Dirk C. Fleck

 4.1 Sterne bei 18 Bewertungen
Autor von Das Tahiti-Projekt, GO! - Die Ökodiktatur und weiteren Büchern.
Dirk C. Fleck

Lebenslauf von Dirk C. Fleck

Dirk C. Fleck, geboren 1943 in Hamburg, studierte an der Deutschen Journalistenschule in München. Er war Ressortleiter beim Spandauer Volksblatt in Berlin, Lokalchef der Hamburger Morgenpost, Redakteur bei Tempo, Merian und Die Woche. Seit 1995 war er als freier Autor unter anderem für Spiegel, Stern, Geo, Die Welt und die Berliner Morgenpost tätig, bevor er sich ganz der Bücherschreiberei widmete. „Palmers Krieg“ (1992) war sein erster Roman, es folgte „GO! – Die Ökodiktatur“(1993), für den er mit dem Deutschen Science-Fiction-Preis ausgezeichnet wurde. Mit dem „Tahiti-Projekt“ (2008) gewann Fleck den begehrten Preis zum zweiten Mal. „Maeva“ folgte 2011, „Feuer am Fuss“ rundet die Trilogie ab. Viel Beachtung fand Flecks Buch „Die vierte Macht“ (2012), in dem er 25 deutsche Spitzenjournalisten von Kai Diekmann bis Frank Schirrmacher zu ihrer Verantwortung im Zeichen des drohenden Ökozids befragt.

Alle Bücher von Dirk C. Fleck

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Das Tahiti-Projekt

Das Tahiti-Projekt

 (11)
Erschienen am 04.02.2008
GO! - Die Ökodiktatur

GO! - Die Ökodiktatur

 (4)
Erschienen am 01.12.2013
Das Südsee-Virus

Das Südsee-Virus

 (2)
Erschienen am 15.08.2017
MAEVA!

MAEVA!

 (1)
Erschienen am 11.04.2011
FEUER AM FUSS

FEUER AM FUSS

 (0)
Erschienen am 30.09.2015
Palmers Krieg

Palmers Krieg

 (0)
Erschienen am 01.06.2016
99NOTES

99NOTES

 (0)
Erschienen am 01.02.2018

Neue Rezensionen zu Dirk C. Fleck

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S

Rezension zu "Das Südsee-Virus" von Dirk C. Fleck

Fleck, Dirk C.: Das Südsee-Virus
seoirse_siuineirvor 2 Jahren

Der Roman erschien ursprünglich 2011 unter dem Titel MAEVA! und ist die Fortsetzung von "Das Tahiti-Projekt" (2008). Anders als der Vorgänger ist dieses Buch nicht so sehr mit Fußnoten übersät, was sich auf den Lesefluß positiv auswirkt. Mich persönlich hat die Schilderung der Ökodiktatur im fiktiven ECOCA (bestehend aus Kalifornien und Oregon) am meisten beeindruckt. Hier wird deutlich klar, daß auch die besten Absichten, den Menschen das Leben zur Hölle machen können - aber möglicherweise ist dies die Voraussetzung für die Rettung der Erde.

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S

Rezension zu "Das Tahiti-Projekt" von Dirk C. Fleck

Fleck, Dirk C.: Das Tahiti-Projekt
seoirse_siuineirvor 2 Jahren

"Das Tahiti-Projekt" von Dirk C. Fleck wurde im Jahr 2009 mit dem Deutschen Science Fiction Preis ausgezeichnet - auch wenn es sich wahrlich nicht um einen  klassischen Science Fiction handelt. Erschreckend, aber durchaus realistisch schildert Fleck die  Auswirkungen der Umweltzerstörung in der nahen Zukunft. Diesem Szenario stellt er die - fiktive - Entwicklung auf Tahiti entgegen. Was für mich den Lesefluß etwas behindert hat, sind die Vielzahl von Fußnoten. Letzlich sind sie für das Verständnis der Handluung aber gar nicht notwendig. Deshalb mein Tipp: die Anmerkungen erst am Ende lesen!

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ralf_boldts avatar

Rezension zu "Das Südsee-Virus" von Dirk C. Fleck

Leider nicht ganz so gut wie der Vorgänger
ralf_boldtvor 4 Jahren

Der vorliegende Roman beginnt im Jahr 2028. Mächtige Konzerne, die die immer knapper werdenden Ressourcen ausbeuten und genmanipulierte Nahrungsmittel herstellen haben immer mehr Einfluss bekommen.

Auf Tahiti hat sich die ökologische, ressourcensparende und umweltschonende Lebensweise etabliert. Der deutsche Journalist Cording und auch Steve haben sich auf der Insel eingerichtet. Omai hat inzwischen sein Amt als Präsident der Insel an seine Schwester Maeva abgegeben. Diese wird auch zur Präsidentin der URP (United Regions of Planet), einer Art ökologischer UNO gewählt. Maeva hat sich vorgenommen, nicht nur auf Tahiti eine mit der Erde in Einklang Gesellschaft etablieren, sondern will diese ökologische Sichtweise weltweit verbreiten. Sie macht sich mit ihrer kleinen Gruppe auf eine Reise rund um die Welt. Nur Cording, Steve und der extrovertierte Internetshowstar Shark begleiten die junge Frau zunächst. Später stößt noch Knowles dazu.

