Dmitry Glukhovsky

 4 Sterne bei 1.084 Bewertungen
Autor von Metro 2033, Metro 2034 und weiteren Büchern.
Autorenbild von Dmitry Glukhovsky (© privat)

Lebenslauf von Dmitry Glukhovsky

Dmitry Glukhovsky studierte Journalismus und Internationale Beziehungen in Jerusalem. Er arbeitete als TV- und Radio-Journalist unter anderem für den Fernsehsender Russia Today und die Deutsche Welle. Außerdem nahm er als Korrespondent an der russischen Polarexpedition teil. Neben seiner Muttersprache spricht er englisch, spanisch, französich, deutsch und hebräisch. 2002 erschien sein Science-Fiction-Debütroman "Metro 2033" auf seiner Website kostenlos. Durch den Erfolg wurde der Roman später zum interaktiven Experiment und wurde zum Videospiel umfunktioniert. Inzwischen zählt Dmitry Glukhovsky zu den beliebtesten zeitgenössischen SciFi-Autoren. Dmitry Glukhovsky lebt in seiner Heimatstadt Moskau.

Alle Bücher von Dmitry Glukhovsky

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Buchformat:
Cover des Buches Metro 20339783453529687

Metro 2033

 (567)
Erschienen am 12.11.2012
Cover des Buches Metro 20349783453533011

Metro 2034

 (210)
Erschienen am 05.10.2009
Cover des Buches Metro 20359783453319028

Metro 2035

 (69)
Erschienen am 09.01.2018
Cover des Buches TEXT9783958901971

TEXT

 (55)
Erschienen am 31.08.2018
Cover des Buches Future9783453317581

Future

 (33)
Erschienen am 11.04.2016
Cover des Buches Sumerki9783453317598

Sumerki

 (25)
Erschienen am 09.07.2018
Cover des Buches Metro 2033 / Metro 20349783453315938

Metro 2033 / Metro 2034

 (12)
Erschienen am 14.04.2014
Cover des Buches Metro 2033 (Comic). Band 1 (von 4)9783962194123

Metro 2033 (Comic). Band 1 (von 4)

 (5)
Erschienen am 25.10.2019

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Neue Rezensionen zu Dmitry Glukhovsky

Neu

Rezension zu "Metro 2033" von Dmitry Glukhovsky

Der Weg zurück zum Licht
AcidRainvor einem Monat

Jeder, der sich ab und zu in deutschen Großstädten aufhält, ist mit der U-Bahn vertraut. Wir nutzen sie auf dem Weg zur Arbeit, zum Shopping, zu unseren Liebsten... Ein alltäglicher Ort, dem wir nicht besonders viel Beachtung schenken. Was aber, wenn er für einige Tausend Menschen plötzlich zum unverzichtbaren Lebensretter und Zuhause wird?

Artyom war noch ein Baby, als der Atomkrieg begann und die Raketen und Bomben fast der gesamten Bevölkerung Moskaus den Tod brachten. Einige Glückliche konnten sich jedoch in der Moskauer Metro vor Strahlung und Zerstörung retten. Seit über 20 Jahren lebt er nun schon hier mit seiner Mutter und hat seitdem nie wieder das Tageslicht gesehen. In den einzelnen Stationen haben sich mit der Zeit verschiedene Lager, ähnlich kleiner Städte und Dörfer gebildet: Eine Gesellschaft unter der Erde.

Als Artyoms abgelegene Station eines Tages von Mutanten angegriffen wird und die Lage aussichtslos erscheint, beschließt er, sich auf den beschwerlichen Weg zur mysteriösen "Polis" zu machen, der größten Station der Metro. Man erzählt sich, dass sie Wissen und Reichtum gleichermaßen beherbergt und sie scheint der einzige Weg zu sein, ein furchtbares Schicksal von Artyoms Station und möglicherweise der gesamten Metro abzuwenden...

Die facettenreichen Charaktere, die dichte Atmosphäre, das Labyrinth von Tunneln und Gängen, die Dunkelheit und die Gefahren, die hinter dem schwachen Schein der Petroleumlampen lauern: All diese und viele weitere Aspekte des Romans haben mich komplett gefesselt und nicht mehr losgelassen. Der Autor benutzt dabei eine Erzählweise, die es einerseits schafft, die Welt der Metro realistisch zu beschreiben und ihr andererseits stets eine mystische, düstere Stimmung verleiht, die sie nur so vor Geheimnissen strotzen lässt.

Bei der gefährlichen Odyssee durch die Metro musste ich unweigerlich manchmal an Frodos Reise zum Schicksalsberg in "Der Herr der Ringe" denken. Die Orte, die Artyom dabei entdeckt, wirken dabei oft ähnlich fantastisch, nur auf die düstere, dreckige "Metro-Art". Er kommt dabei mit verschiedensten Persönlichkeiten und Gruppierungen in Kontakt, darunter Faschisten, Kommunisten, Gelehrte, "Ranger" und Söldner und findet sich häufig in haarsträubenden Situationen wieder. Doch schafft er es am Ende, sein eigentliches Ziel zu erreichen und die drohende Gefahr abzuwenden?

