Dirk Reinhardt Edelweißpiraten

(35)

Lovelybooks Bewertung

  • 33 Bibliotheken
  • 3 Follower
  • 1 Leser
  • 24 Rezensionen
(29)
(3)
(3)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Edelweißpiraten“ von Dirk Reinhardt

Sie wollten nicht wegsehen - da wagten sie alles! Der 16-jährige Daniel freundet sich mit dem alten Josef Gerlach an. Aber etwas zwischen ihnen bleibt unausgesprochen. Da überlässt ihm der alte Mann sein Tagebuch. Es erzählt, wie Gerlach als 14-Jähriger die HJ verlässt und sich einer Clique anschließt, die sich 'Edelweißpiraten' nennt. Ihr Markenzeichen: lange Haare und coole Klamotten. Ihr Motto: Freiheit! Zunächst beginnt alles ganz unpolitisch. Doch als die Lage immer schlimmer wird, planen sie gefährliche Aktionen gegen die Nazis. Je tiefer Daniel in diese vergangene Welt eintaucht, desto mehr fühlt er sich Gerlach verbunden. Und er erkennt, was die Edelweißpiraten mit ihm und seiner eigenen Geschichte zu tun haben. 'Dieses Buch könnte das rosa Kaninchen für Jungs werden.' BUCHMARKT Schulbegleitendes Material für Lehrer gratis zum Downloaden unter: http://www.aufbau-verlag.de/media/Upload/pdf/Edelweisspiraten-Bonusmaterial.pdf

Ein sehr bewegendes Buch, welches den Mut der jugen Widerstandskämpfer ausgezeichnet darstellt.

— Elfiiii
Elfiiii

Ein interessantes Kapitel des deutschen Widerstands. Gut recherchiert und spannend aufbereitet!

— miro76
miro76

Ermöglicht eine ganz neue Perspektive auf die NS-Zeit

— Naomi_Schwarz
Naomi_Schwarz

Ein ganz tolles Buch, dass einem die Augen für eine neue Widerstandsbewegung öffnet...

— Kleines91
Kleines91

* Dank diesem Buch für immer unvergessen: die edelweißpiraten und ihr Widerstand gegen die Nazi-Diktatur - ein beeindruckendes Werk!!! *

— feee66
feee66

Ich LIEBE es! Ein absolutes Muss.

— AddictedToBooks
AddictedToBooks

Ein bewegendes Buch , das einem emontional packt. Ein absolutes Lesemuss !

— Arietta
Arietta

Absolut lesenswert!

— Bella5
Bella5

Wundervolles Buch ohne moralischen Zeigefinger

— Indieana
Indieana

Widerstand im dritten Reich - gut erzählt, beklemmend, berührend!

— mabuerele
mabuerele

Stöbern in Romane

Vom Ende an

Story gut, Umsetzung schlecht. Als hätte die Autorin nur den groben Plot zum abdrucken gegeben.

Linker_Mops

Das Mädchen aus Brooklyn

Rasant, spannend und actiongeladen!

Federzauber

Für jetzt und immer

Ein Roman, der am landschaftlich schönen Tegernsee spielt und trotz problembehafteter Figuren gut unterhält!

sommerlese

Der Brief

Schnelle, leichte Lektüre mit einem Ende für eigene Interpretationen.

simone_richter

Das Leben fällt, wohin es will

Eine sehr schöne Geschichte über einen Schicksalsschlag, der das Leben unerwartet verändern kann.

Steffinitiv

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Mutiger Widerstand aus dem einfachen Volk

