Dinaw Mengestu Zum Wiedersehen der Sterne

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Inhaltsangabe zu „Zum Wiedersehen der Sterne“ von Dinaw Mengestu

Was ist Glück? Ein Gefühl von Heimat, Freundschaft, Familie, Liebe? Mit feiner Komik, aber auch voller Melancholie lotet Dinaw Mengestu das Dasein eines äthiopischen Einwanderers aus, der auch nach Jahren in den USA nicht angekommen ist. Seine kraftvolle und farbenreiche Sprache zieht den Leser magisch in ihren Bann. Es sind Geschichten, die den Äthiopier Sepha Stephanos in der neuen, noch immer fremden Heimat am Leben halten – die Romane, mit denen er in seinem kleinen Laden den Tag verbringt, die Erzählungen seiner Freunde, Afrikaner wie er, die Erinnerungen an das Land, das er verlassen hat. Seit Sepha vor siebzehn Jahren fliehen musste, hat er in den USA keine Wurzeln geschlagen. Er hat den Kampf beinahe aufgegeben, als er neue Nachbarn bekommt. Die Freundschaft zu dem klugen, lesehungrigen Mädchen Naomi bringt plötzlich Leben in Sephas Alltag, die Liebe zu ihrer Mutter Judith, einer weißen Professorin, schenkt ihm die Hoffnung, dass es doch noch so etwas wie Glück für ihn geben könnte. In seinem grandiosen Debüt erzählt der junge äthiopisch-amerikanische Autor von einem Schicksal, wie es in den Zeiten der globalen Flüchtlingsströme alltäglich ist - von Wurzellosigkeit, Sehnsucht und dem Funken Hoffnung, der immer wieder aufblitzt.

Still und sanft erzählt wird die Geschichte eines Flüchtigen erzählt, der nie wirklich in seiner neuen Heimat ankam.

— Loooora

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  • Rezension zu "Zum Wiedersehen der Sterne" von Dinaw Mengestu

    Zum Wiedersehen der Sterne

    sabatayn76

    31. July 2011 um 09:00

    'Einen Vogel, der zwischen zwei Zweigen festsitzt, erwischt es an beide Flügeln.' Inhalt: Sepha Stephanos ist vor 17 Jahren aus seiner Heimat Äthiopien geflohen, doch wirklich angekommen ist er in seiner Wahlheimat Washington nie. Mit seinen Freunden Joseph (aus dem ehemaligen Zaire) und Kenneth (aus Kenia) schwelgt er in Erinnerungen an Afrika und pflegt ein sehr spezielles Afrika-Quiz, in dem historische Ereignisse im Zusammenhang mit Diktatoren und Putschisten abgefragt werden. Sephas Leben bietet ansonsten wenig besonderes - tagtäglich öffnet er seinen Laden, der jedoch eher suboptimal läuft und für dessen Aufbau und Funktionieren er nur wenig Energie aufbringt. Doch dann treten Judith und ihre Tochter Naomi in Sephas Leben und lassen ihn auf eine positivere Zukunft hoffen. Mein Eindruck: Dinaw Mengestu - selbst Äthiopier und in den USA aufgewachsen - erzählt die Geschichte Sephas in einfühlsamer und berührender Weise. Dabei ist der Roman trotz des bewegenden Themas einfach lesbar, oft humorvoll und sarkastisch, doch nie verzweifelt. Die Protagonisten wirken lebensnah und sind glaubwürdig, die Beziehungen zwischen ihnen sind komplex und realistisch geschildert. Dadurch gelingt Mengestu ein Roman emotionaler Tiefe, der zwischen den Zeilen von der Leere, von den verlorenen Wurzeln und von der Sehnsucht der Immigranten erzählt. Mein Resümee: Ein leichtes und poetisches Buch zum schwierigen Thema Immigration. Sehr zu empfehlen.

