Dirk Kurbjuweit Angst

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Inhaltsangabe zu „Angst“ von Dirk Kurbjuweit

Das Leben von Randolph Tiefenthaler scheint mit dem Kauf der schönen Berliner Altbauwohnung seine Erfüllung zu finden. Der Architekt und seine Familie ahnen nichts Böses, als der schrullige Herr Tiberius ihnen Kuchen vor die Tür stellt. Doch bald wird der Nachbar aus dem Souterrain unheimlich. Er beobachtet Tiefenthalers Frau, schreibt erst verliebte, dann verleumderische Briefe, erstattet sogar Anzeige. Die Ehe stürzt in eine Krise, das bloße Dasein des Nachbarn vergiftet den Alltag. Die unerträgliche Situation bringt Randolph auf einen entsetzlichen Gedanken ...

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  • Der Stalker

    Angst
    walli007

    walli007

    20. October 2013 um 09:27

    Randolph Tiefenthaler hatte eine schöne Kindheit. Da machte es fast nichts, dass sein Vater oft schwieg, das war in den 60ern so. Nur dass Randolph schießen lernen sollte, konnte er nicht ertragen und so lehnte er sich schon mit zehn gegen den Wunsch des Vaters, der immer bewaffnet war, auf und war erfolgreich. Viele Jahre später haben Tiefenthalers - Randolph ist inzwischen Mitte 40, verheiratet, hat zwei Kinder - richtig Glück beim Kauf einer schönen geräumigen Altbauwohnung in einem ruhigen Viertel Berlins. Doch das Glück ist nicht von langer Dauer, denn einer der Nachbarn ein Herr Tiberius macht den Tiefenthalers das Leben zunächst schwer mit seinem aufdringlichen Verhalten und bald schon zur Hölle mit seinen haltlosen Beschuldigungen.  Der Autor macht Randolph Tiefenthaler zum Verfasser eines Berichtes über die Ereignisse und über sein Leben. Ein Bericht wie die Bezeichnung schon sagt, distanziert und sachlich. Dennoch kommt die Beklemmung und Bedrückung, die dieser Tiberius bei der Familie auslöst, sehr klar zum Ausdruck. Beim Lesen meint man zu fühlen wie sich innerlich alles zusammenzieht vor lauter Wiederwillen gegenüber diesem zudringlichen Nachbarn. Mit seinem Bericht versucht Randolph Tiefenthaler auch zu ergründen, wie er und seine Familie zu Opfern werden konnten. Versuchten sie den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen und gaben Tiberius so den Anlass, sie immer weiter zu traktieren. Hätten sie und besonders er Randolph den unliebsamen Nachbarn eher und deutlich in die Schranken weisen sollen, wäre es nicht soweit gekommen. Oder hätten sie eh keine Chance gehabt, die Eskalation zu verhindern.  Das Buch macht nachdenklich, macht froh, nicht in solch einer Situation zu sein und nicht darüber grübeln zu müssen, wie man sich verhalten würde. Dennoch ist die Schilderung etwas zu trocken, um den Leser wirklich mitzunehmen.

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  • Angst von Dirk Kurbjuweit

