Gedankenspiele rund um ein eigenes Kind ich mir dabei gemacht habe. Ich kann diesem Buch daher leider nur 3 von 5 Sternen geben.

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  • Farbenfrohe und mitreissend geschriebene Erzählung

    Bis wir uns wiedersehen
    IraWira

    IraWira

    Dieses Buch überraschte mich sehr positiv. Ich hatte einen nett zu lesenden, etwas gefühlvolleren Roman erwartet, der eine angenehme, romantisch angehauchte Unterhaltung bietet. Bekommen habe ich außerdem ein Feuerwerk an Farben und Ereignissen, die das Lesen zu einem mitreissenden Vergnügen machten. Die Geschichte selbst ist gut und in sich schlüssig gesponnen, als Leser fiebert man mit Lydia Cartwright mit, die nach einer kurzen Reise in ein leeres Haus zurückkehrt und fieberhaft versucht, herauszufinden, was mit ihrem Mann und ihren Kindern passiert ist. Als sie schließlich erfährt, dass diese in einen anderen Teil des Landes gehen mussten, macht sie sich auf den Weg zu ihnen. Da es in Malaysia in dieser Zeit, den 50er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts, immer wieder zu Überfällen durch Rebellen kommt, ist dieses Unterfangen nicht ganz ungefährlich. In Ipoh angekommen, wird sie mit einer furchtbaren Nachricht konfrontiert.... Der Leser folgt Lydia auf ihrer Suche und verfolgt auch den Weg der beiden Mädchen, die das Land schon lange verlassen haben und von ihrem Vater, Lydias Mann, nach England gebracht wurden, um fortan dort zu leben. Nicht nur die interessante Handlung und die gut ausgeführten Charaktere machen das Lesen zum Vergnügen, auch die farbenfrohen und authentischen Beschreibungen Malaysias und der damaligen Situtaion faszinieren den Leser und lassen ihn durch die Seiten fliegen. Mir hat es viel Freude bereitet, diese Geschichte zu lesen und ich fand es absolut spannend, etwas über die Zeit und die damalige Situation zu erfahren, die wir uns heute ja kaum noch vorstellen können.

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    • 2
    Sabine17

    Sabine17

    13. March 2014 um 19:00
  • Ein sehr gefühlvolles Buch...

    Bis wir uns wiedersehen
    glorana

    glorana

    Bis wir uns Wiedersehen Malaysia, in den 50er Jahren: Als Lydia, die kurz auf Besuch bei Freunden war, nach Hause zurückkehrt, muss sie feststellen,dass ihre beiden Kinder Emma und Fleur verschwunden sind. Ihr Mann Alec Cartwright hat die Kinder mitgenommen, um eine Arbeit im Norden Englands anzunehmen und um seine Frau zu verlassen. Völlig überstürzt und ohne große Vorwarnung müssen die Kinder ihr zuhause in Malaysia und ihre geliebte Mutter verlassen. Alec will ihr Auffinden verhindern und versucht keinen Kontakt mit den Kindern zu zulassen. Dieses ist auch gar nicht so einfach, da die Unruhen im Malaysia der 50 er Jahre und die damalige Zeit es auch gar nicht zulassen. Was war passiert? Was war der Auslöser, dass Alec die Kinder der Mutter entreißt und keinen Kontakt wünscht? Lydia macht sich auf, Antworten und die Kinder zu finden. Die Geschichte handelt von einer Mutter, die ihre Kinder vermisst, von dem verzweifelten Versuch, alles zu tun, die Kinder wieder zu sehen. Die Ohnmacht, die Verzweiflung und die Traurigkeit, die sowohl bei der Mutter Lydia als auch bei den Kindern aufkommt. Diana Jeffries hat es mit einfühlsamen und schönen Worten geschafft, dieser Verzweiflung Ausdruck zu geben. Einmal aus der Sicht der Mutter und dann aus der Sicht von Emma, in deren Gefühlswelt man tief eintauchen kann und ihre Verzweiflung hautnah mitfühlt. Die Traurigkeit, die die Kinder befällt, besonders als sie einfach nicht wissen, wo ihre Mutter ist, und ob sie überhaupt noch lebt, war so stark spürbar. Ich habe richtig mitgelitten und mein Herz hat beim Lesen gezittert, denn so ein Familiendrama möchte man sich nicht vorstellen. Aber trotzdem oder gerade deshalb ist das Buch absolut lesenswert. Malaysia hat Diana Jeffries sehr bildhaft und warm beschrieben, auch wenn dort Unruhen herrschen. Ein wirklich sehr gefühlvolles Buch, die die Angst und Verzweiflung spürbar werden lässt, einen Menschen zu verlieren, den man sehr liebt.

