Dirk Maggs

 4,2 Sterne bei 74 Bewertungen

Alle Bücher von Dirk Maggs

Cover des Buches The Sandman (ISBN: B08M4C4DHT)

The Sandman

(25)
Erschienen am 11.01.2021
Cover des Buches The Sandman: Akt II (ISBN: B09GK9HJ1X)

The Sandman: Akt II

(9)
Erschienen am 26.01.2022
Cover des Buches The Sandman: Akt III (ISBN: B0BGPBP246)

The Sandman: Akt III

(3)
Erschienen am 03.11.2022
Cover des Buches The Sandman (ISBN: B086WQNXSL)

The Sandman

(4)
Erschienen am 15.07.2020
Cover des Buches The Sandman: Act II (ISBN: B098TX6CQX)

The Sandman: Act II

(2)
Erschienen am 22.09.2021

Neue Rezensionen zu Dirk Maggs

Cover des Buches The Sandman (ISBN: B08M4C4DHT)
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Rezension zu "The Sandman" von Neil Gaiman

ViktoriaScarlett
Kuriose Wendungen mit extrem viel Gewalt

Das viel gelobte Hörspiel entpuppte sich als sehr gewaltvolle Geschichte mit kuriosen Wendungen, wodurch meine Meinung ziemlich gespalten wurde. Anschließend verrate ich dir mehr.

Meine Meinung zur Geschichte:
Nachdem ich viel Gutes über das Hörspiel gehört hatte, war ich neugierig, was das wohl für eine Geschichte ist. Deshalb entschied ich im es mir zu kaufen und zu hören, doch es dauerte danach ziemlich lange, bis ich dazu kam. Ich habe keine Kenntnisse über den Comic, der dem Hörspiel zu Grunde liegt, der Klappentext erweckte mein Interesse. Mehrmals fragte ich mich bei was ich da gelandet war. 

Die einzige Konstante in der „Geschichte“ ist Dream aka Lord Morpheus, der Herrscher der Träume, Geschichten und Fantasie. Seine Figur kehrte immer wieder und stand im Fokus des Geschehens. Warum schrieb ich Geschichte in Anführungszeichen? Weil es eigentlich mehrere Geschichten sind, die mal mehr mal weniger zusammenhingen. Es gab enorm viele Wendungen und Sprünge zu anderen Ereignissen, die teilweise kuriose Ausmaße annahmen.

Das Hörspiel ist sehr gewaltvoll und absolut nichts für schwache Nerven. Obwohl ich viel aushalte, musste ich bei den Szenen im Diner schlucken. Ich überlegte sogar kurz das Hören abzubrechen, weil ich sowas eigentlich nicht hatte hören wollen. Tod, Folter, Wahnsinn und Schmerz gehören in vielen Abschnitten zur Handlung. Die Atmosphäre ist düster und grausam. Intrigen, Täuschungen und Profitgier sind ebenfalls Teil des Ganzen. Selten gab es einen positiven Lichtblick, wenn Dream etwas Gutes tat oder von seiner Schwester auf etwas Positives hingewiesen wurde. Mir war klar, dass die Geschichte finster und grausam sein wird, doch die Brutalität fand ich dann doch zu heftig.

Nicht nur einmal hatte ich überlegt abzubrechen. Das Geschehen war ziemlich verworren und schien stellenweise ohne Zusammenhänge. Dann erschien Dream und setzte ein wenig davon zusammen. Ich weiß  nicht so richtig, warum ich bis zum Ende durchgehalten habe. Ich vermute, dass ich wissen wollte, ob Dream zu seiner alten Stärke zurückfindet oder ob gewisse Schicksale erlöst werden. 

Meine Meinung zu den Sprecherinnen und Sprechern:
In diesem Hörspiel sind wahrlich eine der besten Sprecherinnen und Sprecher zu hören. Es verbindet grandiose und markante Stimmen mit einem starken Sounddesign. Der Cast war mitunter ein Grund, warum ich es bis zum Ende gehört habe. Ich finde, dass sie eine starke Leistung bei ihren Performances hingelegt haben. David Nathans und Andreas Fröhlichs Stimmen mochte ich am liebsten, weil sie regelrecht in ihren Rollen aufgingen. 

