Dirk Bernemann Ich hab die Unschuld kotzen sehen

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Inhaltsangabe zu „Ich hab die Unschuld kotzen sehen“ von Dirk Bernemann

"Guten Tag, die Welt liegt in Trümmern. Ich sammle sie auf. Errichte daraus neue Gebäude. Konstruiere neue Städte. Kann man wohnen drin. Oder weiträumig umfahren." So begrüßt einen dieses Stück Literatur, bevor es einen hinabreißt in die Abgründe einer Welt, die in uns etwas zum Klingen bringt, denn sie ist uns sehr vertraut. Es ist unsere Welt! Wenn man Bernemanns Buch liest, kommt es einem vor, als hätte man uns endlich die rosa Brille abgenommen, ja vom Kopf geprügelt. In einer poetischen Klarheit zelebriert er ein Massaker des Leben, dass fasziniert, um gleichzeitig abzustoßen.

Fesselnd, schockierend, genial

— Yoyomaus
Yoyomaus

Fesselnd und schockierend zugleich. Ein Buch, das einen wirklich umhaut!

— Lebensamateurin
Lebensamateurin

Kein anderes Buch hat mich gleichermaßen so gefesselt, wie auch schockiert. Gnadenlos ehrlich und absolut unverschönt. Genial.

— seitenverkehrt
seitenverkehrt

Wie jede einzelne Geschichte verknüpft ist, ist absolut großartig ...

— Vitas
Vitas

Brillanter Schreibstil. Erschreckend Echt. Krasse Themen. Nichts für Schwache Nerven. Dennoch absolut Lesenswert!

— Mitchel06
Mitchel06

Anders, gewöhnungsbedürftig, auf jeden Fall lesenswert!

— rynasnow
rynasnow

Vielleicht für den einen oder anderen gewöhnungsbedürftig, aber meiner Meinung nach, lesenswert.

— viviann_
viviann_

Oookay... Aneinandergereihte, jeweils mit dem Vorgänger zusammenhängende Kurzausschnitte aus dem Leben verschiedener Menschen. Sehr nüchtern, teilweise krank, brutal, aber auch authentisch. Ich hab gelacht, hab mich geekelt und war erschüttert. Puh... Hat man echt fix durch, aber bleibt einem mit Sicherheit in Erinnerung. So seltsam es klingt zu sagen: "mir hat das Buch sehr gut gefallen", so wahr ist es jedoch.

— Niniji
Niniji

http://literatwo.wordpress.com/2011/01/09/ich-hab-die-unschuld-kotzen-sehen/ Meinungen gesucht;-))

— Mr. Rail
Mr. Rail

Fand ich sehr enttäuschend. Nette Idee aber schlecht umgesetzt. Der interessante Schreibstil wandelt sich irgendwann in Sprachvergewaltigung. Die nur scheinbare Abwechslung im Inhalt wird irgendwann langweilig.

— Kareena
Kareena

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    Ich hab die Unschuld kotzen sehen
    Yoyomaus

