Dirk Bernemann Trisomie so ich dir

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Inhaltsangabe zu „Trisomie so ich dir“ von Dirk Bernemann

Roy hat ein Herz aus Pudding, Solveig züchtet Illusionen und Ingeborg muss am Ende ihres Lebens ihre Liebe halbieren. Die Leben dreier Menschen kollidieren, antriebsgestört, gefühlsüberfüllt und impulsbescheuert. Dabei passieren unnacherzählbare Dinge, bei denen nicht nur Gott lieber wegschaut. Dirk Bernemann erzählt die verstörenden Biographien von drei Zufallsexistenzen, deren Lebenswege wie Regentropfen an der Fensterscheibe zusammenlaufen. Dazu benutzt er eine Sprache, die gleichzeitig dokumentiert und herzergreifend berührt.

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  • Trisomie so ich dir

    Trisomie so ich dir
    GothicQueen

    GothicQueen

    19. June 2013 um 14:51

    Das Buch habe ich gelesen, weil ich alle Bücher von Dirk Bernemann lese. Die Bücher um "Ich hab die Unschuld kotzen sehen" (außer der Comic) waren genial. Die darauffolgenden, finde ich, wurden stetig etwas schlechter. Dieses hier war erstmals wieder ganz gut gelungen. Wieder ganz in Bernemanns Stil. Ich hab mal an der Uni eine Hausarbeit über Dirk Bernemann geschrieben. Meiner Dozentin hat das absolut nicht gefallen. Die mochte eben nur Mainstream Autoren, die jeder kannte und hat mir direkt geraten mein Studium abzubrechen. So viel dazu. Ich würd dieses Buch jedem Bernemann Fan empfehlen! Ich muss mir unbedingt sein letztes mal zur Hand nehmen, was ich mir extra vorbestellt hatte und bisher nicht geschafft habe zu lesen... 

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  • Rezension zu "Trisomie so ich dir" von Dirk Bernemann

    Trisomie so ich dir
    Medienjournal

    Medienjournal

    31. December 2012 um 01:46

    Leider nicht Dirk Bernemanns überzeugendste Arbeit, aber – und natürlich insbesondere für Fans – durchaus empfehlenswert.

    Mehr gibt es unter:
    http://medienjournal-blog.de/2012/01/trisomie-so-ich-dir-buch/

  • Rezension zu "Trisomie so ich dir" von Dirk Bernemann

    Trisomie so ich dir
    unlogo

    unlogo

    25. February 2012 um 11:42

    Schockierend. Ekelerregend. Aufschlussreich. Kluge Gedanken. Fragwürdige Story. Das Buch muss man lesen und selbst entscheiden, ob man es gut findet oder nicht.

