Requiem

von Dirk Kruse 
4,0 Sterne bei5 Bewertungen
Requiem
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Nazimörder in Nürnberg

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Fazit: Ein sehr spannender, komplexer Krimi mit einem hochaktuellen Thema, der jedoch trotzdem oder gerade deswegen auch einige humoristisch...

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Inhaltsangabe zu "Requiem"

Beauforts zweiter Fall: Frank Beaufort, Millionenerbe und Hobbydetektiv, kommt nicht zur Ruhe. Nicht, dass er das wollte. Mit Eifer ermittelt er – an seiner Seite die hübsche und ehrgeizige Journalistin Anne Kamlin – in einer Serie von Mordfällen, die ganz Nürnberg aufwühlen: Alle Opfer sind dem rechtsextremen Milieu zuzuordnen. Die Morde sind grotesk inszeniert: Tote in Hakenkreuzfahnen gewickelt, SS-Runen in die Haut geritzt, und das alles an den ohnehin höchst belasteten Schauplätzen der Vergangenheit, rund um den Dutzendteich. Soll man den oder die Täter in der ultralinken Szene suchen? Diese Annahme erscheint Beaufort allzu naheliegend, um richtig zu sein. Und während er um sein Beziehungsglück und gegen seine überflüssigen Pfunde kämft, stellt er Nachforschungen an, die ihn selbst und andere in Gefahr bringen. Das Ergebnis ist unerwartet und macht deutlich: Die Vergangenheit ist noch lange nicht vorbei.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783869138916
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:ars vivendi
Erscheinungsdatum:07.08.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Bellexrs avatar
    Bellexrvor 7 Jahren
    Kurzmeinung: Fazit: Ein sehr spannender, komplexer Krimi mit einem hochaktuellen Thema, der jedoch trotzdem oder gerade deswegen auch einige humoristisch...
    Rezension zu "Requiem" von Dirk Kruse

    Beaufort ermittelt wieder
    .
    Auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg entdecken Spaziergänger eine Leiche. Schnell wird bei den Ermittlungen festgestellt, dass es sich bei dem Toten um einen Neonazi handelt. Hobbydetektiv Frank Beaufort und seine Freundin Anna Kamlin, die BR-Journalistin, werden auf den Fall aufmerksam und Anna beginnt zu recherchieren. Aber auch Beauforts Neugier ist geweckt, vor allem, als ein weiterer bizarrer Mord auf dem Gelände begangen wird. Beauforts Ermittlungen führen ihn in die Kreise der Neonazis und bringen ihn auch in Lebensgefahr.
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    Schnell stellt man fest, dass die Morde einen engen Bezug zur Neonazi-Szene haben, doch auch die Nürnberger Symphoniker wie auch die Bio-Fach-Messe, die beide auf dem Reichsparteitagsgelände in Nürnberg angesiedelt sind, scheinen irgendwie in den Fall involviert zu sein. Doch ob dies wirklich so ist und wenn, inwieweit diese Verwicklungen gehen, erfährt man erst zum Ende des Krimis hin. In jedem Fall ist ziemlich schnell deutlich, dass hier ein extrem gläubiger Mensch hinter den Morden stehen muss. Durch den Prolog bekommt man zwar schon eine Ahnung warum und auch während des Krimis wechseln die Handlungsstränge des Öfteren und man erhält einen kleinen Einblick in das Seelenleben des Täters. Doch um wen es sich letztendlich handelt und welches Motiv ihn zu den Morden veranlassen, dies erfährt man ebenfalls erst zum Ende hin.
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    So gestaltet sich die Story von Anfang an sehr spannend, undurchsichtig, stellenweise stocken die Ermittlungen, dann gibt es wieder eine heiße Spur und immer ist der Leser auf dem Ermittlungsstand von Beaufort und seiner Freundin Anne. Obwohl Anne als erste am Tatort war und ihr somit die Story zusteht, recherchiert die fußballbegeisterte Journalistin eher halbherzig, da sie gleichzeitig noch ein Casting bei einer Sportsendung hat, auf das sie sich vorbereiten muss und auch für die Berichterstattung des 1. FC Nürnberg zuständig ist.
    .
    Dies hält Beaufort aber nicht davon ab, selbst Nachforschungen anzustellen, immer tatkräftig unterstützt von seinem Freund Ekki, dem Justizsprecher. Und da sich Beaufort bisher nicht groß mit dem rechtsradikalen Milieu wie auch mit der Nazi-Vergangenheit seiner Stadt beschäftigt hat und nun hierüber erst einmal gründlich recherchiert, erhält man dadurch gut dosiert viele interessante Informationen. Und auch ein wenig Lokalkolorit rund um die Stadt Nürnberg ist vorhanden. So gestaltet sich der Krimi äußerst komplex und informativ.
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    Der Schreibstil von Dirk Kruse ist durchweg sehr fesselnd und trotz des brisanten Themas blitzen hier und da humoristische Züge auf, die jedoch der Ernsthaftigkeit keinen Abbruch tun. Die Story entwickelt sich sehr verzwickt, ein Motiv ist für die Polizei wie auch für Beaufort und Anne bald ersichtlich, doch wer sich hinter diesen Morden verbirgt, bleibt bis zum Schluss im Dunkeln. Zwar zieht Dirk Kruse für seine Lösung des Falls am Ende schon etwas Kommissar Zufall zur Hilfe, trotzdem wirkt der Krimi sehr gut durchdacht und die Auflösung ist schlüssig umgesetzt.
    .
    Die Figur des Frank Beaufort hat mir sehr gut gefallen, da er so ganz anders ist als andere Privatermittler. Der Millionär genießt sein Leben und seine finanzielle Unabhängigkeit in vollen Zügen. Gutem Essen und Weine geht er generell nie aus dem Weg, was sein Hüftgold fördert, den sportlichen Aktivitäten seiner Freundin kann er nicht viel abgewinnen und ihre liebevollen Hänseleien hierzu nimmt er mit stoischer Ruhe hin. Der 40-jährige ist ein Gentleman alter Schule, wirkt oft wie ein englischer Adliger und pflegt seine Freundschaften zu Wein- und Buchhändler. Das direkte Gegenteil davon ist seine Freundin Anna. Die ehrgeizige Radiomoderatorin träumt von einem Job beim Fernsehen als Sportreporterin, liebt ihren Job über alles, ist quirlig, neugierig, lebenslustig und modern. Die scheinbar so unterschiedlichen Charaktere harmonieren jedoch sehr gut miteinander und ergänzen sich gut.
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    Fazit: Ein sehr spannender, komplexer Krimi mit einem hochaktuellen Thema, der jedoch trotzdem oder gerade deswegen auch einige humoristische Seiten hat und einem Protagonisten, der einmal ein wenig anders ist als das gängige Muster.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren
    Rezension zu "Requiem" von Dirk Kruse

    Wer sich für die Stadt Nürnberg interessiert und auch die Nazi-Vergangenheit (aber in erster Linie für Nürnberg), sollte diesen Krimi gelesen haben! Dirk Kruse mag seine Stadt und die Menschen hier. Und nebenbei ist das Buch auch noch spannend geschrieben ;-)

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    Mistermarios avatar
    Mistermariovor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Nazimörder in Nürnberg
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    Frankenmatzevor 3 Jahren
    Kunis avatar
    Kunivor 7 Jahren

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