Dirk van Gunsteren

 4 Sterne bei 4.375 Bewertungen

Lebenslauf von Dirk van Gunsteren

Dirk van Gunsteren, 1953 geboren, übersetzte u.a. Jonathan Safran Foer, Colum McCann, Thomas Pynchon, Philip Roth, T.C. Boyle und Oliver Sacks. 2007 erhielt er den Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Tausche zwei Hitler gegen eine Marilyn (ISBN: 9783293005938)

Tausche zwei Hitler gegen eine Marilyn

 (1)
Erscheint am 13.02.2023 als Gebundenes Buch bei Unionsverlag.
Cover des Buches Sprich mit mir (ISBN: 9783423148450)

Sprich mit mir

Neu erschienen am 12.01.2023 als Taschenbuch bei dtv Verlagsgesellschaft.
Cover des Buches Philip Roth (ISBN: 9783446276123)

Philip Roth

Erscheint am 20.03.2023 als Gebundenes Buch bei Hanser, Carl.
Cover des Buches Been down so long it looks like up to me (Steidl Pocket) (ISBN: 9783969991190)

Been down so long it looks like up to me (Steidl Pocket)

Neu erschienen am 15.12.2022 als Taschenbuch bei Steidl Verlag.

Alle Bücher von Dirk van Gunsteren

Cover des Buches Alles ist erleuchtet (ISBN: 9783462304886)

Alles ist erleuchtet

 (520)
Erschienen am 04.07.2011
Cover des Buches Wassermusik (ISBN: 9783423146814)

Wassermusik

 (374)
Erschienen am 26.10.2018
Cover des Buches Bis ich dich finde (ISBN: 9783257600193)

Bis ich dich finde

 (389)
Erschienen am 21.02.2012
Cover des Buches Der menschliche Makel (ISBN: 9783446262386)

Der menschliche Makel

 (352)
Erschienen am 24.09.2018
Cover des Buches Die Terranauten (ISBN: 9783423146463)

Die Terranauten

 (318)
Erschienen am 20.07.2018
Cover des Buches Grün ist die Hoffnung (ISBN: 9783423219129)

Grün ist die Hoffnung

 (256)
Erscheint am 11.01.2024
Cover des Buches Sprich mit mir (ISBN: 9783446269156)

Sprich mit mir

 (172)
Erschienen am 25.01.2021
Cover des Buches Talk Talk (ISBN: 9783423142052)

Talk Talk

 (177)
Erschienen am 01.04.2013

Neue Rezensionen zu Dirk van Gunsteren

Cover des Buches Tausche zwei Hitler gegen eine Marilyn (ISBN: 9783293005938)
aus-erlesens avatar

Rezension zu "Tausche zwei Hitler gegen eine Marilyn" von Adam Andrusier

Ein guter Tausch: Autor gibt Geschichten - Leser amüsiert sich
aus-erlesenvor einer Stunde

Ein Titel, der sich bei aller Liebe nun wirklich nicht für schenkelklopfende Was-Ist-Der-Unterschied-Zwischen-Witze eignet. Und das nicht nur, weil es schnell auf Gesichtbehaarung und Körpermaße hinausläuft…

Nein, dieses Buch ist das versammelte Gedächtnis eines Jungen, eines Mannes, der – ganz nach der Tradition des Vaters – seine Sehnsüchte dokumentiert. Klingt im ersten Moment nicht besonders spannend. Aber eben nur im ersten Moment!

Als den Kindern bewusst wird (eines der Kinder, der Sohn, ist der Autor des Buches), dass ihr Vater wie ein Verrückter fotografiert, um sich selbst der Illusion hinzugeben, alles dokumentieren zu müssen und vor allem zu können, erwacht in dem jungen Adam fast zeitgleich, vielleicht folgerichtig die Sehnsucht die Unterschriften berühmter Menschen zu sammeln. Alles beginnt als Ronnie Barker, ein in England berühmter Schauspieler in die Nachbarschaft zieht. Alles Bitten und Betteln an der Haustür nützt nichts, er bekommt kein Autogramm. Seine schriftliche Bitte trifft allerdings auf fruchtbaren Boden. Jetzt ist der junge Adam mit dem Sammelvirus infiziert.

