Dinesh Bauer Bayerisches Roulette

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Inhaltsangabe zu „Bayerisches Roulette“ von Dinesh Bauer

Ein Dorfbulle auf Abwegen Anti-Terror-Übung im Grenzgau. Dorfbulle Schorsch Wammetsberger kommt jedoch nicht vom Fleck – sein Wagen streikt. Ganz in der Nähe aber schlägt tatsächlich ein Terrorkommando zu. Sein Ziel: die neue Stromleitung durchs Mölztal. Und dann findet Wammetsberger auch noch eine schlampig entsorgte Leiche. Kopfschuss aus nächster Nähe. Den Toten erkennt er trotzdem: ein zwielichtiges Mitglied ihrer Wilderer-Bruderschaft. Die Statuten der Bruderschaft sind in einem solchen Fall eindeutig. Der Tod eines Bruders muss gerächt werden. Also beschließt Wammetsberger, den Mord auf eigene Faust aufzuklären.

Schräg daneben ist auch vorbei.

— twentytwo

Sprachgewaltiger Alpenkrimi mit vielen urbayerischen Charakteren, leider blieb die Spannung etwas auf der Strecke!

— sommerlese

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    Bayerisches Roulette

    Antek

    07. March 2017 um 19:12

    Dorfbulle Schorsch Wammetsberger, eh schon hundemüde, saugrantig und, der Diät wegen, von einem Bärenhunger geplagt, wird zur einer Anti Terror-Übung einberufen, die sich die „lästige Schoaßhausfliegn“, alias dem neuen Polizeipräsident, hat einfallen lassen. Ganz klar, dass das, bestens ausgestattet im „ausrangierten Unimog“, dem „ein Taliban auf dem Dreirad“ davon fährt und im Kampfanzug, zwei Nummern zu klein, nicht gut gehen kann. Die Übung scheint ganz klar ihr Ziel verfehlt zu haben. Aber der Sprengstoffanschlag auf die Fundamente der neuen Hochspannungsleitung stand ja auch so nicht auf dem Programm, ebenso wenig wie die Autopanne, die ihn jetzt mitten in der Pampa stehen und auf Ablösung warten lässt. Wie es der Zufall will, muss sich zu allem Elend auch noch der depperte Hubsi, ein Mitglied seiner Walderer-Bruderschaft, ausgerechnet hier erschießen und entsorgen lassen. Zuerst mal drüber hinwegsehen, sonst wäre ja der heutige Kameradschaftsabend im Schützenheim in Gefahr. Von einer Kollegin letztendlich aber auch entdeckt und gemeldet, landet der Fall vom Ermordeten auf dem Schreibtisch der Kripo Grenzberg. Aber auch Wammetsberger stürzt sich letztendlich in die Ermittlungen,  Ehrensache, dass man den Mord des Bruders sühnen muss. Bei den Ermittlungen wird also auf mehreren Fronten gekämpft, die Kripo, die Polizeibeamten, die ihnen zuarbeiten, die Waldererbruderschaft, aber auch LKA und Staatsschutz mischen mit. Wer hat den Toten auf dem Gewissen? Hatte er etwas mit dem Sprengstoffanschlag zu tun, der etwa zur  selben Zeit war? War er gar der Zündler, der sich womöglich mit den Anführern verkracht hat, Schmauchspuren an den Fingern hatte er ja? Laut Brüdern war er aber eher ein „Dünnbrettbohrer“, dem man nie einen solchen Auftrag gegeben hätte. Viel eher hat er sich mit einem seiner Stammtischkumpels überworfen, denn er hat sich ja ständig aufgeplustert und außerdem auch gern einmal zugelangt, wenn er einen über den Durst getrunken hat. Auch die zahlreichen Verehrer seiner Exfrau könnten Rache genommen haben, weil er ihnen aufgelauert hat. Einmal ganz abgesehen von seinen zahlreichen Vorstrafen, wegen illegalem Waffenbesitz und Subventionsbetrug, auch da könnte noch etwas hinterm Busch sein. Aber wenn er nichts mit dem Sprengstoffanschlag zu tun hat, wer steckt da dann zum Teufel dahinter, die Alpen-Taliban? Der Fall ist spannend angelegt, denn mögliche Täter gibt es zuhauf. Auch wenn noch so viele bei den Ermittlungen mitmischen, gäbe es mehr als genug zu tun. Allerdings empfand ich beim Lesen nur mäßig Spannung, für meinen Geschmack ging die Tätersuche stellenweise eher schon etwas langatmig vonstatten. Ich habe mit dem Lesen begonnen und auf den ersten Seiten konnte ich