Dirk Dobbrow Späte Störung

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Inhaltsangabe zu „Späte Störung“ von Dirk Dobbrow

Die böse Fratze der Vergangenheit kann das vertraute Gesicht eines alten Freundes sein Schlimm genug, wenn die eigene Tochter nachts einen älteren Mann mit nach Hause bringt. Noch schlimmer, wenn dieser Mann ein verdrängter alter Freund ist. Wie eine Zecke nistet sich Gideon in Franks Leben ein und vergiftet die scheinbar heile Familienwelt mit bösen Erinnerungen an eine vergessene Schuld. Es entspinnt sich ein psychologisches Drama, das dem Wahnsinn Tür und Tor öffnet. Der suggestiv-raffinierte Roman eines großen deutschen Erzähltalents. Damals, an der Schwelle des Erwachsenwerdens, war für Frank und Gideon die Begegnung mit der widerspenstigen Außenseiterin Laura ein Abenteuer, ein erstes Spiel mit dem Feuer, das Geheimnis und Gefahr verhieß. Doch der jugendliche Konkurrenzkampf um das Mädchen vom Bahndamm ging bald zu weit, und das Abenteuer endete gewaltsam. Der empfindsame Künstlertyp Gideon wird mit der Schuld nie fertig, während Frank sein Verbrechen mit beruflichem Erfolg und einem geordneten Familienleben zu verdrängen weiß. Bis der arbeitslose Gideon wie aus dem Nichts und quasi im Dunkel der Nacht in Franks heile Welt einbricht, sich mit dessen Tochter Nina anfreundet und einen Job in Franks Firma erbettelt. Mit Macht kehren Franks Erinnerungen nun zurück. War es damals nicht Gideon gewesen, der mit seiner Forderung, Laura solle nackt für ein Bild posieren, die Katastrophe heraufbeschworen hatte? Und nun will er Nina malen, weil die ihn so an Laura erinnert … Hoch spannendes Psychodrama um vergangene Schuld und die zerstörerische Kraft der Verdrängung.

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  • Rezension zu "Späte Störung" von Dirk Dobbrow

    Späte Störung
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. October 2010 um 17:57

    Meine Meinung: Zu erst sei gesagt, dass dies sicherlich kein Buch ist, dass man jedem Thriller-Fan empfehlen kann. Zum einen ist dieses Buch nichts für jene, die mit brutalen Gewaltszenen nichts anfangen können, wobei diese hier äußerst subtil beschrieben werden. Das heißt, es spritzt weder literweise Blut noch gibt es Beschreibungen bis ins kleinste Detail und doch sind diese Szenen verstörend durch die fast schon nüchterne Erzählweise. Zum anderen ist dieses Buch sicherlich keine leichte Kost, da man stets konzentriert bleiben muss, da es oftmals Perspektiven- und Zeitwechsel mitten im Absatz gibt. Und doch ist dieses Buch spannend von der ersten bis zur letzten Seite. “Späte Störung” schaut jeder agierenden Person direkt in die Psyche und wir dürfen mitlesen, stets stürzt man einem neuen Abgrund entgegen. Der Autor verwendet stets nur kurze Sätze, nie verrennt er sich in Schachtelsätzen, sondern wirft uns oftmals nur Stichworte entgegen, die sich trotz allem zu einem grausamen Ganzen im Kopf zusammensetzen. Denkt man doch die ganze Zeit es ist ganz eindeutig wer hier der Böse ist, wird man später doch eines besseren belehrt. Fazit: Ein Buch, das ich jedem empfehlen würde, der auch mal wieder Lust auf einen Thriller hat, in dem es nicht nur um polizeiliche Ermittlungen geht, sondern um die Abgründe, die in jedem von uns lauern können.

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