Sprecherinnen und Sprecher:
Dirk Maggs, David Nathan (Erzähler), Andreas Fröhlich (Morpheus), Giuliana Jakobeit (Rose), Vera Teltz (Urania Blackwell), Oliver Stritzel, Christoph Banken, Tobias Meister, Torben Liebrecht (Constantine), Maxi Häcke (Death), Dennis Schmidt-Foß (Korinther), Peter Flechtner (William Shakespeare), Sabine Falkenberg (Siamesische Katze), Manou Lubowski (Lucifer) und andere

Mein Fazit:
Das Hörspiel ist durch die Stimmen der Sprecherinnen und Sprechern und das Sounddesign eine starke Produktion, doch konnte mich die Geschichte nicht packen. Die Brutalität mancher Szenen war viel zu heftig. Mancher Abschnitt schien wirr und losgelöst von allem. Mehrmals war ich versucht abzubrechen, weil ich mich fragte, was ich da für ein komisches Zeug hörte. Gleichzeitig hatte das Geschehen rund um Dream etwas für sich. Alles andere hat mir nicht so wirklich gefallen. Gewalt, Tod und Folter beherrschten die Handlung lange Zeit. Positives geschah nur wenig und selten.

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Sternen!

Das Hörbuch wurde von mir über Audible gekauft und anschließend freiwillig rezensiert.

Cover des Buches The Sandman: Akt II (ISBN: B09GK9HJ1X)
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Rezension zu "The Sandman: Akt II" von Neil Gaiman

MoMe
Ein vielschichtiges und qualitativ hochwertig produziertes Hörspiel rund um den Herrscher der Träume

Mit rund zwei Stunden und einundvierzig Minuten ist „The Sandman: Akt II“ länger als das Hörspiel „The Sandman“. Das Hörspiel basiert eng auf den DC Graphic Novels „Sandman“, geschrieben von Neil Gaiman. Die einzelnen Geschichten spiegeln exakt die Originale wider. Die Dialoge sind weitestgehend übernommen und um die Beschreibungen der Illustrationen ergänzt worden. Dirk Maggs hat das Hörspiel entsprechend ausgearbeitet und umgesetzt.
„The Sandman: Akt II“ umfasst mehrere Bänder der erschienenen Comics. Wer parallel hören und lesen möchte, das Hörspiel beginnt mit dem Sammelband 4 „Die Zeit des Nebels“ und endet beim Sammelband 6 „Fabeln und Reflexionen“ bei der Geschichte „Ramadan“.

Es fühlt sich wie nach Hause kommen an, als ich das Hörbuch starte. Dieses Mal treffe ich gleich auf die Ewigen, was ich spannend finde. Es bereitet mich auf das Kommende vor, bleibt aber gleichzeitig so nebulös, dass die Neugierde durch die zusätzliche Ungewissheit gewürzt und mit einer Vorahnung angeheizt wird.
Um den Ereignissen gut folgen zu können, würde ich empfehlen, mit „The Sandman“ zu starten. Allerdings werden die relevanten Storydetails, die eine erneute Rolle spielen, noch einmal kurz zusammengefasst. So ist auch ein Gutes folgen ohne Vorkenntnisse möglich. Jedoch gibt es manchmal auch wiederkehrende Figuren, sodass es schade ist, wenn deren Vorgeschichte nicht bekannt ist. Obwohl ich diese kenne, brauche ich manchmal etwas länger, bis ich die Charaktere wieder richtig zuordnen kann. Vermutlich würde mir das beim Betrachten der Comics leichter fallen, aber mein Hörerlebnis schmälert das nicht sofortige Erkennen jedoch nicht.

Sehr zu meiner Freude bleibt die stimmliche Hauptbesetzung bestehen, sodass ich mich nicht umgewöhnen muss. Ganz begeistert bin ich noch immer vom Herrscher der Träume Dream. Seine Entwicklung ist erstaunlich, besonders auf emotionaler Ebene. Er wirkt nun reifer, umsichtiger. Dadurch wird er mir noch sympathischer und ich mag ihn, weil er fair in seinem Handeln ist und gemachte Fehler eingestehen kann. Dadurch ist er bereit, Konsequenzen zu tragen und Unrecht wieder gut zu machen. Mir imponiert das und Dream hat sich zu meinem Lieblingscharakter entwickelt.

