Dirk Kurbjuweit Kriegsbraut

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Inhaltsangabe zu „Kriegsbraut“ von Dirk Kurbjuweit

Die junge Esther beschließt, Soldatin zu werden, um ihrem bislang ziellosen Leben eine Richtung
zu geben. Bald wird sie nach Afghanistan geschickt. Staub, betäubende Hitze und eine trügerische Langeweile, in der stets Anschläge drohen, bestimmen die Tage im Bundeswehrcamp. Gleichzeitig lernt Esther ein wildes, schönes Land kennen – und trifft auf den rätselhaften Schulleiter Mehsud. Zögerlich verlieben die beiden sich. Eine äußerst riskante Beziehung gegen alle Vernunft undgegen alle Regeln.

Gefühlvolle Story über eine aussichtslose Liebe in. Afghanistan

— Buecherfreundinimnorden

Die deutschen Frauen sind alle frei, und die afghanischen alle unterdrückt? So einfach ist es nicht, weiß Dirk Kurbjuweit. Sensibel.

— alasca

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  • Tragisch, aber schön..

    Kriegsbraut

    Buecherfreundinimnorden

    24. April 2017 um 19:42

    Anfangs fiel es mir schwer, die Hauptperson Esther zu akzeptieren: viel zu lange lässt sie sich nach meinem Geschmack von einem verheirateten Mann hinhalten. Sie nimmt die Rolle der Geliebten hin, obwohl sie eigentlich fest daran glaubt, etwas besseres verdient zu haben. Das kennt man schon, das fand ich eher langweilig. Doch in dem Moment, als Esther beschließt, Soldatin zu werden, hatte sie meine ganze Aufmerksamkeit: und dabei ist es geblieben. Frauen bei derBundeswehr, noch dazu im Auslandseinsatz in Afghanistan, wo es alles gibt, nur keinen Frieden - das war spannend. Der Autor kann erzählen, ich werde auch sein nächstes Buch lesen

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  • mal was anderes

    Kriegsbraut

    lisalercher

    17. August 2014 um 08:49

    auf das buch bin ich über eine rezension im literaturteil einer zeitung gestoßen - mich hat das thema angesprochen - die geschichte einer bundeswehrsoldatin im kriegseinsatz. das buch ist flott geschrieben, die geschichte hat einen sog entwickelt und ich fand es spannend, einen einblick in eine welt zu bekommen, die mir ansonsten fremd ist. beeindruckt hat mich vor allem, wie gut sich der autor in die psyche einer frau hineindenken kann.

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  • Rezension zu "Kriegsbraut" von Dirk Kurbjuweit

    Kriegsbraut

    Chrissie007

    30. November 2011 um 09:05

    Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht genau weiß, was der Autor uns mit diesem Buch sagen will. Laut Klappentext hatte ich etwas anderes von dem Buch erwartet. Ich dachte, dass es sich viel mehr um den Einsatz von Esther in Afghanistan dreht als um Esthers Liebesleben. Ich denke, dass man bei dem Buch sehr viel zwischen den Zeilen lesen kann bzw. muss, aber da hatte ich nicht die Muße für, weil mich das Thema auch nicht wirklich angesprochen hat. Was ich aber bemerkenswert finde, ist, dass sich ein Mann (der Autor) an der Gefühlswelt einer Frau versucht hat. Das finde ich sehr mutig. Persönliches Fazit: Werde das Buch wohl schnell wieder vergessen, weil es mich nicht beeindruckt hat.

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  • Rezension zu "Kriegsbraut" von Dirk Kurbjuweit

    Kriegsbraut

    Ruth_liest

    26. November 2011 um 17:25

    Was treibt Menschen in eine Armee? Warum ziehen Frauen zunehmend Uniformen an? Ich weiß es nicht - ehrlich nicht. Das Buch "Kriegsbraut" lässt mich in dieser Frage ratlos zurück. Kurbjuweits beschreibt in seinem jüngsten Roman den Weg einer jungen Frau - Esther - zur Bundeswehr. Von Berlin nach Afghanistan folgt der Leser ihren Spuren. Von Einsamkeit zur Kameradschaft könnte man sagen. Zum Bundeswehreinsatz gehört aber nicht nur Kameradschaft und der Einsatz für die Einhaltung der Menschenrechte. Vor allem gehört die Angst vor den Taliban dazu. Die Angst, nicht zu wissen, wer der "Feind" ist. Jeder Kochtopf am Rande eines Feldes wird zur tatsächlichen oder möglichen Bedrohung. Und dann folgt die Liebe. Eine "unmögliche" Liebe ist es wohlgemerkt. Sie wird gestört durch die blutige Spuren, die die Taliban und die westlichen Armeen durch das Land ziehen. Mit jeder Lektüreseite wächst die Beklemmung. Am liebsten würde man Esther zurufen: "Schmeiß den Kram hin". Treffend lässt Kurbjuweit seine afghanische Hauptfigur Mesud sagen, dass wer immer das Land betritt, sich schuldig macht. Aber, wer immer das Land verlässt, macht sich auch schuldig am Elend in der Region. Kriegsbraut ist ein ganz starkes Buch. Es fesselt auch nicht primär an politischen Fragen interessierte Leser.

