Dinah Jefferies Die Tochter des Seidenhändlers

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Inhaltsangabe zu „Die Tochter des Seidenhändlers“ von Dinah Jefferies

Eine Frau zwischen zwei Kulturen, eine Liebe gegen alle Widerstände Vietnam, 1950. Die junge Nicole stand von jeher im Schatten ihrer schönen Schwester Sylvie. Als Tochter eines französischen Seidenhändlers und einer Vietnamesin soll sie nun in Hanoi ein Stoffgeschäft übernehmen. Bald kommt Nicole mit Einheimischen in Berührung, die sich gegen die französische Fremdherrschaft auflehnen. Dabei entdeckt sie voller Schrecken, dass ihr Vater in dunkle Machenschaften verwickelt ist. Als sie sich in den charismatischen Mark verliebt, gerät ihre Welt abermals ins Wanken. Denn Mark scheint auch für ihre Schwester Gefühle zu hegen. Auf der Suche nach ihrem Platz in einer Welt, in der nichts ist, wie es scheint, fasst Nicole einen kühnen Plan ... Farbgewaltige Exotik des Vietnam der 1950er Jahre - Mit "Die Tochter des Seidenhändlers" ist Dinah Jefferies eine mitreißende Geschichte um die Selbstfindung einer Frau, die Rivalität unter Schwestern und eine unmöglich scheinende Liebe gelungen.

Das Buch ist ein richtiger Schmöker und das exotische Setting tut sein übriges. Schmacht ;-)

— Caillean79

wunderschön

— KRLeserin

Der Konflikt zweier Schwestern - die Figuren blieben blass. Guter Start in die Geschichte mit schwachem Ende.

— Readytoread

Bin leider enttäuscht, aus dieser Geschichte hätte man mehr machen können.

— locke61

4,5 Sterne für die Identitätssuche einer jungen Frau, die gefangen zwischen ihrem kulturellen Erbe ist.

— Blubb0butterfly

Nicole steht zwischen zwei Welten. Sie ist halb vietnamesisch halb französisch. Im französischen Krieg in Vietnam muss sie sich entscheiden

— Dirk1974

Sehr schönes Buch

— karin66

Der Beginn ist faszinierend und fesselnd, doch aber der Mitte lässt die Geschichte stark nach und verliert sich in Nebensächlichkeiten.

— tinstamp

Emotional und tiefgründig; geht direkt unter die Haut

— Gudrun67

Mehr als eine Liebesgeschichte...

— classique

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  • Blick auf ein wenig bekanntes Kapitel in der Geschichte von Vietnam

    Die Tochter des Seidenhändlers

    Caillean79

    03. October 2017 um 13:49

     Blick auf ein wenig bekanntes Kapitel in der Geschichte von Vietnam „Die Tochter des Seidenhändlers“ erzählt die Geschichte der jungen Nicole, deren Vater ein französische Seidenhändler in Hanoi ist und deren vietnamesische Mutter im Kindbett starb. Als Mischling schlägt Nicole, die sich in ihrer Kindheit mehr als Französin denn als Vietnamesin fühlte, nicht immer nur Wohlwollen entgegen. Im Vietnam der 50er Jahre regt sich erbitterter Widerstand gegen die französische Regierung und die Vietminh organisieren sich im Untergrund, um ihr Land von der Fremdregierung zu befreien. Nicole gerät als junge Frau, die sich zunächst nirgends richtig zugehörig fühlt, mitten hinein in diese Situation und muss letztlich selbst um ihr Leben fürchten. Das Buch beginnt eher leicht als historische Familiengeschichte vor einem exotischen Hintergrund. Schon bald nimmt aber besonders die politische Situation viel Raum ein und überschattet Nicoles Leben und das ihrer Familie und Freunde. Beim Lesen habe ich viel gelernt über die Zustände im damaligen Vietnam und insbesondere die politische und wirtschaftliche Situation scheint sehr gut recherchiert zu sein. Die Geschichte spielt zwischen 1950 und 1954. Da Nicole eine sympathische Hauptfigur ist, geht man gern mit ihr durch diese schwierigen Zeiten und leidet mit ihr. Auch der Charakter von Nicoles Schwester Sylvie ist gut angelegt. Ein wenig hochnäsig, egoistisch, irgendwie undurchschaubar und plötzlich auch wieder sehr familienbewusst – ich hatte unweigerlich das Bild von Mary aus Downton Abbey vor Augen. Sylvie ist ein guter Gegenpart zu Nicole und durch die ungleichen Schwestern entsteht auch einiges an Spannung. Ich habe diese Geschichte genossen und mich gefreut, dass sie den Blick auf eine wenig beleuchtete Zeitspanne in der Geschichte Vietnams richtet. So hatte ich nicht nur gute Unterhaltung, sondern auch ein wenig Wissenserweiterung durch dieses Buch.

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  • wunderschön

    Die Tochter des Seidenhändlers

    KRLeserin

    17. August 2017 um 17:14

    Im Großen und Ganzen ist dies ein wunderschönes Buch, bei dem man sich gut in das Vietnam der 50er Jahre träumen kann. Der Stil ist flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Die Geschichte der jungen Nicole ist ergreifend und sehr romantisch. Eine klare Leseempfehlung für alle, die große Gefühle und Kopfkino pur lieben.Ich bedanke mich herzlich beim Verlag und Netgalley für die Bereitstellung des Leseexemplars.

