Dirk Bernemann Ich hab die Unschuld kotzen sehen 3

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Inhaltsangabe zu „Ich hab die Unschuld kotzen sehen 3“ von Dirk Bernemann

Bewegende Geschichten, zwischen poetischem Glanzbildsammelalbum und Kriegsberichterstattung, literarischen Bombeneinschlägen gleich, mit einer Sprache wie Musik zwischen Klavierballaden und Grindcore direkt aus dem Proberaum im Keller der Nervenheilanstalt. Selbst im dritten und letzten Teil der Trilogie hat Dirk Bernemann nichts von seiner Sprachgewalt verloren, im Gegenteil. Jede Geschichte ist ein kräftiger Tritt in die Weichteile unserer Gesellschaft.

Ich fand die ersten beiden Teile etwas besser

— Bad_Snow_White
Bad_Snow_White

Schlecht war es nicht, der Schreibstil gefällt mir nach wie vor, aber ein wenig enttäuschend nach den ersten beiden Teilen.

— rynasnow
rynasnow

leute, ich tick aus! ein dritter teil, in meinem durchlässigen hirn kam diese info erst grade in der buchhandlung an! ich glaube ich muss mich übergeben! vor freude!

— jujamon
jujamon

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    Ich hab die Unschuld kotzen sehen 3
    rynasnow

    rynasnow

    01. March 2015 um 21:24

    Habe mich tierisch auf den dritten Band gefreut, nachdem ich so begeistert vom ersten (und zweiten) gewesen bin. Gelesen, ging schnell, weil das Buch recht kurz ist. Das einzige, was ich mir gedacht habe, war, dass ich es hätte lieber lassen sollen. Im Vergleich zu den beiden Vorgängern, vor allem zum ersten, war es schlecht. Die Ausdrücke sind harmloser geworden und ich hatte permanent das Gefühl, dass Bernemann die Ideen ausgegangen sind und er sie mit größter Mühe rausgedrückt hat. 3 Sterne lediglich für den Schreibstil, den ich nach wie vor mag und die Art, wie Bernemann die Kurzgeschichen mit winzigen Details zu einem großen Ganzen verbindet.

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  • Ich hab die Unschuld kotzen sehen 3

    Ich hab die Unschuld kotzen sehen 3
    GothicQueen

    GothicQueen

    19. June 2013 um 15:18

    Dieses Buch kam viel später raus nach den ersten beiden Bänden. Ich hatte das Gefühl der Autor hat stark versucht sich an die ersten beiden Bücher zu halten (logisch, war ja auch der Folgeband), was aber irgendwie nicht ganz gelungen ist. Schlimm war es nicht, es hat mir trotzdem gut gefallen. Spannend war es allemal und die Schreibweise hat wieder verstärkt an Bernemann erinnert. Für Bergemann-Fans ist es auf jeden Fall zu empfehlen!

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  • Rezension zu "Ich hab die Unschuld kotzen sehen 3" von Dirk Bernemann

    Ich hab die Unschuld kotzen sehen 3
    Phantasai

    Phantasai

    17. June 2011 um 20:45

    Seine Geschichten gehören zum Genre Anti-Pop. Alle 3 Bände bestehen aus mehreren Kurzgeschichten, die alle mehr oder weniger zusammen hängen. Verschiedene Personen schildern einen Auszug ihres Lebens auf radikale und auch skuriele Art und Weise. Absolut nicht für Menschen unter 16 Jahren zu empfehlen. Einzige und wichtigste Anmerkung: Der 1. Band ist definitiv der beste, danach geht es nur noch Berg ab und wieder harmloser in der Ausdrucksweise.

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  • Rezension zu "Ich hab die Unschuld kotzen sehen 3" von Dirk Bernemann

    Ich hab die Unschuld kotzen sehen 3
    Revontulet

    Revontulet

    09. March 2011 um 15:38

    Wieder ein tolles Buch von Dirk Bernemann.
    Er balanciert am Abgrund des guten Geschmacks, ohne runterzufallen.
    Kurzgeschichten, die schokieren, ekeln, traurig machen, Lächeln zaubern und viele oft gemischte Gefühle hervorrufen.
    Ich liebe seine Geschichten und seine Wortwahl, denn seine Charaktere haben einen ganz speziellen Blick auf das Leben.

