Dirk Stermann

 3.7 Sterne bei 121 Bewertungen

Lebenslauf von Dirk Stermann

Dirk Stermann, geboren 1965 in Duisburg, lebt seit 1987 in Wien. Er zählt zu den populärsten Kabarettisten und Radiomoderatoren Österreichs und ist auch in Deutschland durch Fernseh- und Radioshows sowie durch Bühnenauftritte und Kinofilme weit bekannt.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Dirk Stermann

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Cover des Buches Sechs Österreicher unter den ersten fünf (ISBN: 9783548283906)

Sechs Österreicher unter den ersten fünf

 (72)
Erschienen am 13.01.2012
Cover des Buches Der Junge bekommt das Gute zuletzt (ISBN: 9783498064389)

Der Junge bekommt das Gute zuletzt

 (25)
Erschienen am 10.10.2016
Cover des Buches Eier (ISBN: 9783442475285)

Eier

 (7)
Erschienen am 19.09.2011
Cover des Buches Stoß im Himmel (ISBN: 9783548286341)

Stoß im Himmel

 (6)
Erschienen am 08.08.2014
Cover des Buches Be afraid honey, it's... FM4! (ISBN: 9783852662565)

Be afraid honey, it's... FM4!

 (3)
Erschienen am 01.11.2004
Cover des Buches Der Hammer (ISBN: 9783499274275)

Der Hammer

 (3)
Erscheint am 17.11.2020
Cover des Buches Zweier (ISBN: 9783442158263)

Zweier

 (1)
Erschienen am 16.02.2015
Cover des Buches Be afraid honey, it's... FM4! (ISBN: 9783852662718)

Be afraid honey, it's... FM4!

 (1)
Erschienen am 03.10.2005

Neue Rezensionen zu Dirk Stermann

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Rezension zu "Der Hammer" von Dirk Stermann

Joseph von Hammer-Purgstall
Giselle74vor 8 Monaten

Was für ein Roman! Ich mag die Formulierung "prall gefühlt mit..." ja nicht so sehr, aber selten passte sie so gut wie hier: prall gefüllt nun also mit Farben, Gerüchen, Träumen und Illusionen, mit Politik, Sprache, Geschichte, mit Joseph Hammer, mit Bildern aus dem Orient und aus den schmutzigsten Gossen Wiens.
1787. Der dreizehnjährige Joseph wird von seinem Vater aus der österreichischen Provinz nach Wien gebracht, um Zögling an der Orientalischen Akademie zu werden. Dort soll er Sprachen lernen. Höchstes Ziel ist es, nach Abschluß der Ausbildung nach Konstantinopel beordert zu werden. Joseph ist genauso talentiert wie ehrgeizig und so sollte seinen Träumen wenig im Weg stehen...
Dirk Stermann ist mit "Der Hammer" eine großartige Romanbiographie gelungen, an der der echte Joseph von Hammer-Purgstall wohl seine Freude gehabt hätte. Komplett aus der Sicht seines Protagonisten geschrieben, sehen wir von Hammer ein ums andere Mal an der Natur der Menschen scheitern und dabei quasi im Vorbeigehen Großes vollbringen. Der Hammer ist brilliant, aber eben auch unbequem, wenig diplomatisch und von niederer Herkunft, Adelstitel und -sitz kommen erst spät im Leben. Und so ziehen die guten Posten an ihm vorbei, leidet er lautstark unter der Unfähigkeit seiner Vorgesetzten, verkriecht sich zunehmend hinter seinen Büchern und Übersetzungen.
Stermann erweckt die Wiener Gesellschaft zu neuem Leben, lässt die Puppen tanzen, sogar Napoleon höchstselbst hat einen Auftritt, von Metternich darf Gift verspritzen und der König Bälle suchen wie ein gut abgerichteter Apportierhund.
Romane mit geschichtlichem Hintergrund sind kein einfaches Feld. Viel zu häufig werden dabei Menschen mit heutigem Benehmen und Denken in ein historisches Setting gepresst. Heraus kommen austauschbare und blutleere Erzählungen mit ein bisschen aufgemalter Kulisse. Ganz anders ist da dieser Roman: Sprache, Verhalten, Umgebung, alles passt zusammen. Der Erzähler sieht, was Hammer sieht, riecht, was Hammer riecht, wittert mit ihm Ämtermissbrauch und Vetternwirtschaft und läßt den Leser am egozentrischen Weltbild seines Protagonisten teilhaben. Und trotzdem verschmilzt er nicht kritiklos, man spürt schon recht schnell, wo der Hammer schief hängt. Ein wirklich lesenswerter Roman über ein großes Talent und einen Grantler erster Güte, bei dem man sich die Zeit nehmen sollte, ihn Seite für Seite zu genießen.