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  • Zwischen den Welten

    Die Tochter des Seidenhändlers

    locke61

    24. July 2017 um 09:18

    Nicole, die Tochter eines französischen Seidenhändlers und einer Vietnamesin, versucht schon von klein auf sich zu behaupten. Ihre Schwester Sylvie, die eindeutig die Gene ihres Vaters geerbt hat, wird ständig von diesem bevorzugt. Er überträgt die Führung der Familiengeschäfte ihr und Nicole soll einen alten Laden im vietnamesischen Viertel übernehmen. Sie verliebt sich in den Amerikaner Mark, der sie von ihrem Kummer ablenkt.An ihrem Geburtstag bricht für sie eine Welt zusammen. Sie entdeckt, das ihr Vater ein Mörder ist und Mark und ihre Schwester mehr sind als nur Freunde. Tief gekränkt zieht sie sich zurück und stürzt sich in die Arbeit mit dem Seidenladen. Sie fühlt sich wohl, lebt unter Vietnamesen, lernt neue Freunde kennen und deren Art zu leben. Tran zeigt ihr die Schattenseiten der französischen Machthaber und wie sehr die Menschen darunter leiden.Nachdem sie verhaftet und unter Hausarrest gestellt wird, flieht sie mit Tran in die Welt der Vietminh, einer Bewegung gegen die französischen Kolonialherren. Dort lebt sie ständig in Gefahr von Franzosen entdeckt und verhaftet oder von den Vietminh als Spion gefoldert und umgebracht zu werden. Eine Geschichte, aus der man mehr machen hätte können. Vieles wurde nur angerissen, alles im Schnellgang erzählt. Die Tiefe hat mir gefehlt.Dabei ist soviel Potenzial darin. Schade, ich habe mehr erwartet.

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  • Beginnt recht gut, verläuft sich dann aber irgendwo im Sand

    Die Tochter des Seidenhändlers

    NaddlDaddl

    22. July 2017 um 15:00

    Als ich „Die Tochter des Seidenhändlers“ das erste Mal gesehen habe, hat mich der Klappentext ziemlich angefixt. Familienkonflikte, Widerstände, eine Liebesgeschichte - und das alles verbunden mit einer Reise zurück in die Geschichte, ins Vietnam Anfang der 1950er Jahre. Leider bin ich nicht ganz so begeistert von dem Roman, wie ich es gehofft hatte, was wohl auch daran liegt, dass die Handlung sich anders entwickelt als erwartet und das nicht unbedingt auf eine gute Weise.Die Geschichte fand ich vor allem anfangs sehr spannend. Man merkt gleich den Konflikt von Nicole sowohl mit ihrem Vater, aber auch besonders mit ihrer Schwester. Ebenfalls taucht Mark (ja, Mark und nicht Marc, wie es im Klappentext steht) auf den ersten Seiten schon auf und die Liebesgeschichte beginnt sich zu entwickeln. In der ersten Hälfte steht dann vor allem der Familienkonflikt und das Seidengeschäft im Vordergrund, was ich sehr interessant fand, da man hier auch einen guten Einblick in die vietnamesische Kultur bekommt. Jedoch verläuft sich die Thematik irgendwann und mir kam es so vor, als wäre vor allem der Seidenhandel im späteren Verlauf des Buches zu kurz gekommen. Zwar wird das durch andere Themen abgelöst wie die politischen Konflikte zwischen Frankreich und Vietnam, was auch spannend ist, aber ich habe die Seide am Ende einfach vermisst, weil ja das Buch danach benannt ist. Die Liebesgeschichte in "Die Tochter des Seidenhändlers" hat mich irgendwie nicht richtig packen können. Ich fand sie ganz nett zu lesen, hatte jedoch nicht das Gefühl, dass Nicole und Mark auf besondere Weise zusammengehört hätten, da fehlte bei mir das Gefühl. Zum Ende hin kam es mir außerdem so vor, als wären zu viele kleine Dinge zu schnell passiert beziehungsweise zu abrupt aneinandergereiht worden. Und ein paar der Handlungsstränge, von denen ich dachte, sie würden im späteren Verlauf noch weitergeführt werden und wichtig sein oder zumindest noch einmal Erwähnung finden, sind einfach im Sand verlaufen.Welche Thematik ich allerdings gut gelungen fand, ist die des Schwesternkonflikts, also das gespannte Verhältnis zwischen Nicole und Sylvie. Wie das dargestellt ist, finde ich sehr schön und auch realistisch. Außerdem hat es mir auch viel Spaß gemacht, die geschichtlichen und kulturellen Infos zu Vietnam zu lesen. Zwar fließen nicht ganz so viele davon mit in die Geschichte ein wie ich dachte, aber auf den letzten Seiten wird noch einmal ein historischer Abriss Vietnams gegeben. Das fand ich sehr spannend, da ich vorher noch nicht sehr viel über das Land wusste. Gut dargestellt war auch, wie der Krieg zu dieser Zeit verlief. Ich finde es toll, dass nicht eine Seite als gut und die andere als böse abgestempelt wurde, sondern die Grenzen fließend verlaufen, was gleich viel realistischer rüberkam.So, nun aber mal weiter zum Schreibstil. Von dem bin ich ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht, aber erst einmal zum Allgemeinen und dem, was mir gefallen hat. Die Autorin Dinah Jefferies schreibt aus dritter Perspektive von Nicole und lässt den Leser an den Gefühlen der Protagonistin teilhaben. Das Ganze ist in der Vergangenheitsform geschrieben, was ich eigentlich nicht so sehr mag, aber das Buch ließ sich angenehm lesen. Sehr schön fand ich die bildlichen Beschreibungen, die mir wirklich ein schönes Bild in den Kopf gezaubert haben. Schade nur, dass diese Beschreibungen mit dem Verlauf des Buches immer weniger oft vorkommen.Und das war es leider auch schon an Positivem, das ich am Schreibstil finden konnte. Denn eines hat Dinah Jefferies bei mir nicht erreicht, nämlich dass ich mitfiebere. Ich habe das Buch, vor allem anfangs, gerne gelesen, aber die Gefühle sind bei mir so gar nicht angekommen. Und das, obwohl Nicole eigentlich eine Vielzahl an Emotionen verspürt! Doch die Autorin beschreibt diese so ungünstig, so distanziert, dass ich einfach nicht gefesselt wurde. Hier wäre das Potenzial wirklich immens gewesen, deswegen finde ich es besonders schade, dass es nicht genutzt wurde.Die Charaktere fand ich an sich alle ziemlich interessant. Besonders Nicole mochte ich anfangs sehr, sie wirkte auf mich authentisch und vielschichtig. Doch je weiter ich gelesen habe, desto unsympathischer wurde sie mir leider. Das liegt zum einen daran, dass sie ihre Persönlichkeit nicht einhält. Zum Beispiel wird sie gleich zu Beginn als schwarzes Schaf der Familie dargestellt, als abenteuerlustig und rebellisch, hat auf mich jedoch eigentlich gar nicht so gewirkt. Eher war sie sehr leicht von anderen zu beeinflussen. Zum anderen macht Nicole so gut wie keine Entwicklung durch, was aber bei den vielen Geschehnissen, die sie durchlebt, nur logisch gewesen wäre. Aber nein, Nicole scheint einfach auf ihrer Entwicklungsstufe festzustecken! Das fand ich sehr ungünstig von der Autorin dargestellt.Die anderen Charaktere konnten mich letzten Endes ebenfalls nicht von sich überzeugen. Entweder waren sie mir zu stereotypisch, zu willkürlich oder zu undurchschaubar. Und bei keiner der Figuren hatte ich das Gefühl, dass sie sich im Verlauf der Geschichte verändert hätte. Vor allem von Nicoles Vater bin ich enttäuscht, der meiner Meinung nach viel zu wenig vorkam dafür, dass er im Klappentext und im Titel so groß erwähnt wurde. Der Charakter, den ich als am besten dargestellt empfand, war Sylvie, Nicoles große Schwester. Sie fand ich bis zum Ende sehr interessant, auch wenn sie nicht wirklich sympathisch wurde.Alles in allem hat mich das Buch also nicht wirklich begeistern können und hat nach einem guten Start eine ziemliche Bruchlandung hingelegt.