  • Rezension zu "Ich hab die Unschuld kotzen sehen 3" von Dirk Bernemann

    Ich hab die Unschuld kotzen sehen 3
    Schattenkaempferin

    Schattenkaempferin

    16. February 2011 um 15:16

    „Gedacht, geschrieben, fertig. Storys aus der Mitte des äußeren Randes. Kurz und schmerzvoll. Denn das hier ist die großartige, schmerzhafte und wunderbare Sache, die sich Leben nennt! Und wir stehen an der Front und sehen dem Leben beim Passieren zu. Und ich steh so rum und spüre den Wunsch, an meinen Eingeweiden zu kleben, ein Problem darzustellen, das nicht wegzuignorieren ist.“ (aus dem Vorwort, Seite 7) Schon das Vorwort des dritten Bandes der kotzenden Unschuld, der den überaus passenden Beititel „Hoffnung ist Betrug“ trägt, lässt das Leserherz um einiges höher schlagen. Lange musste ausgeharrt werden, lange zerbrach man sich den Kopf über die Frage „warum denn nur als eBook?“, doch nun endlich, am Valentinstag des Jahres 2011 ist es soweit: Ich hab die Unschuld kotzen sehen 3 erobert den Literaturmarkt, stürmt die Buchläden und legt, zumindest teilweise, den Verkauf anderer Bücher lahm. Und das zu Recht, denn die Fans von Dirk Bernemanns Arbeits-Endprodukt vieler Jahre fieberten dem Erscheinungstag der abschließenden Kurzgeschichtensammlung im Buchformat so sehr entgegen, dass sich der Verlag schließlich dem Wunsch beugte. Lang erwartet liegt das Buch jedoch schwer in den Händen, das so treffende Cover mit der bereits bekannten, wenn auch leicht veränderten Chucky-ähnlichen Puppe blickt herausfordernd und man fragt sich als Leser: Will ich wirklich, dass es so zu Ende geht? „Dieses Leben ist eine Sentimentalfahrt, deren Ziel nicht mehr bestimmbar ist, es gilt nur, in der Spur zu bleiben. Es bleibt eine Frage offen, die uns in die Gemüter flüstert: Wenn man die Kurve kriegt, was macht man dann damit?“ (Seite 50) Auch im dritten Unschuld-kotzen-Band beweist Dirk Bernemann, dass noch längst nicht über alle Abgründe des Lebens geschrieben wurde, und zeigt immer neue Lücken auf, die gefüllt und gestopft werden müssen. Hierbei pumpt er den Leser voll mit bleischweren Tatsachen, die mitten aus dem Leid anderer – es betrifft nie einen selbst – gegriffen und irgendwem anders vor die Füße gespuckt wurden. Es ist faszinierend, dass man als Leser denkt „Mensch, der Bernemann, hat schon über alles geschrieben und fummelt trotzdem aus den tiefsten und versifftesten Ecken immer noch etwas hervor, über das es sich zu schreiben lohnt.“ und dabei feststellt, dass es sogar einen Sinn ergibt. Einmal mehr wird aus mehreren Einzelschicksalen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun zu haben scheinen, eine große unförmige und glibbrige Masse, in die der Leser mit Anlauf hineinspringt und nur schwerlich wieder rausfindet. Und will man das eigentlich? Während des Lesens wird dem Leser immer wieder schlagartig bewusst, dass es sich hierbei um den finalen Schlag der kotzenden Unschuld handelt. Danach ist Schluss, aus, vorbei, finito, Ende im Gelände. Und doch, mit dem Umblättern aufhören, das Lesen unterbrechen scheint eine Unmöglichkeit zu sein. „Du denkst über Altersmilde nach und darüber, wo du morgen sein wirst, wenn die Sonne aufgeht. Du denkst über gute Musik nach und willst bald mal wieder welche hören. Du denkst über dein Leben nach und dass da irgendwo eine Unordnung entstanden ist, die aber aufräumbar ist. Du denkst über Liebe nach und vermutest sie da, wo du nicht bist, aber immerhin in der Nähe.“ (Seite 67) Wie ein Strudel wirkt jede einzelne Geschichte. Ob bereits auf einer Lesung gehört oder schon auf Bernemanns Weblog gelesen – die Worte wirken anders, wenn man sie in Buchform vor sich hat. Mehr als einmal hat man das Gefühl, der Autor schaut einem direkt hinter die Augen, gräbt sich mit seinen Schreibfingern ins Hirn und zieht das ans Licht, was man lieber im Dunkeln lassen würde. Trotzdem ist da Erleichterung, eine Art Schwerelosigkeit, weil man endlich andere an den schwärzesten Gebieten des eigenen Denkens teilhaben lassen kann. Weil man endlich weiß, dass es anderen genauso geht. Doch was bleibt nun nach dem abschließenden Trilogie-Band und der Gewissheit, dass Hoffnung Betrug ist? „Irgendjemand hat mal gesagt, meine Geschichten zu lesen sei wie mit einem geliebten Menschen im Arm und einem kuscheligen Gefühl im Herzen einer brennenden Stadt von einem Hügel herab beim Kaputtgehen zuzusehen.“ (aus dem Vorwort, Seite 7/8) Hierzu kann man abschließend nur noch eins sagen: JA! Und: Schade, dass es vorbei ist. Aber: Es wird nicht das Ende sein. Denn: Dirk Bernemann schreibt fleißig an seinem nächsten Roman, auf dessen Erscheinen im Herbst 2011 sich alle Anti-Pop-Freunde freuen dürfen. Fazit: Mit Ich hab die Unschuld kotzen sehen 3 schließt Dirk Bernemann seine Trilogie um die Abgründe des Lebens ab. Lesungsbesucher stoßen auf bereits bekannte Texte, was den Lesegenuss jedoch nicht schmälert. Vielleicht ist aber genau das auch der Grund, warum der dritte Teil nicht so sehr überzeugen kann wie seine beiden Vorgänger. Wertung: Handlung: 4/5 Charaktere: 4/5 Lesespaß: 4,5/5 Preis/Leistung: 4/5

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