herrlich viel schmunzeln. Die Geschichte sprudelt nur so vor Situationskomik, witzigen Beschreibungen und ganz besonderen Charakteren. Der Autor beschreibt derart bildhaft, dass man sich wirklich alles bis ins kleinste Detail vorstellen kann. Zahlreiche,  durchaus einfallsreiche und originelle Vergleiche, oft einige davon aneinandergereiht, lassen ein exaktes Bild im Kopf erstehen. Mit zunehmender Seitenzahl hat sich bei mir allerdings leider eine Art Sättigungsgefühl eingestellt und hier wäre, meinem Geschmack nach, weniger deutlich mehr gewesen. Wenn es schon einmal knapp 60 Seiten bedarf, bis vor lauter Situationskomik über die Einsatzübung der erste Blick auf die Leiche geworfen wird, werde ich beim Lesen etwas ungeduldig. Auch wenn ich für Regionalkolorit wirklich zu begeistern bin und toll finde, dass ein ausführlicher Blick auf die Landschaft geworfen wird, wird es mir ein bisschen zu viel, wenn es dann z.B. mehr als eine Seite von gelangweilten Rindviehern auf der Wiede nebenan handelt  oder für knapp drei Seiten über die Betrachtung der Unterhose des Toten reicht. Meiner Meinung nach, einfach deshalb, weil es zu viel von der Spannung raubt. Manchmal hat es mir auch etwas den Durchblick an der eigentlichen Krimihandlung erschwert, weil nicht mehr so klar zu sondieren ist, was wichtig ist. Nicht so ganz verstehen konnte ich auch das Englisch meets Bavaria, auch wenn der neue Polizeipräsident Schreiber einen Hang dafür hat. Die Kapitelüberschriften sind durchgängig auf Englisch, es tummeln sich zahlreiche Fachbegriffe wie „Gender-Diversity“, „Basics“ oder „Code of conduct“. Soll hier der krasse Gegensatz zu den urigen Dorfbewohnern besonders zur Geltung kommen? Der Alpen-Krimi "Bayerisches Roulette" ist der zweite Teil der Krimireihe von Autor "Dinesh Bauer" um den Dorfbullen Schorsch Wammetsberger. Für mich war es der erste. Vielleicht wäre es besser gewesen, mit dem Vorgänger zu beginnen, dann wären mir zumindest die Namen einiger Protagonisten schon vertraut gewesen. So hatte ich doch stellenweise zu kämpfen damit, dass es zahlreiche Mitspieler gibt, die alle zudem noch abwechselnd mit Vor-, Nach und Spitznamen genannt werden. Das hat mein ohnehin schlechtes Namensgedächtnis schwer gefordert und hat mir dadurch das Lesen erschwert, trotz Namensverzeichnis zu Beginn des Buches. Die Charaktere sind durchgängig wirklich originell gezeichnet. So ist z.B. Polizeihauptmeister Georg Wammertsberger, auch Schorsch genannt, ein Mann mit stattlichem Malz- und Knödelwanst, der „nicht zur Polizei ist, um den Bayerischen Verdienstorden zu bekommen, sondern um sich keinen Hax auszureißen und sich so früh wie möglich in Vorruhestand zu verdrücken.“ Wenn er sich aber etwas in den Kopf gesetzt hat, kann er aber durchaus hartnäckig sein und auch intensiv nachdenken, was daran zu erkennen ist, dass er sich am Nasenflügel reibt. Ganz grün sind die die einzelnen Ermittler Gruppen natürlich nicht. So packt Kriminalobermeister Leonhard Hartl Harthofer, der schon mal die Bereitschaft verdrängt um sich einen gehörigen Kater einzufangen,  gern seinen „Kriminalisten Katechismus aus um den begriffsstutzigen Hinterwäldler-Bullen das nötige Basiswissen in Sachen Gewaltverbrechen einzubläuen.“ Auch die den kleinen Nebenrollen, wie z.B. der demente Meister der Waldererbruderschaft, der statt süßem Senf Orangenmarmelade auf die Weißwurst streicht,  zeugen von Erfindungsreichtum. Alles in allem stecken in „Bayrisches Roulette“ eine Menge Situationskomik, viele Szenen, die dem Bauerntheater entsprungen sein könnten, skurrile, zahlreiche vor allem urbayrische Protagonisten und detailverliebte Landschaftsbeschreibungen, die einen direkt vor Ort versetzen und viel schmunzeln lassen. Wem der Krimi an sich nicht so besonders wichtig ist, der findet bestimmt Gefallen.