    Yoyomaus

    26. July 2017 um 08:03

    Zum Inhalt:"Guten Tag, die Welt liegt in Trümmern. Ich sammle sie auf. Errichte daraus neue Gebäude. Konstruiere neue Städte. Kann man wohnen drin. Oder weiträumig umfahren." So begrüßt einen dieses Stück Literatur, bevor es einen hinabreißt in die Abgründe einer Welt, die in uns etwas zum Klingen bringt, denn sie ist uns sehr vertraut. Es ist unsere Welt! Wenn man Bernemanns Buch liest, kommt es einem vor, als hätte man uns endlich die rosa Brille abgenommen, ja vom Kopf geprügelt. In einer poetischen Klarheit zelebriert er ein Massaker des Leben, dass fasziniert, um gleichzeitig abzustoßen.Er sitzt auf seinem Sofa mit seiner Freundin. Sie haben wieder zu viel getrunken und die Wut kommt in ihm auf. Er will sie zerstören. Er hasst sie. Und so verteilt sich ihre Hirnmasse auf den Fliesen, was wenig später den Kommissar auf den Plan ruft. Doch auch er hat ein Geheimnis, was wiederum den Auftragskiller auftauchen lässt. Als dieser nicht wieder auftaucht ist seine Freundin und Prostituierte mit den Nerven am Ende... und so zieht sich der rote Faden immer mehr durch die kurzen Episoden der Geschichte."Ich habe die Unschuld kotzen sehen" ist ein Buch, welches mich hat ein paar mal den Atem anhalten lassen. Das Buch ist wirklich sehr anschaulich geschrieben und allein durch die Handlungskette einfach nur genial. Zwei Protagonisten geben sich jeweils immer die Klinke in die Hand. Sei es nun durch eine zufällige Begegnung oder durch mehr Kontakt. So treffen wir auf einen jungen Bengel der mit seiner Freundin kein Kind will. Sie hat die Idee das Kind mit einer Stricknadel zu beseitigen, doch das geht schief und so macht er nichts mehr aus seinem Leben, ganz zum Leidwesen seiner Mutter, die sich nun fortan um ihn kümmern muss und so weiter. Dirk Bernemann beschreibt die Geschichten so detailliert, dass man das Gefühl hat direkt neben den Protagonisten zu stehen. Man fühlt mit ihnen. Angst, Kummer, Verwirrung, Wut, Ekel, Verzweiflung. Es ist von jeder Emotion etwas dabei und obwohl die Geschichten bisweilen sehr morbide und dunkel sind, machen sie einfach Spaß. Das Buch ist in meinen Augen ein kleines Kunstwerk für sich, denn es behandelt menschliche Abgründe und regt zum nachdenken an. Wirklich gut gemacht.Eine absolute Leseempfehlung meinerseits! 5 von 5 Sterne.

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  • Rezension zu "Ich hab die Unschuld kotzen sehen" von Dirk Bernemann

    Ich hab die Unschuld kotzen sehen
    seitenverkehrt

    seitenverkehrt

    28. September 2016 um 00:09

    Wer sich auf Dirk Bernemanns Werk „Ich hab die Unschuld kotzen sehen“ einlässt, taucht in eine Welt, die brutal inszenierter und gleichermaßen fesselnder nicht sein könnte. Eine Aneinanderreihung von schonungslos abgründigen Kurzgeschichten, in denen den einzelnen Protagonisten mit jedem erdenklichen Nachdruck, der Spiegel der Gesellschaft vorgehalten wird. Während des Lesens hatte ich oft das Gefühl, dass das Leben es liebt, das Messer zu versenken und die Klinge abzubrechen. Dirk Bernemann trifft punktgenau den Nerv, der von unserem medialen Umfeld, systematisch unter Verschluss gehalten wird. Kontinuierlich aber nicht weniger beängstigend zieht sich eine rote Richtschnur durch die unterschiedlichsten Schichten eines jeden Kapitels um sich am Endpunkt wieder zu einem Ganzen zu fügen. Mit einer Wortwahl, die in anderen literarischen Werken nicht gebräuchlich ist, zieht dieses Buch seinen Leser vollkommen in den Bann, um ihn dann unzerkaut wieder auszuspucken. Selten hat mich das Geschriebene so fasziniert und schlussendlich noch über einen längeren Zeitpunkt zum Nachdenken angeregt.

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  • Anders

    Ich hab die Unschuld kotzen sehen
    rynasnow

    rynasnow

    01. March 2015 um 21:17

    Ich habe bisher kein anderes Buch gelesen, dass diesem ähnelt. Es sind im Prinzip tragische Kurzgeschichten, die in irgendeiner Art und Weise miteinander verbunden sind, mal mehr und mal weniger. Diesen roten Faden, der sich bis zum Schluss durchzieht, erkennt man manchmal nicht direkt, weil er in der ein oder anderen Geschichte ein wenig versteckt ist. Aber gerade weil das Buch so anders und gewöhnungsbedürftig ist, würde ich es weiterempfehlen. Die Kurzgeschichten sind jede für sich interessant, das Gesamtbild macht deutlich, wie jeder mit jedem verbunden ist, auch wenn es eine winzige Kleinigkeit ist.

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  • "Ich habe die Unschuld kotzen sehen" von Dirk Bernemann

    Ich hab die Unschuld kotzen sehen
    PrincessCrissa

    PrincessCrissa

    22. December 2013 um 21:07

    Dieses Buch zu beschreiben, ist wirklich schwierig. Fakt ist jedoch: es hat mich nicht mehr losgelassen. Es ist lustig und traurig, anziehend und abstoßend zugleich. Es thematisiert die Leben mehrerer ganz unterschiedlicher Menschen, die durch schicksalhafte Ereignisse plötzlich miteinander verbunden sind. Interessant, wenn auch teilweise höchst unrealistisch. Aber auf jeden Fall lesenswert!