    Edelweißpiraten
    feee66

    feee66

    In seinem Jugendroman "edelweißpiraten" beleuchtet Dirk Reinhardt ein Stück deutscher Geschichte, das unbedingt wahrgenommen und niemals vergessen werden darf. Die Figuren des Romans sind zwar rein fiktiv, insgesamt beruht die Geschichte aber auf wahren Ereignissen und sowohl die Personen als auch ihre Erlebnisse sind dicht angelehnt an das Leben und Wirken dieser Jugendbewegung im Dritten Reich, den "edelweißpiraten", kurz EP genannt. Es behandelt ein bislang eher unbekanntes Kapitel des Widerstands aus der Bevölkerung gegen den Nationalsozialismus. Bei den EP handelt es sich um Mädchen und Buben aus dem einfachen Volk, Arbeiterkinder und -jugendliche, eine Gruppierung deutscher Jugendlicher mit 'unangepasstem‘ Verhalten während des Zweiten Weltkriegs und auch noch danach. Klappentext: "Sie wollten nicht wegsehen - da wagten sie alles!" Der 16-jährige Daniel freundet sich mit dem alten, geheimnisvollen Gerlach an. Eines Tages überlässt ihm der alte Mann sein Tagebuch. Es erzählt, wie Gerlach in Köln aufwächst, mit 14 die Hitlerjugend verlässt und sich einer Clique anschließt, die sich Edelweißpiraten nennt. Ihr Markenzeichen: lange Haare und coole Klamotten. Ihr Motto: Freiheit! Zunächst beginnt alles ganz unpolitisch. Doch als die Lage immer schlimmer wird, planen sie gefährliche Aktionen gegen die Nazis... Die Erzählung ist im Buch in zwei abwechselnden Erzählsträngen dargestellt - da wären einmal die Tagebucheinträge, beginnend am 12. März 1941 von Horsts Bruder Josef, bei den Piraten von allen nur Gerle genannt. Diese Einträge enden mit dem 21. Mai 1945 und eben dieses Tagebuch spielt in der Gegenwart eine ganz entscheidende Rolle rund um das Kennenlernen und die Besuche von Daniel bei dem Verfasser des Buchs, Josef Gerlach. Der Autor hat hier ein Stück deutscher Vergangenheit aufleben und uns Leser unheimlich eindringlich mitfühlen lassen. Eindrücklicher und intensiver habe ich selten Geschriebenes erlebt und gefühlt, ja geschmeckt und gespürt habe ich die Zeit des Faschismus in Deutschland, teilweise sogar mehr als mir lieb war und wie ich meinte, verkraften zu können. Ein Buch, das mir sogar nur häppchenweise inhaliert, manchmal vor lauter Intensität noch zu wenig Luft zum Atmen ließ – so spannend und intensiv erlebte ich diese Zeit und den 'normalen' Alltag mitten unter den Piraten, die doch nichts weiter wollten, als ihre Freiheit und ein gesundes Maß an Selbstbestimmung. Heutzutage völlig normale Forderungen - zu jener Zeit leider nicht mal im Ansatz ungefährlich, im Gegenteil, dafür wurde man verraten, verfolgt, misshandelt oder noch Schlimmeres. Der Großteil des Buches handelt von den Tagebucheinträgen ab 1941 und mir hat dieser Erzählstil überraschend gut gefallen. Dirk Reinhardt beschreibt darin absolut glaubwürdig, unglaublich authentisch und stimmig das Leben dieser Jugendlichen zur Zeit des Nazideutschland. Man begreift und spürt die ständige Unterdrückung dieser Arbeiterjugend allein aufgrund ihrer Herkunft und die damit einhergehenden Schikanen zu jeder Minute ihres Alltags. Und diesem Druck und dieser ständigen Erniedrigung wollten sie entgegenwirken und haben sich zu den Piraten zusammengefunden - eine Gruppe, die sich auch äußerlich von der Formierung und der Bevormundung durch das NS-Regime abgrenzen wollte. Aus anfänglichem Aufbegehren und Aufsässigkeit wird zusehends eine ernst zu nehmende Gruppe, die sich aus dem Glauben an Gerechtigkeit und Freiheit mutig und ehrlich dem Nazi-Regime entgegenstellt und auch durch brutalste Verfolgung nicht mehr von ihrer Überzeugung abbringen lässt. Dem Autor ist bei der ganzen Ungeheuerlichkeit der Thematik etwas wie ich finde unglaublich wertvolles und kostbares gelungen – trotz dieser unfassbar schlimmen Zeit und all den eindrücklichen und schrecklichen Schilderungen, hat er für mich ein gerade noch erträgliches Maß an Worten gefunden, um zwar authentisch zu bleiben, aber den jugendlichen Leser und auch mich nicht komplett zu überfordern. Dafür war ich beim Lesen öfter sehr dankbar und es zeigte sich wieder mal, dass weniger manchmal tatsächlich mehr ist. Ich bin der Überzeugung - ehrlicher und aufrichtiger kann Geschichte nicht geschrieben werden. Kaum ein Buch hat mich gefühlsmäßig so tief berührt und kaum ein Buch hat mich betroffener gemacht, als die Geschichte der EP. Ich möchte behaupten, ich habe mich schon recht intensiv mit dem 2. Weltkrieg befasst, weil mich dieser Teil unserer Vergangenheit einfach schon immer sehr interessiert hat. Aber bis dato hatte ich tatsächlich noch nie von den Piraten gehört oder gelesen – umso dankbarer bin ich Dirk Reinhardt dieses Kapitel deutscher Geschichte so intensiv für uns beleuchtet zu haben. Mit dem abschließenden Nachwort und dem Download-Link für zusätzliches umfangreiches Hintergrundmaterial, wird dieses super gelungene Buch einfach noch perfekt ergänzt. Mein Fazit: Das Leben und Wirken der edelweißpiraten muss und wird, dank Dirk Reinhardts Buch, glücklicherweise für immer unvergessen bleiben. Mich hat dieses Buch so tief im Inneren berührt und die EP und ihre Geschichte sind jetzt ganz fest in meinem Herzen verankert. Ich werde dieses Buch möglichst vielen Menschen empfehlen, denn es eignet sich ganz wunderbar als Grundlage für Gespräche und Diskussionen und natürlich auch um Erinnerungen auszutauschen. Erinnerungen an eine Zeit, die wir nicht vergessen sollten und dürfen. Und überall wo Austausch und Gespräche stattfinden, wird auch Verständnis er- und gelebt. Vielen Dank Herr Reinhardt, dass sie sich so umfassend und liebevoll diesem beinahe vergessenen Teil deutscher Geschichte angenommen und dafür gesorgt haben, dass die EP nun für immer unvergessen bleiben. Ein zu 100% empfehlenswertes Buch für Menschen jeden Alters, die sich für Geschichte interessieren und eine wünschenswerte und sichere Bereicherung als Schullektüre. 5 volle Sterne von mir für die Piraten und ihre unglaubliche Geschichte!

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Edelweißpiraten" von Dirk Reinhardt

    Edelweißpiraten
    Kleines91

    Kleines91

    Klappentext: ie wollten nicht wegsehen - da wagten sie alles! Der 16-jährige Daniel freundet sich mit dem alten Josef Gerlach an. Aber etwas zwischen ihnen bleibt unausgesprochen. Da überlässt ihm der alte Mann sein Tagebuch. Es erzählt, wie Gerlach als 14-Jähriger die HJ verlässt und sich einer Clique anschließt, die sich »Edelweißpiraten« nennt. Ihr Markenzeichen: lange Haare und coole Klamotten. Ihr Motto: Freiheit! Zunächst beginnt alles ganz unpolitisch. Doch als die Lage immer schlimmer wird, planen sie gefährliche Aktionen gegen die Nazis ... Je tiefer Daniel in diese vergangene Welt eintaucht, desto mehr fühlt er sich Gerlach verbunden. Und er erkennt, was die Edelweißpiraten mit ihm und seiner eigenen Geschichte zu tun haben. Meine Meinung: Bei  „Edelweißpiraten“ handelt es sich um einen sehr sensiblen Roman, der es sich zur Aufgabe macht, über eine weniger bekannte „Untergrundorganisation“ und politischen Gegner des NaziRegimes auf zu klären. Der Autor entführt uns zum einen in ein Köln der 4oer, der Kriegsjahre, und zum andern in ein Köln von 2o12. Wir lesen zusammen mit dem 16jährigen Daniel das Tagebuch von Josef Gerlach dass dieser im zweiten Weltkrieg schrieb, als er, sozusagen, vom Teenie zum Mann wurde und die Kriegsschrecken nicht nur mit angesehen hat, sondern auch gemerkt hat, dass es falsch ist und etwas dagegen machen wollte und deshalb schon recht früh aus der HJ ausstrat (dies aber mehr deswegen, weil Ihm die Art wie man mit Ihm umging und was man verlangte nicht unbedingt zusagte) und sich der Freiheitsliebenden Gruppe der „Edelweißpiraten“ anschloss. Der Leser bekommt sozusagen einen Insiderbericht darüber, was diese Piraten machten und wie sie versuchten, zugegeben in kleinem Maße, gegen die Nazis vorzugehen. Zu diesem Buch finde ich, sollte man dann auch unbedingt das Nachwort lesen. Für gewöhnlich lese ich Nachwörter oder so eigentlich nicht – aber dieses ist wirklich sehr interessant und ließ mich wieder einmal staunen, mit welcher einer Ungerechtigkeit diese Welt regiert wird – und das auch außerhalb des Dritten Reiches. Dieses Buch ist definitiv nicht nur etwas für Geschichtsinteressierte – und Kinder bzw. Jugendliche können es auch sehr gut lesen, ohne zu brutal in die Schrecken der NaziHerrschaft geschmissen zu werden!

    Mehr
    • 2
  • Sie träumten von Freiheit, und dafür kämpften sie.

