Train Kids

von Dirk Reinhardt 
4,7 Sterne bei36 Bewertungen
Train Kids
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Ein wirklich lesenswertes Buch, das irgendjemand bitte Trump vor die Nase halten sollte! Die Szenen in diesem Buch öffnen einem die Augen.

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Am Anfang etwas langweilig,aber am Ende kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen

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Inhaltsangabe zu "Train Kids"

2500 Kilometer Abenteuer. Fernando hatte sie gewarnt: „Von hundert Leuten, die über den Fluss gehen, packen es gerade mal drei bis zur Grenze im Norden und einer schafft´s rüber.“ Zu fünft brechen die Jugendlichen auf, um durch Mexiko in die USA zu kommen. Wenn sie zusammenhalten, haben sie vielleicht eine Chance als blinde Passagiere auf Güterzügen, bei Hunger und Durst, Hitze und Kälte, ständig auf der Flucht vor Banditen, korrupten Polizisten, Drogenhändlern und Menschenschmugglern.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783836958004
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Gerstenberg Verlag
Erscheinungsdatum:26.01.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    Lia_Juvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wirklich lesenswertes Buch, das irgendjemand bitte Trump vor die Nase halten sollte! Die Szenen in diesem Buch öffnen einem die Augen.
    Train Kids

    Dass viele illegal Auswandernde über Mexiko nach Amerika kommen, läuft in den Medien ja gerade rauf und runter, wegen Trump und seiner Mauer. 
    Zu diesen Auswandernden gehören auch Miguel und seine neuen Freunde, die Protagonisten des Buchs 'Train Kids'. Miguel ist vierzehn, und lebt allein mit seiner Schwester. Seine Mutter ist illegal ausgewandert, in das Wirtschaftswunderland USA. In der Anfangszeit kommen noch Briefe seiner Mutter, Briefe seiner Mutter, Briefe voll mit Versprechen, ihn und die Schwester nachzuholen und finanzieren zu können, sobald sie nur lange genug in den USA gearbeitet hätte. Doch dann werden die Briefe weniger, und Miguel beschließt, seiner Mutter selbst nachzukommen. Eine riskante Reise auf den Güterzügen Amerikas beginnt für ihn und seine neuen Freunde, die sich auf in dasselbe Abenteuer mit einem so ernsten Hintergrund machen.


    Ich habe dieses Buch bei der 'Bäume raus -Bücher rein'-Aktion gewonnen, und bin wirklich froh darüber. Das Buch ist eine Bereicherung in der aktuellen Zeit, gerade wegen Trumps Ankündigungen zum Bau der Mauer.
    Im ersten Moment war ich wegen dem Schreibstil etwas skeptisch, doch dann habe ich mich dem anpassen können, und das Buch wie man so schön sagt nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Charaktere sind wirklich einzigartig gezeichnet. Nichts ist vorhersehbar, und durch die realitätsnahe Schilderung entsteht nochmal eine ganz eigene Spannung. Der einzige Negativpunkt ist für mich, dass ich wirklich nicht leicht hinein gekommen bin.


    Insgesamt kann ich sagen, dass dieses Buch gelesen werden muss! Mein Bücherregal wird es auf keinen Fall wieder hergeben, denke ich.
    Das Buch hält einem deutlich vor Augen, wie die Realität in den USA und Mexico aussieht. Es beschönigt nichts, aber man hat auch nicht das Gefühl, der Autor würde eine extra dramatische Geschichte erzählen wollen, die nur aus den Fingern gesogen wird.
    'Train Kids' ist ein wirklich empfehlenswertes Buch!

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    rabbitbookss avatar
    rabbitbooksvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Am Anfang etwas langweilig,aber am Ende kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen
    Train Kids

    Als ich anfing das Buch zu lesen fand ich es erst sehr langweilig und etwas später dachte ich sogar,dass sie ihre Reise nochmal von vorne beginnen,da ich mir nicht vorstellen konnte,dass die Geschichte noch so lange andauert.Gegen Mitte fand ich es immer besser und ich konnte mich gut in die einzelnen Personen hineinversetzten.Kurz dannach konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand nehmen und habe es bis zum Ende mit voller Begeisterung durchgelesen.

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    Leschenvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Absolut empfehlenswert: Ein literarisches Stück aktueller Zeitgeschichte für Leser ab 14 Jahre. Intensiv, einfühlsam und authentisch erzählt
    Eine Flucht ins Ungewisse: Aus der Armut heraus durch das gefahrenreiche Mexiko ins Verheißene Land

    Sie kommen aus Guatemala und Honduras. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene - bettelarm - leben sie von der Hand in den Mund in ihren südamerikanischen Heimatländern, die für sie keine Zukunft bieten.

