Dirk Hülstrunk gilt als einer der Pioniere der Spoken Word-Szene in Deutschland, seit 2014 kuratiert er in Kooperation mit den Gastlandprojekten der Frankfurter Buchmesse Lyrik-Veranstaltungen. Sein literarisches Werk ist ebenfalls recht umfassend und enthält nicht nur Gedichte, sondern bspw. auch Scifi und Graphic Novels.
In seinem Gedichtband "Plötzlicher Nebel" präsentiert sich sein lyrisches Schreiben von verschiedenen Seiten. Da sind zum einen die mit vielen Wiederholungen und Assonanzen arbeitenden Texte, die man sich gut auf einer Bühne vorstellen kann und die auf dem Papier manchmal ein bisschen von ihrem Drive verlieren.
Ein kleine Prise Ernst Jandl oder auch eine Spur der irritierenden Manier in den Gedichten von Gertrude Stein findet sich in diesen Texten, aber auch in den anderen, die beschaulicher angelegt sind, mit klaren Impressionen, und dennoch oft eine leichte Schräglage enthalten.
Es sind vor allem diese Schräglagen, das dezent Aberwitzige, das mir an diesen Gedichten gefällt. Oft war das lyrische Ich für mich nicht sehr relatable und diesen Momenten der Komik/Irritation/Schräge gelang es, das zu überbrücken.
Lyristix


