Dirk Radtke Vernissage

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Inhaltsangabe zu „Vernissage“ von Dirk Radtke

Edgar Tess ist Essenswagenfahrer in einer Schönheitsklinik und nur nebenberuflich Serienmörder. Und er ist Künstler, wie sein Vater, der leider schon tot ist. Tess ist zwar schizophren und hört Stimmen, ist aber sonst ein interessanter Typ, der Frauen fasziniert. Doch er beschränkt sich auf käuflichen Sex, so wie sein Vater, kurz bevor er sich die Rübe weggeschossen hat. Edgar Tess hat also leider ein Frauenproblem. Welcher Mann hat das nicht. Doch bei “Eddie” nimmt das fast schon krankhafte Züge an. Aber das ist bei dieser nörgelnden alten Mutter, die nur Leberwurstbrote isst und im Rollstuhl sitzt, völlig verständlich. "Eddie" hat also auch noch ein Mutterproblem. Welcher Mann hat das nicht. Doch es gibt da noch eine andere Frau. Diane! Was die schöne Ärztin wohl über seine Vernissage denken wird? Edgar Tess plant nämlich eine Ausstellung, die ihm endlich Mutters Liebe und Anerkennung einbringen soll! Deshalb nimmt sein Interesse an Frauen auch immer mehr sachlich- pathologische Züge an. "Haben Sie schon mal jemandem den Kopf abgesägt?"

Das scheint interessant zu sein :)

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Nebenberuflicher Serienmörder? Da tun sich ganz neue Perspektiven auf! :-) Klingt interessant.

— EbenRobert

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  • Rezension zu "Vernissage" von Dirk Radtke

    Vernissage

    Periplaneta

    06. June 2011 um 11:25

    Edgar Tess ist ein netter, sympathischer Typ und man muss ihn einfach lieb haben. Es ist schon beeindruckend, wie rührend er sich um das leibliche Wohl seiner alten Mutter kümmert, mit der er noch zusammen wohnt. Sie ist ein echter Pflegefall und sein Vater ist schon lange tot. Der war Künstler – und Edgar wäre gern einer. Nur: Wie soll er dies anstellen? Er wäre so gern berühmt, und er wünscht sich so sehr, dass die Mutter ihn anerkennt, ihn nicht mehr Eddie und einen Versager nennt. Sondern den großen Edgar Tess. Doch die Realität sieht anders aus und Eddie ist einfach nur Essenswagenfahrer in einer Schönheitsklinik. Aber Edgar arbeitet daran ein ganz Großer zu werden. Er plant eine Vernissage. Eine Vernissage der schönsten Dinge, die ein menschlicher Körper vorzuweisen hat. Er beginnt mit dem abgesägten Kopf einer Hure und … naja, Männer können von vielem fasziniert sein, was eine Frau so zu bieten hat... Sobald er in Frauennähe kommt, hört Edgar Stimmen, die ihm zuflüstern, was er zu tun habe. Und das ist meistens nichts jugendfreies... Ja, Edgar hat ein gewisses Problem mit Frauen im Allgemeinen und mit der Liebe im Besonderen. Er lässt letzteres nicht an sich heran. Frauen sind für ihn Opfer; Opfer und Mittel zum Zweck für seine obskuren Kunstwerke, für seinen künstlerischen Wahn, den er endlich mit „Liebe“ vollenden möchte. Und da passt ihm die bezaubernde Chefärztin Diane, in die er sich wirklich verliebt hat, eigentlich gar nicht ins Konzept. Seine innige Liebe zur hübschen Ärztin gipfelt in einer herzzerreißenden Liebesszene, dessen Ausgang hier nicht erwähnt werden soll. Dirk Radtke beschreibt die blutigen Szenen mit einer solch kalten, analytischen Präzision, dass es dem Leser durch Mark und Bein geht und schon mächtig schaudern lässt. Der Roman wurde in erster Linie aus der Sicht von Edgar geschrieben, dessen gefühlskalte analytischen Beobachtungen dem Leser sehr derb erscheinen mögen; - was dem Verlauf der Geschichte allerdings nur zu Gute kommt. Seine perfide, krankhafte Neigung ist derart überzogen, dass man schon fast wieder lachen muss. Der Roman strotzt nur so vor bitterbösem, kohlrabenmitternachtsschwarzen Humor und Sarkasmus. Mit „Vernissage“ wurde nicht nur die Edition Totengräber bei Periplaneta eröffnet, sondern auch das Sortiment an Lesehöhepunkten des Berliner Verlages erweitert. Hut ab, Periplaneta. Diesen Roman als erstes in der neu kreierten Edition zu veröffentlichen ist sehr mutig. Vielen Dank dafür.

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  • Rezension zu "Vernissage" von Dirk Radtke

    Vernissage

    Waschbaer

    28. February 2011 um 20:39

    Wer auf durchgeknallten schwarzhumorigen Horrorklamauk steht, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen! Der Protagonist Edgar Tess leidet nicht nur an Schizophrenie, er ist auch noch ein Soziopath erster Klasse, dem die Gefühle anderer Menschen am A... vorbei gehen. Dreh- und Angelpunkt seines verkorksten Lebens ist seine senile Mutter, der gegenüber er sich als Sohn beweisen will, dies aber auf völlig abgedrehte Waise tut. Wie das Cover es vermuten lässt, schlachtet Edgar um sich, und das in blutiger und äußerst bizarrer Art! Das Buch polarisiert extrem, und wer mit diesem Genre nichts anzufangen weiß, sollte besser die Finger davon lassen. Liebhaber des Schrägen hingegen werden durchaus auf ihre Kosten kommen!