    So versuchen sie dieser ausweglosen Gegenwart und Zukunft zu entfliehen, und machen sich alleine auf den Weg in das „Verheißene Land“. 


    Das Verheißene Land heißt Vereinigte Staaten von Amerika. Die USA ist also ihr Ziel. Hier hoffen sie wieder mit ihren Eltern vereint zu werden. Auf dem Weg dorthin durchqueren sie Mexiko. Ein Schwellenland im internationalen Vergleich und im wahrsten Sinne des Wortes. Dieses Land stellt für die Heranwachsenden die Schwelle dar, die sie überwinden müssen.

    Tausende Kilometer durch Mexiko – das Land, dass man als den Wachposten vor den Toren der USA bezeichnen kann. Erst nach und nach offenbart sich das Land den Auswanderern auf seine unüberwindliche Art und Weise voller Tücken und Gefahren.

    Nach internationaler Gerichtsbarkeit sind sie Illegale, Flüchtlinge ab dem Zeitpunkt ihres Grenzüberschritts von Guatemala nach Mexiko.

    Mit dem 14jährigen Ich-Erzähler Miguel durchquert der Leser das mittelamerikanische Mexiko. Schon in Guatemala trifft Miguel auf vier weitere Kinder und Jugendliche, die das gleiche Ziel haben. Sie heißen Fernando, Emilio, Angel und Jaz. Gemeinsam mit diesen drei 11-16 Jährigen Jungen und der gleichaltrigen Jazmina (Jaz) durchquert Miguel als blinder Passagier auf den Dächern von fahrenden Zügen das Land Mexiko. Diese fünf Kinder und Jugendliche werden zu Train Kids. 

    Meinung: 


    Ich war schnell mit dem Ich-Erzähler Miguel unterwegs, mittendrin - eingetaucht in die Geschichte. Intensiv und emotional habe ich die Suche der fünf Heranwachsenden nach einem besseren Leben, nach dem verheißenen Land erlebt. Ich habe für mich Authentizität fast schon Realismus erlebt. Realismus in Form dessen, dass die 11-16 Jährigen Hauptprotagonisten exemplarisch für Tausende andere Jungen (vielleicht auch Mädchen) stehen, die als Train Kid versuchen die USA zu erreichen. 


    Das Wissen und die persönlichen Erlebnisse des Autors sehe ich in diesem Jugendbuch widergespiegelt. Dieses Jugendbuch erzählt uns Lesern eine erschreckende, beängstigende, lebensgefährliche Flucht und Reise. Man bemerkt als Leser, dass die Handlung von Train Kids auf Gesprächen und Erzählungen des Autors mit Kindern und Jugendlichen beruhen, die diesen Weg (Flucht, Reise) bereits gegangen sind.

    Immer wieder haben diese Armutsflüchtlinge die Angst vor Entdeckung, Gewalt und Tod vor Augen. Jeder dieser Heranwachsenden hat seine eigene Art und Weise mit dem Leben als Train Kid umzugehen. 
    Für Alle geht es hier ums Überleben. Sie schauen nicht zurück – nur nach vorne – leben von Stunde zu Stunde – oft von Minute zu Minute. Angespannt warten sie darauf immer wieder sekundenschnell reagieren zu müssen, wenn ihnen die Entdeckung durch die Polizei und anderen Behörden droht oder wenn Räuber ihnen Gewalt antun wollen. Nur der Fluchterfahrene Fernando weiß hier meist Rat. 


    In dieser wochenlangen Ausnahmesituation zeichnet der Autor seine Protagonisten als wären es literarische Abbilder von real-lebende Personen, denen er mit dieser erzählerischen Suche nach einem neuen besseren Leben eine literarisches „Denkmal“ setzt. Ich denke, jede dieser Hauptprotagonisten hat etwas von den Kindern und Jugendlichen, denen Dirk Reinhardt begegnet ist. Ihnen widmet er ja auch dieses Buch. 


    Es ist eine Geschichte voller Gegensätze, Widersprüche, die hier aufeinander treffen. In dieser Geschichte gibt es kein schwarz und weiß. Nicht nur böse Menschen oder nur die Guten. Die Erlebnisse der Kinder, Jugendlichen sind nicht alle nur schlecht, traurig, zermürbend, beängstigend, sondern sie sind auch hoffnungsvoll und lustig. Und sie zeigen im Umgang miteinander, wie sich freundschaftliche Gefühle, absolutes Vertrauen und noch mehr entwickeln. 