    Angst
    Fanti2412

    Fanti2412

    04. June 2013 um 18:38

    Zum Inhalt: Der Architekt Randolph Tiefenthaler kauft für sich und seine Familie eine Wohnung in Berlin. Die Familie soll sich dort wohlfühlen und zunächst ist das auch so. Die anfänglichen Annäherungen des etwas merkwürdigen Nachbarn Herr Tiberius wertet die Familie noch als Freundlichkeit. Doch schon bald wird dieser der Familie unheimlich und entwickelt sich zum Stalker. Er belässt es auch nicht bei Nachstellungen sondern verleumdet die Eltern von 2 Kindern, schreibt der Frau anzügliche Briefe und erstattet sogar Anzeige. Die Familie lebt fortan in Angst, vertraut auf die Hilfe des Rechtsstaats und steckt doch in einer Krise, da niemand helfen kann oder will. Die Wohnung wieder zu verkaufen ist auch keine Option, da sich die Familie doch hier gerade ein Zuhause geschaffen hat und sich auch eigentlich nicht vertreiben lassen will. Ist Selbstjustiz eine Lösung? Leseprobe Dirk Kurbjuweit über seine Arbeit als Schriftsteller Meine Meinung: Dirk Kurbjuweit ist politischer Autor beim SPIEGEL. Er und seine Familie haben vor einigen Jahren einen solchen Fall von Stalking selbst erlebt. Die Grundzüge der Geschichte sind demnach nicht erfunden. Das Buch beginnt mit dem Besuch Tiefenthalers bei seinem Vater im Gefängnis. Dieser wurde zu 8 Jahren verurteilt, weil er den Stalker der Familie seines Sohnes erschossen hat. Auf der Tatwaffe wurden die Fingerspuren des Vaters gefunden und er hat die Tat auch gestanden. Jetzt könnte man denken, wie soll das Buch noch spannend sein, wenn man das Ende schon kennt? Es ist vielleicht nicht super spannend und auch kein "nervenaufreibender Psychothriller", wie es verschiedentlich angekündigt wurde. Aber schon nach wenigen Seiten hat es mich gefesselt und durch einen angenehmen, flüssigen Schreibstil überzeugt. Dirk Kurbjuweit lässt seinen Protagonisten in der Ich-Form erzählen, wie es dazu kam, dass sein Vater verurteilt wurde. Es ist zunächst die ganz normale Geschichte einer Familie, die sich ein Heim schafft und in Frieden leben möchte. Ganz langsam beginnt das Stalking durch den Nachbarn, der sich zunächst wie ein freundlicher Nachbar verhält, in dem er z. B. Kuchen vor die Tür stellt und Zettelchen wie "auf gute Nachbarschaft" dazu legt. Im Laufe der Zeit beginnt er jedoch Tiefenthalers Frau nachzustellen und beschuldigt schließlich die Eltern, ihre Kinder zu missbrauchen und erstattet sogar Anzeige. Die Erzählung wird immer wieder von Rückblenden auf die Jugend Tiefenthalers unterbrochen, dessen Vater Schütze und Waffennarr ist und von seinem Sohn verlangte, schießen zu lernen. Die Beschreibung der Ängste des Protagonisten, in der Jugend vor den Waffen des Vaters und später um seine Familie aufgrund der Bedrohung, sind sehr authentisch und nachvollziehbar beschrieben. Was mich jedoch sehr bewegt hat, ist die Beschreibung der aktuellen Situation. Ist es wirklich so einfach, durch eine Lüge und falsche Beschuldigungen das Leben einer Familie völlig aus den Fugen zu bringen? Kann man selber gar nichts gegen solche falschen Anschuldigungen tun? In der Geschichte helfen weder Polizei noch Ämter wie das Jugendamt der Familie weiter. Auch die Anwältin der Familie ist hilflos. Der Gedanke der Selbstjustiz, den Stalker einfach zu erschießen, wächst immer mehr und war für mich absolut nachvollziehbar. Es hat mich richtig wütend gemacht, wie die Familie sich selbst überlassen wurde. Seit 2007 gibt es in Deutschland im Strafgesetzbuch den Straftatbestand der "Nachstellung". Die Geschichte spielt offensichtlich noch vor dieser Gesetzesänderung, denn sonst hätten die Behörden ja etwas unternehmen können. So musste die Familie alleine mit ihren Ängsten und Gefühlen klar kommen und einen Ausweg suchen. Diese Gefühle, die Verzweiflung, die Ausweglosigkeit der gesamte Situation und immer wieder der Gedanke, wie man diesen Stalker loswerden könnte, konnte der Autor mir gut vermitteln. Ich habe förmlich mit der Familie gelitten. Auch wenn Selbstjustiz natürlich keine Lösung ist, konnte ich die Ohnmacht der Familie und insbesondere des Protagonisten Tiefenthaler gut nachempfinden. Das Buch hat mich in seinen Bann gezogen, aber auch erschreckt, berührt und nachdenklich gemacht. Was würde ich in so einer Situation tun? Fazit: 4 von 5 Sternen © Fanti2412

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  • Beklemmend und vielschichtig