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  • Rezension zu "Kriegsbraut" von Dirk Kurbjuweit

    Kriegsbraut

    bücherelfe

    15. June 2011 um 21:02

    Esther, leicht beziehungsgeschädigt, entschliesst sich Soldatin zu werden und wird alsbald nach Afghanistan geschickt. In diesem Rahmen begegnet sie dem einheimischen Schulleiter Mehsud. Langsam aber unaufhörlich und immer bedacht darauf, kein Aufsehen zu erregen, bewegen sich die beiden aufeinander zu. „Ich werde da sein. Aber wenn du es dir anders überlegst, ist es in Ordnung. Ich habe es nicht weit.“ „Das wäre in Ordnung?“ „Ich meine, du hast diese Möglichkeit.“ „Ich will diese Möglichkeit nicht.“ „Nur für den Fall.“ Erwartet habe ich von „Kriegsbraut“ eine Liebesgeschichte zwischen zwei Kulturen. Bekommen habe ich etwas Anderes. Die Vorgeschichte, bis hin zu dem Zeitpunkt, als Esther Afghanistan das erste Mal betritt, nimmt einen recht grossen Teil des Romans in Anspruch. Ebenso die Beschreibung ihres Alltags innerhalb des Bundeswehrcamps. Ein Alltag im Spannungsfeld zwischen betäubender Langeweile und latenter Bedrohung „Kriegsbraut“ liest sich – zumindest was die Handlung am Hindukusch betrifft - wie eine Reportage. Inwieweit das alles einigermassen realitätsnah ist, sei dahingestellt. Dass der Autor auch erfolgreicher Redakteur ist, wundert nicht. Seine bildhafte und klare Sprache zeigt die wilde Schönheit dieses vom Krieg gebeutelten Landes so, als handelte es sich um einen Dokumentarfilm. Diese anfänglich erwartete Liebesgeschichte zwischen zwei Kulturen scheint nebensächlich zu sein. Das tut allerdings dem Lesegenuss keinen Abbruch. Ich habe „Kriegsbraut“ innerhalb eines Tages in einem Rutsch weggelesen und war ganz und gar nicht enttäuscht davon. Im Gegenteil; Dass ein Buch es schafft, mich auf den letzten paar Seiten noch so richtig zu überraschen, ist eher selten der Fall. Dirk Kurbjuweit hat das hingekriegt. Schon alleine dafür hat er ein Lob verdient. Dieses Mal kein Fazit sondern eine Empfehlung: Wer die Angewohnheit hat, bei einem neuen Buch erst einmal auf die letzten paar Seiten zu spicken, sollte das bei diesem Buch unbedingt lassen. Es wäre schade drum. denn mich hat dieser Schluss irgendwie kalt erwischt.

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  • Rezension zu "Kriegsbraut" von Dirk Kurbjuweit

    Kriegsbraut

    Monsignore

    11. March 2011 um 19:45

    Eine "literarische Sprengfalle" nennt ein FAZ-Rezensent diese erste literarische Verarbeitung des Afghanistan-Krieges - ich würde es lieber ein "Minenfeld" nennen. Im Mittelpunkt steht die Liebe einer deutschen Soldatin und einem afghanischen Dorfschulleiter. Eine Liebe, die auf beiden Seite nicht sein darf und bei Enttdeckung scharf sanktioniert werden würde. Doch der Autor zählt zu den führenden intellektuellen Journalisten unseres Landes und blättert das eigentliche Thema vielfältig, klug und differenziert auf. Das gelingt ihm im Rahmen einer dynamischen und vielschichtigen Handlung. Man kann diesen Roman verschlingen - und man kann ihn immer wieder lesen und dabei Neues entdecken. "Solange es Afghanistan gibt, ist niemand unschuldig!" sagt der Schulleiter an einer Stelle - und die Soldatin wird im klassischen Sinne schuldlos schuldig, hat nach einem Gefecht Blut an den Händen, das sich nicht mehr abwaschen lässt. Der Autor kann Szenen entwerfen, die tief ins Herz treffen, die intime Befindlichkeiten in den Fängen der Politik auf den Punkt bringen. Sein Ton kann ins Lakonische kippen, kann satirische Züge entwickeln, wo es sein muss. Bei mir hat dieses Buch diverse Vorurteile beseitigt, es hat mich etwas schlauer gemacht - und es hat mich nach einem selten guten Lesegenuss verstört zurückgelassen. - Bestnote für dieses Buch, dem ich viele Leser wünsche ...

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