Obwohl der Herrscher der Träume durchaus als Hauptperson in diesen Erzählungen zu sehen ist, so überlässt er auch recht häufig anderen Charakteren die Bühne und spielt manchmal nur eine sehr untergeordnete Rolle. Gelegentlich taucht er gar nicht in einer Episode auf. So entsteht eine sehr große Vielfältigkeit und jede Geschichte ist anders.
Generell ist „The Sandman: Akt II“ mehr durchdrungen von Mythen, Sagen und Teilen der Entstehungsgeschichte. So habe ich das Gefühl, mehr Fantasy zu hören, als es im ersten Hörspiel „The Sandman“ der Fall war.
Dennoch mag ich das, weil es packend und sehr anschaulich erzählt wird. Dies sollte beim Erwerb des Hörspiels übrigens auch dringend berücksichtigt werden. Das ist teilweise nichts für schwache Nerven. Manche Schilderungen sind extrem blutig, widerwärtig und abstoßend. Ich kann mir alles so plastisch vorstellen, als würde ich die Graphic Novel selbst vor Augen haben.

Gelegentlich springen die Geschichten in die Vergangenheit und beleuchten historische Persönlichkeiten. So lerne ich beispielsweise den ersten Kaiser Amerikas, Joshua Norton kennen, blicke einen Tag Kaiser Augustus über die Schulter und war in der grausamen Zeit rund um die Terrorherrschaft Maximilien de Robespierre dabei. Geschichtlich korrekte Ereignisse werden mit dem Herrscher der Träume und somit an Fantasy Elemente geknüpft. Neil Gaiman gelingt es, diese Geschichten so echt erscheinen zu lassen, dass eine realistische Möglichkeit entsteht, dass es doch genauso gewesen sein könnte. Das liebe ich total.

Die hörbare Umsetzung der Sandman Serie ist meiner Meinung nach richtig gut gelungen. Es ist erlebbar, vorstellbar und reißt mich förmlich mit. Spannungsvolle Szenen, wie Verfolgungsjagden oder Kämpfe werden so intensiv akustisch und erzählerisch umgesetzt, dass mein Adrenalin in die Höhe schießt und ich mit Gänsehaut dem Geschehen völlig gebannt lausche.
Was mir richtig gut gefällt ist die Tatsache, dass jede Geschichte passend vertont ist und somit die vielen tollen Sprecherstimmen zusätzlich unterstützt werden.
Manche Charaktere haben den gleichen Sprechenden, allerdings so individuell auf die jeweilige Figur abgestimmt, dass ich dennoch alle Teilnehmer dieser vielschichtigen Welt unterscheiden kann.
Die letzte Geschichte „Ramadan“ ist ein toller Abschluss dieses Hörspiels und ich freue mich schon jetzt auf „The Sandman – Akt III“.

Fazit:
„The Sandman: Akt II“ ist Hörgenuss pur. Spannende Geschichten stimmungsvoll vertont, ansprechend und so lebendig gesprochen, dass ich mir alles bildlich vorstellen kann, ohne die Comics zu kennen. Absolute Hörempfehlung.

Cover des Buches The Sandman (ISBN: B08M4C4DHT)
MoMes avatar

Rezension zu "The Sandman" von Neil Gaiman

MoMe
Nicht nur Bilder, sondern gleich einen ganzen Kinofilm im Kopf

Das Hörspiel „The Sandman“ basiert auf den DC Graphic Novels mit den Storys und Dialogen von Neil Gaiman. Als Hörspiel umgesetzt und bearbeitet wurde „The Sandman“ von Dirk Maggs, wobei die Charaktere auf den Ausarbeitungen von Neil Gaiman, Sam Keith und Mike Dringenberg beruhen. Ich kenne die Graphic Novels noch nicht, daher kann ich nicht bewerten, wie gut die Umsetzung im Detail ist, daher spiegelt meine Meinung nur das reine Erlebnis des Hörspiels wider.