    Angst
    Tintenelfe

    Tintenelfe

    09. April 2013 um 18:10


  • Leserunde zu "Angst" von Dirk Kurbjuweit

    Angst
    Rowohlt_Verlag

    Rowohlt_Verlag

    Lesen Sie jetzt mit uns Dirk Kurbjuweits neuen spannenden Psychothriller «Angst» Das saturierte Leben von Randolph Tiefenthaler scheint mit dem Kauf der schönen Berliner Altbauwohnung seine Erfüllung zu finden. Der Architekt und seine Familie ahnen nichts Böses, als der schrullige Herr Tiberius ihnen Kuchen vor die Tür stellt. Doch bald wird der Nachbar aus dem Souterrain unheimlich. Er beobachtet Tiefenthalers Frau, schreibt erst verliebte, dann verleumderische Briefe, erstattet sogar Anzeige. Die Ehe stürzt in eine Krise, das bloße Dasein des Nachbarn vergiftet den Alltag. Tiefenthaler vertraut lange auf den Rechtsstaat, der aber zeigt sich hilflos gegenüber dem Stalker. Die zerstörte Sicherheit erschüttert Tiefen­thaler im Innersten. Denn er kennt die Angst schon lange. Sein eigener Vater ist ein Waffennarr, als Kind musste Randolph schießen lernen und fürchtete stets das Schlimmste. Vater und Sohn sind sich seit Jahren fremd – doch nun bringt die unerträgliche Situation Randolph auf einen entsetz­lichen Gedanken ... Um einen Eindruck von Dirk Kurbjuweits nervenaufreibenden Psycho-Thriller zu gewinnen, finden Sie hier einen Auszug aus den ersten Seiten des Buches: http://www.rowohlt.de/fm/131/Kurbjuweit_Angst.pdf Wir suchen 20 mutige Testleser, die den Thriller des Spiegel-Redakteurs Dirk Kurbjuweit mit uns gemeinsam lesen, diskutieren und rezensieren möchten! Schreiben Sie uns, warum Sie gerne an dieser Leserunde teilnehmen möchten und bewerben sich damit bis einschliesslich Montag, den 28. Januar 2013  um 13 Uhr im Unterthema "Bewerbung für die Leserunde" für ein Freiexemplar des Buches. Wir freuen uns auf die Bewerbungen und eine spannende Leserunde mit vielen Diskussionen!

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    • 263
  • Tiefsinnige Spannung

    Angst
    jackdeck

    jackdeck

    03. April 2013 um 11:30

    Randolph Tiefenthaler zieht mit seiner Familie in eine schicke Berliner Altbauwohnung. Anfangs hat man noch den Eindruck der „nette“ Nachbar von nebenan Herr Tiberius will zu frischeingezogenen Mitbewohnern nur entgegenkommend sein. Doch innerhalb kurzer Zeit wird aus kleinen Gefälligkeiten wie einem Kuchen schnell eine perfide Verleumdung. Randolph und seine Frau werden des Missbrauchs an den beiden Kindern bezichtigt. Die ANGST vor dem was Tiberius in seinem Wahn noch anstellen könnte zersetzt das Familienleben und die Beziehung wie faules Fleisch. Es entsteht eine schier ausweglose Situation. Beim Lesen springt man oft in die frühen Jugendjahre von Randolph zurück, seine Erlebnisse mit seinem Vater, dieser legt mit seiner Vorliebe für Schusswaffen den Grundstein dafür das Randolph oft zögernd und eher passiv reagiert. Ich würde auf dieses Buch durch ein Interview mit dem Autor aufmerksam, ich erwartete ein vielschichtiges Buch, welches sich ernsthaft mit dem Thema Stalking und Selbstjustiz auseinandersetzt. Meine Erwartungen an das Buch wurden erfüllt, der Autor ging in die Tiefe der Seele und hinterließ mich als Leser sehr nachdenklich.

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  • Rezension zu "Angst" von Dirk Kurbjuweit

    Angst
    kampfsenf

    kampfsenf

    13. March 2013 um 22:59

    "Angst" von Dirk Kurbjuweit ist ein Roman wie ich ihn in der Art noch nie gelesen habe. Die Geschichte hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Gleich zu Beginn wird dem Leser mitgeteilt, dass der Nachbar des Erzählers getötet wird. Im weiteren Verlauf wird die Vergangenheit aufgerollt und man erfährt die Beweggründe. Der Nachbar entpuppt sich als absoluter Psychopat. Man kann sich sehr gut in die Familie Tiefenthaler reinversetzen und die Hilflosigkeit spüren. Sie erwarten Gerechtigkeit vom Staat, bekommt diese jedoch nicht. Die Erzählweise ist relativ linear, d.h. ohne spannungsgeladene Cliffhanger, trodem konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Meiner Meinung ist der Schreibstil absolut intelligent und zieht den Leser bis er das Ende erfährt in einen Bann. Dises Buch war das erste von Kurbjuweit das ich gelesen habe. Es hat mich absolut überzeugt und ich werde in Zukunft mehr von ihm lesen und mir auch mal die Empfehlungen von Amazon anschauen (Leser die Angst gekauft haben kauften auch...). Das Buch hat jeden einzelnen der 5 Sterne redlich verdient.

