Dirk Husemann

 4.2 Sterne bei 82 Bewertungen
Autor von Die Bücherjäger, Die Seidendiebe und weiteren Büchern.
Autorenbild von Dirk Husemann (©Günter Blaszczyk)

Lebenslauf von Dirk Husemann

Dirk Husemann, Jahrgang 1965, gräbt als Wissenschaftsjournalist und Archäologe Geschichten aus. Er studierte Ur- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie und Ethnologie in Münster und schreibt Reportagen und Sachbücher über die älteste Stadt der Welt in Syrien, das wahre Alter der Neandertaler oder Fleischdoping bei den antiken Olympischen Spielen. Sein Debütroman "Ein Elefant für Karl den Großen" wurde in fünf Sprachen übersetzt.

Alle Bücher von Dirk Husemann

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Cover des Buches Die Bücherjäger9783404176939

Die Bücherjäger

 (48)
Erschienen am 29.06.2018
Cover des Buches Die Seidendiebe9783404173815

Die Seidendiebe

 (11)
Erschienen am 14.07.2016
Cover des Buches Die Eispiraten9783404175413

Die Eispiraten

 (5)
Erschienen am 28.06.2017
Cover des Buches Ein Elefant für Karl den Großen9783404172368

Ein Elefant für Karl den Großen

 (6)
Erschienen am 10.09.2015
Cover des Buches Das schwarze Feuer von Byzanz9783404178391

Das schwarze Feuer von Byzanz

 (3)
Erschienen am 28.06.2019
Cover des Buches Vaterschaftstest für Pharao9783806223606

Vaterschaftstest für Pharao

 (2)
Erschienen am 01.01.2012
Cover des Buches Als der Mensch den Krieg erfand9783799501569

Als der Mensch den Krieg erfand

 (1)
Erschienen am 28.09.2005

Neue Rezensionen zu Dirk Husemann

Neu

Rezension zu "Die Seidendiebe" von Dirk Husemann

Historischer Road Trip im Wüstensand
NiWavor 7 Monaten

Byzanz im Jahr 552. Taurus und Olympiodorus reisen ins ferne Asien, um das Geheimnis hinter der Seidenproduktion zu erfahren. Dabei läuft ihr Vorhaben nicht am Schnürchen. Sie stehlen Seidenraupen und werden bald von anderer Herren Länder quer über die Seidenstraße gejagt.

Dieser historische Roman entführt mit europäischen Blick in das ferne Asien. Dabei werden Geheimnisse gelüftet, Abenteuer bestanden und längst vergangene Begebenheiten geschickt verpackt.

Byzanz als wohlhabende Stadt schaut schlechten Zeiten entgegen. Kriege drohen und der Reichtum schwindet. So werden Taurus und Olympiodorus ausgesandt, um das Geheimnis der Seide dem Kaiser von Byzanz zu bringen. Damit werden sie auf ein gefährliches Abenteuer geschickt.

Angeblich beruht dieser Roman auf einer wahren Geschichte. Zwei Männer sollen als Mönche verkleidet das Mysterium rund um die Seidenproduktion gestohlen haben. Obwohl Seide heutzutage nach wie vor eine Kostbarkeit ist, nahm sie damals noch einen wertvolleren Stellenwert ein. Die Kleidung von europäischen Kaisern und Adligen war zwar aus Seide gemacht, dennoch wurde der Stoff auch bei ihren Gewändern relativ sparsam eingesetzt, weil dieses Gut gar so teuer war.

Seide war dementsprechend wertvoll, weil sie von China über die Seidenstraße in europäische Gefilde exportiert wurde. Dabei war neben der Produktion der Weg dieses gesponnenen Schatzes die Herausforderung. 

Diese kurze Geschichte der Seide erfährt man als Leser beim Abenteuer von Taurus und Olympiodorus so nebenher. Sie denken über die Wichtigkeit ihrer Mission nach, welche ökonomischen Möglichkeiten sich für Byzanz ergeben, und schwören sich, nicht ohne Erfolg in ihre Heimat zurückzukehren.

Dabei gehörten beide der kaiserlichen Familie an. Sie scheuen nicht, sich selbst für das Weiterbestehen ihres Reichs zu opfern.

Dirk Husemann schildert diese Mission in prächtigen Farben, mit humorvollen Situationen und gefährlichen Auseinandersetzungen. Denn selbst wenn Taurus und Olympiodorus das Geheimnis der Seidenproduktion kennen und an sich nehmen, müssen sie es erst nach Byzanz schaffen. Und damit treten etliche Gegenspieler auf den Plan.

