Dirk Pope

 3.6 Sterne bei 29 Bewertungen
Autor von Abgefahren, Idiotensicher und weiteren Büchern.
Autorenbild von Dirk Pope (©Stephan Jockel)

Lebenslauf von Dirk Pope

Schreiben leben und lehren: Neben dem Schreiben ist Autor Dirk Pope als Deutsch- und Sportlehrer tätig. Er ist 1969 geboren und arbeitet nach dem Studium zunächst einige Jahre in der Werbebranche, bevor er das Referendariat doch abschließt. Seit 2010 lebt und arbeitet er in Frankfurt am Main. 2015 erschien sein Debütroman, „Idiotensicher“, in dem die Freundschaft dreier Jungen auf eine harte Probe gestellt wird, als sie durch den zufälligen Fund von Drogen in ein spannendes Abenteuer verwickelt werden. Im Jahr 2018 veröffentlicht Pope seinen zweiten Roman, das Jugendbuch „Abgefahren“, dessen Protagonist Viorel den letzten Willen seiner verstorbenen Mutter erfüllen will, und sich dazu auf den Weg nach Rumänien macht, um sie zu beerdigen.

Neue Bücher

Still!

Erscheint am 17.08.2020 als Taschenbuch bei Hanser, Carl.

Abgefahren

Neu erschienen am 24.07.2020 als Taschenbuch bei dtv Verlagsgesellschaft.

Alle Bücher von Dirk Pope

Cover des Buches Abgefahren (ISBN: 9783446258754)

Abgefahren

 (23)
Erschienen am 19.02.2018
Cover des Buches Idiotensicher (ISBN: 9783446247444)

Idiotensicher

 (6)
Erschienen am 02.02.2015
Cover des Buches Abgefahren (ISBN: 9783423627245)

Abgefahren

 (0)
Erschienen am 24.07.2020
Cover des Buches Still! (ISBN: 9783446268166)

Still!

 (0)
Erscheint am 17.08.2020

Neue Rezensionen zu Dirk Pope

Neu

Rezension zu "Abgefahren" von Dirk Pope

Ein Junge auf der Suche nach sich selbst
Becky_Bloomwoodvor 9 Monaten

Abgefahren von Dirk Pope wurde 2019 für den deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Doch auch schon vor der Nominierung war mir das Buch aufgrund der ansprechenden Inhaltsangabe aufgefallen. Ein 17jähriger Junge fährt mit seiner toten Mutter in einem klapprigen Auto von Deutschland nach Rumänien, wo er seine Mutter bestatten lassen will. Ein spannender Ausgangspunkt.

Der Junge heißt Viorel und begibt sich ohne Führerschein, Landkarten oder überhaupt einem Plan auf den langen Weg in die Heimat der Mutter - ein Land, das er selbst noch nie gesehen hat. Das Geld war stets zu knapp für eine Urlaubsreise. Doch seine Mutter hat stets den Wunsch geäußert, irgendwann in Rumänien beerdigt zu werden. Diesen will er ihr nun erfüllen. Der Weg ist lang, vor allem mit dem klapprigen Auto seiner Mutter. 

Der Roadtrip wird zu einer Reise auf der Suche nach sich selbst. Viorel hält über die vielen Kilometer einen inneren Monolog, teilweise auch mit seinem gealterten Ich, das auf der Rückbank Platz nimmt. Diese Monologe sind für einen 17jährigen teilweise recht erstaunlich und lassen den Leser am Wandel der Hauptperson teilnehmen. Anfangs sind Viorels Gedankengänge recht konfus, klar, er hat gerade seine Mutter verloren. Doch im Laufe der langen Reise werden sie immer klarer. Obwohl diese vielen Gedankengänge gut geschrieben sind und der Autor auch jede Menge Sprachwitz hineingibt, nehmen sie bisweilen das Tempo aus der Geschichte. Ein Grund, warum ich das Buch zwischendurch etwas ermüdend fand. Ganz und gar nicht ermüdend fand ich hingegen die vielen Vampir-Bezüge. Wer durch Rumänien fährt, kommt wohl kaum an ihnen vorbei und Dirk Pope baut sie auf spannende Weise in seinen Roman ein. 

Fazit: Ein mit Sprachwitz und vielen Vampirbezügen gespicktes Jugendbuch über einen Jungen auf der Suche nach sich selbst, dessen Gedankengänge bisweilen aber etwas langatmig erscheinen.