    Edelweißpiraten
    LimaKatze

    LimaKatze

    Als Edelweißpiraten werden Gruppen deutscher Jugendlicher mit unangepasstem, teilweise oppositionellem Verhalten im Deutschen Reich von 1939 bis 1945 und während der ersten Nachkriegsjahre bezeichnet. Einige dieser Gruppen, wie die Kölner Edelweißgruppe, beteiligten sich aktiv am Widerstand gegen den Nationalsozialismus. (Auszug aus Wikipedia) *** Zum Inhalt: Der sechzehnjährige Daniel begegnet auf dem Friedhof einem alten Mann, Josef Gerlach. Irgendetwas an dem Verhalten des alten Mannes macht ihn neugierig und so lernen sich die Beiden kennen. Recht bald gibt Josef Gerlach dem jungen Daniel seine Aufzeichnungen zu lesen. Sein Tagebuch aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Zuerst wundert sich der Jugendliche noch darüber, aber später soll er verstehen, dass die Begegnung auf dem Friedhof vielleicht doch kein Zufall war. Für Daniel eröffnet sich beim Lesen der Aufzeichnungen eine Welt, wie er sie sich so vorher nicht vorstellen konnte und er taucht immer mehr ein in die Vergangenheit von Josef „Gerle“ Gerlach. Eine Vergangenheit, die er dem alten Mann nicht zugetraut hätte. Das Tagebuch erzählt Daniel die Geschichte der Edelweißpiraten von Köln-Ehrenfeld und von ihrem Kampf. Sie kämpften für ihren großen Traum, und dieser Traum hieß Freiheit. „... Denn hier ist es gewesen. Hier, an diesem Ort, haben wir sie gefunden. In ihrer reinsten und edelsten Form, wie sie nur in den dunkelsten Zeiten zum Vorschein kommt: Unsere Freiheit.“ (Zitat Gerle als Achtzehnjähriger) *** Mein Fazit: Der Autor Dirk Reinhardt hat mit „Edelweißpiraten“ ein beeindruckendes und berührendes Buch geschrieben. Eine wunderbare Erzählung, die mitten ins Herz geht. Mit diesem ergreifenden Roman erlebt der Leser bei der Lektüre ein Stück deutscher Zeitgeschichte: Die Geschichte der Edelweißpiraten und ihren Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Denn sie wollten nicht mehr wegsehen, sondern etwas tun. Eigentlich handelt es sich bei diesem Roman um ein Jugendbuch. Allerdings ist dieses Buch auch für Erwachsene sehr empfehlenswert. Nicht allein wegen der Thematik des Zweiten Weltkrieges, sondern vor allem deshalb, weil die Edelweißpiraten vielen Menschen noch recht unbekannt sind. Es sollte beispielsweise über 60 Jahre dauern, bis die Ehrenfelder Edelweißpiraten offiziell als Widerstandskämpfer anerkannt wurden. Deshalb wird es Zeit, dass die Edelweißpiraten aus ihrem Schattendasein herausgeholt werden. Die Ängste, Schrecken und Grausamkeiten des Zweiten Weltkrieges werden im Buch recht deutlich dargestellt. Auch viele Orte des Geschehens wie KZ-Lager, Arbeitslager, EL-De-Haus usw. sind eingearbeitet. Aber es geht in dieser Erzählung auch um Freundschaft, Treue, Mut, Verantwortung, und die Liebe bleibt auch nicht außen vor. Dieses Buch sollte in keiner Schulbibliothek fehlen. Denn mit diesem spannenden Roman wird Geschichte lebendig und damit erreicht man sicherlich mehr Schüler, als nur mit trockenen Informationen und Fakten. Der Schreibstil lässt sich leicht und flüssig lesen und durch die Tagebuchform bekommt man schnell einen Bezug zum Hauptprotagonisten Josef Gerlach. Auch das dürfte gerade junge Menschen ansprechen, dazumal die Tagebucheintragungen in der Sprache der Jugend gehalten sind. Ein informatives Nachwort rundet den Inhalt des Buches ab. Selten war mir eine Leseempfehlung ein derart großes Anliegen wie bei diesem Buch. Ich selbst habe es erst vor ein paar Tagen beendet und es wird bestimmt noch lange in mir nachklingen. Daher würde es mich persönlich sehr freuen, wenn dieser Roman irgendwann verfilmt würde. Denn dadurch würde man sicherlich ein noch breiteres Publikum erreichen. Ein scheinbar kleines Buch mit ganz viel Inhalt! Gerne vergebe ich hier 5 Sterne mit einem dicken Plus.

    Mehr
    • 2
    Arun

    Arun

    17. March 2014 um 15:35
  • Leserunde zu "Unter dem Südseemond" von Regina Gärtner

    Unter dem Südseemond
    reginagaertner

    reginagaertner

    Habt ihr Lust auf eine Geschichte, die euch in die Südsee entführt. Wünscht ihr euch, in eine tropische Atmosphäre einzutauchen, und mit Alma, meiner Protagonistin, Liebe, Leid und Schicksal zu durchleben? Dann bewerbt euch doch für die Leserunde von „Unter dem Südseemond“. Ihr müsst nur folgende Voraussetzungen für eure Teilnahme erfüllen: • Ihr lest gerne. • Ihr habt vom 13. November bis 13. Dezember 2013 ausreichend Zeit zum Lesen und zur aktiven Teilnahme an der Leserunde. Ihr könnt euch bis zum nächsten Mittwoch, den 6. November, in der Rubrik „Bewerbung“ für eines der 30 Leseexemplare bewerben. Bitte beantwortet doch kurz die dort gestellten Fragen. Dann kommen alle Bewerbungen in einen Lostopf und am 7. November gebe ich die Teilnehmer bekannt, die die Glücksfee gezogen hat. ;-) Wenn ihr dann dabei seid, schickt mir bitte eine Nachricht mit eurer Adresse. Am Montag, den 11. November gehen dann die Leseexemplare vom Verlag aus raus. Das kann ca. 3-5 Tage dauern. Dann braucht ihr ja noch etwas Zeit zum Lesen, aber ich werde ab dem 13.11. sehr aktiv auf Lovelybooks dabei sein. Das verspreche ich. INHALT - Und das erwartet euch in "Unter dem Südseemond": 1899: Gegen ihren Willen wird die junge Alma vom Vater mit einem Mann verheiratet. Hermanns Pioniergeist und sein Wunsch nach gesellschaftlichem Aufstieg führen die beiden von Köln nach Deutsch-Samoa. Die Inseln im Südpazifik wurden gerade zum deutschen Schutzgebiet erklärt. Obwohl die weißen Strände und die grünen Hügel der Insel wie die pure Idylle wirken, muss Alma sich einer unaufhörlichen Folge von Schicksalschlägen stellen. Wird sie in dieser exotischen Welt je ihr Glück finden, oder bleibt sie für immer eine Gefangene der Entscheidung anderer Menschen? Denn der Mann, den Alma wirklich liebt, lebt weit entfernt. Und die Familie, aus der sie herausgerissen wurde, hütet ein Geheimnis, das Alma noch bis ans andere Ende der Welt verfolgt. Einen ersten Lese-Eindruck bekommt Ihr in der Leseprobe auf www.heyne.de hier der direkte Link - http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Unter-dem-Suedseemond-Roman/Regina-Gaertner/e439702.rhd?mid=4&serviceAvailable=true&showpdf=false#tabbox ). Mehr Informationen zu mir findet ihr auf meiner Webseite www.regina-gaertner.de Wenn ihr immer auf dem Laufenden bleiben wollt, dann findet ihr mich auch auf Facebook: Regina Gärtner 779 (wusste gar nicht, dass es so viele mit meinem Namen gibt.) Warum würdet ihr gerne an der Leserunde zu „Unter dem Südseemond“ teilnehmen? Bitte beantwortet kurz die folgenden Fragen: 1.) Interessiert euch eher die Liebesgeschichte oder für das historische Thema von „Unter dem Südseemond“? 2.) Lest ihr nur historische Romane oder auch andere Genres? 3.) Was hat euch an dem Buch angesprochen, dass ihr euch jetzt hier bewerbt? Und natürlich sind auch alle eingeladen, bei der Leserunde mitzumachen, die das Buch nicht als Freiexemplar bekommen. Ich bin schon sehr gespannt auf eure Meinungen. Herzliche Grüße. Ich freu mich auf euch. Regina Gärtner

