Dirk Ullsperger

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Rezension zu "Das Wiegen der Seele" von Dirk Ullsperger

Für mich kam leider keine Spannung auf
Aleshaneevor 5 Jahren

Zum Inhalt

991 v. Chr. Eine Grabkammer in Ägypten, ein Gericht der Götter und eine verstorbene Seele, deren Sünden überwiegen. Anubis, der Gott der Totenriten, wird das Grab des Sünders überwachen, denn der Einzug ins Totenreich wird diesem auf ewig versagt bleiben.
„Wehe dem, der diese Stätte entweiht.“ S. 13
2012, Ruhrgebiet Kommissar Nettgen wird zu einem Mordfall gerufen. Ein Toter wurde gefunden, dem das Herz aus der Brust entfernt wurde, seltsame Symbole und Hieroglyphen stehen an den Wänden und aus dem Mund der Leiche krabbelt ein Skarabäus.
Nettgens Nachforschungen führen ihn zu der Frau des Verstorbenen, Maria Crampton. Nach ihrer Aussage war ihr Mann Archäologe und seine letzte Ausgrabung fand in Ägypten bei einem Grabmal statt. Nach seiner Rückkehr war er verändert und hatte Angst – panische Angst.
Doch sein Tod wird nicht der einzige bleiben.

Meine Meinung

Der Prolog hat mich fasziniert, die Rückschau in die Grabkammer und auf das uralte Ritual hat mich gleich auf die Geschichte eingestimmt und ich konnte mir alles bildlich sehr gut vorstellen. Leider konnte mich die restliche Handlung nicht überzeugen, was hauptsächlich am Schreibstil lag. Er war für mich durchweg zu bemüht, zu überhäuft mit unwichtigen Details, zu überladen mit Phrasen und gestelzten Dialogen.
Die Hauptfigur Kommissar Nettgen hat mich nicht wirklich an sich herangelassen. Die übertriebene Art und das diffuse Denkmuster haben mich irritiert und nicht näher an den Protagonisten herangelassen. Auch die Reaktionen waren oft nicht nachvollziehbar. Die ständigen Querelen mit seinem Kollegen Löffler haben mich eher an Kinderstreitereien erinnert.
Die Handlung kam nicht richtig in Schwung und wirkliche Spannung hat mir auch gefehlt. Durch den zu klar strukturierten Schreibstil lief das Geschehen gleichmäßig dahin. Es gab einige interessante Aspekte bezüglich der alten Kulturen Ägyptens und einige lustige Stellen, richtig fesselnd konnte mich das Buch nicht.
Anmerken wollte ich noch, das die Schrift extrem klein war, aber daran konnte ich mich schnell gewöhnen.

Fazit

Etwas zu lang und umständlich für zwischendurch, aber für Fans von Krimis und abstrakten Charakteren kann es durchaus eine reizvolle Ermittlungsgeschichte sein.

Vielen Dank an den Traumstunden Verlag für das Rezensionsexemplar.

© Aleshanee
blog4aleshanee.blogspot.de


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