Djuna Barnes

 4 Sterne bei 48 Bewertungen
Autor von Nachtgewächs, Paris, Joyce, Paris und weiteren Büchern.
Autorenbild von Djuna Barnes (©kein Urheberrecht mehr)

Lebenslauf von Djuna Barnes

Djuna Barnes wurde am 12. Juni 1892 in Cornwall-on-Hudson / USA geboren. Sie arbeitete als Journalistin und Korrespondentin in New York, wo sie auch ihre ersten literarischen Werke, u.a. einige Dramen, verfasste. 1919 ging Barnes nach Paris, wo sie bald im lesbischen Zirkel um Natalie Barney, der „Academy of Women“, verkehrte. In den Pariser Jahren führte sie ein sexuell freizügiges und ausschweifendes Leben an der Seite von Thelma Wood und Peggy Guggenheim. In Paris schrieb sie auch ihre bedeutendsten Romane, wie Ryder und Nightwood. 1940 kehrte sie in die USA zurück, wo sie sich in ihr Privatleben zurückzog und nur noch wenige Werke veröffentlichte. Barnes starb am 18. Juni 1980.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Djuna Barnes

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Cover des Buches Nachtgewächs9783518224410

Nachtgewächs

 (20)
Erschienen am 20.04.2009
Cover des Buches Paris, Joyce, Paris9783458349945

Paris, Joyce, Paris

 (7)
Erschienen am 28.05.2007
Cover des Buches Verführer an allen Ecken und Enden9783803127396

Verführer an allen Ecken und Enden

 (2)
Erschienen am 27.04.2015
Cover des Buches Ladies' Almanach9783803124654

Ladies' Almanach

 (2)
Erschienen am 15.04.2003
Cover des Buches Eine Nacht mit den Pferden9783803131423

Eine Nacht mit den Pferden

 (1)
Erschienen am 24.08.1999

Neue Rezensionen zu Djuna Barnes

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Rezension zu "Nachtgewächs" von Djuna Barnes

Nachtdrama
JoStammervor 2 Jahren

Djuna Barnes nannte sich selbst "die größte Unbekannte" ihrer Zeit. Auch ihr Werk ist nicht so bekannt geworden, wie es sein müsste.

"Nachtgewächs" ist eine einzige sprachliche Wucht. Der Roman erschlägt einen mit seinen reichlichen metaphorischen Bildern. Es ist nicht einfach den Einstieg zu finden; hat man sich erst einmal eingelesen, will man "Nachtgewächs" nicht mehr aus der Hand legen.

Der Roman beginnt mit der Geburt des späteren falschen Baron Felix Volkbein, bei dessen Geburt seine Mutter verstirbt. In den 20er Jahren finden man ihn bei einem Empfang wieder, bei dem der aufschneiderische Doktor Matthew O'Connors seine großartigen Reden hält - voller Sprachwitz und Boshaftigkeit. Wenig später treffen sich der Baron und Dr. O'Connors in Paris wieder im Café de la Mairie du VI: nahe der imposanten Kirche von St. Sulpice.

Der Roman springt über die kurze, aber intensive Liebesgeschichte zwischen Roben Vote und dem Baron, der Robin zufällig im Hotel Récamier kennenlernt, wo sie in Ohnmacht gefallen ist. Robin  bekommt ein Kind von dem Baron, lässt ihn danach aber schnell im Stich, weil sie mit ihrer großen Liebe zusammenleben will: mit Nora Flood.

Es sind alles ungewöhnliche Charaktere auf die die Autorin ihre Geschichte verteilt. Jeder von ihnen verzehrt sich nach Liebe, um jeden Preis. Dr. O'Connors Angeberei ist nichts weiter als Selbstschutz, um nicht verletzt zu werden.

"Nachtgewächs" iist ein Roman, dem man nicht leicht zur Seite legt. Seine wortmächtige Sprache klingt in einem noch lange nach der Lektüre nach.