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Rezension zu "Der Junge bekommt das Gute zuletzt" von Dirk Stermann

Die Einsamkeit eines kleinen Jungen in der Wiener Großstadt
Callsovor 3 Jahren

Dirk Stermann ist irgendwie ein mittelgroßes Gesamtkunstwerk. Kabarettist, Unterhalter, Conferencier und - eben auch - Romanautor.

Das aktuelle Buch mit dem wunderschönen Titel "Der Junge bekommt das Gute zuletzt" ist alles andere als ein einfacher, leichter Roman. Eher ein Werk, das schwer im Magen leigt und das nicht leicht zu verdauen ist.
Zwischen Lyrik, einem satirischem Werk, zwischen hoffen und ganz, ganz viel Hoffnungslosigkeit. Wiener Schmäh, starker Wortwitz und eine sher nüchern erzählte Geschichte; dieses Buch hatte sehr viele Facetten.  Man bangt mit Claude, dem 14-jährigen Ich-Erzähler, der im Verlauf der Geschichte immer einsamer wird.

Claude lebt in Wien und ist in der Schule nur Außenseiter. Als seine Eltern sich trennen passiert der erste Bruch. Die Mutter zieht mit seinem Bruder weg, der Vater kümemrt sich kaum und lebt ob seines Berufes ebenfalls in 200 Kilometer Entfernung. So vereinsamt und verloddert der Junge, seine Hilfeschreie in der Familie bleiben unerhört. Die Freundschaft zum Taxifahrer Dario und die ersten Liebe bauen ihn immer wieder auf, aber weitere Tiefschläge folgen.

Das Buch hat sehr erstunliche Charaktere. Claude wirkt viel, viel reifer und abgeklärter als jeder 14-jährige auf diesem Planeten. Seine Urteilfähigkeit, seine Schlagfertigkeit wünscht man sich als fast 50-Jähriger. Der Vater ist ein Künstler, der nur Bock auf seine neue Freundin, nicht aber auf seine beiden Kinder hat. Die Mutter verschwindet schnell und bleibt trotz ihrer Andeutungen konturenlos. Alles recht merkwürdig. 

Ja, ein kurzweiliger und sehr merkwüridger Roman, weil Autor Stermann auch so eine schroffe Art hat, mit dem Schicksalsschlagen umzugehen. So unangemeldet und unverpackt ereignen sich die Tragödien, so unterkühlt werden die Gefühle getreten.

Ein schräges Buch - das mir etwas zu unterkühlt daher kam...

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Rezension zu "Sechs Österreicher unter den ersten Fünf" von Dirk Stermann

Witzig mit interessanten Fakten aus der österreichischen Geschichte
anenavor 3 Jahren

Ein witziges Hörbuch: ost und west prallen aufeinander. Die Hörerin oder der Hörer erfährt interessante Details aus der österreichischen, aber auch aus der deutschen Geschichte.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Sechs Österreicher unter den ersten fünf
Hallo, nachdem mein erster Versuch einer Leserunde kläglich gescheitert ist, versuche ich nun nochmal eine Leserunde ins Rollen zu bringen ;-) Ich schlage hierfür Stermann's Buch 6 Österreicher unter den ersten 5 vor. Erstens finde ich Stermann und Grissemann als Duo wirklich genial und zweitens stelle ich mir diese Leserunde ganz lustig vor, weil auf dieser Plattform ja hauptsächlich Österreicher und Deutsche diskutieren und sich das Buch natürlich allen Klischees bedient, die so über uns Österreicher kursieren! Hier eine kurze Leseprobe (eigentlich der Klappentext): »Ich hatte keine Meinung zu den Österreichern. Aber womit ich nicht gerechnet hatte: Jeder Österreicher hatte eine Meinung zu den Deutschen.« War es wirklich klug, als Rheinländer in ein Land zu ziehen, das heute noch von Cordoba schwärmt? Dirk Stermanns Wiener Werdegegang ist ein wahrer Radetzkymarsch. Er begegnet Robert, dem Universalkommentator, der keinen deutschen Kaffee mag, und Hartmut, dem präpotenten Piefke, der so gerne ein Qualtinger wäre. Er schleppt betrunkene ORF-Reporterinnen durchs Nachtleben und taumelt durch Altbauten aus der k.u.k.-Zeit, in deren Treppenhäusern man selbst von toten Hunden noch gebissen wird. Braungefärbte Taxifahrer, sadistische Beamte und die ?Wilde Wanda? kreuzen seinen Weg. Dirk Stermann liefert ein skurriles Panoptikum von Österreich und seinen Einwohnern - fulminant wie eine Mozartoper. würde mich sehr freuen, wenn sich einige Leute finden, die das Buch interessiert!!! Ich freue mich schon auf ein gemeinsames Lesen, Lachen und ein bisserl Vorurteile schüren ;-)) glg Lena
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