Dazu gehört zum Beispiele die Plantagenbesitzerin Nong E, die alles daran setzt, den beiden Helden der Geschichte Steine in den Weg zu legen. Ganz ehrlich? Wenn meine Seidenplantage in den Abgrund stürzt, würde ich die Missetäter genauso wenig ihres Wegs ziehen lassen. Allerdings ist diese Dame schon sehr extrem und mutierte in meinen Augen zur Rachegöttin par excellence. 

Zusätzlich ergeben sich Weggefährten, die den kulturellen Kontrast hervorheben. Mir hat es besonders gut gefallen, dass Taurus und Olympiodorus mit ihrem - im Vergleich zur Gegenwart sehr beschränkten Wissen - in eine fremde Welt abtauchen, über die es viel zu lernen gilt.

Sie setzen sich dank der Buddhistin Helian Cui mit Sitten und Gebräuchen dieser Religion auseinander, waschen ihre Körper mit Wüstensand und lernen neue Sprachen, um sich auf ihrem Weg zu verständigen.  Helian Cui bringt zudem etwas Romantik in die Geschichte. Dennoch ist man weit von einem historischen Kitsch-Roman weg.

Erwähnenswert ist unbedingt der Abenteuer-Flair. Dieser Part erinnert an einen historischen Road-Trip via Esel und Kamel, und wartet dementsprechend mit brenzligen Szenen, kniffligen Rätseln und zufälligen Begebenheiten auf - die wahrscheinlich nicht vollkommen realistisch sind. 

Viele schillernde historische Details haben diesen Roman - neben dem spannenden Abenteuer - zu einem faszinierenden Hörvergnügen gemacht. Meiner Meinung nach hat der Autor ein buntes Werk über Byzanz, Machtspielchen in Asien und den Stellenwert der Seide geschaffen, das ich an Interessierte nur empfehlen kann.

Kommentare: 4
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A

Rezension zu "Die Bücherjäger" von Dirk Husemann

Ein historisches Fangenspiel
ausWienvor 7 Monaten

Die Hauptfiguren sind ein Papst (eigentlich ein Pirat, der mit viel Witz und Hinterlist zum Papst wurde) und ein - nennen wir es - Schreiber (eigentlich ein Apothekersohn, der, nachdem er von seiner Familie zum Geld verdienen zu einem Landwirt geschickt wurde, Bücher und Schriften liebt und diese Liebe - gepaart mit Neugierde - zu seinem Beruf machte). Sie haben sich im Kerker kennengelernt und sind seid damals nahezu unzertrennlich. Die besten Freunde. Im Laufe der Geschichte kommt noch eine Witwe dazu. Die Dialoge und Handlungen sind sehr schön an die damalige Zeit (die Zeit der drei Päpste) angelehnt. Mich stört ein wenig die egoistische Haltung jeder einzelnen Person. Jeder Schritt, jede Aktion ist vorherzusehen. Außerdem ist mir persönlich das Ende zu abrupt gekommen. Gerade eben noch haben sie ein Buch gerettet und schon ist das Buch aus. Es wäre bestimmt noch ein Kapitel möglich gewesen, in dem ein paar Punkte noch aufgeklärt werden. Schönes Buch, schöne Sprache, sehr kurzweilig, aber die Spannung fehlt und auch ein wenig der rote Faden.

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Rezension zu "Das schwarze Feuer von Byzanz" von Dirk Husemann

Von England in den Orient ...
Feoragvor 10 Monaten

Der Orgelbauer Thomas Dallam soll dem Sultan von Istanbul ein Geschenk überreichen, um die Aussichten auf ein Bündnis mit England auszuloten. Doch schon auf der Reise dorthin beginnt ein Abenteuer, das ihm beinahe das Leben kostet.

Die Handlung wechselt zwischen den Ereignissen um den Orgelbauer und dem Leben der alternden Königin Elisabeth in England.
Ein interessantes Nachwort zum historischen Hintergrund schließt sich dem Ende der Geschichte an.

Ich empfand den Roman als kurzweilig und flüssig zu lesen. Ich vergebe "nur" 4 Sterne, weil mir irgendwie doch das gewisse Etwas fehlte, ohne das ich näher beschreiben könnte, woran das liegt.


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