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Rezension zu "LeseLust USA" von Djuna Barnes

LeseLust USA
The iron butterflyvor 3 Jahren

Das Taschenbuch „LeseLust USA“ habe ich noch zu DMark-Zeiten erstanden, als preisreduziertes Mängelexemplar. Es lag nun lang genug auf dem SuB und wurde endlich von diesem traurigen Schicksal befreit. Enthalten sind 15 Kurzgeschichten namhafter Autoren, wie Joyce Carol Oates, Ernest Hemingway, Djuna Barnes oder Raymond Chandler. So unterschiedlich die Autoren, so unterschiedlich die Geschichten.

Am besten hat mir „Die gelbe Tapete“ von Charlotte Perkins Gilman gefallen. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive der Protagonistin, die mit ihrem Mann John die Sommerferien zur Erholung in einem Herrenhaus verbringt. Sie scheint nach der Geburt ihres Kindes an Depressionen zu leiden. Die Atmosphäre des Hauses mit großem Garten soll ihr helfen, sie aufheitern und ihr ruhige Stunden bescheren. Nach und nach offenbart sich die Isolation im Zimmer mit der gelben Tapete und wird regelrecht zum Wahn.

Desweiteren möchte ich "Auf der Rennbahn" von Charles Bukowski und "Kitty" von Paul Bowles nennen.

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Rezension zu "Verführer an allen Ecken und Enden" von Djuna Barnes

Eine Offenbarung für anspruchsvolle Leser
JulesBarroisvor 5 Jahren

Verführer an allen Ecken und Enden: Ratschläge für die kultivierte Frau – Djuna Barnes (Autor), Inge von Weidenbaum (Übersetzerin),   80 Seiten, Verlag: Wagenbach, K; Auflage: 1 (27. April 2015), 8,90 €, ISBN 978-3-8031-2739-6

 

6 Geschichten entführen den Leser in die Denkwelt von Djuna Barnes:

Der 1. April: Liebe als unangenehme Gewohnheit.

Der Rose einen Namen geben: Unsolides wird solide gemacht.

Madam wird älter: über das gefährliche Alter.

Gegen die Natur: wenn das Unnatürliche natürlich genannt wird

Amerikanische Frauen und adlige Ehemänner: Sind sie zu intim geworden?

Was ist Lebensart beim Sterben? ein Dutzend delikate Tode

Der Untertitel, Ratschläge für die kultivierte Frau,  ist ein wenig irreführend, denn das Buch enthält weniger Ratschläge – außer „Was ist Lebensart beim Sterben?“, worin es um Empfehlungen für den passenden Selbstmord beispielsweise für Blondinen, Dunkelhaarige oder auch Rothaarige geht:

Es sind vor allem Geschichten von Liebe und Einsamkeit. Sie folgt dem Rat von James Joyce, sinngemäß zitiert "Schreibe nicht über ein ungewöhnliches Thema, sondern mache aus dem Normalen etwas ungewöhnlich."

Djuna Barnes hat einen Sinn für Gesten und die Fähigkeit, eine Szene mit Einsicht und Witz dar zu stellen. Sie mag Typen und stellt sie uns zwischen Ernst und Augenzwinkern vor. „Ich bin Mutter von zwei sorgfältig gekleideten, wohlerzogenen, boshaften Töchtern.“ (Seite 25)

Manches muss man zweimal lesen. „Wissen Sie, die Amerikaner sind keine Leute mehr, sie sind, was man in der Biologie einen aufgegebenen Versuch der Natur nennt.“ (Seite 56) Der Sinn erschließt sich einem nicht offensichtlich, nichts ist so, wie es scheint, manches bleibt diffus. Sehr anspielungsreich. Eine Revolte gegen das bürgerliche Verhalten. Spontan und ironisch

Es ist ein Buch für den zu verführenden, den anspruchsvollen Leser – aber welche Offenbarung erwartet ihn. Es wird ihr Leben bunter machen.

Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Verlages Klaus Wagenbach:

http://www.wagenbach.de/buecher/titel/995-verfuehrer-an-allen-ecken-und-enden.html

Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

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