Das Team besucht die auf ihrer Reise die Orte, die von Umweltverschmutzung und -katastrophen besonders heimgesucht worden sind. Maeva wird zu einer friedlichen Missionarin ihrer Ideen. Sie hat Erfolg und immer mehr Regionen lösen sich von ihren Staatsgebilden und schließen sich der URP an. Doch das alte System lässt sich nicht so leicht schlagen. Maeva wird eines Attentats, dem Shark zum Opfer fällt. Ab diesem Zeitpunkt begleitet sie eine tahitianische Leibwache.

Aber auch die eigenen" Leute haben durchaus eigene Pläne. Sie befürchten, das Maeva als Märtyrerin enden könnte. Sie handeln dementsprechend. Doch auch so überzeugt das Charisma und die Botschaft von Maeva, das quasi ein neues Zeitalter beginnt.

Der Autor schreibt zwar im Nachwort, dass man Das Tahiti-Projekt" nicht kennen muss, um dieses Buch zu verstehen. Doch es hilft schon sehr. Die Charaktere werden im Tahiti-Projekt" eingeführt und aufgebaut. Dies geschieht hier nicht. Sie sind einfach da. Ihr Background wird nicht weiter beleuchtet. Das gilt auch für die Frage, warum sie so handeln wie sie handeln. Die Person Omai war im Tahiti-Projekt" der hehre Retter mit dem Konzept zur Rettung der Welt. In diesem Buch stellt er sich anders dar, stellt sich sogar gegen eigene Schwester. Auch die Entwicklung, die Steve durchgemacht hat vom spielsüchtigen Computerhacker zu einer echten Persönlichkeit bietet spannende Momente. Die Kultur auf Tahiti wird ebenfalls als bekannt vorausgesetzt. Man kann das vorliegende Buch alleine lesen, es macht aber mehr Spaß, wenn man Das Tahiti-Projekt" kennt. Der Autor verarbeitet auch einige Szenen aus dem ebenfalls preisgekrönten Roman GO! Die Ökodiktatur". Einige Bestrafungsmethoden für illegale Autofahrer haben dort ihren Ursprung.

GO!" war eine düstere Dystopie, Das Tahiti-Projekt" ein Bild für die doch strahlende Zukunft, wenn der Mensch sich noch besinnt, Das Südsee-Virus" ist ein wenig aus beiden Büchern. Der Autor schildert eine von menschengemachten Katastrophen erschütterte Welt, auf der der Mensch keinen Platz mehr hat, weil er sich selbst der Lebensgrundlage beraubt. Durch Umweltverschmutzung, Klimawandel, Ausbeutung von Ressourcen und Überbevölkerung. Wachstum um jeden Preis - ohne Rücksicht auf die Umwelt. Die Welt beginnt sich zu schütteln, um den Mensch los zu werden.

Doch er bietet Maeva als Heilsbringerin an, die einen Weg verkündet, der die Menschheit auf diesem Planeten das Überleben in letzter Sekunde sichern kann. Doch sie muss feststellen, dass es nicht ohne Opfer gehen kann und nicht nur durch Liebe. Maeva muss sich in ihrem erzwungenen Exil auf der Insel Rapa Iti in eine Öko-Kriegerin verwandeln. Dies ist ihr eigener Entschluss, niemand kann sie dabei unterstützen. Und so geht sie einen Weg ohne die Möglichkeit umzukehren, um die Welt, nein, die Menschheit zu retten. Die Welt könnte sich selbst retten. Sie benötigt den Menschen nicht dazu.

Auch dieses Buch von Dirk C. Fleck ist im Kontext mit dem Equibrilismus zu betrachten. Im Anhang gibt es eine Menge Empfehlungen und Quellen zum Thema. Doch der Autor legt einen Roman vor, kein Sachbuch oder eine futurologische Vorhersage. Doch die Quellen sind präzise und das macht das Buch einzigartig. Die Vision, die er für eine gar nicht mehr so ferne Zukunft beschreibt, ist keine pure Science Fiction, sondern einer vorstellbare Möglichkeit und das macht eben gute SF aus.

Es ist damit ein gutes Buch, dem viele Leser zu wünschen sind. Leser, die nicht nur eine spannende Unterhaltung suchen oder Eskapismus, sondern Leser, die ein wenig nachdenklich gemacht werden und ihre Umwelt einmal kritisch betrachten. Nicht jeder muss gleich wie Maeva als Öko-Krieger(in) auf einen Feldzug gehen. Es reicht schon, wenn jeder nur ein wenig macht. Denn nicht nur wir jetzt lebenden wollen sauberes Wasser, gesunde Nahrung und eine grüne Umwelt haben, sondern wir sollten bedenken, dass diesen Anspruch auch die folgenden Generationen haben werden.

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