Dirk Revenstorf Liebe und Sex in Zeiten der Untreue

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Inhaltsangabe zu „Liebe und Sex in Zeiten der Untreue“ von Dirk Revenstorf

Es herrscht Unsicherheit in Sachen Liebe und Sex, weiß Dirk Revenstorf aus seinem Alltag als Psychologe und Therapeut. Denn heute ist Sexualität allgegenwärtig. Die alten Konventionen stimmen nicht mehr, und alles, was Spaß macht, ist erlaubt. Selbst Untreue ist kein Tabubruch mehr. "Sind unter diesen Bedingungen Liebe und Sexualität in dauerhaften Beziehungen überhaupt noch möglich?", so fragen viele. Dirk Revenstorf ist überzeugt, dass die Paarbeziehung eine Zukunft hat. Er zeigt, wie wir all die Bilder, Erwartungen und Vorstellungen, die heute an uns herangetragen werden, hinter uns lassen und gemeinsam mit dem Partner eine erfüllte Beziehung entwickeln können.

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  • Über die guten Chancen von Liebe in Partnerschaft

    Liebe und Sex in Zeiten der Untreue
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    24. April 2015 um 12:02

    Über die guten Chancen von Liebe in Partnerschaft Die überwiegende Zahl von Menschen wünscht sich (immer noch) ein Leben in Partnerschaft. Vielfache Partnervermittlungen zeugen davon, von Speed-Dating bis hin zu ausgefeilten Partnerschaftsfragebögen, vom Flirt in der Öffentlichkeit bis zu konservativen Bekanntschaftsanzeigen, vielfach werden Möglichkeiten gesucht. Und daneben erobern Seitensprungagenturen und andere erotisch-sexuelle Angebote „den Markt“, die Scheidungsrate ist unverändert hoch, die „Untreue“ nimmt zu (so man in solchen Kategorien überhaupt noch denkt). So steht der Mensch der Gegenwart vor einer Situation einander widerstrebender Möglichkeiten, die weder durch gesellschaftliche Sanktionen noch durch moralische Dogmen mehr in einen Rahmen gepresst werden. Alles ist möglich und liegt, scheinbar, nur am Einzelnen und dessen Tun. „Wir leben in Zeiten, in denen fast alles erlaubt ist, und trotzdem sind wenige glücklich“. So konstatiert Revenstorf aus seiner Forschung und Praxis als Paartherapeut heraus zunächst den Stand der Dinge. Und rekurriert hierzu vor allem auf den Bereich der Untreue und ihren stark veränderten Stellenwert (gegeben hat es sie immer schon, gesellschaftsfähig und zum „Normalfall“ wurde sie erst in gegenwärtiger Zeit). Diesen Fakt mit „einzubauen“ in ein (dennoch oder gerade deswegen) gelingendes „Wachsen in Beziehungen“, das ist das Anliegen dieses Buches und dem geht Revenstorf einsichtig, sehr verständlich für den Leser und mit einem Anspruch zumindest an den „Willen zur Reife“ beim Leser nach. Gerade die von ihm (endlich) offen und überzeugend vollzogene Trennung von „Liebe“ und „Sex“ (mit allen Mischformen und mit, natürlich, der Freude am „Sex“ in der „Liebesbeziehung“) macht es möglich, sich seinen Gedanken und Erfahrungen ohne innere Einschränkung offen zu nähern. Partnerschaften haben immer schon in konkreten gesellschaftlichen Bezügen eine Rahmung gefunden und wie die liberale Haltung der Gegenwart in den westlichen Zivilisationen Belastungen und Chancen für Partnerschaften bietet, war es ebenso ja bereits zu massiv konservativen Zeiten nicht anders. Nur mit anderen Belastungen und Chancen eben. „Die Liebe aufzugeben wäre von allen Abstrichen, die in der postmodernen Welt von der Geborgenheit gemacht werden müssen, allerdings der größte Verlust“. Ein Verlust, der vermieden werden kann, ohne innere libertäre Haltungen aufgeben zu müssen. Warum das nun alles so ist, die Kommerzialisierung der Erotik, die Offenheit für „Seitensprünge“, die Maxime der „Attraktivität“ und die tiefgreifende Veränderung durch „das Ende des Patriarchats“, all das führt Revenstorf ausführlich auf in ihren besonderen Bedeutungen für Paarbeziehungen und einer genaueren Betrachtung des „neuen“ Verständnisses von Untreue. Interessant ist nun, wie Revenstorf aufweist, dass es gerade (bei allem Äußeren Widerstreben und Widersprechen) in der Liebe darum geht (der „heimliche Plan“), die eigenen vertrauten, festgefahrenen Muster aufgeben zu können, vom anderen zu neuen Ufern herausgefordert zu werden. Diese Kraft des „geheimen Plans“, die Revenstorf in Beziehungen ausmacht ist es, die er zu Nutzen empfiehlt. Nur eben offener, mutiger und nicht so „geheim“. Bei aller Schwierigkeit, die Veränderungen an Angst und Unbequemlichkeit mit sich bringen. Nur in diesen aber ist Wachstum möglich und nur Wachstum hält die Liebe und die Partnerschaft so lebendig, dass sie die „Stürme der Zeit“ miteinander übersteht. Auch wenn sich Liebe und Sex öfter und klarer „ins Gehege kommen“, als in vergangenen Zeit. Ein kluges, sehr nah am Menschen sich orientierendes Buch, dass die Gegenwart der Liebe in Beziehungen von allen Seiten her realistisch betrachtet, die Gefährdungen, aber auch die Chancen aufzeigt (und Wege vermittelt, wie diese Chancen genutzt werden können).

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