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  • Rezension zu "Angst" von Dirk Kurbjuweit

    Angst
    CocuriRuby

    CocuriRuby

    13. March 2013 um 10:08

    In „Angst“ geht es um Randolph Tiefenthaler, der ein erfolgreicher Architekt ist, zwei liebenswerte Kinder und eine schöne und intelligente Frau hat, von der er sich etwas entfernt hat, aber trotzdem zufrieden ist mit seinen Leben. Doch dieses Leben wird durch den Nachbarn unter ihnen gestört. Was mit scheinbar harmlosen kleinen Aufmerksamkeiten begann, wandelt sich in Überwachung, obszönen Briefen und schrecklichen Vorwürfen, die das Leben unerträglichen machen. Der sogenannte Rechtsstaat lässt die verzweifelte Familie hilflos zurück. (Bekommen keine Hilfe.) Bis in Tiefenthaler, getrieben von seinen Ängsten und geführt von seiner Kind- und Jugendzeit der 60er-70er Jahre, mit einem Waffenfetischisten als Vater, den er gleichermaßen liebt und fürchtet, beginnt ein Plan (eine Idee) zu keimen. (kürzen: So verläuft sein Leben über Jahre hinweg und sein Vater, eine Waffennarr, will ihm helfen) „Angst“ klingt wie ein Rechenschaftsbericht eines Mannes, der keine andere Möglichkeit mehr sieht, lässt dabei aber tief in sich blicken. Es ist wahrlich keine leichte Kost. Die Angst der man in einer solchen Situation ausgesetzt ist, wird hervorragend geschildert, genauso wie die angstdominierte Kindheit und die verfahrene Ehe. Vor allem ausgelöst durch das schmerzliche Nichtstun der Polizei, Ämtern und Anwälten. Es zeigt was passieren kann, wenn man von dem Rechtstaat, auf welches man vertraut, einen im Stich lässt. Es zeigt welche dunklen Tiefen in jedem von uns stecken, wenn man von Angst und Verzweiflung getrieben ist. Und stellt die Frage auf, ob man wirklich der Mensch ist, den man glaubt zu sein. In „Angst“ stecken viele große Sätze, die einen mehr als nur ins grübeln geraten lassen. Es sind an sich nur kleine Wahrheiten, die aber die Welt auf den Kopf stellen können.

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  • Rezension zu "Angst" von Dirk Kurbjuweit

    Angst
    StackOfBooks

    StackOfBooks

    24. February 2013 um 21:52

    Randolph hat Angst. Angst um seine Familie, denn der neue Nachbar, der in dem Haus wohnt, in dem die vier gerade eine Eigentumswohnung bezogen haben ist unheimlich. Erst sind es nur ein paar gebackene Leckereien auf der Fußmatte, dann Liebesbriefe an seine Frau und dann kommen die Anschuldigungen, die beiden würden ihre Kinder missbrauchen. Wegziehen ist keine Option und als auch die Polizei und der Anwalt nicht helfen kann gibt es scheinbar nur noch eine Lösung: Selbstjustiz. Doch Randolph hat nicht nur Angst vor dem Nachbarn, der seine Familie bedroht; er hat auch Angst vor seinem Vater, einem Waffennarr. Diese Angst vor dem Vater ist ein ganz ganz essentieller Teil der Geschichte. Es gehen sage und schreibe 170 Seiten ins Land, auf denen es um fast nichts anderes geht als die Angst vor dem Vater, vor seinen Waffen, was der Vater alles damit anstellen könnte wenn er mal auf seine Kinder wütend ist. Mir war das zu viel, klar der Titel ist 'Angst' aber ich bin mit der Erwartung rangegangen, dass es sich hauptsächlich um den Nachbar drehen wird. Das die Vergangenheit natürlich dazu gehört und die Leute zu einem großen Teil ausmacht ist klar, aber muss das so sehr breit getreten werden? Ich glaub 3-4 'Anekdoten' über die Waffenliebe des Vaters hätten es auch getan. Und die Erwartung des Lesers ist hier glaub ich allgemein ein wichtiger Punkt: Titel, Aufmachung und Werbung suggerieren einen Thriller, es ist aber kein Thriller. "Angst" ein Roman. Wäre ich mit dieser Erwartungshaltung an das Buch rangegangen hätte es mir glaub ich besser gefallen, aber so hab ich die ganze Zeit gewartet, dass es endlich spannend wird, wurde es aber nicht. Vielleicht interessanter aber nicht spannend. Schade eigentlich, denn im Grunde ist "Angst" eine gute Geschichte darüber was die bloße Gegenwart von Anschuldigungen, die nicht stimmen, oder Waffen, die immer verschlossen sind, anrichten können. Wie groß die Angst vor so einer unterschwelligen Gefahr sein kann auch wenn nicht 'wirklich' etwas passiert ist, im Sinne von 'wir können nichts tun', wenn die Polizei gerufen wurde. Aber so hat es mir leider nicht so gut gefallen.. schade.