  • Rezension zu "Ich habe die Unschuld kotzen sehen" von Dirk Bernemann

    Ich hab die Unschuld kotzen sehen
    SomeBody

    SomeBody

    07. February 2013 um 19:31

    Ein fast schon geniales Leseerlebnis bescherte mir gleich zu Beginn des Jahres Dirk Bernemann mit seinem kurzweiligen Werk „Ich hab‘ die Unschuld kotzen sehen“. Völlig unerwartet und schonungslos wurde mit brutalem Inhalt und faszinierendem Schreibstil wird dem Leser die Zerstörung des Ichs und der Umwelt vor Augen geführt.

    Fazit: Äußerst abschreckend und mitreißend zugleich!

  • Rezension zu "Ich hab die Unschuld kotzen sehen" von Dirk Bernemann

    Ich hab die Unschuld kotzen sehen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. February 2012 um 13:30

    Ich hätte mich beinahe kotzen sehen, wenn ich noch eine weitere Seite hätte lesen müssen.

  • Rezension zu "Ich hab die Unschuld kotzen sehen" von Dirk Bernemann

    Ich hab die Unschuld kotzen sehen
    Duffy

    Duffy

    15. February 2012 um 16:22

    Man muss die Sprache von Bernemann nicht mögen, man muss auch die Inhalte in seinem Buch nicht mögen, aber wenn man bereit ist, ein wenig über den Tellerrand der medialen Vorgaben zu sehen und mit absteigt in die Realität, so, wie sie einem ständig auf der Straße und im täglichen Leben begegnet, dann wird man feststellen, dass es genau diese Sprache ist, in der man diese Realität erzählen muss. Bernemanns Anreihung von Episoden, die dann zusammen irgendwie ein Ganzes ergeben, sind keineswegs nur Geschichten von Loosern, die es nicht schaffen, ein "normales" Leben zu führen, sondern sind ein Querschnitt durch die Gruppen, die man gerne links (oder rechts) liegen lässt, weil sie genau das verkörpern, wovor viele Angst haben: die Straße nach unten. Und wenn man das so ausdrückt, wie es empfunden wird, hat man als Schrftsteller genau den Ton gefunden, der dazu passt. Scheiß auf die literarische Kunst.

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  • Rezension zu "Ich hab die Unschuld kotzen sehen" von Dirk Bernemann

    Ich hab die Unschuld kotzen sehen
    ophelia_fay

    ophelia_fay

    02. November 2011 um 21:01

    Erschreckend ernüchternd und vermutlich genau der Lebensinhalt, der sich hinter vielen Fassaden findet. Sehr traurig.

  • Rezension zu "Ich hab die Unschuld kotzen sehen" von Dirk Bernemann

    Ich hab die Unschuld kotzen sehen
    Stundenblume

    Stundenblume

    05. March 2011 um 09:43

    Viele Kurzgeschichten und tiefe Abgründe. Was denkt der Penner, der blutend am Boden liegt und von betrunkenen Jugendlichen fast zu Tode getreten wird? Wie fühlt sich ein deutscher Polizist und was treibt ihn an ein deutscher Polizist zu sein? 90 Seiten Abgründe der Gesellschaft. Tiefenpsychologie? Ich hab keine Ahnung von Psychologie. Es lag für mich nur so nahe, denn dieses Buch erzählt von möglichen inneren Konflikten, welche einen Menschen zu bestimmten Handlungen verleiten könnten. Wobei hervorgehoben sein sollte, auf welche Art und Weise der Autor dies vermag, mit einem Satzbau und einer Wortwahl derer sich nicht jeder zu bedienen wagt. Es gibt am Ende des Buches ein kleines Schmankerl. Gedichte! Schöne Gedichte, zum Buch passende Gedichte, schwere Gedichte, viele Gedichte. Alle mit einem Ziel: "LEST MEHR GEDICHTE" Dieses Buch liebt man oder hasst man. Wenn man sich nach den ersten zwei Kurzgeschichten so richtig eingelesen hat und mit der Ausdrucksweise zu recht kommt, wünscht man sich, das Buch hätte mehr Seiten. Oder man stürzt in den Buchladen, um sich noch ein Buch des Autors zu besorgen. Kommt man mit der Ausdrucksweise nicht zurecht dürfte das geliebte Werk bei weitem nicht so gut ankommen. Ich finde besonders den Satzbau faszinierend, wenn man denn bei einem Wort mit Satzzeichen davon reden kann.

