Dirk Radtke

 4.5 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor von Vergeltungsschlag, m. Audio-CD, Vernissage und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Dirk Radtke

Am 7. Juni 1966 beschloss Dirk Radtke mitten in der Nacht vom Fruchtgewässer aus ans Festland zu schwimmen. Danach wollte er Schlagzeuger werden. Stattdessen wurde er Einzelhandelkaufmann. Die Daseinsberechtigung dieses grottenschlechten Berufes erschlug er mit dem Wissen um eine Lehrstelle zum Krankenpfleger, nach absolviertem Zivildienst. Doch auch das entpuppte sich nach bestandenem Examen und mehreren Jahren Berufserfahrung als ein Griff in einen weiteren Fladen grausamer Berufe. Also haute er in den berühmten Sack, gönnte sich eine Auszeit, wonach er sich zum Landschaftsgärtner umschulen ließ. Noch heute geht er dieser befriedigenden Tätigkeit nach. Während all dieser Jahre kitzelte ihn kontinuierlich die künstlerische Ader. Zunächst verwirklichte er sich in der Musik als Gitarrist oder Schlagzeuger in diversen Metal-Bands. Schließlich wechselte er in die elektronische, meditative Musikszene, in der er sich als bester Newcomer mit seiner ersten CD durchsetzen konnte. Es folgten weitere Veröffentlichungen. Zwischendurch erwischte ihn der Drang zur Malerei, die er mit der Airbrush weiter forcierte. Schließlich meinte er, sich der schriftstellerischen Tätigkeit widmen zu müssen, deren Kreativität er bislang nur durch Fachartikel in einer Gartenzeitschrift realisieren konnte. Derzeit gibt es drei, in Buchform erhältliche Veröffentlichungen.

Alle Bücher von Dirk Radtke

Vergeltungsschlag, m. Audio-CD

Vergeltungsschlag, m. Audio-CD

 (8)
Erschienen am 27.09.2010
Vernissage

Vernissage

 (7)
Erschienen am 16.07.2009
Vergeltungsschlag : Psychothriller

Vergeltungsschlag : Psychothriller

 (0)
Erschienen am 12.10.2011
Gift

Gift

 (0)
Erschienen am 01.02.2013

Interview mit Dirk Radtke

Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Ich habe erst vor wenigen Jahren zu Schreiben begonnen. 2007 wagte ich die ersten wackeligen Gehversuche in diesem Handwerk. Grottenschlecht! Aber nach zwei Jahren intensiven Schreibens kam es zur ersten Veröffentlichung einer Kurzgeschichte, sowie zu einem Autorenvertrag bei einem kleinen Berliner Label, denen ich eher beiläufig ein Manuskript hatte zukommen lassen. Binnen weniger Tage war dann alles unter Dach und Fach. Anfang 2009 erschien der erste Thriller, der zweite folgte Mitte 2010, und… Ja, ein dritter ist derzeit in Arbeit.

Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Meistens der, dessen Buch ich aktuell lese. Aber Paul Cleave, Stuart McBride, Richard Laymon, Sebastian Fitzek oder Bentley Little gehören schon zu meinen Favoriten. Und ich hoffe auf viele weitere beeindruckende Autoren, gerade was den Deutschsprachigen Markt betrifft!

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Manchmal sind es spontane Eingebungen, die ich dann gedanklich ausarbeite; irgendein Irrsinniges Zeug, was mir durch den Kopf geht, oder eben aktuelle Ereignisse, wie der Amoklauf von Winnenden, dessen Thematik ich in einem Buch aufgenommen habe.

Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Ich nutze die im Internet gängigen Plattformen, wie – natürlich – lovelybooks! ;) Aber eben auch facebook, myspace und diverse Bücherforen. Dort „plaudere“ ich mit den Lesern, wobei es sich nicht immer in erster Linie um meine Bücher drehen muss. Oft entwickeln sich ganz nette Kontakte, in denen es um Gott und die Welt geht. Es gibt ja tatsächlich auch Themen, die sich nicht um Romane drehen! ;)

Wann und was liest Du selbst?