    Mehr
    • 949
  • Leserunde zu "Edelweißpiraten" von Dirk Reinhardt

    Edelweißpiraten
    DirkReinhardt

    DirkReinhardt

    Liebe LovelyBookler, gemeinsam mit euch möchte ich gerne eine Leserunde zu meinem Jugendroman »Edelweißpiraten« starten. Also: Strömt herbei und macht mit! Zunächst einmal: Worum geht es in dem Buch? Der 16-jährige Daniel freundet sich mit dem alten, geheimnisvollen Gerlach an. Eines Tages überlässt ihm der alte Mann sein Tagebuch. Es erzählt, wie Gerlach in Köln aufwächst, mit 14 die Hitlerjugend verlässt und sich einer Clique anschließt, die sich Edelweißpiraten nennt. Ihr Markenzeichen: lange Haare und coole Klamotten. Ihr Motto: Freiheit! Zunächst beginnt alles ganz unpolitisch. Doch als die Lage immer schlimmer wird, planen sie gefährliche Aktionen gegen die Nazis … Ein Roman, der auf wahren Ereignissen beruht und ein bisher kaum bekanntes Kapitel des Widerstands gegen die Nationalsozialisten erzählt. »Hochspannend und dramatisch.« (Neue Presse) Hier findet ihr eine Leseprobe. Wenn ihr darüber hinaus noch etwas über den Roman (oder über mich) erfahren wollt, seid ihr auf meiner Website richtig. Nun aber das Wichtigste: Der Aufbau Verlag stellt 25 Exemplare des Romans für unsere Leserunde zur Verfügung. Wenn ihr dabei sein wollt, bewerbt euch bitte bis zum 19. September, indem ihr die folgende Frage beantwortet: Was bedeutet für euch »Freiheit«? Falls ihr zu den glücklichen Gewinnern gehört, solltet ihr möglichst zeitnah an unserer Diskussion in den einzelnen Leseabschnitten teilnehmen und eine abschließende Rezension verfassen. Ich selbst werde die Leserunde begleiten und stehe euch natürlich immer für eure Fragen zur Verfügung. Ich freue mich auf euch! Euer Dirk Reinhardt

    Mehr
    • 810
  • Was ist Freiheit?

    Edelweißpiraten
    IraWira

    IraWira

    Bei diesem Buch fällt es mir nicht leicht, eine Bewertung zu schreiben, weil ich das Buch als sehr intensiv empfunden habe und es dadurch manches Mal auch zur Seite legen musste, um den Inhalt ein wenig sacken zu lassen. Dirk Reinhardt erinnnert mit diesem Buch an die Edelweißpiraten, eine Gruppe oppositioneller Jugendlicher, die meist der Arbeiterklasse entstammten. Auf Grund ihrer politischen Überzeugung und ihrer daraus resultierenden Aktionen, wurden die Edelweißpiraten sowohl von der HJ als auch der SS und der Gestapo verfolgt und nicht wenige von ihnen wurden dabei inhaftiert, gefoltert oder getötet. In diesem Buch verbindet Dirk Reinhardt geschickt durch die Art seiner Erzählung die Gegenwart und die Vergangenheit und lässt sowohl Zeitzeugen als auch die heutige Generation zu Worte kommen. In Tagebuchform finden sich Rückblenden, die die Geschichte einer zwar fiktiven, aber dennoch realen Gruppe der Edelweißpiraten erzählen. Real, weil die Figuren um Flint, Kralle, Gerle, Tilly und wie sie alle hießen, zwar erfunden sind, aber hier stellvertretend für viele reale Personen der damaligen Zeit stehen. Mich hat das Buch sehr bewegt und mich auch noch lange beschäftigt. Nicht zuletzt bleibt immer auch die Frage stehen, welches Recht ein Mensch haben kann, anderen die Freiheit zu nehmen. Nichts anderes wollten die Edelweißpiraten - die Freiheit, so zu sein, wie sie sind oder wie Tilly es einmal im Buch formuliert: Sie waren Leute, die nichts weiter wollten als Luft zum Atmen, 'n Weg zum Wandern und 'n Lied zum Singen. Gerade für Jugendliche finde ich das Buch sehr interessant, weil es von ganz normalen Jugendlichen handelt, die durch die politische Situation in die Opposition rutschten und die Konsequenzen dafür tragen mussten. Das Buch "Edelweißpiraten" gibt einen guten Überblick über den Alltag und das Leben der Jugendlichen der Nazi-Zeit und auch über die gesellschaftlichen Mechanismen, die die jungen Leute von Anfang an ins System einbinden sollten. Gleichzeitig ist es spannend zu lesen, so dass es auch unwilligere Leser packen dürfte, wodurch es sich für mein Empfinden auch gut als Schullektüre eignet. Dazu trägt außerdem auch noch der im Buch zu findende Download-Link für weiterführendes, bzw. schulbgleitendes Material als Hilfe bei. Aber auch außerhalb der Schulen kann ich das Buch uneingeschränkt jedem empfehlen, der etwas über diese sonst ja eher unbekannte Gruppe und ihre Zeit erfahren möchte.

