Dirk von Gehlen Eine neue Version ist verfügbar - Update

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Inhaltsangabe zu „Eine neue Version ist verfügbar - Update“ von Dirk von Gehlen

Eine neue Version ist verfügbar gibt Antworten auf die Frage: Wie verändert die Digitalisierung Kunst und Kultur? Die These: Sie taut sie auf. Sie verflüssigt sie! Eine neue Version ist verfügbar beschreibt und zeigt selber, wie das die Denk- und Geschäftsmodelle von Filmen, Musik und Büchern verändert. Durch das Internet verändern sich nicht nur die Vertriebswege, sondern auch die Inhalte des kulturellen Schaffens. Es gibt keine fertigen Werke mehr. Sie verflüssigen sich. Der Entstehungsprozess ist mindestens genauso interessant wie die Version, die am Ende vielleicht veröffentlicht wird - als Buch, als Album, als Gemälde. Und mit der Veröffentlichung ist die Geschichte noch lange nicht zu Ende. Es kommt eine Diskussion in Gang, die wieder neue Versionen des Kulturprodukts hervorbringt. "Eine neue Version ist verfügbar" zeigt konsequent, wie die Digitalisierung die Kulturproduktion verändert: Die Leser sind über die Crowdfunding-Plattform startnext.de von der ersten Sekunde der Planung und beim Schreiben mit einbezogen. Das Buch entsteht in kollaborativer Zusammenarbeit von Autor, Unterstützern und Lesern. Im Mai 2013 wird eine limitierte Version von 350 Exemplaren für die Unterstützer veröffentlicht. Vom 10. bis 12. Mai ist das Buch und sein Entstehungsprozess Thema einer Tagung. Das Update von "Eine neue Version ist verfügbar" wird dann im September im Metrolit Verlag erscheinen. Es dokumentiert zusätzlich die Ergebnisse der Tagung, gibt einblicke in die Arbeitsweise des Verlags und setzt sich mit dessen Rolle auseinander. 'Niemand geht so weit wie Dirk von Gehlen. Er lässt seine Leser nicht nur partiell entscheiden, sondern am gesamten Prozess des Buchschreibens teilhaben. [.] Von Gehlens Buch ist für alle, die an ihm mitgewirkt haben, ein gänzlich anderes Produkt als für alle anderen Leser' Die Zeit 'Kaum einer widmet sich der Digitalkultur so reflektiert wie Dirk von Gehlen.' F.A.S. '[Dirk von Gehlen] zeigt sehr überzeugend: Auch jenseits von Kopierschutztechnologie und der Debatte um Urheberrechte gibt es Möglichkeiten und Geschäftsmodelle für Kunst und Kultur. Man muss sie nur nutzen.' SWR 'Das Verdienst Dirk von Gehlens ist es, mit seinem Buch anschaulich erklärt zu haben, dass im digitalen Zeitalter gerade auch die kulturellen Dinge im Fluss sind und sie nicht immer irgendwo hingelangen müssen.' Tagesspiegel 'Dirk von Gehlen hat auf gleich mehreren innovativen Wegen aufgezeigt, wie sich Journalisten neuen Trends widmen können. Weil Konzept und Inhalt dabei eine perfekte und gelungene Symbiose bilden, ehrt ihn die Jury mit dem ersten Preis.' Jurybegründung zur Verleihung des ERGO Direkt Medienpreises an Dirk von Gehlen in der Kategorie "Originäre Internet-Publikationen"

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    Eine neue Version ist verfügbar - Update
    carl_h

    carl_h

    05. January 2014 um 12:07

    Dirk von Gehlen beschäftigt sich in seiner knappen Schrift mit der Frage, wie die digitalen Medien und Technologien die Produktion, den Umgang und letztlich die Form von kulturellen Erzeugnissen verändern. Seine Überlegungen fand ich sowohl überzeugend als auch unterhaltsam und gut zu lesen; als zwei wichtige Gedanken könnte man vielleicht herausgreifen: "der Wert eines Produktes [kann] auch in seiner Entstehung liegen"; "der Künstler [steht] nicht mehr am Anfang, sondern in der Mitte eines kreativen Prozesses". Von Gehlens Text ist eher assoziativ-essayistisch denn analytisch und theoriegeleitet. Das erhöht zum einen den leichten Zugang, führt zum anderen aber mitunter zu etwas ärgerlicher Unschärfe: eine zentrale Idee des Textes ist es, Kultur als Software zu verstehen. Leider wird es aber unterlassen, sich gründlich damit auseinander zu setzen, was Software eigentlich ist. Zwar wird die Analogie zwischen (neuer, digital basierter) Kultur und Software durch verschiedene Merkmale von Software begründet - modular, versionierbar, produziert durch mehrere -, aber die wesentliche Eigenschaft von Software als eindeutiger, maschinenlesbarer Code wird nicht thematisiert. So bleibt das etwas unbefriedigende Gefühl, dass es sich bei der Idee, "Kultur als Software zu denken", doch nur um eher äußerliche Metaphorik handelt.

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