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  • Aufregender Start, aber zum Ende hin holprig

    Die Tochter des Seidenhändlers

    Sirene

    19. July 2017 um 20:02

    Bei "Die Tochter des Seidenhändlers" handelt es sich um mein erstes Buch von Dinah Jeffries, die auch "Die Frau des Seidenhändlers" und "Bis wir uns wiedersehen" geschrieben hat.Sie führt uns hier nach Vietnam in den 1950er Jahren, als es noch Indochine hieß und unter der französischen Besatzungsmacht stand.Die Protagonistin Nicole ist eine "Metisse", halb Vietnamesin, halb Französin und lebt im Schatten ihrer älteren Schwester Sylvie, die nach ihren französischen Vater kommt. Ihr Leben ist nicht einfach und wird immer komplizierter, durch Mark, den Revolutionären und ihrer Suche nach einer Identität.Zu Anfang konnte mich das Buch richtig gut packen! Die Handlung war aufregend und die Beschreibungen so farbenfroh und interessant, ich war der bunten Welt von Seide und Düften verfallen. Die Autorin besitzt eine sehr schöne Sprache, wenn es ums Beschreiben geht und der Roman liest sich zum größten Teil fliesend. Außerdem wird die Geschichte von Vietnam erzählt, als auch Bräuche und am Ende des Romans gibt es eine Anhang mit "Historischen Abriss", wo die historischen Ereignisse kurz erläutert werden.Nach einem guten Drittel des Buches fing "Die Tochter des Seidenhändlers" an mich zu enttäuschen, weil die Handlung schneller, als auch überstürzter wurde. Es las sich, besonders am Ende, holprig und die bildhaften Beschreibungen fehlten mir.An der Stelle haben für mich rund hundert Seiten gefehlt und die Charaktere bekamen auch einen faden Beigeschmack.Nicole ist gerade mal 18 Jahre alt, als die Geschichte beginnt und fühlt sich von ihrer Familie nicht geliebt und verdrängt. Sie bekommt die Chance sich zu beweisen, durch ihren eigenen Laden und steht schnell zwischen zwei Männern. Sie scheint es endlich zu schaffen Anerkennung zu bekommen, aber sie ist naiv und sehr leicht zu beeinflussen, wodurch sie leicht in gefährliche Situationen gerät. Ein naiver Charakter ist eine Sache, aber nach einigen einschlagenden Momenten in ihrem Leben habe ich als Leser erwartet, dass sie daraus lernt. Aber Nicole hat mich mit ihrer Naivität immer wieder überrascht. Die beiden Männer, Mark und Tran, um sie herum konnte ich so gar nicht durchblicken, geschweige davon nachvollziehen und ich erwartete immer das Gegenteil von ihrem Handeln.Es gibt noch zwei mütterliche Charaktere, die mir sehr sympathisch waren und leider eine zu kleinere Rolle einnahmen.An sich nahm die Geschichte eine Wendung an, die ich so gar nicht erwartet hatte und mit dem Titel des Buches nicht wirklich viel gemeinsam hat.Zum Ende hin war ich gespalten. Der Roman legte einen wunderbaren Start hin, der mich davon überzeugt hat auch andere Bücher von der Autorin mal in Angriff zu nehmen, aber die Richtung der Handlung, als auch Nicole konnte mich nicht vollkommen überzeugen.