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  • Rezension zu "Angst" von Dirk Kurbjuweit

    Angst
    ForeverAngel

    ForeverAngel

    23. February 2013 um 11:06

    Angst ist kein Thriller, wie man bei dem Titel vielleicht zunächst glauben mag. Angst ist ein zeitgenössischer Roman, der sehr nachdenklich ist und auf seine ganz eigene Art mit dem Gefühl der Angst umgeht. Es geht um Randolph und seine Familie, die von einem anfangs nett wirkenden Nachbarn bedroht werden. Er erhebt schwere Vorwürfe gegen sie und wenn sie anfangs noch dachten, Tiberius sei einfach ein durchgeknallter Spinner, beginnen sie bald, sich zu fragen, ob er nicht doch recht hat. Gleichzeitig erfahren wir viel aus Randolphs Vergangenheit. Schon seine Kindheit wurde von Angst dominiert. Für mich war Angst eher schwere Kost. Es ist kein Buch, das man mal eben weglesen kann und auch keines, das mich an die Seiten fesselt. Es ist nicht langweilig, aber auch nicht spannend. Es liest sich einfach etwas zähh, ist aber thematisch ganz interessant. Überzeugen konnte es mich trotzdem nicht, da das Gefühl der Angst, das so oft angesprochen wurde, sich nicht auf mich übertragen konnte. Die tiefen Gefühle konnten leider nicht transportiert werden und blieben eine Geschichte.

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  • Rezension zu "Angst" von Dirk Kurbjuweit

    Angst
    Sophia!

    Sophia!

    22. February 2013 um 00:40

    „Man muss Geschichte einteilen, sonst verliert man den Überblick.“ _ Diese fast schon philosophisch anmutenden Worte lässt Dirk Kurbjuweit den Protagonisten der Geschichte sprechen, Randolph Tiefenthaler, dessen Leben völlig aus dem Nichts von Grund auf erschüttert wird. Während er sich sowohl beruflich als auch privat durchaus erfolgreich etablieren konnte und ein leben voller Zufriedenheit führt, taucht sie auf: Die Angst. Ein ominöses Gefühl, das ihn im Kern seiner Selbst tief erschüttert und ihm all das zu stehlen vermag, was ihn ausmacht: Seine Familie, sein Glück, sein Leben. _ In dynamischen Szenenwechseln und detailliert beschriebenen Emotionen fällt es dem Leser leicht, in die Geschichte einzusteigen und die Handlung mitzuverfolgen. Aus der Sicht des Protagonisten selbst beschrieben, gelingt es, dessen Ängste nachzuempfinden und ebenso Fassungslosigkeit und Wut angesichts der rücksichtslosen Intrigen eines sonderbaren Fremden aufzubauen. Rückblenden machen den Text interessanter und lassen viel über Randolphs Persönlichkeit erfahren. Wie geht er mit der bedrohlichen Situation um? Wird er sich gegen die Beschuldigungen zur Wehr setzen können? Und kann am Ende die Gerechtigkeit siegen? _ Fazit: Normalität und Alltag, so lautet der Rahmen, aus dem sich massive Bedrohung und Angst entwickeln. Es sind keine überbordenden Phantasmen, die diese Angst entstehen lassen, sondern das Gewöhnliche, das Bekannte. Gerade deswegen entfaltet dieser Text sein zutiefst erschütterndes Potenzial. Sehr zu empfehlen!

