Dirk Bernemann

 4 Sterne bei 1.041 Bewertungen

Lebenslauf

Dirk Bernemann wurde im Dezember 1975 geboren. Während seiner Zeit als Poetry-Slamer veröffentlichte er in verschiedenen Anthologien und spielte in Punk-Bands. 2005 erschien dann sein erster Erzählband unter dem Titel "Ich habe die Unschuld kotzen sehen", dem zwei Jahre später ein zweiter Band folgte.

Alle Bücher von Dirk Bernemann

Cover des Buches Ich hab die Unschuld kotzen sehen (ISBN: 9783937536590)

Ich hab die Unschuld kotzen sehen

 (279)
Erschienen am 03.01.2005
Cover des Buches Ich hab die Unschuld kotzen sehen 1+2 (ISBN: 9783453675605)

Ich hab die Unschuld kotzen sehen 1+2

 (250)
Erschienen am 06.10.2008
Cover des Buches Und wir scheitern immer schöner (ISBN: 9783866080546)

Und wir scheitern immer schöner

 (125)
Erschienen am 14.02.2007
Cover des Buches Satt. Sauber. Sicher (ISBN: 9783866085589)

Satt. Sauber. Sicher

 (72)
Erschienen am 09.01.2014
Cover des Buches Ich bin schizophren und es geht mir allen gut (ISBN: 9783866081079)

Ich bin schizophren und es geht mir allen gut

 (52)
Erschienen am 14.02.2009
Cover des Buches Ich hab die Unschuld kotzen sehen 3 (ISBN: 9783866081345)

Ich hab die Unschuld kotzen sehen 3

 (47)
Erschienen am 14.02.2018
Cover des Buches Asoziales Wohnen (ISBN: 9783453676718)

Asoziales Wohnen

 (38)
Erschienen am 08.09.2014
Cover des Buches Vogelstimmen (ISBN: 9783866081352)

Vogelstimmen

 (33)
Erschienen am 20.09.2010

Neue Rezensionen zu Dirk Bernemann

Cover des Buches An und für sich (ISBN: 9783948887629)
Lottchens avatar

Rezension zu "An und für sich" von Dirk Bernemann

Kurz und kräftig
Lottchenvor 4 Monaten

In 'An und für sich' lernen wir viele verschiedene Menschen kennen. Die Kapitel sind nach Monaten benannt und wir lesen uns quasi durch das Jahr. Jedes Kapitel begegnen wir eine neue Person. Wir werden konfrontiert mit ihren Gedanken und Gefühle, die so treffend beschrieben sind, dass man als Leser sehr intensiv ihre Ängste, ihre Hoffnungen und ihre Tristesse spürt, weil das ist es leider, was den meisten von den Geschichten vereint: sie sind tieftraurig.

Es handelt sich jedes Mal um ganz gewöhnliche Menschen, die uns einen Einblick in ihrem Leben gewähren. Die Frau zum Beispiel, die sich um ihren dementen Vater kümmert, weil sie Angst hat für das, was ihm in einem Pflegeheim passieren könnte, aber mit der Situation eigentlich schon längst nicht mehr klarkommt. Oder der Mann, der sich nach Liebe sehnt, sich auf seine Verabredung mit einer Online-Bekanntschafft freut, die dann aber in letzter Sekunde absagt. Oder das Kind, dass im Maisfeld spielen geht, gerade dann, als die Ernte eingefahren wird und mit einem Todesangst konfrontiert wird.

Aber es ist nicht alles düster. Oft habe ich mich dabei ertappt, während des Lesens manchmal ein Lächeln im Gesicht zu haben. Es ist die Art und Weise, wie alles beschrieben wird, die Gedanken der Figuren in dem Buch, die einem manchmal allzu bekannt vorkommen oder die Situationen, die so wiedererkennbar sind. Dabei denke ich zum Beispiel an der Szene, in der der Protagonist an einer Veranstaltung vorbeikommt, wo es um das Klima geht. Der Schriftsteller schafft es da unglaublich gut die Atmosphäre einzufangen und die Zuhörer und ihr Benehmen zu beschreiben. Das hat mir unglaublich gut gefallen.

Was ich auch großartig fand, ist, dass die Texte auf subtile Weise miteinander in Verbindung stehen. In Januar passiert was und in Februar wird dann daran angeknüpft. So ist es auch mit den anderen Monaten. Es ist aber nicht so, dass dann einfach jedes Mal wieder eine Person vom vorherigen Monat auftaucht oder noch tief auf das Vergangene eingegangen wird. Meistens ist es einfach eine Erwähnung oder ein Wiedererkennen, basiert auf dem, was irgendein anderer Person erzählt. Das hat auch dazu geführt, dass ich oft mal das Gefühlt hatte eine kalte Dusche zu bekommen, weil man auf diese Weise oft im Nachhinein erfährt, wie es den Protagonisten, mit denen man eigentlich schon abgeschlossen hatte, nach dem Ende ihres Textes noch ergeht.

Insgesamt ein großartiges Buch, dass Vieles in sich vereint. Es ist gut geschrieben, spannend und stellt Themen wie z.B. Einsamkeit, Liebe, Überforderung und die Schnelligkeit der heutigen Gesellschaft auf extrem berührende und schmerzhafte Art dar. Mich hat es sehr beeindruckt, dass die Texte, obwohl sie in der Regel ziemlich kurz sind, so viel Kraft in sich tragen. Es ist wie eine Wucht, der einem beim Lesen von der Couch fegt. Meiner Meinung nach absolut lesenswert.