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  • ein Mädchen zwischen zwei Kulturen

    Die Tochter des Seidenhändlers

    irismaria

    19. July 2017 um 12:15

    „Die Tochter des Seidenhändlers“ von Dinah Jefferies ist ein historischer Roman, der um 1950 in Vietnam spielt. Hauptfigur ist die junge Nicole, die als Tochter eines französischen Seidenhändlers und einer Vietnamesin zwischen den Kulturen der Vietnamesen und der französischen Kolonialherren aufwächst. Zu Beginn der Story ist sie ein naives Mädchen, das für den attraktiven Amerikaner Mark schwärmt und sich mit ihrer Schwester Sylvie streitet. Nun soll sie Verantwortung lernen, indem sie in Hanoi ein Stoffgeschäft übernehmen soll. Eifrig macht sie sich an ihre neue Aufgabe und erlebt durch die Bekanntschaft mit einem Widerstandskämpfer die Ziele aber auch die brutale Vorgehensweise der Revolutionäre. Die Geschichte ist flüssig geschrieben und läst sich sehr gut lesen. Die Personen sind interessant gestaltet und auch Nebenfiguren haben ein eigenes Profil. Leider konnte ich mich mit dem Handeln der Hauptfigur nicht immer anfreunden. Neben der spannenden und überraschenden Handlung erfährt man viel über das Leben in Vietnam um 1950. So war mir die französische Herrschaft dort nicht bewusst gewesen. Das alltägliche Leben ist vor allem zu Beginn sehr lebendig dargestellt, später tritt die Handlung rund um Nicoles Schicksal in den Vordergrund. Das Ende kam für mich überraschend schnell, hier hätte ich es mir ausführlicher gewünscht.Mein Fazit: ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen und gebe 4 Sterne

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  • Schleift man ein Stück Eisen lange genug, wird eine Nadel daraus

    Die Tochter des Seidenhändlers

    vicky_1990

    19. July 2017 um 10:48

    Das Cover ist wunderschön. Die Blumen waren mir beim ersten Betrachten zwar zu kitschig aber nach längerer Zeit finde ich das Bild harmonisch gestaltet und angenehmen anzusehen! Es gefällt mir sehr gut und regt sofort zum Träumen an :-) Ich hatte bisher keinen Roman gelesen der in Vietnam spielt, das hier war also mein ‘Erster‘ in diesem Land. Und ich muss sagen, die Autorin hat es geschafft mir einen Gusto nach Vietnam zu machen!Ich finde den Roman um Nicole von Anfang an faszinierend und die Mischung zwischen Familiengeschichte und Darstellung einer fremden Kultur bzw. eines fremden Landes sehr gut gelungen. Diese Mischung und der Schreibstil von Dinah Jefferies haben mich von Anfang an absolut begeistert und mich für die Geschichte eingenommen.Der Prolog ist ein interessanter Einstieg in den Roman welcher sich dann, sehr zu meiner Zufriedenheit, im Verlauf der Geschichte auf- bzw. erklärt. Spätestens beim ersten Kapitel kann man sich davon überzeugen dass die Autorin einen angenehmen und veranschaulichenden Schreibstil hat.Das Buch ist in vier Bereich zusammengefasst welche jeweils immer ein paar Monate umfassen. Die Geschichte um Nicole spielt zwischen Mai 1952 und Mai 1954 hauptsächlich in Hanoi und bedient somit insgesamt zwei Jahre ihres Leben wobei zwischendurch immer wieder Interessantes aus ihrer Kindheit eingestreut wird umso sie und ihre Familie besser kennen und vor allem verstehen zu lernen.Die meisten Kapitel waren interessant und teilweise auch spannend und fesselnd. Zwischendurch gab es allerdings eine Gegebenheit die mir irgendwie zu schräg war weil es mir persönlich viel zu schnell ging – deswegen gibt es einen Sternabzug.Das letzte Kapitel ist dann nochmal richtig fesselnd. Der Epilog und 'Vietnam: Historischer Abriss' gefällt mir als Abschluss sehr gut.Fazit: Dinah Jefferies schafft es mit einem tollen und begeisternden Schreibstil mich von diesem Buch zu bezaubern und mich gleichzeitig für das Land, die Kultur und diese Zeit einzunehmen. Das Buch liest sich leicht und die Seiten fliegen nur so dahin :-)

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  • „Die Tochter des Seidenhändlers“ von Dinah Jefferies