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  • Rezension zu "Angst" von Dirk Kurbjuweit

    Angst
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. February 2013 um 12:17

    "Angst" handelt von der Angst des Protagonisten Randolph und seiner Familie. In ihrem Haus wohnt ein Mann namens Herr Tiberius, der die Familie erst mit kleinen Freundschaftsgaben, z.B. einem Kuchen vor der Tür, überrascht, zunehmend allerdings zur Bedrohung wird und die Mutter belästigt. Außerdem wirft er den Eltern sexuellen Mißbrauch ihrer Kinder vor und zeigt sie sogar an. Die Familie versucht mit allen zur Verfügung stehenden Rechtsmitteln, Herrn Tiberius aus dem Haus zu bekommen und die Familie zu beschützen. Leider sind sie in keinem Fall erfolgreich. Das Buch lebt von den Gefühlen Randolphs von Angst und Bedrohung in der Kindheit Randophs durch den Vater und die Waffen, die dieser sammelt; Eheprobleme, das Gefühl, dass vielleicht etwas an den Anschuldigungen von Tiberius dran sein könnte, gegenseitige Beschuldigungen, die Hilflosigkeit, weil das Rechtssystem die Familie nicht schützen kann. Kontroves zu diskutieren ist die Frage, inwieweit Selbstjustiz gerechtfertigt werden kann und darf. Mir ist diese Frage immer, auch nach dem Lesen, im Hinterkopf geblieben. Ich kann Randolph und seinen Vater verstehen und ihr Verhalten nachvollziehen. Aber was, wenn jeder so handelt?

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  • Rezension zu "Angst" von Dirk Kurbjuweit

    Angst
    dorli

    dorli

    21. February 2013 um 09:14

    Randolph Tiefenthaler zieht mit seiner Familie in eine Eigentumswohnung in Berlin-Lichterfelde. Die gutbürgerliche Umgebung und die angenehme Nachbarschaft machen den Architekten zuversichtlich, mit dieser Wohnung die richtige Wahl getroffen zu haben. Doch dann ändert sich die Situation. Der zunächst überaus freundliche Nachbar aus dem Souterrain wandelt sich, wird von der Kuchen und Plätzchen schenkenden Freundlichkeit zu einer die Normalität fressenden und den Alltag vergiftenden Bedrohung. Herr Tiberius bezichtigt die Tiefenthalers, ihre Kinder zu missbrauchen und treibt die Familie mit den haltlosen Anschuldigungen fast in den Wahnsinn… Dirk Kurbjuweit hat mich mit „Angst“ sehr schnell in seinen Bann gezogen. Die Geschichte beginnt im Gefängnis mit dem eigentlichen Ende der Ereignisse: Randolphs Vater wurde wegen Totschlags zu mehreren Jahren Haft verurteilt. Im Folgenden berichtet Randolph dann, wie es dazu kam, dass sein Vater diese Strafe verbüßt. Dazu lässt der Autor seinen Hauptprotagonisten sehr eindringlich aus seinem Leben erzählen. In zahlreichen Rückblenden erfährt der Leser, mit welchen Ängsten Randolph Zeit seines Lebens zu kämpfen hatte und hat. Daraus erklärt sich sein zögerliches Verhalten während der aktuellen Geschehnisse. Schon frühzeitig ist Randolph klar, dass er hätte eingreifen müssen, um Herrn Tiberius von seinem Tun abzuhalten. Aber immer wieder kann Randolph sich nicht aufraffen, jede Gelegenheit für ein klärendes Gespräch lässt er verstreichen. Der Autor versteht es hervorragend, Randolphs Unglaube und seine Verzweiflung zu vermitteln, als er - der gute Bürger, dem Unrecht getan wird – von der Justiz allein gelassen wird. Die Hilflosigkeit wächst und als die Situation für die Familie unerträglich wird, greift man zu einer drastischen Maßnahme. Auch wenn ich persönlich Selbstjustiz als einzigen Ausweg nicht nachvollziehen kann (ich wäre einfach aus dieser Wohnung ausgezogen), hat sich bei den Tiefenthalers dieser Gedanke als einzige Lösung ihres Problems festgesetzt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, die Geschichte der Familie Tiefenthaler hat mich durchweg gefesselt und sehr bewegt. Ich fand es spannend und erschreckend zugleich, wie schnell Alltag und Normalität durch eine Lüge aus der Bahn geworfen werden können.