Die Tageszeiten, die ich mit Lesen verbringe, sind immer unterschiedlich. Doch ich versuche schon jeden Tag ein wenig zu schmökern. Und dann natürlich am liebsten in dem Genre „Thriller“. Das kann auch mal ein wenig in die Richtung „Horror“ abdriften, sofern es keine Geschichten über Vampire und Werwölfe sind. Und mit Fantasy und Science Fiction kann ich überhaupt nichts anfangen.

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Rezension zu "Vergeltungsschlag, m. Audio-CD" von Dirk Radtke

Rezension zu "Vergeltungsschlag, m. Audio-CD" von Dirk Radtke
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

Vergeltungsschlag erzählt die Vorgeschichte eines Amoklaufs. Wie konnte es dazu kommen, dass der 17jährige Tobias seine Familie und mehrere Mitschüler erschossen und sich anschließend selbst umgebracht hat?

Von derartigen Amokläufen hört und liest man leider immer wieder. Doch die Tat an sich ist nicht Thema des Buches. Stattdessen wird die Vorgeschichte von Tobias erzählt, beginnend ab einem Zeitpunkt vor knapp 10 Jahren.
Es wird beschrieben, wie der Junge, dessen erste Lebensjahre scheinbar völlig normal verlaufen sind, zum Ziel von Aggressionen, Mobbing, Quälerei und Demütigungen bis hin zu physischer und psychischer Folter wird. Dies alles sowohl innerhalb der eigenen Familie als auch durch Mitschüler. Kontrollinstanzen wie Lehrer oder das Jugendamt scheinen nichts davon wahrzunehmen.

Ist es da ein Wunder, dass der Junge eines Tages um sich schlägt und sich an seinen Peinigern rächt? Das Buch ist keine Rechtfertigung für einen Amoklauf, aber es zeigt auf, wie es zu einem derartigen Ereignis kommen kann.

Aufgrund der gewählten tagebuchähnlichen Erzählform ist man als Leser hautnah dabei, für mich an einigen Stellen fast zu nah. Beinahe unerträglich fand ich das Fehlen jeglicher Hoffnung. Egal, was Tobias tut oder wem er versucht nahezukommen, es geht schief, alles was ihm etwas bedeutet wird ihm weggenommen oder zerstört.

Es handelt sich hier ganz sicher nicht um Wohlfühl-Lektüre. Ich war mehrfach kurz davor, das Buch abzubrechen, weil mir die Grausamkeiten einfach zu viel wurden.

Und die ganze Zeit bleibt im Hintergrund die Frage nach dem Warum: Warum wird Tobias zum Opfer und damit später zum Täter? Wie kann es sein, dass Erwachsene ein Kind dermaßen quälen und warum bemerkt dies niemand und schreitet ein, bevor es zu spät ist? Diese Fragen sind mir wirklich völlig unverständlich. Bei einigen Figuren konnte ich die Handlungen wenigstens ansatzweise nachvollziehen, wenn auch nicht wirklich verstehen, die Beweggründe anderer hingegen blieben mir völlig unverständlich. Aber vielleicht gibt es gar nicht immer einen Grund?

Gerade die Vorstellung, dass so etwas in dieser oder ähnlicher Form jederzeit und überall passieren könnte, also auch im eigenen Umfeld, macht diese Geschichte zu einer sehr verstörenden Lektüre, die an manchen Stellen wirklich nur schwer zu ertragen ist.

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Rezension zu "Vergeltungsschlag, m. Audio-CD" von Dirk Radtke

Rezension zu "Vergeltungsschlag, m. Audio-CD" von Dirk Radtke
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

Mit "Vergeltungsschlag" hat Dirk Radtke ein Buch mit Wirkung vorgelegt, denn der Inhalt und der
Stil sind nichts für schwache Nerven. Neben den Romanen über Amokläufe erfahren wir in diesem
Buch die grausame Vorgeschichte eines Amoklaufes. Den gesamten Roman über leiden wir mit
der Hauptperson Tobias B., denn nicht nur in der Schule wird er alltäglich gedemütigt, auch
in seinem Elternhaus muss er ständige Qualen erleiden. Ich habe mich ständig gefragt, wie
er dass nur so lange aushalten konnte, aber wie das Buch ausgeht, wissen wir ja, obwohl wir vom
genauen Verlauf des Amoklauf nichts lesen. Aber trotz allem, was Tobias widerfahren ist, sollte
ein Amoklauf keine Lösung sein, obwohl es in Tobas' Fall den meisten Leser allzu verständlich scheint,
mir erging es ebenso, aber vielleicht ergibt sich ja eines Tages die Möglichkeit, dass es zu derartigen
Vorkommnissen nicht mehr kommen muss.