    Mehr
    • 2
  • Ein Ausflug in die Vergangenheit - aus der Vogelperspektive

    Edelweißpiraten
    melancholicmonster

    melancholicmonster

    21. October 2013 um 23:25

    „Alles begann damit, dass ich jemanden nicht gehen ließ.“- Der junge Daniel trifft auf dem Friedhof den mysteriösen alten Gerlach, zu dem er irgendeine Verbindung zu haben scheint... Neugierig geworden durch Ihre Begegnung, sucht er den Kontakt und freundet sich mit dem Herren an. Dieser überlässt ihm sein Tagebuch, in dem er seine Jugend voller Abenteuer und dem Streben nach Freiheit festgehalten hat. Eine Jugend in Köln, mitten im zweiten Weltkrieg. Eine Jugend, die sich ihrer Freiheit nicht berauben lassen will - eine Jugend bei den Edelweißpiraten. Die Jugendlichen, die zunächst kaum politisch sind, werden auf harte Proben gestellt. Dennoch beugen sie sich nicht einem System, das jegliche freie Entfaltung unterdrückt. Aber der Freiheitswunsch kostet seinen Preis. Die Pläne der Clique werden gefährlicher, ihre Sicherheit wird immer geringer, die Verluste werden größer - Widerstandskämpfer werden nicht geduldet und sollen vom System ausgemerzt werden. So riskieren sie irgendwann alles... Durch den Tagebuchstil bekommt der Leser einen intensiven Einblick in Gerlachs Gedanken- und Gefühlswelt und ist mitten im Geschehen. Ein Buch, dass sich gut als Schullektüre eignet, jedoch natürlich auch für die, die die Schule schon (lange) hinter sich haben - schließlich hat man nie ausgelernt. Tragisch, Berührend und Hochdramatisch - Dirk Reinhard wirft mit diesem Jugendroman ein Licht auf eine Widerstandsgruppe, die zu wenigen bekannt ist.

    Mehr
  • Leserunde zu "Mgdalena Himmelstürmerin" von Rudolf Herfurtner

    Magdalena Himmelstürmerin
    Gerstenberg Verlag

    Gerstenberg Verlag

    Passend zum Reformationstag am 31.10.2013 möchten wir mit euch einen Roman lesen, der in der Lutherzeit spielt. Es handelt sich hierbei um einen Jugendroman für Leser ab 12 Jahren.  Zum Buch: Jüterbog, 1517. Magdalenas kleine, überschaubare Welt gerät aus den Fugen, als der Vater und auch ihr zärtlich geliebter kleiner Bruder bei einem Bergwerksunglück ums Leben kommen: Statt für einen Arzt gibt die Mutter ihr Geld für Ablassbriefe aus. Als die Mutter die kleine Kate nicht mehr halten kann, wird Magdalena ins ferne Wittenberg zu ihrer Tante Elsbeth geschickt. In Wittenberg trifft sie nicht nur Veit wieder, einen Freund aus Kindertagen, sondern hört auch einen gewissen Doktor Luder predigen, bei dem Veit Theologie studiert. Die Tür zu einer neuen Welt öffnet sich Magdalena. Begierig nimmt sie Luthers Gedanken in sich auf. Sein Aufbruch ermutigt Magdalena, ihr Leben in die Hand zu nehmen - und dadurch bringt sie nicht nur sich selbst in große Gefahr. (Gerstenberg Verlag) Eine Leseprobe findet ihr hier: http://catalog.gerstenberg.com/bk/gerstenberg-verlag/bib/online/9783836957076/blaetterkatalog/   Über den Autor: Rudolf Herfurtner, geb. 1947 in Wasserburg am Inn, studierte Germanistik, Anglistik und Theaterwissenschaften in München, wo er auch heute noch lebt und arbeitet. Für seine Kinder- und Jugendbücher, Hörspiele, Drehbücher und Theaterstücke wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Großen Preis der Volkacher Akademie für Kinderliteratur und 2012 mit dem Goldenen Spatz für das beste Drehbuch (Tom und Hacke).   Haben wir euer Interesse geweckt? Dann bewerbt euch bis zum 24.10.2013 für eines von 15 Exemplaren und beantwortet uns diese Frage:   Welche historischen Kinder - /Jugendbücher habt ihr bereits gelesen?   Unter allen Bewerbern werden dann am 25.10.2013 die 15 Gewinner ausgelost.   Wir freuen uns auf das gemeinsame Lesen mit euch!     **Für die Bewerbung wird ein zeitnahes Lesen und Rezensieren vorausgesetzt. Für die Post übernehmen wir keine Haftung.**

    Mehr
    • 350
  • Edelweißpiraten (Dirk Reinhardt)

    Edelweißpiraten
    LieLu

    LieLu

    19. October 2013 um 11:25

    Aufbau Verlag Der Autor www.autor-dirk-reinhardt.de Dirk Reinhardt wurde 1963 geboren und studierte Germanistik und Geschichte. Er arbeitet derzeit als freier Journalist und wohnt mit seiner Lebensgefährtin und ihrem Sohn in Münster. Veröffentlichungen: Anastasia Cruz. Die Höhlen von Aztlán (2009); Anastasia Cruz – Die Bücher des Thot (2010). Sie wollten nicht wegsehen – da wagten sie alles! Der 16-jährige Daniel trifft auf dem Friedhof einen alten Mann, den alten Josef Gerlach. Er freundet sich mit ihm an, merkt jedoch, dass ihm etwas auf der Seele trifft. Doch der Mann ist sehr verschlossen. Schließlich überlässt Josef Daniel sein Tagebuch... Dieses erzählt detailgetreu die Jugend Josefs Gerlach, als dieser als 14-jähriger Halbstarker die HJ verlässt, um sich einer Clique anzuschließen. Diese nennt sich "Edelweißpiraten". Ihre Markenzeichen sind unschwer zu erkennen: lange Haare und coole Klamotten, ihr Motto ist die Freiheit! Zunächst beginnt alles ganz unpolitisch mit Treffen, Liedern und Parolen. Doch als sich die Lage in Deutschland verschlimmert, planen auch sie gefährliche Aktionen gegen die Machenschaften der Nationalsozialisten. Je tiefer Daniel in diese vergangene Welt eintaucht, desto näher fühlt er sich dem alten Gerlach. Er erkennt, dass die Edelweißpiraten auch in seiner eigenen Geschichte eine Rolle spielen. Fazit Ein unglaublich bewegendes Buch, was vor allem durch seine Schreibart – Tagebuch – nahegeht. Der Leser steht mitten im Geschehen von Joseph und der jugendlichen Gruppierung der Edelweißpiraten. Die Protagonisten sind sehr sympathisch und man kann gut nachvollziehen, warum die Gruppe so agiert. Natürlich werden die Machenschaften der HJ und SS immer stärker, weshalb auch die Aktionen der Edelweißpiraten immer mehr zunehmen. Diese fängt der Autor Dirk Reinhardt sehr gut ein und versucht sie den Lesern näher zu bringen. Des Öfteren schwankt man zwischen Zustimmung und zuviel des Gutem. Doch keiner von uns ist in dieser Zeit aufgewachsen, Gott sei dank, und kann nachvollziehen, wie es für die Jugendlichen gewesen sein muss, in ihrer Freiheit dermaßen eingeschränkt zu leben. Viele Szenen im Buch gehen einem sehr nah, da die Jugendlichen meist kaum älter oder teilweise sogar jünger sind als man selbst. Ein tiefgründiges, emotionales und gleichzeitig spannendes Buch über geschichtliche Prozesse, Denkweisen und Ideologien, welches man auf jeden Fall gelesen haben muss. Aufgrund seiner übersichtlichen Dicke ist es gut zu lesen und auch die Schreibweise ist sehr flüssig. Ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen.