Der Vorspann führt mich kurz in die Geschichte um die Ewigen ein und steigert meine Neugierde auf das Kommende.
Ich habe sofort das Gefühl Kino im Kopf zu haben. Nicht nur die verschiedenen Stimmen sorgen für Lebendigkeit, sondern auch die Umgebungs- und Hintergrundgeräusche sowie teilweise die stimmungsangepasste Musik.
Der Erzähler leitet mich sicher durch die anfänglich hohe Zahl an eingeführten Charakteren. Mir gelingt es sehr gut, den Faden nicht zu verlieren, was besonders an den sehr prägnanten Stimmen liegt. Außerdem wirken die Dialoge natürlich, was die Hörfreude bei mir erheblich steigert.

Die Kapitel sind betitelt und für sich betrachtet kleinere, abgeschlossenere Geschichten. Zusammengesehen aber ergeben sie eine große Story. Sehr gut finde ich, dass bei jedem neuen Anfang ein Soundintro den neuen Abschnitt ankündigt und auch den Titel des neuen Kapitels erwähnt. Das hilft auch ungemein, um zu verstehen, dass die vorherige Handlungsebene abgeschlossen ist. Gleichzeitig weckt der neue Titel stets meine Neugierde auf das nächste Kapitel.

Der Warnhinweis, dass dieses Hörspiel erst ab 18 Jahren empfohlen wird, sollte dringend ernst genommen werden. Bisweilen ist die Geschichte äußerst brutal, ist von Splatter durchzogen und gelegentlich wohnt auch der pure Wahnsinn in den Handlungssträngen. Außerdem wird der Tod beleuchtet, der vor niemanden Halt macht und junge sowie alte Menschen, Kranke wie Gesunde holt. Damit sollte der Hörende umgehen können. „The Sandman“ ist wirklich nichts für zarte Gemüter.

Richtig gut gefällt mir, dass einzelnen Kapitelgeschichten Fragen beantworten, die mir während des Hörens anderer Storys durch den Kopf gehen. Allerdings finde ich es an einer Stelle extrem verwirrend, dass Dream plötzlich von einem anderen Sprecher gesprochen wird. Das hat mir leider gar nicht gut gefallen, gerade weil ich diese eine Szene mit der Originalstimme des Herrschers der Träume, gesprochen von Andreas Fröhlich, mit Sicherheit viel emotionaler empfunden hätte.
Auch gibt es innerhalb mancher Kapitel so flotte Szenenwechsel, dass ich abgehängt werde und einen Moment brauche, um mich wieder zu orientieren. Hier würde eine akustische Ankündigung oder Ähnliches helfen, den Schnitt besser mitzubekommen.

Manche Hörspielstimmen sprechen im Verlauf von „The Sandman“ mehrere Charaktere. Das ist für mich allerdings kein Problem, da die Hörbuchsprechenden wirklich unglaublich gute Arbeit leisten, indem sie den Charakteren sprachliche Eigenheiten schenken, die sie wiederum individuell wirken lassen.

Obwohl „The Sandman“ Dark Fantasy ist, hatte ich oft einen realistischen Eindruck von den Erzählungen. Das machte es mir leicht, mich voll in dieses Hörspiel fallen zu lassen und ich bin so beeindruckt von der Umsetzung, dass ich nun auch die Graphic Novels dazu entdecken möchte.

Das letzte Kapitel in „The Sandman“ entlässt mich mit einem guten Gefühl eines Abschlusses, auch wenn ich weiß, dass noch zwei weitere Hörspiele auf mich warten. Ich freue mich schon sehr darauf, wieder den Herrscher der Träume zu treffen und in die Welt und Aufgaben der Ewigen abzutauchen.
Übrigens finde ich es sehr gut, dass am Ende alle Mitwirkenden an diesem Hörspiel aufgesagt werden. Leider habe ich nicht zu allen Namen einen stimmlichen Bezug.

Fazit:
Ich kann „The Sandman“ nur wärmstens weiterempfehlen. Es ist Dark Fantasy vom Feinsten, bewahrt sich aber oft ein realistischer Touch, sodass vieles erschreckend authentisch wirkt. Aber Achtung: Dieses Hörspiel ist nichts für Kinder, denn manches ist schon arg brutal.

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