Dirk Liesemer

 4.2 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Lexikon der Phantominseln, Streifzüge durch die Nacht und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Dirk Liesemer

Dirk Liesemer, geboren 1977, studierte Politik und Philosophie in Münster und Rennes, Frankreich. Er besuchte die Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg und arbeitete als Redakteur in Berlin und München. Heute ist er als freiberuflicher Autor für diverse Magazine, u.a. mare, Free Men’s World und Spiegel tätig und schreibt vor allem über Geschichte, Natur und Gesellschaft. Für Recherchen war er außerdem in Tunesien, Ruanda und Kenia, in Weißrussland und der Ukraine, im Kosovo und in Italien unterwegs und reiste per Anhalter über den Balkan. Von ihm erschienen bereits die Bände „Lexikon der Phantominseln“ und „Aufstand der Matrosen. Tagebuch einer Revolution“.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Aufstand der Matrosen

Erscheint am 01.01.2021 als Hörbuch bei Hierax Medien.

Alle Bücher von Dirk Liesemer

Cover des Buches Lexikon der Phantominseln (ISBN: 9783866482364)

Lexikon der Phantominseln

 (3)
Erschienen am 23.08.2016
Cover des Buches Streifzüge durch die Nacht (ISBN: 9783890295305)

Streifzüge durch die Nacht

 (2)
Erschienen am 06.07.2020
Cover des Buches Aufstand der Matrosen (ISBN: 9783866482890)

Aufstand der Matrosen

 (1)
Erschienen am 14.08.2018
Cover des Buches Aufstand der Matrosen (ISBN: 9783863524968)

Aufstand der Matrosen

 (0)
Erscheint am 01.01.2021

Neue Rezensionen zu Dirk Liesemer

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Rezension zu "Streifzüge durch die Nacht" von Dirk Liesemer

Einladung zur Entdeckung der Dunkelheit
evaczykvor einem Monat

Fast scheint es, als sei in diesen eher düsteren Pandemiezeiten die Nacht eine neue Lese-Entdeckung: Der amerikanische Astrophysiker Trinh Xuan Thuan schrieb vor einiger Zeit und für einen Naturwissenschaftler ungewöhnlich poetisch über die "Magie der Nacht", der Landschaftsfotograf Kilian Schönberger nahm mit "Nachts im Wald" die Leser in Wort und Bild mit zu Abenteuern zwischen Dämmerung und Sonnenaufgang und auch Dirk Liesemer begibt sich mit "Streifzüge durch die Nacht" in die Dunkelheit - mal in einem wandernden Alleingang, mal mit Experten als sachkundigen Gesprächspartnern.

Das unterscheidet dieses Buch von den eher in Einsamkeit recherchierten anderen Titeln. Liesemer trifft Künstler und Kreative, die Nacht künstlerisch verarbeiten, einen Klangexperten, der Geräusche - die in einer stillen Nacht ja noch viel unvermittelter wirken - in Filme als Klangteppich einwebt.  Der Autor begleitet einen Jäger auf den Hochsitz (und ist ganz froh, dass am Ende dieser Nächte kein Wildschwein oder Reh sein Leben lassen musste, auch wenn die Schilderung sicher nicht ohne Dramatik gewesen wäre), er geht auf nächtliche Pirsch mit Vogelkundlern und einer Fledermausforscherin.

Zudem beschränkt sich Liesemer mit seinen Streifzügen nicht auf die stille Seite der Nacht, die Abgeschiedenheit in der nur von Mondlicht und Sternen beschienenen Natur. Er folgt auch den Nachtseiten der Städte, sei es eine Wiener Ballnacht, sei es das Gespräch mit einem "Taxler", der nachts fährt und so manche Begegnung schildern kann. Dabei spielt sich Liesemer nicht in den Vordergrund, sondern hält sich angenehm zurück, lässt den Gesprächspartner oder die Gesprächspartnerin buchstäblich zu Wort kommen, reflektiert und beobachtet.

Ein wenig, so resümiert er am Ende, fühle er sich nach all diesen nächtlichen Streifzügen wie nach einem Auslandsjahr, dass man unternimmt, um eine neue Sprache erlernen - man beherrscht sie nach einem Jahr ganz passabel, fühle sich aber zugleich noch unsicher und wisse, dass es ein weiter Weg zur Perfektion ist: "So ist es auch mit der Nacht. Sie hat schier unfassbar viele Facetten, die sich an jedem Ort und mit jeder Jahreszeit auf eine ihr eigene Art und Weise darstellen." Und noch einen Tipp hat er für seine Leser parat: Wer die Nacht wirklich kennenlernen wolle, der solle das Buch beiseite legen und sich aufmachen. "nach draußen gehen und furchtlos ins Dunkel springen. Eines ist sicher: Sie werden direkt vor ihrer Haustür eine neue Welt kennenlernen, und selbst wenn Sie dort niemanden treffen, dann werden Sie zumindest einer Person begegnen: sich selbst." Schließlich war die Nacht schon immer die Zeit tiefer Gedanken und von Selbsterkenntnis. 

Und immerhin: Mit Herbstbeginn rückt die dunkle Jahreszeit wieder nahe an uns heran, langes Warten ist nicht erforderlich für einen Streifzug in die Dunkelheit. Auch dieses Buch macht Lust auf eigenes Entdecken.


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Rezension zu "Lexikon der Phantominseln" von Dirk Liesemer

Für alle die das Meer lieben ein echter Genuss.
lesestundenvor 4 Jahren

Erneut legt der mare Verlag ein gelungenes Buch vor, das mit seinen kurzen Anekdoten und Berichten begeistern und sehr gut unterhalten kann. Eine ausgefallene Vielfalt an ganz unterschiedlichen kurzen Texten, die kurios, spannend, seltsam und interessant sind, machen dieses Buch zu einer unterhaltsamen Lektüre für einen entspannten Abend. Die Aufmachung ist gelungen und stimmig, kann aber nicht mit dem Atlas der abgelegenen Inseln von Judith Schalansky mithalten. Insgesamt ein sehr schönes Buch, dass ich nicht mehr hergeben werde und das ich ganz sicher auch weiterempfehlen kann. Für alle die das Meer lieben ein echter Genuss.

Ausführliche Rezension: http://www.lesestunden.de/2016/09/lexikon-der-phantominseln-dirk-liesemer/

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