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  • Ein sehr bewegendes Buch!

    Bis wir uns wiedersehen
    Girl56

    Girl56

    03. December 2013 um 07:49

    „Bis wir uns wiedersehen“ von Dinah Jeffries ist ein berührender Roman über die Liebe einer Tochter zu ihrer Mutter und die unendliche Mühe und Ausdauer einer Frau und Mutter, ihre verschollene Familie wieder zu finden. Die Geschichte von Lydia Cartwright und ihren Töchtern Emma und Fleur spielt in Malaysia und in Großbritannien kurz nach Ende des zweiten Weltkrieges. Emma und Lydia erzählen uns jeweils aus ihrer Perspektive , welches schreckliches Schicksal sich Alec Cartwright für seine Frau Lydia und seine Töchter ausgedacht hat. Als Lydia für einige Zeit bei einer Freundin weilt, packt Alec alles zusammen, löst den Haushalt in Malakka auf und reist mit seinen Töchtern nach England. Er belügt Emma über die wahren Gründe für seiner Pläne und lässt seine ältere Tochter im Glauben, dass die Mutter nach ihrer Rückkehr informiert wird und mit dem nächsten Schiff nachkommt. Die Trennung von der Mutter ist unendlich schwer für Emma und nur ihr ständiger Glaube daran, dass die Mutter zu ihnen nach England kommt, lässt sie das neue Leben bei ihren fast fremden Großeltern und mit ihrem strengen und ungerechten Vater ertragen. Monat um Monat vergeht ohne ein Lebenszeichen der Mutter, Emma wird immer anstrengender für den Vater, der außerdem schon auf dem Schiff Kontakte zu einer jungen Frau geknüpft hat, Veronica, und diese ganz offensichtlich heiraten möchte. Nach einem Zwischenfall mit Veronicas Bruder (er vergeht sich wiederholt an Emma, ohne dass sie es jemandem sagen kann) wird Emma in ein strenges Internat abgeschoben. Doch auch dort glaubt sie weiterhin fest an ein Wiedersehen mit ihrer Mutter Lydia. Lydia wiederum kehrt nach Hause zurück und erfährt , dass ihr Mann und die Töchter in den Norden Malaysias gereist seien. Mit Hilfe ihres Freundes und Geliebten (deshalb ist Alec verschwunden) reist sie nach Ipoh, um dort zu erfahren, dass die Revolutionäre die englische Handelsniederlassung abgebrannt haben und nur zwei Frauen das Unglück überlebt haben. Lydia erleidet einen Schock und kommt ins Krankenhaus. Danach kehrt sie zu Jack zurück, taumelt mehr recht als schlecht durchs Leben, gerät immer mehr in die Wirren des Bürgerkrieges und des Zerfalls der alten kolonialen Strukturen in Malaysia. Nachdem ihr Geliebter Jack ermordet wird, zieht Lydia allein umher, knüpft alte Kontakte zu den verbliebenen Engländern und kommt, nach vielen Monaten, auf eine schreckliche Intrige, die ihr Mann Alec zusammen mit seinem Vorgesetzten gesponnen hat. Emma indes gibt auch im Internat keine Ruhe und findet mit Hilfe einer der Lehrerinnen und, wundersamer Weise, mit Veronicas Hilfe ihre Großmutter mütterlicherseits und mit deren Hilfe, zum guten Schluss, auch wieder ihre Mutter Lydia, die umgekehrt von Malaysia aus alles versucht, um ihre Familie zu finden. Dinah Jeffries gelingt es, das wirklich bewegende Portrait von zwei Menschen lebendig werden zu lassen, deren große Liebe zueinander alle Hindernisse und Schwierigkeiten überwindet und die am Leben, dass ihnen ein andere Mensch vergällt hat, nicht verzweifeln. „Bis wir uns wiedersehen“ ist eine zu Herzen gehende Geschichte mit viel Tiefgang und zeitgeschichtlichen Informationen über eine Region und Ereignisse in dieser Region (Malaysia im Übergang zur Eigenständigkeit, mit den Spuren der japanischen Kriegsgreuel und der kommunistischen Einflussnahme nach dem krieg), die sicherlich viele Leser, wie ich auch, so nicht präsent haben.

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