    Die Tochter des Seidenhändlers

    Blubb0butterfly

    18. July 2017 um 09:36

    EckdatenRomanÜbersetzung: Angela Koonenauch als Hörbuch und E-Book erschienen2017Bastei Lübbe-VerlagISBN: 978-3-7857-2591-7410 Seiten + 3 Seiten Vietnam: Historischer Abriss15 €CoverEine schwarzhaarige Frau, offensichtlich eine Asiatin, im weißen Oberteil mit Blumenkragen und Blumen im Haar ziert das Cover. Unten links sind wunderschöne Blumen zu sehen. Oben links erkennt man leicht verblasste Blumenränke. Mir gefällt das Cover wirklich sehr. Es ist romantisch angehaucht und spricht jedes Mädchen an.Inhalt (Klappentext)Eine Frau zwischen zwei Kulturen, eine Liebe gegen alle Widerstände Vietnam, 1950. Die junge Nicole stand von jeher im Schatten ihrer schönen Schwester Sylvie. Als Tochter eines französischen Seidenhändlers und einer Vietnamesin soll sie nun in Hanoi ein Stoffgeschäft übernehmen. Bald kommt Nicole mit Einheimischen in Berührung, die sich gegen die französische Fremdherrschaft auflehnen. Dabei entdeckt sie voller Schrecken, dass ihr Vater in dunkle Machenschaften verwickelt ist. Als sie sich in den charismatischen Mark verliebt, gerät ihre Welt abermals ins Wanken. Denn Mark scheint auch für ihre Schwester Gefühle zu hegen. Auf der Suche nach ihrem Platz in einer Welt, in der nichts ist, wie es scheint, fasst Nicole einen kühnen Plan ...Autorin (Klappentext)Dinah Jefferies wurde 1948 im malaiischen Malakka geboren. Acht Jahre später übersiedelte die Familie nach England. Dinah Jefferies studierte Theaterwissenschaft und Englische Literatur und arbeitete als Lehrerin, Fernsehmoderatorin und Künstlerin. Heute lebt sie mit ihrem Ehemann in Gloucestershire. Die Frau des Teehändlers ist ihr zweiter Roman.MeinungIch wollte das Buch unbedingt lesen, weil es von Vietnam, meinem Heimatland, handelt und ich bisher immer nur etwas über Vietnam im Zusammenhang mit dem verheerenden Vietnamkrieg gelesen bzw. gesehen habe. Vielleicht habe ich auch einfach nicht so gründlich danach gesucht. ^^Nicole findet sich in einer Identitätskrise. Sie ist Halbvietnamesin, Halbfranzösin und muss sich nun im aufkommenden Krieg für eine Seite entscheiden, was ihr ziemlich schwerfällt. Der Leser begleitet die junge Frau bei der Suche nach ihrer wahren Identität. Dabei erfahren wir mehr über das grausame Geschehen während des Vietnamkrieges. Eine positive Seite hat das Kriegsgeschehen aber – die Liebesgeschichte zwischen Nicole und dem Amerikaner Mark.Nicoles Schwester Sylvia fand ich von Anfang an schwer einzuschätzen und oftmals auch unsympathisch. In einigen Situationen fand ich, dass sie nicht „normal“ reagiert hat. Diese Einstellung ihr gegenüber behielt ich mich zum Schluss.Der Schreibstil ist flüssig und die Geschichte ließ sich wunderbar lesen. Sie war so toll, dass ich oftmals das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Eine sehr gelungene Geschichte! 

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  • Zwischen zwei Welten

    Die Tochter des Seidenhändlers

    Dirk1974

    16. July 2017 um 17:16

    Das Buch Die Tochter des Seidenhändlers ist der erste Roman den ich lese, welcher in Vietnam spielt. Bisher habe ich mich nicht mit diesem Land beschäftigt. Daher war es für mich besonders interessant es zu lesen.Zum Inhalt:Nicole Duval ist die Tochter eines französischen Seidenhändlers und einer Vietnamesin. Ihre Schwester Sylvie kommt nach ihrem Vater. Nicole hat das vietnamesische Aussehen ihrer Mutter geerbt.Als sie alt genug ist, soll Nicole einen kleinen Seidenladen übernehmen, während ihre Schwester den Konzern leiten darf.Nicole ist darüber zuerst empört, findet dann aber Gefallen an dem kleinen Laden.In Nicoles Leben tauchen zwei Männer auf. Der amerikanische Seidenhändler Marc und der Widerstandskämfer Tran. Kann sie sich für einen der Männer entscheiden?Das Buch spielt in den Jahren 1952 bis 1955. Die Geschichte wird vor dem Hintergrund des französischen Krieges erzählt.Meine Meinung:Dinah Jefferies beschreibt sehr bildlich das Leben in Vietnam. Die Konflikte innerhalb der französisch vietnamesischen Familie finden ebenso ihren Platz im Buch wie die Greueltaten auf beiden Seiten der Kriegsparteien. Abgerundet wird das ganze durch die harmonischen Momente, die trotz aller Probleme und Sorgen nicht fehlen.Dem Leser gelingt es sehr gut sich in das Leben von Nicole hineinzuversetzen. Als sie dem Amerikaner Marc begegnet fühlt sie sich sofort zu ihm hingezogen. Doch als sie wenig später eher zufällig eine Beobachtung macht und anschließend auch noch sieht, wie Marc ihre Schwester küsst, bricht für Nicole eine Welt zusammen. Kann sie so noch mit ihrer Familie zusammenleben oder soll sie sich Tran und dem vietnamesischen Widerstand anschließen?Bis zur letzten Seite ist das Buch sehr spannend und ergreifend. Ich habe das Buch ohne große Erwartungen begonnen und muss am Ende sagen, dass es mir sehr gut gefallen hat.  