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  • Rezension zu "Zum Wiedersehen der Sterne" von Dinaw Mengestu

    Zum Wiedersehen der Sterne

    serendipity3012

    05. September 2010 um 14:52

    Dieser Roman ist wunderbar! Dinaw Mengestu, in Äthiopien geboren und zweijährig mit seinen Eltern in die USA gekommen, hat einen berührenden Roman über das Leben im Exil geschrieben. Sein Held Sepha Stephanos lebt bereits seit 17 Jahren in den Vereinigten Staaten und ist doch nie richtig dort angekommen. Er betreibt einen kleinen Laden in einem Viertel, in dem nur Einwanderer wohnen und lebt immer ein wenig zwischen der in Äthiopien zurückgelassenen Vergangenheit und seiner neuen "Heimat". Seine Freunde "Ken-der-Kenianer" und Joseph-aus-dem-Kongo" sind Bindeglieder in die afrikanische Heimat, sie überspielen ihre Resignation und ihre Einsamkeit mit Witzen und Sarkasmus. Eine Chance auf eine Veränderung in seinem Leben und darauf, das nicht mehr neue Heimatland wirklich zu einem Zuhause zu machen, ergibt sich, als er die Weiße Judith und ihre Tochter naomi kennenlernt. Sie ziehen in das fast nur von Schwarzen bewohnte Viertel und fallen dadurch auf; naomi zieht die Blicke auf sich, weil ihre Hautfarbe bezeugt, dass ihr Vater ebenfalls ein Afrikaner sein muss. Langsam nähern sich Judith und Staphanos einander an. Er schließt Freundschaft mit ihrer Tochter und hofft auf eine Veränderung in seinem eintönigen Leben. Mengestu drückt nicht platt auf die Tränendrüse, sein Roman will nicht einfach nur vordergründig betroffen machen. Zuweilen schreibt er sehr locker und humorvoll und lässt die Einsamkeit und Verzweiflung seiner Protagonisten zwischen den Zeilen durchschimmern. Der Leser erfährt viel über die Ängste voreinander, das heißt der Einheimischen und der Zugezogenen, der "Fremden", über die Schwierigkeiten, in einem Land Fuß zu fassen, das ganz anders ist als das eigene, mit dem Verlust der Heimat und allem, was damit zusammenhängt, fertig zu werden. Khaled Hosseini sagt über den Roman: "Eine reiche, poetische Geschichte über Heimatverlust und Einsamkeit, die mich tief bewegt hat."

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  • Rezension zu "Zum Wiedersehen der Sterne" von Dinaw Mengestu

    Zum Wiedersehen der Sterne

    lokoschade

    Kurzbeschreibung Was ist Glück? Ein Gefühl von Heimat, Freundschaft, Familie, Liebe? Mit feiner Komik, aber auch voller Melancholie lotet Dinaw Mengestu das Dasein eines äthiopischen Einwanderers aus, der auch nach Jahren in den USA nicht angekommen ist. Seine kraftvolle und farbenreiche Sprache zieht den Leser magisch in ihren Bann. Ich habe dieses Buch aufgrund einer Empfehlung gelesen und wurde in jeder Hinsicht belohnt. Die Geschichte von Sepha Stephanos hat mich sehr berührt, über seinem ganzen Empfinden in dem fremden Land, obwohl er da schon seit 17 Jahren lebt, hängt so eine greifbare Wehmut und Sehnsucht die man beim Lesen beinahe körperlich spüren kann. Aber nie beschwert er sich, nie macht er andere für sein Schicksal, sein Demütigungen die er erdulden muss, verantwortlich. "Jeder von uns hatte schon soviel Spott und Erniedrigung über sich ergehen lassen müssen, dass es für mehr als ein Menschenleben reichte, und wenn mir jetzt die Rolle zufiel, ihn als blind ergebener Cheerleader bei allen Prüfungen, die uns erwarteten, zum Sieg anzufeuern, war ich aus ganzem Herzen dazu bereit." Sepha wohnt, wie gesagt, schon seit 17 Jahren in den USA ist aber nie wirklich dort angekommen. Sein Herz, seine Gefühle sind immer noch in Äthopien bei seiner Mutter und seinem Bruder. Sein Vater wurde von Rebellen vor seinen Augen abgeführt und ermordet. Daraufhin hat die Mutter ihn gebeten das Land zu verlassen und so ist er schließlich in den USA gelandet. Er freundet sich mit zwei weiteren Afrika-Flüchtlingen an und ihre Zusammentreffen gipfeln in einem Spiel, bei dem sie gegenseitig afrikanische Diktatoren erraten und deren Gräueltaten (mit Jahreszahl) aufzählen. Dann lernt Sepha eine Frau kennen, die zusammen mit ihrer 11jährigen Tochter in der Nachbarschaft ein Haus renovieren läßt und dort einzieht. Wird er es schaffen endlich "zuhause" anzukommen. Ich könnte mir keinen schöneren Titel für das Buch vorstellen, das in einer teilweisen sehr poetischen Sprache gehalten ist, die aber nie kitschig wirkt, und stellenweise mitten ins Herz trifft. Jede Seite ein Genuss und wert von ganz vielen Menschen gelesen zu werden.(dk)