  • Rezension zu "Trisomie so ich dir" von Dirk Bernemann

    Trisomie so ich dir
    Sarlascht

    Sarlascht

    27. January 2012 um 19:54

    Klappentext: Roy hat ein Herz aus Pudding, Solveig züchtet Illusionen und Ingeborg muss am Ende ihres Lebens ihre Liebe halbieren. Die Leben dreier Menschen kollidieren, antriebsgestört, gefühlsüberfüllt und impulsbescheuert. Dabei passieren unnacherzählbare Dinge, bei denen nicht nur Gott lieber wegschaut. . Meine Meinung: Bis jetzt habe ich alle Bücher von Dirk Bernemann gelesen und war jedes Mal beeindruckt, doch kann sich „Trisomie so ich dir“ leider nicht zu diesen Erfolgen gesellen. Wie üblich handelt es sich um Geschichten, in Geschichten und in Geschichten. Die drei Protagonisten sind: Roy, der an Trisomie 21 (Down Syndrom) leidet und auf der Suche nach der Liebe, zufällig auf die rothaarige Solveig stößt. Sie ist auf der Suche nach ihrem Leben und empfindet das Gefühl, einfach keinen Platz zu finden. Mit einer Freundin lebt sie in einer WG, ihre Nachbarin ist die ältere Ingeborg, die zu Hause ihren bettlägerigen Mann pflegt und sich daran gewöhnen muss, ein anderes Leben zu leben, wie es einst zu zweit war. Durch Nachbarschaft, oder den lieben Zufall, trifft man sich des Öfteren, spricht Worte miteinander, schweigt sich an, hängt Gedanken nach oder ignoriert einander gekonnt. Die Hauptperson, die Roy auf eine gewisse Weise ist, leidet am Down Syndrom und damit wagt sich der Autor auf dünnes Eis, da es doch immer gefährlich ist, irgendwo anzuecken, diskriminiert zu wirken, aber es gelingt ihm fabelhaft, eine gewisse Normalität in sein Leben fließen zu lassen. . Was Dirk Bernemann einfach fantastisch kann, ist es menschliche Charaktere zu erschaffen, die durch ihre Gedanken zu etwas besonderem werden. . Was mich dieses Mal nicht überzeugt hat, war der Schreibstil. Normalerweise gelingt es ihm mit einem Satz mehr auszusagen, als anderen Autoren mit einem ganzen Buch, aber nun fehlt irgendwie diese poetische Ader, die die Schrecklichkeit der Menschheit in Schönheit verwandelt. Ziemlich genervt hat mich auch, dass sich die Geschichte um Roy und Solveig die meiste Zeit um Sex gedreht hat. Klar, der Autor hat schon immer gerne provoziert und genau das hat seine Bücher so besonders gemacht, aber es lässt sich einfach nicht erkennen, was es mit dieser ganzen Sexualisierung auf sich hat. In seinen früheren Büchern kam natürlich auch Sex vor, passt perfekt hinein, war wohl dosiert, aber jetzt war es einfach zu viel, für meine Gefühle. Es wurde nicht mehr als Mittel zum Zweck verwendet, um eine Situation zu unterstreichen, sondern fand einfach immer und zu jeder Gelegenheit statt. Man könnte jetzt interpretieren, dass die Menschen nichts anderes mehr im Kopf haben und deswegen ein Hauptaugenmerkt in der Geschichte daraufgelegt wird, sollte es so gewesen sein, kam es bei mir nicht wirklich an. . Was ich positiv herausheben möchte, ist die Geschichte von und mit Ingeborg. Sie lebt mit ihrem, nach einem Schlaganfall, bettlägerigen Mann zusammen, pflegt ihn und scheint glücklich zu sein, weil da ja doch noch jemand ist, der sie sieht und der sie braucht. Als ihr Mann dann stirbt ändert sich alles für sie und es wird ein wichtiges Thema behandelt, nämlich Einsamkeit im Alter und dies gelingt dem Autor recht gut. . Das Ende der Personen ist jeweils ziemlich überraschend und hat sich durch nichts erahnen lassen. Sie sind anstößig und unmoralisch, aber so ist nun mal die Welt und genau diese Wahrheit zeichnet das Buch aus. Straftaten befürwortet vermutlich niemand und trotzdem geschehen sie. . Fazit: Dirk Bernemann gehört wirklich zu meinen Lieblingsautoren, allerdings konnte mich „Trisomie so ich dir“ nicht überzeugen. Zu viel Sex und zu wenig Wortgewalt.

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  • Rezension zu "Trisomie so ich dir" von Dirk Bernemann

    Trisomie so ich dir
    Revontulet

    Revontulet

    22. January 2012 um 14:34

    Nachdem ich bisher alle Bücher von Dirk Berneman gelesen habe und sehr begeistert war, musste dieses Buch natürlich auch gelesen werden. Sein Stil, seine Wortneuschöpfungen und seine Art, die Dinge zu beschreiben, haben mir auch hier wieder sehr gut gefallen. Man bekommt die Realität ins Gesicht geschleudert, ob man nun will oder nicht. Nachdem der Protagonist aber ein Mädchen vergewaltigt hat, das total im Alkoholdelirium war, muss ich zugeben, dass ich das Buch fast zu Seite gelegt hätte. Nachdem ich doch so einiges gewohnt war und sogar erwartet habe, bin ich doch bei diesem Buch an meine Geschmacksgrenzen gestoßen. Aber das Fertiglesen hat sich gelohnt, der Schluss ist einfach zu geil und für mich hat es dann an Ernsthaftigkeit verloren, was es mir leichter machte, die Geschichte anzunehmen. Eine interessante Erfahrung.