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  • Rezension zu "Ich hab die Unschuld kotzen sehen" von Dirk Bernemann

    Ich hab die Unschuld kotzen sehen
    gurke

    gurke

    06. February 2011 um 21:43

    Oft wird uns ein völlig falsches Bild von der Gesellschaft vermittelt. Das wird uns in dem ersten Buch von Dirk Bernemann unbarmherzig vor Augen geführt. "Ich hab die Unschuld kotzen sehen" ist ein Kurzgeschichtenband. Die einzelnen Storys sind zwar in sich abgeschlossen, allerdings sind diese auch miteinander verknüpft. Protagonisten aus der einen Geschichte kommen in der nächsten wieder vor und haben dort eine ganz andere Rolle, die den Leser immer wieder staunen lässt. Man merkt ganz schnell, dass alle Menschen gleich sind. Das jeder seine eigenen Leichen im Keller hat, auch der Versicherungsvertreter oder der liebende Vater... Egal welches Gehalt man verdient, welchen Beruf man ausübt oder welche Rolle man im Leben spielt, auch Menschen aus der feinen Gesellschaft haben ihre schmutzigen Geheimnisse. Nachdem sich der Leser an die harte Wortwahl gewöhnt hat, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Auch wenn Geschmäcker verschieden sind, kann man sich bei diesem Buch nur für eine Seite entscheiden: Entweder man hasst es oder man liebt es - ich gehöre zu den Liebenden. Wer von dem wundervollen Schreibstil des Autors am Ende des Buches immer noch nicht genug hat, wird zum Schluss belohnt. Auf den letzten Seiten findet der Leser verschiedene Gedichte von Dirk Bernemann passend zum Thema. Selbst das Cover ist passend gestaltet. Auf der Vorderseite sieht man ein herzallerliebstes, wunderschönes Püppchen mit großen Kulleraugen. Auf der Rückseite ist der krasse Gegensatz abgebildet. Die gleiche Figur, verweint, verwundet und zerstört... Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der mal Lust auf etwas anderes hat. Der gerne provokante Geschichten liest und einfach mal wissen möchte, wie es auf der anderen Seite der lieben, feinen Gesellschaft aussieht. Ich liebe dieses Buch und es ist eines meiner absoluten Must haves im Regal!

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  • Rezension zu "Ich hab die Unschuld kotzen sehen" von Dirk Bernemann

    Ich hab die Unschuld kotzen sehen
    Sanny-

    Sanny-

    03. January 2011 um 13:55

    Dieses Buch hat mit besonders gut gefallen! Mir wurde gesagt, dass es krass geschrieben und ziemlich krank ist, und dass man danach ziemlich verstört ist, doch das wollte ich nicht so recht glauben. Ich war anfangs sehr skeptisch. Doch nach dem ersten Kapitel war ich schon davon überzeugt. Es stellt vollkommen unverblümt die Probleme und die negativen Seiten unserer Gesellschaft dar - Drogen, Alkohol, Mord... Und danach war ich in der Tat etwas verstört. Und es hat mich zum Nachdenken angeregt. Des Weiteren bin ich sehr schnell durchgekommen - innerhalb eines Tages war ich fertig mit dem Buch. Man will nicht aufhören, zu lesen, da die verschiedenen Kurzgeschichten sehr interessant geschrieben sind und man wissen will, wo der nächste Zusammenhang zwischen ihnen besteht. Ich hatte mir das Buch von einer Freundin ausgeliehen, da ich, wie gesagt, anfangs skeptisch war - doch jetzt hab ich beschlossen, es mir auch selbst zu kaufen :) 5 Sterne von mir!

