Dirk Jürgens

 3.8 Sterne bei 10 Bewertungen

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Rezension zu "Die Marquise von O... von Heinrich von Kleist" von Dirk Jürgens

Ein Klassiker eben
ElizaBeth97vor 5 Jahren

Die Marquise von O… (ohne Anhang)
von Heinrich von Kleist
http://www.amazon.de/Die-Marquise-von-Reclam-Kontext/dp/3150191270/ref=sr_1_3?s=books&ie=UTF8&qid=1399849807&sr=1-3&keywords=die+marquise+von+o

ca. 47 Seiten, erschienen im Reclam Philipp jun. GmbH Verlag, erhältlich für 3,80€.

Meine Bewertung:
Geschichte: 5,5 von 10 Punkten
Schreibstil: 8 von 10
Insgesamt: 6,5 von 10
Begründung der Bewertung und sonstige Anmerkungen:
Das Buch ist um 1800 entstanden, spielt auch zu dieser Zeit und handelt von einer Frau, der Marquise (dt.: Markgräfin) aus angesehener Familie, die bei einem Überfall von Soldaten vergewaltigt wird. Ein Offizier rettet sie aus dieser Situation, aber zu spät, sie wird schwanger.
Weil die Marquise dabei aber ohnmächtig ist, kann sie sich einige Wochen später nicht erklären, wie und durch wen. Ihre Eltern sind zutiefst enttäuscht und empört, dass die Tochter, bisher brave junge Witwe, ihnen nicht sagen will, von wem sie in diesen Zustand versetzt wurde, und verbannen sie aus ihrem Haus. Derweil wirbt der Offizier aus vermeintlich unersichtlichem Grund um die Marquise, er will sie am besten vom Fleck weg heiraten, doch dies wird von der Familie und einer dringend für den Offizier anstehenden Reise verhindert.
Soviel zur Handlung (ich glaube, ich mach das ab jetzt bei den meisten Büchern so; soll wohl in Rezensionen allgemein drin sein^^), die mir mittelmäßig gut gefallen hat. Sie ist ungewöhnlich stark geprägt vom Schreibstil, und den muss man mögen. Mir kam das Verhalten der Figuren teilweise übertrieben beschrieben vor, als wären sie in einem Theaterstück (besonders wenn Mutter oder/und Tochter weinen), ansonsten gefiel mir der Plot recht gut. Für mehr Punkte ein bisschen zu einfach, oder besser, alles nur angerissen, und einige Dinge irritieren ein wenig, aber insgesamt ein recht lesenswertes Buch.
Vor allem wegen des Stils. Es gibt kaum Sätze, die kürzer sind als zwei Zeilen und viele nicht mehr gebräuchliche Wörter, was erstens das eigene Verständnis der deutschen Sprache fördert und zweitens den Wortschatz erweitert. Da ich Sprachen nun einmal liebe und all ihre Formulierungen, Möglichkeiten etc. mich faszinieren, war das Buch für mich geeignet. (Aber wäre es kein Schulbuch gewesen, hätte ich es wahrscheinlich nicht gelesen.)

So kam also die Wertung zustande, nicht schlechte, aber auch keine besondere Handlung, und ein höchst anspruchsvoller aber beeindruckender und lehrreicher Schreibstil. Außerdem sind’s nur 47 Seiten, das geht gut.

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Rezension zu "Textanalyse und Interpretation zu Heinrich von Kleist. Prinz Friedrich von Homburg" von Dirk Jürgens

Rezension zu "Textanalyse und Interpretation zu Heinrich von Kleist. Prinz Friedrich von Homburg" von Dirk Jürgens
Sophia!vor 6 Jahren

„Berlin. Lustgarten vor dem alten Schloss [...]“
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Kritik an der Preußischen Gesellschaftsform, der Konflikt zwischen Individuum und Gesellschaft sowie das isolierte Künstlertum - all das steckt in Kleists Werk rund um den jugendlichen Draufgänger und Träumer Prinz Friedrich von Homburg. Der Bezug zur als Tyrannei empfundenen französischen Fremdherrschaft im Blick auf die Zeitgeschichte sowie der starke Wunsch nach sozialen Veränderungen macht den Text zu einem überaus interpretationsbedürftigen Stück.
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Abhilfe bietet der vorliegende Band der Königs Erläuterungen in sowohl optisch als auch inhaltlich verbesserter Aufmachung.
Eine Art Kopfzeile am oberen Rand des Buches erleichtert eine Orientierung im Text und trägt dazu bei, die gewünschten Inhalte schneller zu finden. Ein zweifarbiges Layout (Dunkelblau und Grün) bringt deutlich mehr Struktur in die bisher doch sehr eng beschriebenen Zeilen der älteren Ausgaben. Die veränderte Größe gestaltet die Ausgaben handlicher, übersichtlicher. Erstmals enthalten die Interpretationshilfen eine Schnellübersicht am Anfang des Textes, die alle wichtigen Punkte der einzelnen Kapitel in Stichworten zusammenfasst, eine Neuerung auf die sicher niemand mehr verzichten möchte. Die einzelnen Schlagworte bringen auf den Punkt, was unbedingt zu beachten ist und was man sich merken sollte. Des Weiteren sind nun graphisch ausgefeilte Illustrationen nach dem Vorbild klassischer Tafelbilder Teil des Interpretationsbandes. Auch sie verhelfen zu einem schnellen Verständnis, wenn es etwa um Personenkonstellationen, Vergleiche oder Handlungsabläufe geht. Die Prüfungsaufgaben am Ende des Bandes präsentieren sich wesentlich strukturierter. Musterlösungen sind nicht mehr in Aufsatzform enthalten, sondern Stichwortartig und in wenigen Sätzen. Wichtige Begriffe sind in einer Auflistung mit Pfeilen angegeben. Auch hier ist es für den Leser möglich, besonders schnell viel Wissen zu verinnerlichen. Eine sehr angenehme Art des Lernens!
Daneben finden sich weiterhin die gewohnten, wissenschaftlich fundierten und dennoch verständlich beschriebenen Charakterisierungen der jeweiligen Personen, die ausführliche Darlegung des Inhalts, Informationen zu Sprache und Stil sowie zu Autor, Werk und Zeitgeschichte.
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Grundsätzliche Prinzipien des Kleistschen Schreibens werden vorgestellt und dazu passende ausführliche Worterklärungen. Kernelemente des Stücks, zu denen die Problematik Individuum vs. Gesellschaft, die Entwicklungsstadien des Protagonisten sowie die anstößige Todesfurchtszene gehören, werden nachvollziehbar und leicht verständlich dargelegt. Auch hier erweisen sich die Ausführungen zu den Prüfungsfragen als sinnvolle und hilfreiche Abrundung der Interpretation.
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Fazit: Dank idealer Unterstützung steht einem umfassenden Textverständnisses nichts mehr im Wege! Wieder eine überaus empfehlenswerte Ausgabe!

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