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  • Fesselnder Beginn, aber zum Ende immer langatmiger

    Die Tochter des Seidenhändlers

    FlotterAnton

    16. July 2017 um 16:31

    Bewertet mit 3 1/2 SternenSowohl das exotisch anmutende Cover als auch die Leseprobe ließen mich auf eine interessante Lesereise in ein mir fremdes Land hoffen – Vietnam. Die Geschichte spielt Anfang der 50er Jahre. Der 2. Weltkrieg mit der Besetzung durch die Japaner ist vorbei und Frankreich hat erneut die Kolonialherrschaft übernommen. Die Vietminh kämpfen gegen die Franzosen für die Unabhängigkeit des Landes. Diese geschichtlichen Hintergründe waren mir gar nicht mehr so präsent. Ich mag historische Bücher mit deren Hilfe ich mein Wissen erweitern kann. Die anschauliche Sprache ließ mich eintauchen in die Kultur dieses Landes und die Welt von Nicole – Kind eines französischen Vaters und einer vietnamesische Mutter. Sowohl die Zerrissenheit des Landes als auch Nicoles wird sehr gut dargestellt. Wobei mir ihre Entscheidungen und Handlungen oft widersprüchlich vorkamen, auch wenn man ihr ihre Jugend zu Gute halten muss. Zu Beginn war ich sehr angetan von der Andersartigkeit, der Farbenpracht, den fremden Gerichten und Gerüchen, der wilden Natur. Das alles hat mich in seinen Bann gezogen. Auch die teilweise sehr brutalen Gräueltaten des Krieges waren sehr realistisch beschrieben und ließen mich nicht unberührt. Leider wies das Buch nach zwei Dritteln dann aber erhebliche Längen auf und es wurde schlicht langweilig. Es passierte rein gar nichts. Der Schluss ging dafür irgendwie holterdiepolter, was mir nicht gefallen hat. Ich habe lange mit mir gerungen wie ich dieses Buch bewerten soll.  Das Buch ist nur knapp an 4 Sternen vorbei geschrammt, aber letztendlich habe ich mich aufgrund des letzten  Drittels für 3 ½ Sterne entschieden.

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  • Eine Chance für die Liebe?

    Die Tochter des Seidenhändlers

    Eliza08

    16. July 2017 um 13:38

    Über das Buch: Eine Frau zwischen zwei Kulturen, eine Liebe gegen alle Widerstände Vietnam, 1950. Die junge Nicole stand von jeher im Schatten ihrer schönen Schwester Sylvie. Als Tochter eines französischen Seidenhändlers und einer Vietnamesin soll sie nun in Hanoi ein Stoffgeschäft übernehmen. Bald kommt Nicole mit Einheimischen in Berührung, die sich gegen die französische Fremdherrschaft auflehnen. Dabei entdeckt sie voller Schrecken, dass ihr Vater in dunkle Machenschaften verwickelt ist. Als sie sich in den charismatischen Mark verliebt, gerät ihre Welt abermals ins Wanken. Denn Mark scheint auch für ihre Schwester Gefühle zu hegen. Auf der Suche nach ihrem Platz in einer Welt, in der nichts ist, wie es scheint, fasst Nicole einen kühnen Plan. Farbgewaltige Exotik des Vietnam der 1950er Jahre – Mit „Die Tochter des Seidenhändlers“ ist Dinah Jefferies eine mitreißende Geschichte um die Selbstfindung einer Frau, die Rivalität unter Schwestern und eine unmöglich scheinende Liebe gelungen. (Quelle: http://www.luebbe.de) Über die Autorin: Dinah Jefferies wurde 1948 im malaiischen Malakka geboren. Acht Jahre später übersiedelte die Familie nach England. Dinah Jefferies studierte Theaterwissenschaft und Englische Literatur und arbeitete als Lehrerin, Fernsehmoderatorin und Künstlerin. Heute lebt sie mit ihrem Ehemann in Gloucestershire. Die Frau des Teehändlers ist ihr zweiter Roman. (Quelle: http://www.luebbe.de) Meine Meinung: Ich hatte das Glück dieses Buch bei der Lesejury zu gewinnen und hatte mich nach der Leseprobe auch wirklich auf dieses Buch gefreut. Doch nachdem ich es nun beendet habe, bin ich ein wenig zwiegespalten. Das Cover ist wunderschön, auch wenn es vielleicht ein wenig klischeehaft und kitschig ist. Dennoch hatte ich den Eindruck, dass es zu dem Buch passt. Auch der Klappentext und die Leseprobe machten mich neugierig auf den Plot und eine schöne exotische Geschichte mit Tiefgang. Doch leider gibt es auch Dinge zu bemängeln, die mir letztlich den Lesespaß ein wenig verdorben haben: zum einen wäre da der Schreibstil der Autorin zu nennen. Am Anfang hatte ich so manchen abrupten Szenenwechsel als persönliches Stilmittel eingestuft, doch zum Ende hin war es so schlimm, dass ich manchmal das Gefühl hatte etwas überlesen zu haben. Die Gedankensprünge der Autorin waren auch nicht immer für mich nachvollziehbar. Der zweite Kritikpunkt ist die Zeichnung der Hauptfigur Nicole. Leider entwickelt sich die Protagonistin in dem Roman überhaupt nicht weiter und lernt überhaupt nichts aus den Geschehnissen, was man zu Beginn noch als Naivität einstufen kann, ist zum Schluss nur noch Dummheit. Dass dann am Ende ein Happy End steht, macht die Geschichte nur noch unglaubwürdig und seltsam. Auch die Nebenfiguren, wie der Vater oder die Hausangestellte Lisa, geben ein unzureichendes Bild ab und lassen gerade zum Ende des Romans hin an Aktivitäten vermissen. Besonders Lisa die eine sehr enge Beziehung zu Nicole hat, taucht nur noch indirekt auf, was in meinen Augen sehr unstringent ist. Aber es gibt auch positive Dinge, die der Autorin richtig gut gelungen sind. Da ist zum einen die Zerrissenheit der „Mischlinge“ sie fühlen sich als Vietnamesen und als Franzosen, folglich ist es für sie schwer in dem Konflikt Stellung zu beziehen. Dies arbeitet die Autorin nach meinem Empfinden sehr gut heraus. Ebenso der Konflikt zwischen Einheimischen und Besatzern wird gut dargestellt, zwar hätte ich mir an der einen oder anderen Stelle noch ein wenig mehr Tiefe gewünscht, will aber jetzt auch nicht zu kleinlich sein, die Grundproblematik wird sehr deutlich. Somit kann ich für das Buch leider keine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen, wer mit den angesprochenen Kritikpunkten leben kann und sich vor allen Dingen auf den eigenwilligen Erzählstil der Autorin einlassen will, sollte es vielleicht mit dem Buch versuchen, allen anderen würde ich eher von dem Buch abraten. Das Buch hat Potential ohne Zweifel, aber leider schöpft die Autorin dieses Potential nicht aus und lässt ihre Leser an einigen Stellen ratlos zurück. Interessant ist aber auf jeden Fall der historische Abriss über Vietnam.