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  • Rezension zu "Zum Wiedersehen der Sterne" von Dinaw Mengestu

    Zum Wiedersehen der Sterne

    *Arienette*

    29. November 2009 um 09:14

    Klappentext: Es sind Geschichten, die den Äthiopier Sepha Stephanos in der neuen, noch immer fremden Heimat am Leben halten - die Romane, mit denen er er in seinem kleinen Laden den Tag verbringt, die Erzählungen seiner Freunde, Afrikaner wie er, die Erinnerungen an das Land, das er verlassen hat. Siebzehn Jahre liegt seine Flucht aus Äthiopien zurück, und doch hat Sepha in den USA keine Wurzeln geschlagen. Er hat den Kampf beinahe aufgegeben, als er neue Nachbarn bekommt. Die Freundschaft zu dem klugen, lesehungrigen Mädchen Naomi bringt Leben in seinen Alltag, die Liebe zu dessen Mutter Judith, einer weißen Professorin, schenkt ihm die Hoffnung, dass es doch noch so etwas wie Glück für ihn geben könnte. Ausgezeichnet mit dem Guardian First Book Award und dem Prix du Meilleur Premier Roman Etranger, ein New Yorker Times Notable Book 2007. Der Autor: Dinaw Mengestu wurde 1978 in Äthiopien geboren, im Alter von zwei Jahren kam er mit seiner Familie in die USA, wohin der Vater aus politischen Gründen geflohen war. Er studierte Literatur und erhielt 2006 ein Schreibstipendium von der New York Foundation for the Arts. Dinaw Mengestu hat Kurzgeschichten in Zeitschriften veröffentlicht, mit seinem ersten Roman "Zum Wiedersehen der Sterne" feierte er bereits Erfolge in den USA, Großbritannien und Frankreich. Dinaw Mengestu lebt in New York und Paris. Meine Meinung: Sepha führt einen kleinen Laden, der ihm aber nicht viel einbringt, auch hat er keinen großen beruflichen Ehrgeiz. Er hält sich zum Beispiel nicht immer an Ladenöffnungszeiten. Dafür schlendert er lieber durch die Stadt oder fährt Bus. Ohne seine Familie ist er aus Äthiopien in die USA geflüchtet und ist irgendwie noch nicht richtig angekommen. Seine großen Träume erfüllen sich nicht - er wollte studieren. Anfangs hat er als Page in einem Hotel gearbeitet, wo er auch seine afrikanischen Freunde Kenneth und Joe kennengelernt hat. Mit ihnen trifft er sich und es werden Erinnerungen wachgerufen - sie spielen ein Spiel, wo es um afrikanische Diktatoren geht. Immer wieder sind Rückblicke aus Sephas früherem Leben in Äthiopien eingebunden. Mengestu schreibt berührend und fesselnd - es gibt ein paar Stellen, wo man innehalten muss - besonders dann, wenn er vom Terrorregime erzählt, dem Abtransport seines Vaters. Die Verlorenheit und Heimatlosigkeit, die Sepha fühlt, spiegelt sich gut in dem Roman wieder, darüber zu berichten, gelingt Mengestu mit einer erstaunlichen Leichtigkeit. Der Titel " Zum Wiedersehen der Sterne" bezieht sich auf Dantes "Göttliche Komödie". Ich zitiere die Stelle mal aus dem Buch: "Da blickte durch der Felsschlucht obre Rundung Der schöne Himmel mir aus heiterer Ferne, und eilig stiegen wir aus enger Mundung und traten vor zum Wiedersehen der Sterne." und noch ein Zitat aus dem Buch: ""Dante verlässt endlich die Hölle, und was sieht er als Erstes? Das! Den schönen Himmel, die Sterne! Ich sage euch, das ist genial. Einfach genial. Ich habe zu meinem Dozenten gesagt, niemand versteht diese Zeilen besser als ein Afrikaner, denn genau das haben wir durchgemacht. Jeden Tag die Hölle, und zwischendurch ein Blick hinauf in den Himmel."

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