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  • Rezension zu "Ich hab die Unschuld kotzen sehen" von Dirk Bernemann

    Ich hab die Unschuld kotzen sehen
    MargitM

    MargitM

    17. October 2010 um 12:32

    »Guten Tag, die Welt liegt in Trümmern. Ich sammle sie auf. Errichte daraus neue Gebäude. Konstruiere neue Städte. Kann man wohnen drin. Oder weiträumig umfahren.« So begrüßt einen dieses Stück Literatur, bevor es einen hinab reißt in die Abgründe einer Welt, die in uns etwas zum Klingen bringt. Sie ist uns sehr vertraut, es ist unsere Welt! Wenn man Bernemanns Buch liest, kommt es einem vor, als hätte man uns endlich die rosa Brille abgenommen, ja vom Kopf geprügelt. In einer poetischen Klarheit zelebriert er ein Massaker des Lebens, das fasziniert, um gleichzeitig abzustoßen. Verschiedene Ich-Erzähler berichten somit aus ihrer Existenz. Die Protagonisten leben alle in ihrer eigenen Trümmerwelt zwischen Alkohol, Sex, Gewalt und Drogen. Für Romantiker und Leute, die an das Gute im Menschen glauben, ist dies definitiv das Falsche Buch.

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  • Rezension zu "Ich hab die Unschuld kotzen sehen" von Dirk Bernemann

    Ich hab die Unschuld kotzen sehen
    Zhunami

    Zhunami

    10. August 2010 um 20:35

    Von diesem Buch war ich wirklich ziemlich enttäuscht. Die Thematik der Gesellschaftskritik, kombiniert mit Drogen, Sex und Gewalt klingt ja eigentlich schon ziemlich spektakulär. Die Ernüchterung folgt aber auf dem Fuße, denn der Erzählstil des Autors ist einfach grauenvoll. Man mag ihn minimalistisch und radikal nennen, das ist er durchaus, das macht ihn aber noch lange nicht gut oder rechtfertigt ihn in irgendeiner Weise. Bleibt also nur zusammenfassend zu sagen: Inhalt 3, Ausdruck 6, setzen!

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  • Rezension zu "Ich hab die Unschuld kotzen sehen" von Dirk Bernemann

    Ich hab die Unschuld kotzen sehen
    BeautyBooks

    BeautyBooks

    01. August 2010 um 11:19

    Dies ist kein Buch für Menschen, die sich 'mal einen schönen Abend machen' wollen.. Auch nicht für Menschen, die einen Bukowski zu schätzen wissen.. Und erst recht nichts für all jene, die schöngeistige Literatur zu schätzen wissen.. Ehrlich gesagt, ich habe mich immer wieder aufraffen müssen, weiterzulesen; wenngleich die kurzen Geschichten durchaus lesbar sind. Allerdings finde ich das Buch sprachlich nicht gelungen - und das liegt nicht an der "derben" Sprache, dem Vokabular oder dem Inhalt, sondern am Stil. Den finde ich beispielsweise im zweiten Teil sogar besser, er ist etwas reifer und abwechslungsreicher. Ich finde übrigens Teil zwei nicht schlechter als das erste Buch, sondern genauso mäßig. Im Großen und Ganzen sind die Geschichten oft sehr "gewollt, oft auch so überzeichnet, dass alles leider etwas konstruiert wirkt.. Insgesamt mäßig, aber lesbar.. =)

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  • Rezension zu "Ich hab die Unschuld kotzen sehen" von Dirk Bernemann

    Ich hab die Unschuld kotzen sehen
    FutureDreamer17

    FutureDreamer17

    21. June 2010 um 00:35

    Dirk Bernemann liefert mit "Ich hab die Unschuld kotzen sehen" eine Alternative zum Wahnsinn. Oder auch eine andere Form dessen. Nach einer umwerfenden Einleitung, die faszinierend und schockierend zugleich war, stößt man auf ein noch abgrundtieferes, makaberes erstes Kapitel, welches definitiv eine prägende Wirkung hat. Mein erster Gedanke: KRANK!!!! Mit der Zeit erlebt man immer mehr Schock- und Schmunzelmomente zugleich, da der rote Faden, die Zusammenhänge der Geschichten, ihre nächsten Opfer fordern. An die expressive Schreibweise gewöhnt man sich auch schnell. Man blickt hinter die grausamen Fassaden der Personen, entdeckt fast schon psychologische Porträts in geschriebener Form. Besonders gefallen haben mir die gesellschaftskritischen Gedichte im Anhang (ganz, ganz, ganz besonders: "Besserungsanstalt", "Phantomschmerz" und "Protestkultur"). FAZIT: Lohnt sich auf jeden Fall zu lesen, es regt zum nachdenken und provozieren an unnd lässt definitiv niemanden ungerührt.

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