Miles Davis unterschreibt sogar mit seinem vollen Namen. Von dem titelgebenden Schnauzbart bekommt er natürlich kein Autogramm. Das wäre schlussendlich für seinen Vater der Dolchstoß zwischen die Rippen. Er verachtet mit voller Inbrunst alles, was mit den Nazis und ihrer Glorifizierung zusammenhängt. Das geht so weit, dass er seine Familie fast rund um die Uhr mit seinen Tiraden auf die Nerven geht. Auch wenn’s richtig ist, genug ist irgendwann auch mal genug.

Es sind die kleinen Geschichten, vor allem die ausufernden Einleitungen zu den Kapiteln – jedes zu einem besonderen Autogramm – die dieses Buch zu einem kleinen Schatz machen. Adam Andrusier ist ein Verführer. Mit vollkommener Empathie lockt er den Leser in sein Verlies der Skurrilitäten. Ihn als Spinner mit einer außergewöhnlichen Leidenschaft zu bezeichnen ginge an der Realität vorbei. Sammelwut ist es auch nicht, die ihn antreibt. Immer wieder überkommt einem das Gefühl, dass er sein Hobby nur betreibt, um andere zu unterhalten. Wer auf Tipps hofft, wie man an begehrte Autogramme kommt, wird enttäuscht. Darum geht es doch auch gar nicht!

Hier liegen Wortwitz und Entertainment so eng beieinander, dass sie eine Symbiose eingehen, die einem die Tränen in die Augen treibt. Es gibt in Büchern immer wieder Figuren, die man als verrückt im Sinne von nicht normal bezeichnen kann. Was ist schon normal?! Hier sind alle irgendwie ein bisschen verrückt. Doch man lacht nicht über sie, man lacht mit ihnen.

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Cover des Buches Die große Welt (ISBN: 9783499248474)
Yolandes avatar

Rezension zu "Die große Welt" von Colum McCann

Die große Welt dreht sich
Yolandevor 5 Tagen

Am 7. August 1974 spazierte der französische Hochseilartist Philippe Petit auf einem Drahtseil zwischen den beiden Türmen des damals noch im Bau befindlichen World Trade Centers in New York. Der irischstämmige Autor Colum McCann hat diese Aktion in eine fiktive Handlung eingebaut und schreibt in vielen einzelnen Geschichten über das Leben einiger Menschen, die in der Stadt leben.

Leider bin ich mit völlig falschen Vorstellungen an dieses Buch herangegangen. Ich habe vor Jahren den oscarprämierten Dokumentarfilm „Man on Wire“ über die spektakuläre Aktion Petits gesehen und hatte mich auf einem Roman rund um dieses Ereignis gefreut. Bedauerlicherweise spielt es jedoch nur eine kleine Nebenrolle. Das Buch handelt hauptsächlich vom Schicksal einiger Menschen in niederen sozialen Verhältnissen, die das Ereignis vielleicht beobachtet haben, vielleicht aber auch nicht. Das gibt es den Mönch Corrigan, der mit seinem Gott ringt, die ältere Prostituierte Tillie Henderson oder Cora, die ihre drei Söhne im Vietnamkrieg verlor. Fast alle Geschichten sind in der jeweiligen Ich-Perspektive geschrieben und somit wechselt auch oft die Sprache. Das ist zwar zwangsläufig und auch sinnvoll, aber mich haben die Berichte, die im Slang geschrieben sind, ziemlich genervt. Mit einigen der Geschichten konnte ich überhaupt nichts anfangen, so zum Beispiel die Schilderung eines Telefongespräches, die die Aktionen des Hochseilartisten sozusagen aus zweiter Hand beschreibt. Ich bin zugegebenermaßen kein Fan von Kurzgeschichten und auch wenn hier so nach und nach die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Personen sichtbar wurden, konnte mich das Buch nie so richtig überzeugen. Sehr schade :(

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Cover des Buches Stella Maris (ISBN: 9783498003364)
lesehorizonts avatar

Rezension zu "Stella Maris" von Cormac McCarthy

Über die Einsamkeit und Verlorenheit einer Hochbegabten
lesehorizontvor 14 Tagen

16 Jahre nach dem großen Erfolg von McCarthy liegt dieser nun im kurzen Zeitabstand zwei neue, miteinander verbundene Werke vor: "Der Passagier" und "Stella Maris". Es geht um ein Geschwisterpaar: Während im Fokus von "Der Passagier" der Bruder Bobby steht, geht es in "Stella Maris" um dessen jüngere Schwester Alicia. 