    Mehr
  • Die Edelweißpiraten

    Edelweißpiraten
    Talitha

    Talitha

    18. October 2013 um 18:29

    Der Jugendliche Daniel trifft bei dem Grab seines kürzlich verstorbenen Großvaters den alten Mann Gerlach, mit dem er sich anfreundet und der ihm ein Tagebuch gibt, welches seine Erlebnisse als Jugendlicher bei den Edelweißpiraten, einer Jugendorganisation, die im Verlauf des zweiten Weltkriegs immer mehr in den Widerstand zu HJ, SS und Gestapo gerät, schildert. Das Tagebuch ist zwar fiktiv, aber die Fakten und Geschehenisse sind gut recherchiert und somit ist das Buch, obwohl es ein Roman ist, ein wichtiges Zeitzeugnis über das Leben im Dritten Reich und besonders über die Leute, die gegen das Regime waren, weil sie erkannten, wie unmenschlich, brutal und lebensverachtend ist.  So sind auch die Geschehenisse im Buch nichts für Zartbesaitete. Gerlach und seine Freunde geraten in Schlägereien mit der HJ, werden von der SS gejagt, von der Gestapo verhaftet und gefoltert. Es zeigt sehr deutlich, was einem blühte, wenn man gegen die Nazis aufbegehrte und man versteht auch dadurch besser, warum so wenige Leute im Widerstand waren. Gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass Widerstand nicht von Bildung oder Stand abhängig ist, wie es sonst in den Medien dargestellt wird (siehe Weiße Rose und Stauffenberg-Attentat). Ein sehr wichtiges Buch! Sehr zu empfehlen. 

    Mehr
  • Die Weiße Rose Kölns

    Edelweißpiraten
    kalligraphin

    kalligraphin

    14. October 2013 um 20:48

    „Ein Roman, der auf wahren Ereignissen beruht und ein bisher kaum bekanntes Kapitel des Widerstandes gegen die Nationalsozialisten erzählt.“ Der dreizehnjährige Daniel wird am Grab seines Großvaters von einem älteren Mann, Josef Gerlach, angesprochen. Die beiden nähern einander an und der alte Gerlach gibt Daniel sein Tagebuch, das er vor über 60 Jahren geschrieben hat, zur Lektüre. Auf diesen Tagebucheinträgen und der Freundschaftsgeschichte Daniels und Gerlachs basiert der Jugendroman „Edelweißpiraten“. Vor 67 Jahren war Gerlach selbst gerade einmal 14 Jahre alt und der Zweite Weltkrieg nahm seinen Lauf. Der junge Gerlach erlebte diesen in Köln-Ehrenfeld, einem damals ärmlichen Arbeiterviertel. Seine Mutter, eine Kriegswitwe, hat neben ihm noch einen zweiten Sohn, Horst, der auf Grund seiner sportlichen Leistungen zu einer AH-Eliteschule nach Sonthofen gehen wird. Derweil gerät der jugendlich-leichtsinnige Josef mit den Anführern der HJ aneinander und trifft mehr oder weniger zufällig auf eine Jugendgruppe, die sich Edelweißpiraten nennt. Die Edelweißpiraten nehmen ihn und seinen Freund Tom in ihre Gruppe auf und die beiden fühlen sich erstmals anerkannt und gleichberechtigt. Die Ehrenfelder Edelweißpiraten lehnen sich zu Kriegsbeginn gegen die HJ und jede Form der Unterdrückung ihrer persönlichen Freiheit auf. Sie möchten in Ruhe gelassen werden und schlagen auch mal zurück, wenn man ihnen quer kommt. Was anfangs noch wie jugendlich-egoistische und oberflächliche Rebellion anmutet, nimmt im weiteren Verlauf des Krieges ernsthaftere Ausmaße, bis hin zum politisch motivierten Freiheitskampf, an. Je härter und ungerechter der Kriegsalltag sich gegen die Bewohner Ehrenfelds und besonders gegen die unangepassten Edelweißpiraten richtet, desto ausgeprägter wird ihre Antikriegshaltung und desto schockierender wird auch der Roman. Dirk Reinhardt gelingt es, den Alltag und die Entwicklung der Arbeiterkinder während der Kriegsjahre so realistisch und präzise zu beschreiben, dass die Geschichte den Leser emotional mitreißt. Man lernt zu verstehen, wie es zu der Bewegung der Edelweißpiraten kam, wann und warum sie wie handelten. Die Bewegung der Edelweißpiraten wird nicht glorifiziert und doch in ihrer Wichtigkeit dargestellt. Anders als in anderen Romanen, die ihren Schauplatz im Zweiten Weltkrieg haben, wird hier der Kriegsalltag in einer deutschen Großstadt gezeigt, mit all seinen unglaublichen Grausamkeiten für den „normalen Arbeiter“. Dieser neue Blickwinkel könnte gerade für Jugendliche im Schulunterricht neue Diskussionsmöglichkeiten und Erkenntnisse bieten. Ich fand den Roman trotz aller "Sachlichkeit" unheimlich bewegend. Er gewährt völlig neu und gut recherchierte Einblicke in das Kriegsgeschehen in Deutschland. Bücher, die mich ähnlich stark berührt haben, sind 'Anonyma' und 'Der Junge im gestreiften Pyjama'. So unterschiedlich diese Bücher sind – ein Tatsachenbericht, ein fiktiver, dramaturgisch angelegter Roman und ein Roman, dessen fiktive Geschichte auf Tatsachen aufbaut – etwas ist ihnen gemeinsam: Sie zeigen unverhohlen, deutlich und emotional-aufwühlend an Einzelschicksalen, wie grausam und umgreifend der Zweite Weltkrieg war.