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  • Rezension zu "Trisomie so ich dir" von Dirk Bernemann

    Trisomie so ich dir
    Schattenkaempferin

    Schattenkaempferin

    12. January 2012 um 16:49

    Wenn du dich alleine fühlst, dann stell dir vor, du sitzt in einem Bonbonglas und ein rotes Gummibärchen hält deine Hand. (Seite 25) Neues Buch, neuer Verlag, neue Optik – es scheint, es bräche im Hause Bernemann ein neues Zeitalter oder zumindest Schreibkapitel an. Doch abgesehen von der ohnehin seit dem ersten Buch konstanten Weiterentwicklung, die sich auch beim Sprung von Vogelstimmen zu Trisomie so ich dir ganz deutlich abzeichnet, erwartet das treue Fan-Herz nichts Neues in diesem Buch. Jedenfalls nichts, was der Leser nicht ohnehin erwartet hätte: Wie immer schonungslos Tabuthemen brechend und erbarmungslos Grenzen überschreitend wird man auch hier wieder mit feinster Wortakkrobatik verwöhnt, die jedoch nicht über die Hässlichkeit der erzählten Geschichten hinwegtäuschen kann, sondern sie auf typische Bernemann-Art eher noch zu betonen und unterstreichen scheint. Immer dann, wenn man schon glaubt, der Autor kann unmöglich noch eins draufsetzen, schafft Dirk Bernemann es mit Bravour, genau das zu tun. Wirkliche Atempausen sind hierbei weder dem Leser noch den gebeutelten Charakteren gegönnt, selbst größte Müdigkeit hat kaum die Chance, ihr Recht einzufordern. Mit Trisomie so ich dir liegt wieder einmal ein Roman aus der Feder des so frei von der Leber und aus dem Leben Wegschreibenden vor, von dem sich so mancher Kollege gerne die eine oder andere Scheibe abschneiden darf. Mit Sicherheit keine leicht zu lesende und schon gar nicht leicht zu verdauende Literatur wird dem Leser serviert, wobei man sich wieder einmal an den vorzüglich ausgearbeiteten Protagonisten und auch Nebencharakteren erfreuen darf. Nur selten findet man in so deutlich kritisierenden Büchern tatsächlich Persönlichkeiten, mit denen man sich trotz (oder vielleicht gerade wegen?) all der knallharten Schwächen identifizieren kann, ohne sich dabei schlecht zu fühlen. Und auch das bei der Lektüre “normaler” Literatur oftmals auftretende “die arme Sau”-Denken bleibt wie immer bei Bernemann-Büchern weitestgehend aus. Mitleid ist etwas, das sich die heutige Gesellschaft nicht leisten kann oder will oder sollte, und genau das scheint auch eine der Kernaussagen hier zu sein. Nicht, dass Mitleid etwas Schlechtes wäre, vielmehr wird es Menschen gegenüber empfunden, die dieses entgegengebrachte Gefühl weder brauchen noch wollen, ganz zu schweigen von der absoluten Nutzlosigkeit für die jeweilige Person. Bernemann beschreibt das Mitleidsgefühl aus der anderen Sicht und macht somit deutlich, dass es nur selten willkommen und sinnbringend ist. Mit aller Klarheit und erneuter Wortgewalt zerrt Dirk Bernemann den Leser hinter dem Ofen hervor und spricht eiskalt das Tabuthema “Behinderung” und den Umgang mit diesem an. Die dadurch aufgelisteten (leider) Alltagsbeobachtungen werden dabei ohne jedes Schöngerede und jede Schnörkelei an den Mann und die Frau gebracht, obwohl Bernemanns Sprachkultur wieder einmal wunderschöne Wortbilder schafft und den von Grund auf unschönen Inhalt auf diese Weise in etwas angenehm Lesbares verwandelt, ohne die Botschaft zu verschleiern. Und wieder hallen die verschiedensten Gedanken und Gefühle im Leser nach, der Blick auf die Umwelt und die Gesellschaft wurde wieder einmal durch einen Schriftsteller geschärft und verändert, die eigenen Probleme erscheinen im Gesamtweltkreislauf unbedeutend und doch nicht egal. Wieder kann man nur sagen: Wenn schon Anti-Pop, dann garantiert Bernemann! Fazit: Dirk Bernemanns dritter Roman beweist einmal mehr, dass es genug Dreck auf der Welt gibt, über den es sich zu schreiben lohnt, ohne dass man ihn hübsch verpacken oder schön umschreiben muss. Drei voneinander unabhängige Charaktere, die allein vielleicht ein recht langweiliges und unspektakuläres Leben führen, werden in Trisomie so ich dir zu einer Einheit verknotet, von der sich auch der Leser als ein Teil fühlt – wenn auch nicht immer freiwillig oder mit einem guten Gefühl. Wertung: Handlung: 3,5/5 Charaktere: 5/5 Lesespaß: 4/5 Preis/Leistung: 4,5/5

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