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  • Eine Frau zwischen zwei Welten

    Die Tochter des Seidenhändlers

    eiger

    15. July 2017 um 21:59

    Dinah Jeffries Roman „Die Tochter des Seidenhändlers“ spielt zwischen 1952 und 1955 in Vietnam. Noch bestimmen die Franzosen im Land, aber der Widerstand gegen die Kolonialherren wächst.Der Seidenhändler Francois Duval hat aus der Ehe mit einer Vietnamesin zwei Töchter, Sylvie und Nicole, die unterschiedlicher nicht sein können.Sylvie ist eine elegante französische Schönheit, während ihre jüngere Schwester Nicole mehr der hübschen vietnamesischen Mutter ähnelt. Sie repräsentiert beide Seiten ihrer vietnamesischen Heimat. Durch diesen Kunstgriff gelingt es der Autorin perfekt den Leser in die vietnamesische Welt einzuführen und das Verständnis für die Menschen und ihr Land zu wecken.Da der Vater einen Posten bei der Kolonialregierung angenommen hat, teilt er das Familien-unternehmen auf. Sylvie ist für alle geschäftlichen und unternehmerischen Angelegenheiten zuständig und Nicole, die gerade 18 Jahre alt geworden ist, bekommt den alten Seidenladen in Hanoi.Trotz der ungerechten Verteilung nimmt sich Nicole begeistert der neuen Aufgabe an. Sie steckt in ganze Kraft in ihr erstes eigenes Projekt und wird bald zu einer gesuchten Adresse für Seide. Dabei entdeckt sie mehr und mehr ihre vietnamesische Seite und macht auch die Bekanntschaft von O-Lan, einer starken und liebenswerten Frau und ihrem Cousin Tran. Sie lernt zu verstehen, warum die Vietnamesen die französische Unterdrückung bekämpfen. Als sogenannte Métisse, Mischling, ist sie weder bei den Franzosen noch bei den Vietnamesen beliebt. Sie steht zwischen beiden Welten, die doch beide Heimat für sie verkörpern.In der Geschichte, die Dinah Jeffries farbenprächtig und flüssig erzählt, muss sich Nicole aber auch zwischen zwei Männern entscheiden. Da ist der den Vietminh zugehörige Tran, dem sie eine bestimmte Zeit als Schauspielerin durch Vietnam folgt und der gut aussehenden Amerikaner Mark, in den sie sich sofort verliebt hat.Beide Männer umwerben Nicole, jedoch ist Mark durch seine Tätigkeit bei einem Geheimdienst oft unterwegs. Dadurch gelingt es der Autorin auch Einiges über die politischen Zustände im Land zu zeigen. Nicole ist unvoreingenommen und ihre Sympathie für die Vietminh nachvollziehbar. Jedoch wird ein differenziertes Bild vermittelt, denn Nicole sieht nicht nur die Schönheit des Landes, sie erlebt auch Ungerechtigkeiten der neuen Kräfte und sieht, wie die Gegner in Lagern festhalten werden. Nur mit Trans Hilfe gelingt ihr die Flucht, denn auch sie ist den neuen Kräften durch ihre französische Herkunft verdächtig.Die Geschichte, die Dinah Jeffries erzählt verläuft nicht geradlinig, manchmal irrt der Leser genau wie Nicole durch schwere Zeiten, denn die Tage der Kolonialherrschaft sind gezählt. Das Verhältnis der beiden Schwestern, deren Wege sich auch immer wieder kreuzen, ist kompliziert. Sylvie hat einen schwierigen Charakter, ist nicht so aufrichtig und ehrlich wie ihre Schwester. Manchmal erscheint Nicole auch etwas naiv, dann entwickelt sie wieder ungeahnte Kräfte. Der Autorin sind interessante und nachdenkenswerte Charaktere gelungen, deren Handlungen nachvollziehbar sind. Nicht nur die Protagonisten sind ausgewogen charakterisiert, auch die Personen im Umfeld von Nicole werden von der Autorin sehr differenziert beschrieben. Die Darstellung vom Leben in Hanoi gehört zu den ganz starken Seiten der Erzählung. Man taucht in die farbenprächtige und lebendige Welt Vietnams ein und die Sehnsucht nach diesem Land ist geweckt. Die Beschreibung der Pflanzenwelt und des Treibens in der Altstadt von Hanoi faszinierend.Fazit: Diese berührende Lebensgeschichte von Nicole ist allen zu empfehlen, die mehr über ein fremdes Land und eine starke Frau, die Nichts entmutigen kann, erfahren möchten. Es ist eine Reise, die einen Vietnam mit anderen Augen sehen lässt und neugierig darauf macht. Dank des flüssigen Schreibstils, lässt sich das Buch sehr gut lesen, auch wenn nicht alle Handlungsstränge zu einem Ende geführt werden. Wer mehr über das Leben einer starken Frau in einer fremden Zeit und einem fremden Land erfahren möchte, dem ist das Buch zu empfehlen.