    Mehr
  • Dirk Reinhardt gibt den "Edelweißpiraten" auf eindrucksvolle und intensive Weise Stimme und Gesicht!

    Edelweißpiraten
    Leselady

    Leselady

    13. October 2013 um 20:34

    Am Grab seines Großvaters kommt der 16jährige Daniel zum ersten Mal in Kontakt mit einem fremden, alten Mann, der ihn dort aufmerksam beobachtet. Der junge und der alte Mann freunden sich an und der alte Gerlach überlässt Daniel sein Tagebuch, in der Hoffnung, dass dieser es aufmerksam liest und sich mit ihm darüber austauscht. Doch Daniel lässt sich Zeit… Zeit, die dem kranken Gerlach wie Sand unaufhaltsam durch die Finger rinnt. Daniel braucht diese Zeit. Er braucht sie, um tief einzutauchen in Gerlachs Jugend, als dieser die HJ verlässt und sich einer Gruppen von jungen Leuten anschließt, die ihm das ersehnte Gefühl der Zusammengehörigkeit und Freiheit vermitteln, dass er sich in diesen trostlosen und (lebens-)gefährlichen Zeiten ersehnt. Es ist der einfache und doch existentielle Wunsch nach Freiheit, nach frei bestimmtem Handeln und Denken und zunächst keine politisch orientierte Zugehörigkeit und Motivation. Doch die Zeiten und tätlichen Übergriffe werden schlimmer. Immer näher und brutaler rücken die Häscher, Fanatiker und Mitläufer an die Edelweißpiraten heran. Aus bloßer Verteidigung erwächst Zorn und Wut, Gegenwehr und Widerstand. Die Aktionen werden brenzliger; die Gefahr aufgespürt, entdeckt, denunziert, gefoltert und getötet zu werden wächst mit jedem beginnenden Tag. Wird die Brutalität des Krieges und der ideologische Wahnsinn mit seinen niemals endenden Konsequenzen je ein Ende nehmen… Informationen zu Buch und Verlag: • Taschenbuch: 256 Seiten • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (9. September 2013) • Sprache: Deutsch • ISBN-10: 374662990X • ISBN-13: 978-3746629902 • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 1,8 cm Quelle: http://www.amazon.de/o/ASIN/374662990X/lovebook-21 Über den Autor Dirk Reinhardt… Quelle: http://www.lovelybooks.de/mitglied/DirkReinhardt/ …weiß man…: Dirk Reinhardt, geboren 1963, studierte Germanistik und Geschichte und arbeitet derzeit als freier Journalist. Er wohnt mit seiner Lebensgefährtin und ihrem Sohn in Münster. Veröffentlichungen: Anastasia Cruz. Die Höhlen von Aztlán (2009); Anastasia Cruz – Die Bücher des Thot (2010). Quelle: http://www.aufbau-verlag.de/index.php/autoren/dirk-reinhardt-a01 Weitere Informationen auf: www.autor-dirk-reinhardt.de Schulbegleitendes Material für Lehrer gratis zum Downloaden unter: http://www.aufbau-verlag.de/media/Upload/pdf/Edelweisspiraten-Bonusmaterial.pdf Eindrücke / eigene Meinung: Ein sehr aufwühlendes Thema und Buch zum Thema Widerstand im Zweiten Weltkrieg. Dabei berührte mich Dirk Reinhardts Buch vom Sprachstil nicht sofort, bzw. anfangs nicht in gleicher, intensiver Weise, wie andere Bücher zur Thematik Widerstand. Ein Umstand, der sich jedoch stetig legte! Sprachstilistisch hat Dirk Reinhardt das Alter der Jugendlichen wirklich gut eingefangen, auch den Tagebuchstil empfinde ich gut gewählt, nicht neu, aber stimmig und passend zur Thematik. Mich trieb anfangs jedoch ein wenig die Sorge um, dass die jugendliche „Sorglosigkeit“ und „Unbekümmertheit“ des jungen Gerlach, mir auf Dauer sprachlich und somit auch inhaltlich, zu oberflächlich wäre. Aber weit gefehlt und zu früh von mir geurteilt! Deswegen möchte ich jedem interessierten Leser, dem es möglicherweise am Anfang auch so geht raten, das Buch auf keinen Fall aus den Händen zu legen, sondern sich weiter intensiv damit zu beschäftigen! Im Nachhinein kann und möchte ich von ganzem Herzen sagen – alles richtig gemacht, Dirk Reinhardt! Aufbau, Sprache, die fiktiven Figuren im Einzelnen und zueinander sind sehr gut gewählt und ausgefeilt. Die „Edelweißpiraten“ von Dirk Reinhardt geben dieser jugendlichen Widerstandsgruppe eine deutliche und einprägsam anschauliche Stimme und holen sie somit aus ihrem LEIDER noch immer recht dunklen und wenig bekannten Nischendasein!!! Seite für Seite kämpft der Autor mit seiner Geschichte gegen das Vergessen, gegen Verharmlosung, Verunglimpfung und Diffamierung der ( zu Recht!!!) "aufmüpfigen Arbeiterjugendlichen"! Sehr, sehr lange und teilweise bis heute, haftete den Edelweißpiraten der Ruf an, lediglich jugendliche Kriminelle und Unruhestifter zu sein, „degradierte sie zu Kleinkriminellen, Schlägern und Halbstarken“ (siehe Nachwort zu „Edelweißpiraten“). Dirk Reinhardt räumt mit diesem pauschalisierten Schablonendenken gehörig auf und bringt uns beim Lesen die Motivation und den Geist dieser Gruppe auf eindrucksvoll authentische und nachvollziehbare Weise näher. „Edelweißpiraten“ ist kein „drücken-wir-mal-ordentlich-auf-die-Tränendrüse-um-Leser-zu-gewinnen-Bücher“ - es ist ungezwungen und klar, glaubwürdig, ungeschönt, mutig und mit steigender Seitenzahl unglaublich intensiv! Beendet und geschlossen habe ich das Buch stumm weinend und tief in Gedanken an die jungen Edelweißpiraten versunken, die nur eines wollten – Ihr Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung. Wer kann es ihnen verdenken, dass sie dies auf jugendliche Art und Weise und auf den verschiedensten Wegen versuchten…