    Die Worte und Gedanken, die Miguel hier als Erzähler in den Mund und in den Kopf gelegt werden, sind durch ihre Widersprüchlichkeit etwas Besonderes. Es gibt sachliche Beschreibungen, emotionsgeladene Situationen,genauso wie poetische, symbolische, tiefgreifende, intensive Gedanken und Gespräche.  

    Ich kann über dieses Jugendbuch sagen: Es ist weder belehrend noch fordernd. Eher herausfordernd. Denn der Autor Dirk Reinhardt bringt den Leser durch die erzählten Erlebnisse zum Nachdenken. Es ist ein Thema, ein Stück aktueller Zeitgeschichte, was hier in literarischer Form verarbeitet wird, vor dem wir uns in Deutschland auch nicht verschließen können. Auch wenn Guatemala und Mexiko geographisch so weit weg sind. Doch Syrien, Irak, Somalia, Ukraine... sind auch weit weg von unserem Leben, und doch sind diese "Flüchtlinge" ein Teil unserer Gesellschaft, unseres Lebens. Und wir sollten uns damit auseinandersetzen, auch versuchen, sie und ihr Leben, ihre Kultur, ihre politische, religiöse und wirtschaftliche Lage zu verstehen. Und um das zu verstehen, können Bücher wie Train Kids uns exemplarisch in einer fiktiven Geschichte, die sehr viel Realität zur Grundlage hat, helfen.

    Sprache:


    Die Geschichte ist gut und flüssig zu lesen. Die Wechsel zwischen den Gedanken von Miguel sowie den Gesprächen der Train Kids untereinander, ist erkennbar. Aufgrund der Sprache (Satzlänge sowie Satzformulierungen) wäre es schon für 11/12 jährige Leser geeignet. Ich persönlich würde das Buch erst für Leser ab 13/14 Jahre empfehlen. Diese Empfehlung hat einerseits stilistische Gründe – regelmäßiger Wechsel zwischen Direkter Rede und den Gedanken von Miguel – und andererseits beziehe ich meine Empfehlung auf den hier beschriebenen und erzählten Inhalt. Aber auch dann ist eine Begleitung durch Erwachsene, die gesprächsbereit sind, notwendig. Ein Buch, bei dem man als Schullektüre, viel Zeit zum Reden und ins Gespräch kommen, einplanen sollte. Denn die Atmosphäre dieses Buches ist sehr emotional und intensiv.

     

    Fazit:

     

    Absolute empfehlenswerte Lektüre für Leser ab 14 Jahre. Ein Jugendbuch, dass  Jugendlichen und Erwachsenen auf intensive, spannende, fesselnde und auch emotionale Erzählweise eine authentische fast schon reale Geschichte erzählt.

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    Manja82s avatar
    Manja82vor 4 Jahren
    ein packender Jugendroman

    Kurzbeschreibung
    Fernando hatte sie gewarnt: "Von hundert Leuten, die über den Fluss gehen, packen es gerade mal drei bis zur Grenze im Norden und einer schafft's rüber."
    Zu fünft brechen sie auf: Miguel, Fernando, Emilio, Jaz und Ángel. Die Jugendlichen haben sich erst vor Kurzem kennengelernt, aber sie haben ein gemeinsames Ziel - es über die Grenze in die USA zu schaffen. Wenn sie zusammenhalten, haben sie vielleicht eine Chance. Vor ihnen liegen mehr als zweieinhalbtausend Kilometer durch ganz Mexiko, die sie als blinde Passagiere auf Güterzügen zurücklegen. Doch nicht nur Hunger und Durst, Hitze und Kälte sind ihre Gegner. Auf den Zügen herrschen eigene Gesetze und unterwegs lauern zahlreiche Gefahren: Unfälle, Banditen, korrupte Polizisten, Drogenhändler und Menschenschmuggler. Werden sie ihr Ziel im Norden erreichen?
    (Quelle: Gerstenberg Verlag)

    Meine Meinung
    Miguel ist 14 Jahre alt und möchte seine Mutter sehr gerne wiedersehen. Sie hat die Familie vor Jahren verlassen, der Vater ist verstorben und so leben er und seine kleinere Schwester bei den Großeltern. Die Mutter lebt in den USA. Also macht Miguel sich auf quer durch Mexiko auf seinen Weg in die Vereinigten Staaten. Unterwegs trifft er auf andere Jugendlich, die das gleiche Ziel haben wie er. Sie schließen sich zu einer Gruppe zusammen, unter der Führung von Fernando. Vor ihnen liegt nun eine gefährliche Reise, voller Überraschungen …

    Der Jugendroman „Train Kids“ stammt vom Autor Dirk Reinhardt. Es war für mich das erste Buch des Autors, der hier ein sehr aktuelles Thema aufgreift.