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Rezension zu "Abgefahren" von Dirk Pope

Kurioser Leichentransport
Ramgardiavor einem Jahr

Das Buch führt uns von Essen-Vogelheim ab Passau an der Donau entlang bis zur Mündung ans Schwarze Meer. Der dicke Viorel bringt seine tote Mutter im Kofferraum des Corsa in ihre Geburtsstadt. Der Siebzehnjährige fährt ohne Führerschein und mit wenig Geld ins Ungewisse. Er hat nur die Adresse eines Onkel, mit dem die Mutter aber lange keinen Kontakt hatte. Er lebt in Essen allein mit seiner berufstätigen Mutter in einer kleinen Wohnung und er weiß nicht viel von seiner Mutter. Er kennt weder ihre Familie noch ihre Lebensumstände, die dazu geführt haben, dass sie jetzt in Deutschland lebt. Er weiß nur, dass seine Mutter in Rumänien begraben werden möchte. Viorel nimmt einen Anhalter mit, der dunkel gekleidet mit einem großen Seesack bei ihm einsteigt. Er erzählt ihm unheimliche Geschichten aus seiner Heimat. Durch eine eigenartige Situation kommt dieser Mann zu Tode. Nach einer Verfolgungsjagd, wird die Leiche aus dem Auto gestohlen, die tote Mutter bleibt aber im Kofferraum. So fährt Viorel weiter und lernt eine Nachbarin des inzwischen verstorbenen Onkels kennen. Zusammen mit ihr und ihrer Enkelin geht es weiter die Donau hinab vorbei an Draculas Schloss. Nach vielen Verwirrungen und Zufällen gelingt es dem jungen Mann seine Mutter zu begraben.

Das Buch fasziniert durch seine Sprache. Wenig wörtliche Rede, aber viele Gedanken, die sich verselbstständigen. "Er gehört nicht zu den Menschen, die sich interessant genug finden, dass sie es länger mit sich selbst aushalten."  ist  ein sehr interessanter Satz.

Manchmal wird es aber auch sehr geschwätzig. Keine Ahnung, ob der Anhalter Dracula war? Aber kann ein dicker Junge so lange ohne Schlaf und lange ohne Nahrung auskommen? Auch, dass seine Fahrkünste nach drei Fahrstunden der weiten Strecke unauffällig bei sind. Diese Dinge sollten aber wohl nicht zu den eigentlich wunderlichen Begebenheiten dieses Buches gehören. Für mich machte alles wenig Sinn, vielleicht bin ich wieder zu realistisch?

 

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Rezension zu "Abgefahren" von Dirk Pope

Viorel ist abgefahren, mit dem Opel Corsa seiner Mutter, die Verstorbene im Kofferraum
Gwhynwhyfarvor 2 Jahren

Der Anfang: »Viorel ist lustlos, phlegmatisch und dick. Als seine Mutter eines Tages tot am Küchentisch sitzt, ist er starr vor Trauer.«

Das Buch ist völlig abgefahren, durchgeknallt, der Titel berechtigt, denn auch der siebzehnjährige Viorel ist abgefahren, mit dem Opel Corsa seiner Mutter, die Verstorbene eingewickelt in einen Schlafsack im Kofferraum verstaut. Er will ihrem Wunsch entsprechen, sie in ihrer Heimat Rumänien begraben.

Viorel ist fett, einer der nur herumliegt und frisst, nichts zustande bringt. Sogar nach drei Fahrstunden war es ihm zu anstrengend den Führerschein zu machen. Eines Tages sitzt die Mutter tot am Küchentisch, einfach ohne Ankündigung aus dem Leben gegangen. Wie soll der Junge ohne sie sein Leben meistern? In seiner Trauer packt er die Mutter kurzerhand in den Kofferraum, 300 Euro finden sich im Haus, die er einsteckt, das muss reichen. Ohne Führerschein, ohne Ausweis (den Reisepass von der Mutter hat er dabei), Adresse vom Onkel in der Tasche, ein wenig hat er Angst, erwischt zu werden. Das Roadmovie beginnt. Rumänien, Transsylvanien, Vampire, Autoräuberbanden, zwielichte Typen, Ceausescus Militär, wer weiß, was dort im fremden Land auf ihn lauert. Er muss nur durchkommen bis zum Onkel, der wird weiterhelfen. Zwischendurch nimmt er einen Anhalter auf, der sich beschwert, weil es im Auto stinkt. Die Mutter - der Mann verständnisvoll - dann ist ja gut. Ein Mann, der selbst wie ein Vampir aussieht, von Untoten redet, der auch Abhilfe gegen den Geruch weiß: Man stopfe dem Toten Watte in den Hals, der Geruch kommt aus dem Mund. Viorel nimmt seinen Socken, das tut es auch. Dummerweise stirbt später auch der Anhalter, ein Unglück. Zwei Leichen im Auto. Aber das ist noch lange nicht alles …

»Soll er die Blutung stoppen? Wie? Und wozu? Viorel erscheint es wenig sinnvoll, das Loch im Brustbereich zu versorgen, damit es auf der anderen Seite weiter herausfließt. Doch das Blut wird weniger. Es versiegt.«

Noch ein Unglück – der Onkel ist längst verstorben. Nun geht es von Transsylvanien weiter ans Schwarze Meer, zum Geburtsort der Mutter. In diesem fremden Land sind die Menschen erstaunlich nett und hilfsbereit, verlangen nicht mal Geld dafür (herrlich …), dem Land von Virorels Vorfahren, dass er so gar nicht kennt. Und kein Mensch schert sich drum, wie er aussieht.