    Mehr
  • ein Stück gelebte Geschichte

    Edelweißpiraten
    ejtnaj

    ejtnaj

    13. October 2013 um 11:04

    Daniel ist 16 Jahre alt als ein Opa stirbt und da es ein gutes Verhältnis zu ihm hatte besucht er nun öfters sein Grab. So wurde er auch auf den alten Mann ein paar Meter weiter weg aufmerksam und diese Begegnung lässt ihm keine Ruhe und er besucht ihn zuhause. Die Zwei verstehen sich gut und der alte Herr Gerlach überlässt Daniel sein Tagebuch und bittet ihn diese zu lesen. In diesem Tagebuch erzählt Josef Gerlach von seiner Jugend zu Zeiten des 2. Weltkriegs, wie er aus der Hitlerjugend ausgetreten ist und sich dann eine Clique mit dem Namen die Edelweißpiraten angeschlossen hat. Mich hat das Buch gefangen genommen und so mitgerissen, dass ich es immer wieder zur Seite legen musste m das gelesene Sacken zu lassen. Denn dies ist kein einfacher Roman weder für Jugendliche noch für einen Erwachsenen. Man muss schon ein Interesse an dieser Zeit der Geschichte haben um dieses Buch wirklich mit großem Spaß bzw. Neugier lesen zu können. Dies war bei mir alles da und ich dachte auch dass ich schon sehr viel aus der Zeit des 3. Reiches gelesen hätte und nicht mehr s schnell zu schockieren wäre. Aber ich habe mich getäuscht, denn ich war und bin immer noch entsetzt was damals alles passiert ist. Gleichzeitig bin ich auch überrascht, dass Jugendliche wirklich den Schneid hatten sich gegen das System aufzulehnen und sich auch langsam im Widerstand ihren Platz gesucht haben. Da es ja auch ein Buch für den Unterricht ist, gibt es im Nachwort auch einige Quellennachweise so dass man sich auch weiter über die Edelweißpiraten informieren kann. Gut gefallen haben mir aber auch die Beschreibungen zu den einzelnen Personen, so dass man sich diese beim Lesen sehr gut vorstellen konnte. Ebenso gut waren aber auch die Beschreibungen von Köln oder auch der Felsensee, ich konnte mir alles so vorstellen als ob ich schon mal dort gewesen wäre. Meine persönliche Meinung ist, dass das Buch mit seiner Geschichte sehr gut für Jugendliche geeignet ist, allerdings sollte man sie es nicht nur lesen lassen, sondern auch mit ihnen darüber reden, vielleicht auch mit älteren Mitgliedern aus der Familie die diese Zeit noch erlebt haben, denn es werden bestimmt Fragen aufkommen. Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich kann es wirklich nur empfehlen.

    Mehr
  • Wenn Freiheit nicht sein darf...

    Edelweißpiraten
    Fieni85

    Fieni85

    13. October 2013 um 04:25

    Dieses Buch machte mich wütend, traurig, es trieb mir Tränen in die Augen und manchmal ein Lächeln ins Gesicht, es machte mich zornig und will einfach nicht aus meinen Gedanken. Beim Lesen hatte ich immer im Hinterkopf, dass es die Edelweißpiraten wirklich gab, genau wie diesen Krieg. All diese Verbrechen gab es, genau wie die Hilflosigkeit und diese Wut. Durch die Tagebucheinträge des jungendlichen Josef Gerlach, genannt "Gerle", erfährt der Leser die Kriegsjahre aus der Sicht eines jungen Menschen, der nicht zuschauen und mitmachen will. Er trifft die Edelweißpiraten und gehört bald dazu. Sie wollten nur Freiheit, die Freiheit zu denken, sagen, singen und treffen was oder wen sie wollen. Kein leichtes Unterfangen in den Zeiten des Nationalsozialismus. Eingebettet ist die Vergangenheit in eine Rahmenhandlung, die in der Gegenwart spielt. Der alte Josef Gerlach trifft sich dort mit dem 16 Jahre altem David und ihre Leben sind miteinander verbunden. Dirk Reinhardt erzählt wie diese Zeit die Menschen veränderte. Viele haben weggesehen. Aber manche haben auch hingesehen, darunter welche von denen man es nicht direkt erwartet. Der Autor moralisiert nicht und das gefällt mir sehr gut. Dieses Buch gibt keine Lebensgeschichte eins zu eins wieder, aber ich glaube die Edelweißpiraten erkennen ihre Geschichten wieder. Es macht bewusst wie grausam Menschen sein können und das Manche es zutiefst bereuen, andere dagegen... nun ja... Ich danke dem Autor, dem Verlag und den Teilnehmern der Leserunde für diesen sehr emotionalen Ausflug in die deutsche Geschichte. Mein Lieblingszitat aus diesem Buch: "Dass Leute wie sie nichts weiter brauchen als Luft zum Atmen, einen Weg zum Wandern und ein Lied zum Singen." S. 241 Dieses Buch sollte man unbedingt lesen und damit den Edelweißpiraten gedenken, weil sie solange nicht als Widerstandsbewegung angesehen wurden.

    Mehr
  • Ein Leben für die Freiheit

    Edelweißpiraten
    nicigirl85

    nicigirl85

    12. October 2013 um 17:47

    Im Buch geht es um die Widerstandsbewegung der Edelweißpiraten während des zweiten Weltkrieges. Der Autor lässt uns durch zwei Zeitebenen an der Geschichte teilhaben. Zum einen begleiten wir in der Gegenwart den 16 Jährigen Daniel, der auf dem Friedhof einen alten Mann kennenlernt, bei dem es sich um Josef Gerlach handelt. Der alte Gerlach interessiert sich für den Jungen und lädt ihn auf einen Kaffee ein, um den Jungen dort ein altes Notizbuch in die Hand zu drücken, bei dem es sich um das Tagebuch des Alten handelt. In Form von Tagebucheinträgen des jungen Gerle erlebt der Leser dann den zweiten Weltkrieg mit und wie sich die Edelweißpiraten formierten und was sie an Widerstand leisteten. Dirk Reinhardt schreibt so intensiv, dass man das Geschilderte bildlich vor Augen hat und glaubt direkt in die Vergangenheit katapultiert worden zu sein. Schonungslos erfahren wir von den Gräueltaten während des Krieges und wie sich Einzelne dagegen zu wehren versuchten. Es handelt sich hier um ein Jugendbuch, was man jedoch zu keiner Zeit merkt, denn es bewegt, man fühlt mit und ist beim Lesen einfach nur vollends gefesselt. Auch als Erwachsener lernt man hier noch etwas dazu, denn mir war bis dato weder die Edelweißpiratengruppierung bekannt, noch einige andere Schilderungen, was während des zweiten Weltkrieges bereits von 14jährigen Jugendlichen verlangt worden ist. Fazit: Mir hat dieses Buch wirklich außerordentlich gut gefallen, da es eine dunkle Zeit Deutschlands beleuchtet ohne dabei den moralischen Zeigefinger zu schwenken. Ich kann nur meine absolute Leseempfehlung aussprechen, ein Buch, das man gelesen haben sollte. Einfach nur genial!

    Mehr
  • weitere