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  • Bayerisches Roulette

    Bayerisches Roulette

    twentytwo

    06. March 2017 um 12:44

    Eine Anti-Terror-Übung die zum Ernstfall wird – damit hätte keiner gerechnet. Dass es dabei zusätzlich auch noch eine Leiche gibt die weitere Rätsel aufgibt, toppt das ganze Projekt und wird in Folge zu einer wahren Herausforderung für die örtliche Polizei. Doch die Ermittler lassen sich nicht lumpen und unter Auferbietung aller erforderlichen Kräfte, die sich vor allem im hochprozentualen Bereich zwischen Schnaps und Rotwein abspielen, versuchen Kripobeamte und Dorfpolizei gemeinsam, mit allen Mitteln dem mörderischen Komplott auf die Spur zu kommen.FazitWeit entfernt von einem humorig, hintergründigen Alpen-Krimi, bei dem man sich neben pointiertem Sprachwitz eine Portion Spannung erhofft, hat man mit dieser Erwartung bei ‚Bayerisches Roulette‘ leider voll daneben gesetzt.

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  • Sprachgewaltiger Alpenkrimi

    Bayerisches Roulette

    sommerlese

    27. February 2017 um 14:05

    Der Alpen-Krimi "Bayerisches Roulette" ist der zweite Teil der Krimireihe von Autor "Dinesh Bauer" um den Dorfbullen Schorsch Wammetsberger. Der Krimi erscheint 2017 im "Aufbau Verlag". Im Grenzgau wird eine Anti-Terror-Übung durchgeführt. Auch Dorfbulle Schorsch Wammetsberger wird dazu einberufen. Doch der bleibt mit seinem Wagen erst mal auf halber Strecke liegen. In der unmittelbaren Nähe sabotiert ein Terrorkommando die neue Hochspannungsleitung. Natürlich ist es Wammetsberger, der auf eine übel zugerichtete Leiche trifft, Kopfschuss aus nächster Nähe.  Bei dem Toten handelt es sich um ein Mitglied der Wilderer-Bruderschaft. Auch wenn der Tote ein übler Bursche war, muss Wammetsberger ihm die gebührende Ehre zuteil werden lassen und seinen Tod rächen. Wammetsberger stürzt sich in die Ermittlungen.    "Wir sind hier nicht beim Starkbieranstich. Wenn von euch Watschengesichtern noch einer aufmuckt, dann lass ich ihn...bei Wasser und Knäckebrot im Verlies schmoren, bis die Arschkante Schimmel ansetzt! Habt ihr mich?" S. 196/7 Zitat Wammersberger Dinesh Bauer hat hier mit viel Liebe zu seiner Heimat einen Krimi geschrieben, bei dem er den Leser bildhaft genau an der Natur der Alpengegend teilhaben lässt. Die Landschaft mit üppigen Kuhwiesen, die schöne Aussicht von den Almhütten und die vielseitige Fauna habe ich beim Lesen deutlich vor Augen. Bauer zeigt Land und besonders Leute sehr ausdrucksstark und detailgenau, dabei wird schnell klar, hier leben einige grantige Dickschädel mit großer Vorliebe für Bier, Weißwurst und Leberkässemmel. Wer bei diesem Krimi einen typischen Whodunit erwartet, wird enttäuscht werden. Denn hier wird eher den Bewohnern dieser Alpenregion direkt auf den Pelz geschaut. Es gibt eine Vielzahl von Personen, deren Anzahl mich an meine Grenzen gebracht hat. Ich hatte Probleme, die vielen Figuren, teilweise auch noch mit Spitznamen, auseinander halten zu können. Wer ist davon wichtig, wer nur Randfigur? Da hilft mir auch ein beigefügtes Personenverzeichnis nicht wirklich. Doch da muss man durch, dann entwickelt sich hier ein typisch bayerisches Stimmungsbild mit Stammtischparolen, derben Scherzen und humorvollen Dialogen. Da fabuliert, witzelt und schwatzt die Männerwelt, dass es eine wahre Freude ist. Der Autor zeigt mit sprachgewaltiger Wortfülle, wie der Urbayer tickt. Ich musste häufig laut auflachen, so humorvoll, absurd und skurril waren die Sprüche der Beteiligten. Leider habe ich mich bei all der Personenfülle nicht für einen speziellen Sympathieträger erwärmen können. Auch ging die Krimihandlung zu undurchsichtig vonstatten, als dass ich Motive oder Hintergründe klar erkennen konnte. Auch die Extremismus-Expertin Pröll aus Österreich als einzige weibliche Ermittlerin kann hier keinen klaren Durchblick schaffen. Leider hält sich die Spannung durchgängig auf einem mittelmäßigen Level. Wer Spaß hat an skurrilen Gestalten, bayrischem Sprachwitz und der Flora und Fauna dieser Gegend, der findet hier eine sprachlich tolle Lektüre, die nebenbei noch etwas Krimihandlung beeinhaltet.

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