    Die 5 Protagonisten Miguel, Emilio, Jaz, Angel und Fernando sind alle gut gestaltet.
    Miguel ist 14 Jahre alt und hat nur ein Ziel, er will seine Mutter finden. Er kommt auf Guatemala, seine kleine Schwester lässt er dort zurück bei den Großeltern.
    Emilio ist ein Junge, der aus Honduras kommt.
    Jaz heißt eigentlich Jazmina und kommt aus El Salvador. Sie ist ein Mädchen, das sich als Junge verkleidet hat.
    Angel ist der Jüngste der Truppe. Er ist gerade mal 11 Jahre alt und nimmt in diesem Alter bereits die beschwerliche Reise auf sich.
    Fernando ist 16 Jahre alt und somit der Älteste. Er kommt aus El Salvador und möchte zu seinem Vater nach Texas. Fernando übernimmt das Kommando, ist aber nicht durchschaubar.
    Sie alle schließen sich zu einer Gruppe zusammen, haben ein Ziel und das wollen sie erreichen, komme was wolle. Der Zusammenhalt der Jugendlichen hat mich beeindruckt und nachdenklich gestimmt.

    Neben den 5 Jugendlichen gibt es noch weitere Charaktere im Buch. Hier gilt entweder man mag sie oder aber eben nicht.

    Der Schreibstil des Autors ist sehr umgangssprachlich gehalten. Die Seiten lassen sich flüssig und gut lesen und je weiter man vorankommt desto mehr taucht man in die Reise der Jugendlichen ein.
    Die Handlung ist spannend und sehr interessant gestaltet. Immer wieder gibt es andere Dinge, die wichtig sind, Wendungen, die das gesamte Geschehen in ein neues Licht tauchen.
    Dirk Reinhardt hat für sein Buch sehr genau recherchiert. Er schreibt hier auch über eigene Erfahrungen, die er gesammelt hat.
    Die Handlung ist abenteuerlich und auch sehr gefährlich für die Jugendlichen. Das Thema, das hier zugrunde liegt ist sehr aktuell und ziemlich brisant.

    Am Ende des Buches war ich sehr bewegt und nachdenklich gestimmt. Im Nachwort des Buches gibt der Autor noch weitere interessante Informationen preis.

    Fazit
    Zusammenfassend gesagt ist „Train Kids“ von Dirk Reinhardt ein sehr packendes Jugendbuch zu einem aktuellen Thema.
    Authentisch beschriebene Protagonisten, ein umgangssprachlicher gut zu lesender Stil, der hier sehr gut passt, und eine interessante, spannende und vor allem bewegende Handlung haben mich hier emotional gepackt und überzeugt.
    Wirklich zu empfehlen!

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    Michaela11s avatar
    Michaela11vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr beeindruckendes Buch. Extrem fesselnde Schreibweise mit einer unglaublich interessanten Handlung.
    Ein tiefgründiges Buch

    "Train Kids" ist ein Jugendroman, welcher eine hochinteressante Thematik in den Mittelpunkt rückt. 

    Die Protagonisten sind jung und, bis auf einen, unerfahren, bezüglich der Gefahren, die auf sie warten. Die Reise birgt viele Zumutungen für die Jugendlichen in sich. Unerwartete Ereignisse begleiten den Leser auf seiner Reise mit den Jugendlichen. 

    Das Buch ist wunderbar geschrieben. Die Handlungsstränge sind stimmig und die gewählte Erzählperspektive, reißt den Leser von der ersten Seite an mit und katapultiert ihn inmitten der Handlung. 

    Die Handlung ist sehr authentisch geschrieben, wobei es zum Teil unglaublich erscheint, welche Gefahren illegalen Migranten auf solch einer Reise begegnen. "Train Kids" reißt den Leser aus seiner Komfortzone heraus. Gerade für Jugendliche ist das Buch sehr gut geeignet, da es immer wieder die Wichtigkeit von Solidarität, Respekt, Toleranz und Akzeptanz für den anderen in den Mittelpunkt stellt. Freundschaft ist auch ein zentrales Thema. Was kann man jungen Lesern besseres mitgeben?
    Zudem wird dem Leser vor Augen gestellt, welche Herausforderungen illegalen Immigranten auf ihren Weg begegnen. Ich bin mir sicher, dass mit diesem Buch das Thema mit anderen Augen betrachtet werden kann. Es ist wichtig, dass gerade junge Menschen über die Situation von Flüchtlingen reflektieren und nicht nur eine einseitige Sichtweise auf das Thema haben. 