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  • Frage zu "American Psycho" von Bret Easton Ellis

    American Psycho

    Streber

    Ich suche einen guten Thriller, der in die Richtung von American Psycho geht.

    • 4

    Dirk-Radtke

    20. September 2010 um 22:20
  • Rezension zu "Vernissage" von Dirk Radtke

    Vernissage

    Julietta271080

    30. August 2010 um 14:13

    Haben sie schon einmal „Psycho“ von Alfred Hitchcock gesehen? Wahrscheinlich ja. Und wenn nicht, dann dürfte ihnen zumindest der Filmplot dieses cinematographischen Meisterwerks ungefähr bekannt sein: Norman Bates leidet an einer multiplen Persönlichkeitsstörung und einem extrem starken Mutterkomplex. Vor Jahren ermordete er aus Eifersucht seine Mutter beim Liebesspiel mit einem Liebhaber, konnte aber deren Tod nicht verkraften und konservierte ihren Leichnam. Um sie für sich möglichst „lebendig“ zu halten, schlüpfte er sowohl äußerlich als auch innerlich in ihrer Rolle. Aus „Eifersucht“ bringt Bates in der Rolle der Mutter, weibliche Hotelgäste, die Norman begehrt, um. Haben sie schon einmal „Vernissage – Die Kunststücke des Edgar Tess“ von Dirk Radtke gelesen? – Nein? Dann sollten sie dies tun, wenn sie keine allzu bildliche Vorstellung haben und keinen schwachen Magen. Tess ist Anfang dreißig, nicht sonderlich intelligent und arbeitet in einem Krankenhaus als Essenszusteller für die Stationen. Er lebt in seinem Elternhaus bei seiner gebrechlichen, im Rollstuhl sitzenden, demenzkranken Mutter. Das Verhältnis zu ihr ist extrem ambivalent: Einerseits haßt er seine dahinsiechende Mutter, die in ihm nur einen Versager sieht, andererseits liebt er sie und versucht ihre Zuneigung und Anerkennung zu erheischen. Edgars Vater stellt in seinem Schaffen (er hat sich zu Lebzeiten mit wohl etwas fragwürdigen Skulpturen einen gewissen Namen verschafft), aber auch Liebesleben ein Vorbild für seinen Sohn dar. Nur war wohl dessen Tod der Auslöser für die Schizophrenie, an der Edgar leidet. Diese manifestiert sich in Form von akustischen Halluzinationen, mangelnder Empathie und einer „verrückten“ Realität. So wundert es nicht, daß Tess weder in ein festes soziales Gefüge eingebunden ist noch ein normales Verhältnis zu Frauen aufweist. Um seine sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen, läßt er sich regelmäßig Damen des horizontalen Gewerbes nach Hause kommen. Doch bei einem dieser Besuche passiert es: Die „Dame“ fordert doch glatt nach Erbringung ihrer Dienste eine horrende Summe, die Tess weder zahlen kann noch gewillt zu zahlen ist. In einem Wutausbruch ermordet er die Prostituierte und sägt ihr den Kopf ab. Schön findet er diesen Kopf und er bzw. die Stimmen in seinem Kopf kommt/kommen auf eine phantastische Idee: Eine Vernissage, bei der perfekte Körperteile dem Publikum gezeigt werden. Damit wird er es zu Ruhm und Ehre bringen und seine Mutter wird ihm endlich die gewünschte Zuneigung und Anerkennung schenken. Aber zur Ausstellung bedarf es mehrerer Körperteile. Somit nimmt die Geschichte ihren Lauf…. Wie in Hitchcocks „Psycho“ geht es um einen psychisch kranken Mann, der ein gestörtes Verhältnis zu seiner Mutter aufweist. Im Gegensatz zu Hitchcock, der zwar mit der Ermordung eines weiblichen Motelgastes (die bekannte Duschszene) beginnt, den Zuschauer den ganzen Film über bangen läßt und erst zum Schluß die Auflösung bringt, läßt uns Radtke an der kranken Psyche seines Protagonisten teilhaben, was ihm nicht zuletzt so gut durch die Wahl des Schreibens in der Ich-Perspektive gelingt. Aus fachlicher Sicht sind die Symptome der Schizophrenie durchaus gut herausgearbeitet. Vielleicht hätten die zunehmend stärker werdenden Stimmen noch etwas besser herausgearbeitet werden können, aber dies wird wieder wett gemacht durch den skurrilen Plot und sarkastische Passagen. Für ein Debut ist dieser Roman durchaus gelungen und lesenswert, auch wenn das Lektorat etliche Rechtschreibfehler übersehen hat! Aber Vorsicht: Definitiv nichts für schwache Nerven! Herr Radtke, nur weiter so!

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