Djuna Barnes Paris, Joyce, Paris

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Inhaltsangabe zu „Paris, Joyce, Paris“ von Djuna Barnes

Sie kannte alle, und alle kannten sie: Djuna Barnes. Dem Paris der zwanziger Jahre hat die exzentrische Autorin in den hier vorliegenden Aufzeichnungen ein Denkmal gesetzt.
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  • Paris und James Joyce

    Paris, Joyce, Paris
    Milagro

    Milagro

    Ein wenig anstrengend war es schon...es handelt sich um drei kurze Abhandlungen, eher Reportagen der Djuna Barnes. Die Sprache ist anspruchsvoll, der Stil hervorragend, gleichzeitig aber auch langatmig. Barnes Reportagen stammen aus einer anderen Zeit, die erste beschreibt eine Rückkehr nach Paris und ein Zusammentreffen mit Joyce. Die zweite Reportage - 1922 in der Vanity Fair veröffentlicht - beschreibt mehrere Treffen mit Joyce in Paris, kurz nach der Veröffentlichung seines Buches Ulysses. Die dritte Reportage beinhaltet einen Rückblick, vielleicht ein wenig romantisch verklärt, auf das Paris vergangener Tage. Keine dieser Reportagen hat mich fesseln können, möglicherweise ist der Blick der damaligen Zeit auf ein da bereits vergangenes Paris auch zu entfernt. Der kleine Band enthält allerdings eine wunderbare Auswahl mehrerer schwarz-weiß Fotos aus der Zeit und die vermochten gleichwohl zu fesseln. Zu empfehlen lediglich für Freunde der 1920iger.

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  • Rezension zu "Paris, Joyce, Paris" von Djuna Barnes

    Paris, Joyce, Paris
    Bri

    Bri

    28. March 2011 um 20:51

    Paris, Joyce, Paris - dies ist auch die Reihenfolge, in der die drei kurzen Texte von Djuna Barnes in diesem dünnen Büchlein versammelt sind. Als Amerikanerin angezogen vom Ruf Europas begibt sie sich in die französischte aller Städte, um Land und Leute richtig kennenzulernen. Doch schon kurz nach der Ankunft fragt sie sich, was sie dort tut. Ob ich ihr diesen Schrecken abgenommen habe? Nein, nicht wirkich. Denn nach dem kurzen Text über James Joyce, der nach Paris ins literarische Exil ging und Irland damit "einer großen Stimme" beraubte, schließt sich ein Klagegesang an. Eine Klage darüber, dass Djuna Barnes Paris wieder verlassen musste. Das Paris, das ihr am Anfang zumindest nicht so vorkam, wie sie es sich vorgestellt hatte, war für sie zu einer Lebensstadt geworden. Eine Stadt, die vor Literatur, Kunst, Liebe, Leben nur so strotzte Die Texte von Djuna Barnes sind gewöhnungsbedürftig; alleine deshalb, weil die Assoziationen mit Namen, Orten und Dingen des täglichen Lebens, die sie heraufbeschwört, für den heutigen Leser nicht mehr so leicht aufkommen wollen, wie zu ihren Zeiten. Fühlt der erste Text sich sprachlich zwar sehr schön, aber ein bißchen verquast an, so wird im Text über Joyce doch deutlich, dass sie sich ihm vor allem als Menschen nähert. Und das strahlt Sympathie und Wärme aus. Jeder, der mit Paris. an Literatur und / oder den Anfängen des 20. Jahrhundert etwas verbindet, wird seine Freude an diesem Büchlein haben, auch wenn es nur für einen angenehmen Sonntagnachmittag ausreicht.

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  • Rezension zu "Paris, Joyce, Paris" von Djuna Barnes

    Paris, Joyce, Paris
    Sokrates

    Sokrates

    09. March 2011 um 09:18

    Djuna Barnes, amerikanische Schriftstellerin im französischen "Intellektuellen-Exil", hat neben Gertrude Stein und Sylvia Beach in den 20er Jahren des frühen 20. Jahrhunderts in Paris gelebt. Während dieser Zeit sind die in dem kleinen Buch versammelten Aufsätze erschienen. - In dem ersten Essay mit dem Titel "Vagaries Malicieuses" beschreibt Barnes' Paris. Es ist ein kurzweiliger, gelungener Streifzug durch das Paris der 20er, besucht alles Wesentliche wie Notre Dame, das linke Ufer der Seine, Montmartre. - Der zweite Essay beschäftigt sich ausschließlich mit James Joyce, dessen "Ulysses" von Sylvia Beach erstmals veröffentlicht wurde; die als erste die Monumentalität dieses Werkes erkannt und seine Publikation um jeden Preis gefördert hat. - Der dritte und letzte Essay behandelt das kulturelle Klima des Paris in jenen Jahren, berichtet von Hemingway, Gertrude Stein und "Shakespeare and Company", der Buchhandlung Sylvia Beach'. Im Anhang findet sich ein Kurzaufsatz der Biographin von Djuna Barnes, Kyra Strimberg, die noch einige Details zur Autorin liefert. Dem ganzen Buch sind herrliche schwarz-weiß-Fotographien des Paris der 20er Jahre beigegeben, gleichfalls Fotographien der im Buch angesprochenen Personen. - Eine echte "Paris-Sehnsucht" konnten die Aufsätze nicht so recht hervorrufen, die Bilder allerdings schon. Der Schreibstil ist gelungen, objektiv, klar, ohne Gekünstel. Bei James Joyce schwingt ein wenig stille Bewunderung mit, die ich - da am Ulysses mittlerweile 2x gescheitert - nur bedingt nachvollziehen kann. Wer sich mit der Künstler- und Schriftstellerszene des Paris in den 20er Jahren beschäftigen möchte, der wird um dieses Buch nicht umhin kommen. Die Freundschaften um Sylvia Beach und Gertrude Stein sind für diese Zeit exemplarisch zu nennen.

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  • Rezension zu "Paris, Joyce, Paris" von Djuna Barnes

    Paris, Joyce, Paris
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. November 2008 um 20:44

    Mal wieder eine kleine Entdeckung. Ich als ausgesprochene Parisliebhaberin verschlinge alles, was in diese Richtung geht und auch das boheme Leben exzentrischer Schriftsteller betrifft. Djuna Barnes scheint dahingehend ein gefundenes Fressen für mich zu sein. Im Buch "Paris war eine Frau", welches ich auch nur sehr ans Herz legen kann, wird bereits auf sie eingegangen, weshalb ich mich nun mit ein wenig mehr Literatur von ihr ausgestattet habe und es ist lohnenswert bis unentbehrlich für den Liebhaberblick eines Frankophilen. Paris, eine Stadt, die im 20. Jahrhunderts, noch vor der großen Verwestlichung (wenn dies auch kein geeigneter Begriff sein kann - ich begrenze dies einmal auf die Jahreszahl bis 1950) ein Sammelpunkt für "große" Schriftsteller gewesen ist und das spürt man hier, in den Worten der Djuna Barnes: "Jahrelang träumt unsereiner von Paris, wieso eigentlich weiß kein Mensch, sieht man davon ab, daß noch jeder Diebstahl einer Birne aus einem Obstgarten mit der kopfrechnerischen Überlegung gesühnt worden ist:"Ein Franzose hätte das verstanden; in Paris wäre das alles so einfach, so charmant!" ... wunderbar..!

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