Der Roman erzählt davon, wie sich Alicia Anfang der 70er Jahre selt in eine Psychiatrie namens Stella Maris einweist. Ihre Zeit dort und insbesondere die Zwiegespräche mit ihrem Therapeuten Dr. Cohen stehen im Mittelpunkt des Geschehens. Die Selbsteinweisung ein gutes Zeichen und Ausdruck des Willens, Hilfe zu erhalten und "geheilt" zu werden?- Nein, weit gefehlt. Die Grundprämisse ist, dass Alicia nicht behandelt und therapiert werden will. Sie ist laut eigener Aussage auch mehr wegen der Patienten dort als wegen einer Therapie oder den Ärzten. Es empfiehlt sich, sich bei der weiteren Lektüre des Romans auf diese Ausgangskonstellation einzulassen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass man den Gesprächsverlauf als wenig authentisch und unprofessionell empfinden wird. Ich denke jedoch, dass es MCCarthy nicht um ein authentisches Arzt-Patienten Gespräch geht.

Richtig - das Buch besteht aus einem endlosen Dialog zwischen Alicia und Dr. Cohen. Es ist um Gott und die Welt, viel Philosophie, die Relation von Wirklichkeit und FIktion, die Grenze zwischen Wahnsinn und Vernunft. Und es geht auch um viel Mathematisches. Davon darf man sich nicht abschrecken lassen. Ich habe die Lektüre keinerzeit durch Recherchen zu dieser oder jener Theorie unterbrochen und in Kauf genommen, dass ich nicht alles verstehe. Trotzdem konnte ich den Roman genießen, insbesondere die philosophischen Passagen und alles, was mit Alicias Hochbegabung und ihrer Einsamkeit und Verlorenheit in der Welt zusammenhängt. Mich hat sehr interessiert, wie Alicia zu der Person geworden ist, die sie ist. Ihre Einsamkeit und das dauerhafte Rattern in ihrem Hirn, die Rastlosigkeit, die sie antreibt - ich konnte dies mit jedem Wort spüren. 

Insbesondere die Charakterzeichnung von Alicia finde ich sehr gelungen. Einerseits ist sie sehr einsam und verloren in der Welt. Andererseits gibt sie die Kontrolle über sich nicht ab. Es scheint vielmehr, sie hat alles klar in der Hand: die Dominanz und Steuerung der Gesprächsdynamik wie auch am Ende die folgenschwere Entscheidung über ihre eigene Zukunft. Die Charakterzeichnung des Therapeuten Cohen fand ich nicht ganz so überzeugend. Ich weiß zwar, dass es in Therapien oft darauf ankommt, den Patienten reden zu lassen. Dennoch tat ich mich mit seiner Passivität, gerade als das Verhängnis zunehmend an Fahrt gewinnt, schwer. Auch wenn die Grundprämisse der Deal ist "Gespräch ja, Therapie nein" - es ist doch Teil des Berufsethos, dass Therapeuten zur Heilung verpflichtet sind. Auch erschien mir die Preisgabe privater Details, die Alicia ihm gekonnt entlockt, als etwas unprofessionell. Wie gesagt, denke ich, man sollte diese Geschichte nicht so lesen, als stünde die Arzt-Patient Beziehung im Vordergrund. Das relativiert mein Unbehagen mit Dr. Cohen etwas. Zudem wird er sich seiner Machtlosigkeit sehr bewusst sein.

Alles in allem ein ganz wunderbares Buch für LeserInnen, die gerne philosophisch angehauchte Geschichten lesen. Kann man Abstriche machen im Hinblick auf den Ehrgeiz, alles verstehen zu wollen, dann ist dies sicher eine Lektüre wert. Ich kann - meine relativierenden Anmerkungen eingedenk - das Buch voll und ganz empfehlen. Ein wahrer Lesegenuss und ganz große Kunst!

