Dirk Husemann Ein Elefant für Karl den Großen

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Inhaltsangabe zu „Ein Elefant für Karl den Großen“ von Dirk Husemann

Wir schreiben das Jahr 802. Franken und Sarazenen kämpfen unerbittlich um die politische und religiöse Vormachtstellung. In dieser angespannten Lage schickt der Kalif von Bagdad seinem Widersacher Karl dem Großen ein gewaltiges Geschenk als Zeichen des Friedens: einen Elefanten. Der Jude Isaak und sein sächsischer Sklave Thankmar sollen das Tier unversehrt nach Aachen bringen. Eine heikle Mission, denn die Menschen, denen sie auf ihrem langen Weg durch das Frankenreich begegnen, halten den Elefanten für eine Ausgeburt der Hölle. Sein Tod aber würde die Großreiche der Franken und der Sarazenen in einen schrecklichen Krieg stürzen -

Die fesselnde und überaus spannende Geschichte, die alle westlichen Kulturen zusammen bringt, war bis zur letzten Seite absolut lesenswert.

— quatspreche

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  • Ein Elefant für Karl den Großen

    Ein Elefant für Karl den Großen

    quatspreche

    25. August 2016 um 17:15

    Isaak von Köln wird kurz nach 800 von Karl dem Großen auf eine Friedensmission geschickt. Doch ist es wirklich Frieden, den der Jude durch die halbe Welt transportiert, oder eine zu schwere Bürde? Die fesselnde und überaus spannende Geschichte von Dirk Husemann, die alle westlichen Kulturen zusammen bringt, war bis zur letzten Seite absolut lesenswert. Der sächsische Sklave Thankmar dachte sein Leben wäre vorbei, als er sich von seinen Ketten befreien konnte und nur kurz darauf mit dem Hals in der Schlinge dem Tod entgegen sah. Doch gerade in dem Moment taucht das schrecklichste Ungeheue (oder der Teufel persönlich), auf und rettet dem jungen Sachsen das Leben. Doch als Isaak Thankmar als sein persönlichen Sklaven mit auf die weitere Reise von Genua nach Aachen nimmt, scheint er von dem Regen in die Traufe gekommen zu sein, denn kurz darauf wird er von vermeidlichen arabischen Friedensbotschaftern gejagt, entrinnt mehrfach knapp seinem Tod und muss am Ende alleine nach dem Kaiser der Franken suchen. Eine schier unlösbare Aufgabe für den stolzen, verkrüppelten Sachsen. Am Ende findet Thankmar seine Bestimmung und rettet sogar dem Kaiser das Leben. Jedoch hätte er dies alles nicht ohne die Hilfe des wahr gewordenen Teufels geschafft – denn Elefanten wie Abul Abbas haben nun mal eine Dicke haut und tiefe Gefühle. Dirk Husemann schuf mit seinem ersten Historischen Roman ein kleines Meisterwek. Erfrischend war die spürbare Sicherheit der Informationen, die gut recherchiert waren. Dass der Elefant ein etwas anderes Schicksal erwartet hat, als es überliefert ist, ist meiner Meinung nach für diese spannende Handlung zu vernachlässigen. Ich war begeistert von den vielen Details, die sonst oft vernachlässigt werden. Diesmal wurden sie sehr sensibel und dezent eingesetzt, mit einer angenehmen Selbstverständlichkeit. Der Schreibstil war klar und transportierte alle Gefühle und Persönlichkeiten. Die Figuren wirkten echt, sie handelten nachvollziehbar. Der Elefant Abul Abbas, der als wichtiger Nebendarsteller die gesamte Handlung mitbestimmte, hat wirklich existiert. Er war, wie in der Geschichte beschrieben, ein Geschenk des Kalifen Abu l-Abbas as-Saffah an Karl den Großen. Ein Sage beinhaltet sogar, dass der Kaiser auf dem weißen Elefanten gegen die Friesen in den Kampf zog, was jedoch sehr unwahrscheinlich ist. Elefantendarstellung, 12. Jhd., Fresco aus San Baudelio de Berlanga in Spanien. Quelle

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  • Langweiliges Debüt

    Ein Elefant für Karl den Großen

    yari

    20. September 2015 um 12:28

    Im Jahr 802 kämpfen Franken und Sarazenen um die politische und religiöse Vormachtstellung. Der Kalif von Bagdad schenkt seinem Widersacher Karl dem Großen einen Elefanten als Friedensangebot. Isaak, ein Jude, und sein Sklave Thankmar, der sächsischer Abstammung ist, sollen das Tier heil nach Aachen bringen, was sich als  schwierig erweist, da die Leute, denen sie auf ihrem Weg begegnen, den Elefanten für eine Ausgeburt der Hölle halten. Imma, eine Nonne, und die Novizin Adelind sind zur gleichen Zeit auf der Flucht vor Erzbischof Hildebald. Dieser hat um Zwietracht zwischen Sarazenen und Franken zu säen, ihr Kloster in Brand stecken lassen. Imma und Adelind wollen zu Kaiser Karl dem Großen, um ihm von diesem Komplott zu berichten. Eines Tages kreuzen sich die Wege all dieser Personen, doch es nicht sicher, ob alle ihr Ziel erreichen werden..... Ich bin etwas zwiegespalten, was diesen Roman angeht. Die Thematik ist sicherlich interessant, aber Dirk Husemann ist es nicht gelungen, die Geschichte spannend zu erzählen. Im Gegenteil, die Handlung plätscherte langsam dahin. Die historischen Hintergründe sind gut recherchiert, was auch daran liegt, dass Husemann Archäologe ist. Leider ist es dem Autor nicht gelungen, diese gut mit dem fiktiven Teil der Geschichte zu verknüpfen. Die Charaktere der Protagonisten erscheinen mir etwas zu gefühllos und sind flach gezeichnet. Ein Elefant für Karl den Großen hat meine Erwartungen nicht erfüllt, und bekommt somit zwei Sterne von mir.

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