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  • Rezension zu "Angst" von Dirk Kurbjuweit

    Angst
    Ani

    Ani

    16. February 2013 um 23:05

    Der Architekt Randolph Tiefenthaler und seine Frau kaufen eine schöne Altbauwohnung in Berlin. Gemeinsam mit ihren beiden Kindern verwandeln sie diese in ein gemütliches Heim. Mit der Nachbarschaft scheinen sie es gut getroffen zu haben. Herr Tiberius, der im Souterrain wohnt, stellt ihnen sogar Kuchen vor die Tür. Doch plötzlich verändert sich sein Verhalten, denn er zeigt deutliches Interesse an Randolphs Frau und schreibt ihr erst verliebte Briefe, geht dann zu Verleumdungen und unterschwelligen Drohungen über, um schließlich bei der Polizei Anzeige zu erstatten. Randolph setzt sein Vertrauen in den Rechtsstaat, denn seine Frau und er selbst, sind sich keiner Schuld bewusst und hoffen, dass der verleumderische Spuk schnell ein Ende finden wird. Doch Tiberius lebt ja im gleichen Rechtsstaat und da er die Familie nicht offen angreift, kann er sein Treiben munter fortsetzen. Die Atmosphäre in der Familie Tiefenthaler wird immer angespannter und allen ist klar, dass etwas passieren muss.... Meine Meinung In Dirk Kurbjuweits Roman erzählt der Hauptprotagonist Randolph Tiefenthaler seine Geschichte. Er greift den Ereignissen etwas voraus, denn gleich zu Beginn erfährt man, dass sein Vater im Gefängnis sitzt und dort eine Strafe wegen Totschlags verbüßen muss. Dennoch ist das Interesse an der Handlung sofort geweckt, da man unbedingt erfahren möchte, was einen alten Mann dazu treiben kann, die Familie seines Sohnes auf diese Art zu schützen. Durch die gewählte Erzählperspektive erlebt man hautnah, wie die Angst sich langsam Randolphs Familie schleicht, dort die Atmosphäre vergiftet und schließlich den Alltag bestimmt. Man erfährt allerdings nicht nur von der Angst, die Tiberius durch sein Verhalten auslöst, sondern von tief verschütteten Ängsten, denen Randolph in seiner Kindheit ausgesetzt war. Denn Rückblicke in diese Tage zeigen, dass Randolphs Vater ein großes Sicherheitsbedürfnis hatte. Um sich und seine Familie zu schützen, legte er eine umfangreiche Waffensammlung an, nahm regelmäßig an Schießübungen teil, zu denen Randolph ihn schon als kleiner Junge begleiten musste, und verließ das Haus selten ohne Waffe. Sicherheit und Schutz sieht Randolph in diesen Waffen nicht, denn er lebte ständig in der Angst, dass der Vater ihn, oder seine Geschwister, erschießen könnte. Und nun ist Randolph das Familienoberhaupt und seine Familie befindet sich in Gefahr. Der Staat sieht das allerdings anders, denn angegriffen hat Tiberius die Familie nicht und ob es sich bei seinen Vorwürfen wirklich um bloße Verleumdungen handelt, muss geklärt werden. Randolphs Vertrauen in den Rechtsstaat wird tief erschüttert. Ungläubig und hilflos muss er mitansehen, wie sich sein Traum von einer heilen Familienwelt in den eigenen vier Wänden langsam in einen Albtraum verwandelt. Angst steht im Zentrum der Handlung. Es gelingt Dirk Kurbjuweit hervorragend die verschiedenen Facetten der Angst zu beschreiben, und zu vermitteln, welchen Einfluss sie nehmen kann. Die Protagonisten wirken sehr lebendig und ihre Reaktionen nachvollziehbar. Obwohl man sich beim Lesen manchmal wünscht, dass Randolph endlich mehr Rückgrat zeigt. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm lesbar. Man kann sich die entsprechenden Szenen gut vorstellen und hat das Gefühl, dass man Randolph gegenüber sitzt und seiner Geschichte lauscht. Diese ist durchgehend interessant und kann mit einer unverhofften Wendung punkten. Insgesamt gesehen habe ich mich beim Lesen sehr gut unterhalten. Doch leider habe ich vollkommen falsche Erwartungen gehabt und wurde deshalb etwas enttäuscht. Denn in der Leserunde zu diesem Buch wurden ja mutige Testleser, für einen spannenden und nervenaufreibenden Psycho-Thriller, gesucht. Spannung und Nervenkitzel suchte ich leider vergeblich - doch dafür wurde ich mit einer durchgehend interessanten und zum Nachdenken anregenden Geschichte belohnt.