    "Train Kids" ist ein wunderbares Buch. Die Handlung ist sehr gut recherchiert, absolut aktuell und wirkt an allen Stellen authentisch. Absolut lesenswert!

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    Ariettas avatar
    Ariettavor 4 Jahren
    Gefährliche Reise ins Ungewisse

    Der 14 Jährige Miguel aus Guatemala verabschiedet sich von seiner kleinen Schwester Juna , um sich auf die Suche nach ihrer Mutter in der USA zumachen. Sie ist nicht wie versprochen zurück gekehrt. Das einzige sind Briefe und etwas Geld. Auch sie machte sich wieso viele auf um in der USA zu Arbeiten und ihren Familien ein besseres Leben zu bieten. Auf dieser Reise trifft er auf Fernando der Älteste und Wortführer von ihnen , auf Emilio den Indio , den kleinen Angel und Jaz , in Wirklichkeit ein Mädchen als Junge verkleidet. Alle fünf haben eins gemeinsam ihre Ärmliche Herkunft , die Suche nach ihren Familien Angehörigen , sie teilen das gleiche Schicksal und ihr Ziel über die Grenze in die USA zu gelangen. Das schweißt die Fünf zusammen, sie werden mit der Zeit zu Freunden. Fernando manchmal ein schnoddriger Typ warnt sie " Von hundert Leuten , die den Fluss überqueren, packen es zehn durch die Chiapas, drei bis zur Grenze im Norden und einer schaffst rüber " Aber sie lassen sich nicht abschrecken, auch wenn die Aussichten nicht rosig sind. Ihre Hoffnung und Sehnsucht ist größer. Sie nehmen die Gefahren und Risiken in Kauf , für ein Stück Freiheit und Aussicht auf eine bessere Zukunft. Eine Lange und Gefährliche Reise liegt vor ihnen 2500 km durch Mexico. Sie reisen als Blinde Passagieren auf Güterzügen. Sie frieren , haben Hunger und Durst , aber sie wollen der Armut entkommen. Sie geraten in Lebensgefahr , Banditen , Mörderbanden und die Polizei lauert den Migranten und den fünf Freunden auf. Sicher sind sie fast nirgends. Aber ab und zu Erbarmen sich auch Gute Menschen , die ihnen auf dieser Mörderischen und Entbehrungsreichen Reise versuchen so gut sie es können ihnen weiter zu helfen. Ob diesen fünf Jugendlichen , fast noch Kinder , es zusammen  schaffen werden die Grenze zu erreichen um ins Gelobte Land zukommen , steht in den Sternen.....

     

    Der Autor Dirk Reinhardt ist mit seinem Eindringlichen und Erschütternden Roman eine gute Authentische Geschichte Gelungen. Für seine Recherche über die Migranten war er in Mexico und konnte durch Gespräche  reale Erfahrungen sammeln. Die er in dieses Buch einfließen lässt. Wenn man sich in eine Geschichte hinein versenken kann und alles mit den Protagonisten durchlebt, mit ihnen Leidet und sich freut das spricht für den Autor. Denn dann hat er es geschafft das Buch Lebendig , Authentisch und Glaubhaft dem Leser herüber zu bringen. Man erlebt die bittere Armut der , den Hunger und die Not  der Bevölkerung  Die Flucht der Migranten  zusammengekauert auf den Zügen. Ihre Angst vor Entdeckung , die Rückschläge und ihre Hoffnung. Die fünf Hauptprotagonisten kommen lebendig und real herüber. Man muss an manchen Stellen Tief innehalten und wird manche Träne fortwischen , so nimmt einem die Geschichte mit.

