Dmitri Bilenkin Der Intelligenztest. Phantastische Erzählungen.

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Inhaltsangabe zu „Der Intelligenztest. Phantastische Erzählungen.“ von Dmitri Bilenkin

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  • Rezension zu "Der Intelligenztest. Phantastische Erzählungen." von Dmitri Bilenkin

    Der Intelligenztest. Phantastische Erzählungen.
    RogerSuffo

    RogerSuffo

    16. June 2012 um 11:39

    „Phantastische Erzählungen“ steht noch auf dem Umschlag – Beleg dafür, dass den Herausgebern bei der DDR-üblichen SF-Übersetzung „wissenschaftlich“ zu unwohl war. Ich hätte es „Randzone“ genannt, die bei der Titelgeschichte mehr drin bleibt, bei vielen die Grenze überschreitet, ohne in Phantastereien abzugleiten. Häufig dreht sich eine ganze Geschichte um einen Grundgedanken. Sagen wir „Das Erziehen eines Kindes zum vernünftigen Menschen ist eine wissenschaftlich-praktische Meisterleistung, auf die man sich gut vorbereiten sollte.“ oder „Traue nicht dem ersten Schein – gerade, wenn es ein idyllischer ist“ oder „Die Schwächen im Normalen kann die Stärke im Extremfall werden.“ oder „Die Helden vom Morgen sind mittags Greise der Urzeit“ und nicht zuletzt „Der Fortschritt ist nicht aufzuhalten … aber manchmal muss man es trotzdem tun.“. Die Methoden, wie die „Botschaft“ rübergebracht wird, sind dabei verschieden. Mal Horror- / Gruselgeschichte, mal Pointiertes, mal Groteskes, aber auch Melancholisches. Natürlich steckt in mehreren Texten ein ausgeschmücktes Gleichnis. Die tiefste Menschlichkeit steckt vielleicht in „Der Mann, der dabei war“. Dem Helden dieser Geschichte haftet nur Anti-Heldisches an. Er ist für sich genommen bedeutungslos, unauffällig. Aber er hat seine magische Wirkung erkannt. Dort, wo er einfach nur dabei ist, durchbrechen andere Kreative ihre Schranken, haben endlich erreicht, wo sie als Kollektiv so unglücklich nahe waren, ohne ihr Ziel zu erreichen. Eigentlich nur, weil der Ich-Erzähler Schriftsteller war, entdeckt er die Gabe des anderen. Die Sammlung ist klassische Sowjetliteratur. Sie ist durchdrungen von dem Gedanken, dass Vernunft gut ist, dass diese Güte nur erkannt oder erst geweckt werden muss, aber eben kann. Alle Geschichten haben mir nicht sooo gefallen. Aber ich teile den Unterton des Gegenteils, den der Bibliothekar nach seiner außerordentlichen, aber verfrühten Begegnung mit den Erkundern einer fremden Intelligenz auf die Frage seiner Frau „Na, was gibt ’s Neues bei dir?“ antwortet: „... wie immer … nichts Besonderes.“

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