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  • Historisch sehr gut, die Story hat mich enttäuscht

    Die Tochter des Seidenhändlers

    Lesemama

    14. July 2017 um 12:11

    Bewertet mit 3 Sternen Zum Inhalt:Vietnam, Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts. Nicole und ihre Schwester Sylvie wachsen mit ihrem französischen Vater in Hanoi auf. Nicole sieht, im Gegensatz zu Sylvie, ihrer vietnamesischen Mutter ähnlich. Eine schwere Zeit für Kinder von Mischehen, was auch Nicole sehr zu spüren bekommt.Als sie den kleinen Laden für Seidenstoffe bekommt, will sie ihn wieder aufblüher lassen, aber dies ist gar nicht so einfach in den Zeiten, wo Krieg und Machtkampf an der Tagesordnung stehen.Und dann ist da auch noch ihre Liebe zu einem Mann, die eigentlich nicht sein soll... Meine Meinung:Das Buch beginnt mit einer schicksalhaften Erzählung und gefiel mir zu Beginn richtig gut. Ich fand die Beschreibung der Orte und des Lebens in Vietnam sehr interessant und wirklich beeindruckend. Aber leider war das auch schon alles. Die Story wurde immer verworrener und undurchsichtig. Irgendwann hat mich der rote Faden verlassen und ich beendete das Buch nur, weil es ein Leseexemplar war.Ich fand den Schreibstil eigentlich ganz angenehm und auch Nicole und die anderen Personen waren gut und ausführlich beschrieben, aber es gelang der Autorin leider nicht den Spannungsbogen oben zu halten.Ich finde es sehr schade, aber ich habe viel interessantes über die Zeit die VietMinh erfahren und über den Krieg. Historisch gesehen war es ein gutes Buch, nur die Geschichte blieb, meiner Meinung nach, auf der Strecke. Fazit:Für Vietnam-Interessierte ist die bestimmt ein schönes Buch. Vietnam und seine Bewohner werden jedenfalls interessant beschrieben. Leider fehlte mir das Gefühl, welches ein solches Buch haben sollte. Daher bin ich etwas enttäuscht von dem Buch. Schade drum.

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  • Die Tochter des Seidenhändlers

    Die Tochter des Seidenhändlers

    karin66

    12. July 2017 um 16:51

      Sowohl das Cover als auch der Titel des Buches haben mein Interesse daran geweckt. Darunter habe ich einen romantischen, historischen Roman erwartet. Die Schreibweise ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Ich tat mir immer schwer daran, das Buch aus der Hand zu nehmen. Die einzelnen Personen sind sehr gut charakterisiert. Die beiden Schwestern sind so unterschiedlich, dass es gar nicht mehr anders geht. Man beginnt gleich für Nicole zu sympathisieren. Zur Geschichte, Nicole ist die Tochter eines französischen Seidenhändlers. Ihre Mutter ist Vietnamesin, was man ihr auch ansieht. Nicole steht immer im Schatten ihrer Schwester. Dies bekommt dann auch, als ihr Vater fortreisen muss, die Geschäfte übertragen. Nicole bleibt nur ein kleines Seidengeschäft, dass sie dann liebevoll wieder herrichtet. Inzwischen beginnen Kriegereien zwischen den Franzosen und Vietnamesen. Nicole ist nirgends richtig akzeptiert. Dann verliebt sie sich auch noch…. Doch mehr möchte ich hier nicht erzählen. Ein wirklich sehr bewegender Roman, der von allem etwas hat, Liebe, Neid, Eifersucht, Hass, Missgunst und Hinterhältigkeit. Ein wirklich sehr kurzweiliges Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Ich kann es nur wärmstens empfehlen,

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  • Ein interessanter Ausflug in eine fremde Kultur

    Die Tochter des Seidenhändlers

    Andrea-Leseratte

    12. July 2017 um 12:41

    Das Buch "Die Tochter des Seidenhändlers" entführt den Leser in den Vietnam und zwar in den fünfziger Jahren. Das Land wird erschüttert von den Kämpfen der Vietminh gegen die Franzosen, welche versuchen, ihre kolonialen Ansprüche zu verteidigen. In dem Trubel dieser Zeit verliebt sich die 18 -jährige Nicole, Tochter eines ranghohen Franzosen und einer Vietnamesin, in den Amerikaner Marc. Alles scheint perfekt, wäre da nicht ihre Schwester Sylvie sowie ihr strenger Vater und seine Kollegen aus der Regierung. Es beginnt eine Geschichte voller Verwicklungen, Irrwegen, Lügen aber auch Liebe. Was genau passiert, müsst ihr allerdings selber lesen. Mehr möchte ich nicht verraten.Der Stil der Übersetzung hat mir gut gefallen; das Buch ließ sich gut lesen. Die Charaktere werden schön beschrieben; man kann sich die Personen richtig gut vorstellen. Die Informationen rund um Vietnam (beispielsweise traditionelle Kleidung, Beschreibung eines vietnamesischen Viertels, Essen, Musik) fand ich sehr interessant; sie haben das Buch wirklich bereichert. Ein gelungener Ausflug in eine fremde Kultur gepaart mit einer gefühlvollen aber auch spannenden Geschichte rund um die Tochter eines Seidenhändlers.Fazit: Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. Das Buch ist wirklich sehr schön; ich vergebe 5 Sterne.

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