Cover des Buches Schützenfest (ISBN: 9783453273399)
Moidlvomberchs avatar

Rezension zu "Schützenfest" von Dirk Bernemann

nicht das Beste vom Autor
Moidlvomberchvor einem Jahr

Ich kenne nahezu alle Bücher des Autors Dirk Bernemann und bin tatsächlich seit über 13 Jahren ein großer Fan seiner werke
das Cover ist sehr schön und ansprechend gestaltet, passend zum Klappentext, der sich interessant liest!


Dieses sprach mich aber tatsächlich zum ersten mal nicht so richtig an, ich habe mir irgendwie mehr davon erwartet.
Den Erzählstil und den Schreibstil erkennt man aber sofort wieder, ich finde ihn immer noch absolut einzigartig und toll zum lesen, auch hier konnte ich es deshalb nicht so einfach weglegen.


Die Handlungen waren für mich etwas larifari, aber dennoch in einigen Bereichen trotzdem tiefgründig und schockieren, tragisch wie das Leben.


Wie gesagt, nicht das beste Werk des Autors, aber dennoch auf jeden Fall lesenswert!

Cover des Buches 1000 Schnäpse Einsamkeit (ISBN: 9783957910332)
GothicQueens avatar

Rezension zu "1000 Schnäpse Einsamkeit" von Dirk Bernemann

1000 Schnäpse Einsamkeit
GothicQueenvor 2 Jahren

"1000 Schnäpse Einsamkeit" von Dirk Bernemann ist im Unsichtbar Verlag erschienen. Die "Sad Short Lovestories" sind auf insgesamt 38 Seiten in der Edition kleinLAUT mit der Nummer 15 abgedruckt. 

Das süße Format des Hefts enthält neben dem Vorwort 28 wirklich kurze Worte über die traurigen Seite der Liebe. Wer diese Momente selbst das eine oder andere Mal erleben musste versteht am besten was der Autor sagen will, wenn er seine mit Sarkasmus und Traurigkeit bestückten Aneinanderreihungen von Worten zu aussagekräftigen Sätzen formuliert. Auf den Punkt gebracht und dennoch so vielsagend sind alle diese Geschichten. Beim Lesen entstehen Bilder und als Leser möchte man das Büchlein nicht aus der Hand legen, bevor nicht alle Seiten ausgelesen sind. 

Ich bin durch Zufall auf diese Ausgabe gestoßen und habe den spontanen Kauf nicht bereut. Ich habe vergessen, wie sehr mir schon immer die Schreibweise des Autors gefallen hat und wurde hiermit daran erinnert. Es wird Zeit andere Bücher des Autors zur Hand zu nehmen. Ich kann diese kleine Ausgabe somit allen Fans von Dirk Bernemann empfehlen sowie allen Menschen, die sich in ihrer Trauer um die Liebe nicht verstanden fühlen. Wer diese Worte liest, wird zwar nicht gerade hoffnungsvoller für den Moment, dafür fühlt man sich aber verstandener. 

Gespräche aus der Community

Liebe Lovelybooks und Unsichtbar-Fans!

Ihr habt euch bei unserer Abstimmung für Dirk Bernemanns neuen Roman "Asoziales Wohnen" entschieden. Das freut uns sehr! Wir sind uns sicher, dass wir damit eine spannende Leserunde mit interessantem Diskussionsstoff vor uns haben!

 

Über das Buch:

Wie wohnt man eigentlich richtig? Warum sind manche Tage depressive Kinder, die heute nicht mehr zum Spielen rauskommen? Was verbirgt sich hinter den Türen, hinter denen Menschen leben, die nie die Tür öffnen? Haben Autoren jeden Tag Sex?
Warum nicht?
Asoziales Wohnen beschäftigt sich mit dem Zusammenleben von Menschen,
die Nutznießer und Opfer von räumlicher und zeitlicher Enge werden. Und je enger und später es wird, desto mehr wird der Mensch zur Marionette der Verhältnisse.


„Hinter jeder Tür eine eigene Vorstellung von Leben. Mitten in deutscher Mittelmäßigkeit,
denn die Gegend hier ist eher so mittelgut, nicht wirklich asozial, aber auch nicht einbruchswürdig.
Parkbuchten, Fahrradständer, Kinderspielplätze. Alles da. Aber eben auch
nicht mehr. Wer mehr will, wohnt woanders.“

Fremdzitate über Bernemann und dieses Buch:

"Bernemann hätte jetzt schon das Talent eines Don de Lillo, wollte er dem Leben nicht erstmal noch anständig auf die Fresse hauen." Phillip Boa


"Gemessen an Bukowski, Hemmingway und Hunter S. Thompson mag Bernemann wie ein ruhigerer Vertreter seiner Gattung erscheinen. Dieser Eindruck erweist sich jedoch, verbringt man in den Abendstunden ein wenig Zeit mit ihm, als vollends haltloser Trugschluss." Jörkk Mechenbier (Love A)

119 Beiträge
Emma.Woodhouses avatar
Letzter Beitrag von  Emma.Woodhousevor 11 Jahren
Ich hab ja ziemlich lange gebraucht und das tut mir sehr leid vor allem weil ich dieses buch so genial fand. hier nun meine rezi: http://www.lovelybooks.de/autor/Dirk-Bernemann/Asoziales-Wohnen-980584479-w/rezension-1013390219/

Zusätzliche Informationen

Dirk Bernemann im Netz:

Community-Statistik

in 1.004 Bibliotheken

auf 140 Merkzettel

von 17 Leser*innen aktuell gelesen

von 32 Leser*innen gefolgt

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