Kommentare: 1
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Gespräche aus der Community

Castle Freeman besticht durch lakonische Dialoge und tiefe Kenntnis der menschlichen Psyche und „sorgt einfach nur – sehr, sehr komisch – für gute Laune“ (Deutschlandfunk).

So passiert es auch in seinem gerade erschienenen neuesten Roman "Ein Mann mit vielen Talenten", von dem wir hier bei LovelyBooks 25 Exemplare verlosen. 

Liebe Leser:innen,

die Bücher von Castle Freeman haben hier bei Lovelybooks schon häufig für großes Lesevergnügen gesorgt. 

Gerade ist sein neuester Roman in der Übersetzung von Dirk van Gunsteren erschienen. Darum geht es in "Ein Mann mit vielen Talenten":

Taft, ein dem Alkohol zugeneigter Eigenbrötler, steckt in einer Sinnkrise. Da kommt der schneidige Fremde namens Dangerfield gerade recht, der ihm auf der Veranda ein verführerisches Angebot macht: Taft hat sechs Monate Zeit, alles zu bekommen, was er jemals wollte – zu einem hohen Preis. Mit der Gewissheit, nichts zu verlieren zu haben, lässt sich Taft auf den Pakt ein und versucht auf seine Art, das teuflische Spiel zu unterlaufen. Doch der Stichtag rückt näher, und Dangerfield denkt nicht daran, von seiner Forderung abzurücken.

Wenn ihr also Lust habt auf einen weiteren modernen Western, einen charmanten Country Noir, dann macht mit bei unserer Buchverlosung und gewinnt mit etwas Glück eins von 25 Exemplaren.

Beantworten müsst ihr dazu bitte die folgende Frage:

Die Protagonisten in Castle Freemans Romanen sind Figuren mit vielen Talenten. Welche Talente hast du? Was kannst du besonders gut?

Gleich mal reinlesen könnt ihr hier: https://files.hanser.de/Files/Article/ARTK_LPR_9783446270756_0002.pdf

Wir drücken euch die Daumen!

Liebe Grüße

euer Hanser-Team

347 BeiträgeVerlosung beendet
pardens avatar
Letzter Beitrag von  pardenvor 3 Monaten

Auch meine Rezension ist nun fertig, sie wird noch in anderen Portalen verbreitet. Herzlichen Dank, dass ich hier mitlesen durfte!

https://www.lovelybooks.de/autor/Castle-Freeman/Ein-Mann-mit-vielen-Talenten-4849457578-w/rezension/7239929889/


Castle Freeman ist zurück: „Charmanter, beinharter Country Noir, in dem alle immer sehr viel klüger sind, als sie tun.“ Simone Buchholz

Macht mit bei unserer Buchverlosung und gewinnt mit etwas Glück ein Exemplar von "Herren der Lage". 

Liebe Leserinnen und Leser,

Castle Freeman ist zurück mit einem modernen Western über das ländliche Amerika. Sein neuer Roman "Herren der Lage" ist "charmanter, beinharter Country Noir, in dem alle immer sehr viel klüger sind, als sie tun", so die Autorin und Expertin für Spannungsliteratur Simone Buchholz. Und Elke Heidenreich meint: "Wenn man Castle Freeman liest, hat man das Gefühl, mit großem Vergnügen im Kino zu sitzen und einem Film mit unfassbar lässigen und witzigen Dialogen zuzuschauen."

Seid ihr neugierig geworden? Dann macht mit bei unserer Verlosung und gewinnt mir etwas Glück eins von 25 Exemplaren von "Herren der Lage". 

Eine Leseprobe findet ihr hier: https://files.hanser.de/Files/Article/ARTK_LPR_9783446270756_0002.pdf

Wir drücken euch die Daumen!

Euer Hanser Team

114 BeiträgeVerlosung beendet
SigiLovesBookss avatar
Letzter Beitrag von  SigiLovesBooksvor einem Jahr

Danke für Deinen Tipp!! Ist schon in meinem Warenkorb gelandet ;-)

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