     

    Eine Authentische, berührende und reale Geschichte , die man dem Jugend-Literaturpreis vorschlagen sollte

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    irismarias avatar
    irismariavor 4 Jahren
    Bewegende und authentische Flüchtlingsschicksale

    „Train Kids“ von Dirk Reinhardt ist ein Jugendbuch mit einer aktuellen Thematik: es geht um jugendliche Migranten aus Südamerika, die auf dem Weg in die USA Mexiko als blinde Passagiere auf Zügen durchqueren und dabei vielen Gefahren ausgesetzt sind. Erzählt wird die Geschichte von Miguel, der seine Schwester bei der Großmutter zurücklässt, um in den USA die Mutter zu suchen, die seit Jahren dort ist und ihr Versprechen, die Kinder nachzuholen, nie einlösen konnte. Er trifft auf Fernando, Emilio, Jaz und Ángel und zu fünft machen sich die Jugendlichen auf den Weg, der sie aus Guatemala mehr als zweieinhalbtausend Kilometer durch ganz Mexiko führen wird. Nach und nach erfährt man mehr über die Vorgeschichte der einzelnen, doch im Mittelpunkt steht die spannend und authentisch erzählte Flucht mit der Bedrohung durch die Polizei und kriminelle Banden und die Gefährdung durch die Zugfahrt. Allen ist klar, dass nur wenige das Ziel erreichen und doch trägt sie die Hoffnung auf ein besseres Leben. Sie erleben Verrat und Gewalt aber auch unerwartete Hilfe durch einzelne Menschen oder kirchliche Organisationen.
    „Train Kids“ ist ein Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann! Es hat alles, was ein gutes Jugendbuch braucht: glaubwürdige Charaktere, eine Hauptperson, mit der man mitfiebert, eine spannende Geschichte, gute Dialoge über Freundschaft und was das Leben ausmacht und einen thematischen Hintergrund, über den es sich lohnt, mehr zu erfahren. Man merkt, dass der Autor mit Menschen geredet hat, die genau das erlebt haben, was den Figuren widerfährt. Näheres wird im interessanten Nachwort erklärt.
    Mein Fazit: absolut lesenswert, für Jugendliche und Erwachsene!

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    connychaoss avatar
    connychaosvor 4 Jahren
    Lesenswert

    Miguel will seine Mutter suchen, die die Familie vor Jahren verlassen hat um in Amerika ein besseres Keben zu beginnen. Sie versprach, Miguel und seine kleine Schwester nachzuholen aber darauf warten Sie seit Jahren vergeblich. Miguel macht sich also auf den Weg nach Amerika, quer durch Mexiko führt ihn sein Weg. Unterwegs trifft er auf weitere Jugendliche, die das gleiche Ziel haben. Fernando, Angel, Jaz und Emilio. Sie beschließen, zusammen weiterzuziehen. Ihre Reise ist gefährlich, es lauern Räuber, Polizisten und weitere Gefahren auf sie. Die Geschichte liest sich sehr flüssig, die Handlung ist authentisch, man merkt, dass Autor Dirk Reinhardt gut recherchiert hat. Die Figuren sind sehr realistisch gezeichnet und ihre Erlebnisse sind erschreckend real und furchtbar grausam. Als Europäer, dem es doch gut geht, kann man sich gar nicht vorstellen, welche Risiken die Kinder auf ihrer Flucht auf sich nehmen. Wie schlecht es Ihnen gehen muss, wenn sie sich in Lebensgefahr begeben um nach Amerika zu gelangen. Ich habe die Kinder während der Lektüre sehr ins Herz geschlossen, mit ihnen gefühlt, gebangt und gehofft. Obwohl Train Kids ein Jugendbuch ist, ist es auch für Erwachsene sehr lesenswert.

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    miss_mesmerizeds avatar
    miss_mesmerizedvor 4 Jahren
    Dirk Reinhardt - Train Kids

    Die Hoffnung auf ein besseres Leben und vor allem darauf, seine Mutter wiederzufinden, treiben den jungen Miguel an, die gefährliche Reise durch Mexiko in Richtung USA anzutreten. Zweieinhalbtausend Kilometer voller Gefahren - Banditen, korrupte Polizisten, gefährliche „Mitreisende“, aber auch barmherzige und hilfsbereite Einheimische warten auf Miguel und seine neuen Freunde: den undurchsichtigen Anführer Fernando, der die Strecke bereits bereist hat, den Indio Emilio, das einzige Mädchen Jaz, die sich als Junge ausgeben muss, und den kleinen Angel, der eigentlich noch viel zu jung ist, um dieses Abenteuer auf sich zu nehmen. Auf dem Weg ins gelobte Land, das die Verwirklichung ihrer Träume verspricht, werden sie erwachsen, die Brutalität der Realität zwingt sie dazu. Aber sie lernen auch wie wichtig Vertrauen und für einander einstehen sind und mehr als einmal fragen sie sich, ob ihre Entscheidung wirklich richtig war.