Dramatisch wird es auch noch, dass soetwas keine reine Fiktion ist, sondern nur zu alltäglich,
und die eigentlichen Täter sich ins gute Licht rücken können.

Auf jeden Fall stimmt das Buch sehr nachdenklich und trägt dazu bei, seine Umwelt etwas genauer
zu beobachten und dass der Schein einer harmonischen Familie mehr als öfters trügt und nicht
alles Gold ist, was glänzt.

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Periplanetas avatar

Rezension zu "Vernissage" von Dirk Radtke

Rezension zu "Vernissage" von Dirk Radtke
Periplanetavor 8 Jahren

Edgar Tess ist ein netter, sympathischer Typ und man muss ihn einfach lieb haben. Es ist schon beeindruckend, wie rührend er sich um das leibliche Wohl seiner alten Mutter kümmert, mit der er noch zusammen wohnt. Sie ist ein echter Pflegefall und sein Vater ist schon lange tot. Der war Künstler – und Edgar wäre gern einer. Nur: Wie soll er dies anstellen? Er wäre so gern berühmt, und er wünscht sich so sehr, dass die Mutter ihn anerkennt, ihn nicht mehr Eddie und einen Versager nennt. Sondern den großen Edgar Tess. Doch die Realität sieht anders aus und Eddie ist einfach nur Essenswagenfahrer in einer Schönheitsklinik.
Aber Edgar arbeitet daran ein ganz Großer zu werden. Er plant eine Vernissage. Eine Vernissage der schönsten Dinge, die ein menschlicher Körper vorzuweisen hat. Er beginnt mit dem abgesägten Kopf einer Hure und … naja, Männer können von vielem fasziniert sein, was eine Frau so zu bieten hat... Sobald er in Frauennähe kommt, hört Edgar Stimmen, die ihm zuflüstern, was er zu tun habe. Und das ist meistens nichts jugendfreies...
Ja, Edgar hat ein gewisses Problem mit Frauen im Allgemeinen und mit der Liebe im Besonderen. Er lässt letzteres nicht an sich heran. Frauen sind für ihn Opfer; Opfer und Mittel zum Zweck für seine obskuren Kunstwerke, für seinen künstlerischen Wahn, den er endlich mit „Liebe“ vollenden möchte. Und da passt ihm die bezaubernde Chefärztin Diane, in die er sich wirklich verliebt hat, eigentlich gar nicht ins Konzept. Seine innige Liebe zur hübschen Ärztin gipfelt in einer herzzerreißenden Liebesszene, dessen Ausgang hier nicht erwähnt werden soll.
Dirk Radtke beschreibt die blutigen Szenen mit einer solch kalten, analytischen Präzision, dass es dem Leser durch Mark und Bein geht und schon mächtig schaudern lässt. Der Roman wurde in erster Linie aus der Sicht von Edgar geschrieben, dessen gefühlskalte analytischen Beobachtungen dem Leser sehr derb erscheinen mögen; - was dem Verlauf der Geschichte allerdings nur zu Gute kommt. Seine perfide, krankhafte Neigung ist derart überzogen, dass man schon fast wieder lachen muss. Der Roman strotzt nur so vor bitterbösem, kohlrabenmitternachtsschwarzen Humor und Sarkasmus.
Mit „Vernissage“ wurde nicht nur die Edition Totengräber bei Periplaneta eröffnet, sondern auch das Sortiment an Lesehöhepunkten des Berliner Verlages erweitert.
Hut ab, Periplaneta. Diesen Roman als erstes in der neu kreierten Edition zu veröffentlichen ist sehr mutig.
Vielen Dank dafür.

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Zusätzliche Informationen

Dirk Radtke wurde am 07. Juni 1966 in NRW (Deutschland) geboren.

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