Schon anhand des Umfangs der beiden Bände lässt sich abschätzen, dass die Expertise der Autoren Dietz und Winkler ihresgleichen sucht. Die umfangreichen Recherchen zu Entwicklung, Einsatz und Technik der Fahrzeuge schließen weder die in den üblichen Typenbüchern oft stiefmütterlich behandelten Schienenbusse der Reichsbahn aus noch den "Wildwuchs" verschiedener Bauarten der Staatsbahnen bis 1918. Es fehlen lediglich die berühmten "Fliegenden Züge", doch den Schnelltriebwagen widmen die Autoren in Kürze ein eigenes Buch, das die Reihe fortsetzt.
Hier ist endlich reichlich Platz für die vollständige Entwicklungsgeschichte, für ausführliche Statistiken zu den Einsätzen, für alle relevanten technischen Daten und ausführliche Notizen über den Verbleib der Fahrzeuge. Denn selbst nach der Auflösung der DRG war manchem Fahrzeug gerade bei der ostdeutschen Reichsbahn, vereinzelt bei der Bundesbahn und teils auch im Ausland noch ein verhältnismäßig langes Leben beschieden.
Seltene Fotos und Zeichnungen vom Werk bis zum Schrottplatz illustrieren die Geschichte der Fahrzeuge auf anschauliche Weise, da bleiben kaum Wünsche offen. Ein wertvolles Zeitzeugnis des Schienenverkehrs, gerade weil die meisten dieser Triebwagen, von wenigen Ausnahmen abgesehen, heute nicht mehr erhalten sind. So ausführlich wurde die Geschichte dieser Fahrzeuge noch nie aufgearbeitet, für jeden Fan der Epoche III, von Neuentdeckungen und historischen Fahrzeugen, die wenig bekannt sind, sind die beiden Bände ein Fundus zahlloser hervorragend recherchierter Details, die ihresgleichen suchen.