    Das Buch zeichnet einen authentisch wirkenden Reisebericht, der keine Grausamkeit auslässt, diese aber glücklicherweise auch nicht im Detail nachzeichnet, sondern sich manches Mal mit Andeutungen, die schon genügend Raum für die Phantasie lassen, begnügt. Die Kinder werden mit ihren Erwartungen und Träumen, aber auch den harten Tatsachen ihres bisherigen Lebens dargestellt – für uns oftmals schwer nachzuvollziehen, leben wir doch unter gänzlich anderen Umständen. Die Spannung wird von der zentralen Frage, ob sie Erfolg haben werden, getragen, durch die regelmäßigen Rückschläge, bleibt sie stets erhalten. Positiv hervorzuheben ist die Landkarte im Umschlag des Buches, die einem erlaubt, den Weg tatsächlich nachzuvollziehen, die Geographie vor Ort dürfte deutschen Lesern nicht so präsent sein, die genannten Orte richtig einordnen zu können. Überflüssig hingegen die ganzen Übersetzungen selbst simpelster spanischer Wörter, was zu einer andauernden etwas nervigen Textdopplung geführt hat. So viel Spanischkenntnisse kann man inzwischen sicher bei den Lesern voraussetzen.


    Fazit: ein spannendes Jugendbuch über ein hier wenig präsentes, aber sehr relevantes Thema.

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    miro76s avatar
    miro76vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Eine berührende Geschichte über die gefährlichste Reise der Welt. - aufwühlend und mitreißend
    2500 Kilometer durch die Hölle

    „Schätzungsweise 300 000 Menschen kommen Jahr für Jahr illegal über die Südgrenze Mexikos, um das Land zu durchqueren und die USA zu erreichen. Damit begeben sie sich auf eine Reise, die nach Ansicht von Amnasty International zu den ‚gefährlichsten der Welt‘ gehört. Nur ein Bruchteil von ihnen wird das Ziel erreichen. Sie müssen damit rechnen, gejagt, geschlagen, ausgeraubt, vergewaltigt oder von den Zügen überfahren zu werden. Viele von Ihnen werden es nicht überleben.“
    (aus dem Nachwort des Autors)


    Viele dieser Menschen sind Jugendliche, fast noch Kinder, auf der Suche nach ihren Eltern, die sie zurückgelassen hatten, um ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen. Es sind die ninos perdidos, die verlorenen Kinder.
    Dirk Reinhardt erzählt uns deren tragische Schicksale anhand einer Fünfergruppe, die sich aus Guatemala auf den Weg macht, Mexiko zu durchqueren, um ins gelobte Land zu kommen. Da ist Fernando, der Abgebrühte. Er weiß eine Menge über die Gefahren der Reise, weil er schon einige Versuche hinter sich hat, aber immer wieder geschnappt und abgeschoben wurde. Da ist Miguel, der Beherzte. Er erzählt uns die Geschichte seiner Reise mit seinen Gefährten. Er ist auf dem Weg zu seiner Mutter in Chicago. Dann gibt es noch Jaz, eigentlich Jazmine, die Mutige. Für ein Mädchen birgt die Fahrt noch einige Gefahren mehr. Deshalb hat sie sich die Haare geschnitten und versucht wie ein Junge zu sprechen. Und dann sind da noch Angel, der Jüngste der Gruppe und Emilio, ein Indio, der selbst hier mit rassistischen Vorurteilen zu kämpfen hat.


    Die Kids haben sich in einer Herberge gefunden, bevor es so richtig los geht, bevor sie den Rio Suchiate überqueren, die Grenze zu Mexiko. Von da geht’s weiter zu den Zügen. Auf Güterzügen versuchen die fünf Jugendlichen ihre Reise zu bestreiten. Sie springen auf fahrende Züge auf, weil die Bahnhöfe bewacht werden, müssen Kontrollen passieren, sind der Witterung ausgesetzt, müssen mit Hunger und Durst klarkommen und mit den Mitreisenden, die ihnen nicht immer wohlgesonnen sind.
    Dennoch finden sich zwischendurch immer wieder Phasen, wo die Gruppe zur Ruhe kommen kann. Sie erzählen von ihrem Leben vorher, von ihren Familien, Fernando erzählt seine Geschichten und sie können auch mal zusammen lachen. Aus Weggefährten werden echte Freunde, die füreinander einstehen.