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  • Rezension zu "Angst" von Dirk Kurbjuweit

    Angst
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. February 2013 um 10:44

    Vorab möchte ich gleich mal sagen, dass ich meine Rezension etwas kürzer halten werde, da ich auf keinen Fall zu viel verraten möchte, ich aber auch nicht weiß, was ich am besten verraten sollte. Inhalt: Randolph Tiefenthaler zieht mit seiner Familie in eine Altbauwohnung in Berlin. Zunächst ist noch alles schön und gut. Doch der Nachbar aus dem Souterrain, Herr Tiberius, macht Randolph nach und nach mehr Angst. Vom Kuchen vor der Haustüre wird schnell ein Ausspionieren im Garten. Und als er es scheinbar auch noch auf Randolphs Frau abgesehen hat, beherrscht die Angst sein Leben immer mehr. Meine Meinung: Also zunächst einmal muss ich sagen, dass das Buch vom Verlag als Psychothriller ausgeschrieben wurde und für die Leserunde mutige Leser gesucht wurden. Durch diese Beschreibung habe ich mich auf ein nervenaufreibendes Buch eingestellt. Doch meine Vorstellung war komplett falsch. Das Buch geht eher als Roman durch. Trotzdem kann ich sagen, dass es mich gut unterhalten hat. Das Buch beginnt mit dem Ende der „Geschichte“. Es wird abwechselnd von Randolphs Kindheit und der Gegenwart erzählt. Mehr möchte ich dazu jetzt auch schon nicht mehr sagen, lasst euch diesbezüglich überraschen. Fazit: Das Buch geht für mich nicht als Psychothriller durch, sondern als Roman. Trotz der falschen Erwartungen hat mich das Buch überzeugt und mich gut unterhalten. Ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen. Von mir gibt es 4 Sterne.

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  • Rezension zu "Angst" von Dirk Kurbjuweit

    Angst
    Nalany

    Nalany

    13. February 2013 um 18:27

    Randolph Tiefenthaler erfüllt sich mit seiner Frau und seinen beiden Kindern einen Traum und zieht in eine Altbauwohnung in Berlin. Die Familie fühlt sich wohl ahnt jedoch nicht, dass der Nachbar aus dem Souterrain nicht so harmlos ist wie es zunächst aussieht. Aus Keksen vor der Haustür wird schnell mehr. Das Leben in Angst beginnt. Ich habe mich für die Leserunde zu diesem Buch beworben und bin zunächst davon ausgegangen, dass es sich um einen „nervenaufreibenden Psycho Thriller“ handelt, so wie es die Beschreibung des rowohlt Verlags hergibt. Dies war jedoch nicht der Fall und hat mich zunächst ein wenig verwirrt. Das Cover ist für mich typisch für einen blutigen Thriller und hat mich sofort angesprochen, doch nach dem Lesen würde ich das Buch nicht in diese Sparte einordnen. Hat man sich einmal auf die „unblutigen“ Erzählungen des Randolph Tiefenthaler eingestellt, ist das Buch sehr gut zu lesen. Die 250 Seiten gehen flüssig ineinander über. Die Rückblicke in die Vergangenheit des Ich-Erzählers Randolph waren manchmal ein wenig lang, doch die Entwicklung die die Familie über das Buch macht, wie sie sich an die Situation und das Leben mit dem Stalker anpasst, fand ich sehr interessant und gut wiedergegeben. Der Erzählstil ist anders, aber sehr gut und gefällt mir. Das Buch ist durchaus zu empfehlen, aber ncihts für Leser die einen blutigen actionreichen Thriller erwarten.

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