»Bis weit hinter den Horizont zeigt sich die grenzenlose Einfallslosigkeit der Natur. Es ist die Region der Abwechslungsarmut, Auffangbecken des visuellen Stumpfsinns.«

Klar, was dahintersteckt, der Junge muss sich von der Mutter lösen, um erwachsen zu werden. Die Reise stellt ihn, den faulen Sack, der sich bemuttern lässt, vor ungeheuere Aufgaben. Ziel, die Mutter loszuwerden, um zu verstehen, dass er Verantwortung für sich selbst übernehmen muss. Typisch für ein Jugend-Roadmovie. Chaos im Kopf, der Mund sprudelt es heraus und je weiter wir lesen, umso mehr beruhigen sich das Gehirn und die Sprache. Viorel kann nicht nur in den Rückspiegel schauen, er wird ständig mit sich selbst konfrontiert. Schwarzer Humor und so ziemlich jedes Klischee, das man von Rumänien haben kann, steckt in Viorels Kopf. Auf der einen Seite ist das Buch ok., auf der anderen Seite ist es mir zu abstrus. Satire, Skurriles, ich mag das, doch mir war es zu aufgesetzt. Der Roman wird ab 14 Jahren empfohlen. Sprachlich hat Dirk Pope ein hohes Niveau vorgelegt und inhaltlich zu Rumänien (die Vorurteile, die in Viorels Kopf herumspuken) muss man eine Menge Vorwissen mitbringen, um den Inhalt und Witz zu verstehen. So ganz lecker ist der Inhalt auch nicht, das könnte manchem 14-jährigem zu viel werden. Mich würde echt interessieren, ob Jugendliche das Buch zu Ende gelesen haben, ob sie es wirklich interessiert, ich habe so meine Zweifel, lasse mich aber gern eines Besseren belehren. Oder ist es letztendlich an diesem Klientel vorbeigeschrieben? Erwachsene, die gern Schräges lesen und Gaga mögen, die liegen völlig richtig. 

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Abgefahren
Ein Roadmovie durch den »Wilden Osten Europas«

Liebe LovelyBooks-Leserinnern und -Leser,

wir laden euch herzlich ein zu einer gemeinsamen Leserunde zu „Abgefahren“. In Dirk Popes zweitem Roman verschlägt es den 17-jährigen Viorel tief in den Osten Europas. Ein Roadtrip ohne Führerschein, aber dafür mit Leiche im Gepäck – spannend und skurril!

Mehr zum Buch:
Viorel ist dick und lustlos. Als seine Mutter eines Tages tot am Küchentisch sitzt, ist er starr vor Trauer. Wollte sie nicht in ihrer Heimat am Schwarzen Meer bestattet werden? Wie soll er das hinkriegen, ohne Geld, Totenschein oder Sarg? Notgedrungen wickelt Viorel die tote Mutter in einen Schlafsack und übernimmt selbst den Transport gen Osten. Ein Anhalter erzählt ihm von den Vampirmythen Transsylvaniens, kurz darauf kommt der Mann bei einem tragischen Unfall ums Leben. Mit nun zwei Leichen im Gepäck reist Viorel weiter Richtung Rumänien. Er will seine Mutter beerdigen. Und das wird er schaffen! Eine Reise in den „Wilden Osten“ Europas und ein Roadmovie voller Skurrilitäten.

Eine Leseprobe findet ihr hier >>>
Mehr zum Buch erzählt Dirk Pope im "5 Fragen" Interview >>>

Dirk Pope wird übrigens selbst an der Leserunde teilnehmen und beantwortet euch gerne alle Fragen zu seinem Roman. 

Für die Leserunde stellen wir 20 Leseexemplare zur Verfügung, die wir unter allen verlosen, die sich über „Abgefahren“ austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten. 

Bitte bewerbt euch bis zum 1. März über den blauen „Jetzt bewerben“-Button und verfasst einen kurzen Eindruck zur Leseprobe: Wie hat sie euch gefallen? Warum möchtet ihr gerne weiterlesen. 

Wir freuen uns auf eure Antworten und auf eine gemeinsame Leserunde!
240 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Dirk Pope wurde am 08. August 1969 in Frankfurt/M. (Deutschland) geboren.

Dirk Pope im Netz:

Community-Statistik

in 45 Bibliotheken

auf 8 Wunschzettel

von 2 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

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