    „Fernando erzählt und erzählt, er hört gar nicht mehr auf damit. Einige seiner Geschichten klingen, als wären sie erfunden oder enthielten nur ein Körnchen Wahrheit, zu dem jeder, der sie erzählt, noch etwas dazuerfindet. Andere sind kurz und düster, man kann ihnen anhören, dass sie stimmen. Aber alle handeln vom Fahren, vom Unterwegssein, vom Pfeifen der Züge, von Hoffnungen und Träumen und wie sie irgendwann zerplatzen.“                   (S. 47)


    Von den Gräueln, die ihnen auf dieser Reise widerfahren können, bleibt ihnen fast nichts erspart. Sie werden überfallen, ausgeraubt, entführt. Aber immer wieder bekommen sie unerwartet Hilfe, oder können sie selbst helfen. Es werden Narben bleiben – äußerlich werden sie irgendwann verheilen, aber innen drin? Wie kann so eine Reise einen nicht verändern?
    Unsere Fünfergruppe überlebt diese furchtbare Reise, aber ob sie es schaffen über die Grenze in die USA, oder doch ein anderes Ziel ins Auge fassen, möchte ich hier nicht verraten.

    Dirk Reinhardt hat hier einen hochinteressanten und spannenden Roman vorgelegt über ein tragisches Kapitel der lateinamerikanischen Gegenwart. Die Geschichte ist aufrüttelnd, zwingt sie einen doch, auch mal die andere Seite der Migration zu sehen. Wir können die Augen nicht verschließen vor dem Leid, das diese Menschen zwingt, ihre Land und ihre Kinder zurückzulassen. Momentan ist dieser Roman brisanter denn je, denn wieder sind viele Menschen gezwungen Land und Familie zu verlassen, in der Hoffnung auf Sicherheit und Hilfe.
    Ich kann diesen spannenden Roman uneingeschränkt empfehlen, nicht nur Jugendlichen, sondern allen, die bereit sind, auch mal über den Tellerrand hinauszuschauen und sich auf eine berührende, horizonterweiternde Reise einzulassen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    DirkReinhardts avatar
    Liebe LovelyBookler,

    gemeinsam mit euch möchte ich gerne eine Leserunde zu meinem neuen Jugendroman »Train Kids« starten. Der Roman erscheint offiziell am 1. Februar im Gerstenberg Verlag. Ihr habt also die Möglichkeit, ihn vorab schon zu lesen und mit den anderen Teilnehmern (und mir) darüber zu diskutieren. Also: Bewerbt euch und macht mit!

    Wovon handelt der Roman?

    Der 14-jährige Miguel aus Guatemala bricht auf, um seine Mutter wiederzufinden, die vor Jahren in die USA gegangen ist und ihn mit seiner kleinen Schwester allein zurückgelassen hat. Um zu ihr zu kommen, versucht er sich als blinder Passagier auf den Güterzügen durch Mexiko zu schlagen. Viele Gefahren warten auf ihn: korrupte Polizisten, beutegierige Räuberbanden, giftige Tiere, die Hitze im Dschungel und die Kälte im Gebirge. Aber er findet Freunde, die wie er von der Sehnsucht nach einem besseren Leben getrieben sind: der geheimnisvolle Fernando, der kleine Ángel, die kluge Jaz und der wortkarge Emilio. Wohin wird ihr Weg sie führen?

    Der Roman erzählt ein hierzulande wenig bekanntes Kapitel der Armutsmigration von Jugendlichen und beruht auf intensiven Recherchen vor Ort in Mexiko, von denen ich euch gerne berichte.

    Hier findet ihr ein Video zum Roman und weitere Informationen. Über meine bisherigen Bücher (und über mich selbst) könnt ihr euch auf meiner Website informieren.

    Der Gerstenberg Verlag stellt 20 Exemplare des Romans für unsere Leserunde zur Verfügung. Wenn ihr teilnehmen möchtet, bewerbt euch bitte bis zum 20. Januar, indem ihr die folgende Frage beantwortet:

    Was war die aufregendste Reise, die ihr bisher unternommen habt?

    Falls ihr zu den glücklichen Gewinnern gehört, solltet ihr möglichst zeitnah an unserer Diskussion in den einzelnen Leseabschnitten teilnehmen und eine abschließende Rezension verfassen. Ich selbst begleite die Leserunde und stehe euch sehr gerne für all eure Fragen zur Verfügung.

    Ich freue mich schon auf euch!

    Euer Dirk Reinhardt
    claude20s avatar
    Letzter Beitrag von  claude20vor 4 Jahren
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