Das Buch zählt bis heute zu meinen absoluten Lieblingen. Ich kann es eigentlich fast jeder Art von Leser/in empfehlen, der/die sich mit einer wirklich spannenden Abenteuergeschichte in einer alternativen Realität anfreunden kann. Die beiden Nachfolger sind zwar empfehlenswert, allerdings kann die Geschichte des ersten Teils ebenso für sich stehen.

P.S.: Nach diesem Buch werdet ihr die U-Bahn im Alltag garantiert mit anderen Augen sehen! ;)

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Rezension zu "Text" von Dmitry Glukhovsky

Deprimierendes Russland
Filip2806vor 2 Monaten

Ilja, der Protagonist saß sieben Jahre unschuldig im Straflager. Nun möchte Ilja sein Leben genießen. In Moskau angekommen, erreichen ihn schlechte Nachrichten. Iljas Mutter verstarb vor wenigen Tagen und seine Freundin Vera möchte den Kontakt abbrechen. Seine Lösung findet er im Alkohol. Voller Wut auf den Polizisten Petja, der ihn hinter Gitter gebracht hat, überlegt Ilja seinen nächsten Schritt. Dieser Schritt wird zum Fehler. Eines Abends ersticht der Protagonist den Polizisten. Nun bestimmt das Smartphone des Polizisten sein Leben. Ein gefährliches Spiel beginnt, bei dem Ilja das Risiko eingeht, seine Identität zu verlieren.

Dmitry Glukhovsky, der Autor der Metro-Reihe, stellt einen unsicheren Protagonisten in den Vordergrund, der in einer deprimierenden russischen Gesellschaft aufwächst und lebt. Man verfolgt Iljas Leben nach der Freilassung und es lässt sich nur sagen, die Situation von Ilja tat mir leid. Er ist einsam, ein hoffnungsloser Fall und auf die Hilfe der Gesellschaft ist kein Verlass. Menschlichkeit und Empathie lassen sich nicht finden. Zwei schwere Schicksalsschläge trafen den jungen Mann, die er aufgrund seiner Haft nicht verhindern konnte. Aus diesem Grund sind die Aggression auf den Polizisten selbstverständlich nachvollzuziehen. Natürlich begeht Ilja mit der Ermordung einen großen Fehler, da er sich der Konsequenzen vorher nicht bewusst war.

Sein Leben nahm eine schnelle Wendung. Mit der Mitnahme des Smartphones des Polizisten wirkt Ilja, als ob er einen Identitätsverlust durchlebt. Er steigert sich in die Situation rein und nimmt regelrecht das Leben des Polizisten ein. Verrat, Intrigen und geheime Machenschaften kommen ans Licht. Die Kommunikation zu der Mutter, der Freundin und weiteren Personen werden durch Ilja aufrecht gehalten. Und das war meiner Meinung nach eine kleine Schwäche in diesem Buch. Der Charakter von Ilja verschwand und der Fokus lag nun auf dem Polizisten Petja. Der Leser erfährt durch Chats aus dem Handy die ganze Story des korrupten Polizisten. Dadurch verschwand auch die Spannung. Teilweise bestanden einige Kapitel aus Chatverläufen, die ich recht langweilig aufnahm. Doch dann kam irgendwann die Spannung wieder.  Nichtsdestotrotz finde ich, dass Dmitry ein sehr interessantes Werk kreiert hat. Glukhovsky offenbart eine triste russische Gesellschaft aus einer deprimierten Vergangenheit und einer sich entwickelnden moderne Tragödie. Sein Schreibstil war für mich schwierig. Lange in sich verschaltete Sätze erschwerten mir den Lesefluss.

Auch wenn ich einzelne Schwachpunkte in diesem Buch gefunden habe, kann ich sagen das „Text“ ein sehr interessantes Buch ist, welches den Leser rühren kann. Der Autor schildert ein gutes Bild eines Protagonisten, der verzweifelt nach einem Ausweg aus der Situation sucht.  Freudesgefühle hatte ich bei diesem Buch aufgrund der melancholischen Stimmung nicht, aber ich kann sagen, dass „Text“ ein Roman ist, bei dem man als Leser ein Erlebnis durchlebt, dass einen zum Nachdenken anregt.

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Rezension zu "Metro 2035" von Dmitry Glukhovsky

Endlich vorbei!
CoffeeToGovor 2 Monaten

Inhalt
Seuchen gefährden die Lebensmittelversorgung in der Metro und Artjom macht sich auf, um eine Lösung und vor allem ein besseres Leben zu finden. Scheinbar liegt das jedoch über der Erde. Ist das wirklich die Lösung zur Rettung der Menschheit?

Eigene Meinung
Und wieder geht Artjom auf die Reise durch die Metro. Leider noch durchgeknallter und schwerer zu verstehen, als davor schon. Er machte auf mich einen verrückten und fast fanatischen Eindruck. Sehr unsympathisch und vor allem anstrengend.

Auch hier war es mir wieder zu philosophisch und vor allem waren es einfach zu viele und zu lange Ausschweifungen in Form von Artjoms wirren Gedanken.

Wie auch die letzten beiden Bände fand ich es einfach zu zäh. Man kommt in keinen richtigen Lesefluss und will das Buch alle zehn Minuten aus der Hand legen. Leider konnte mich das Ende auch nicht besänftigen, im Gegenteil. Dafür habe ich so lange durchgehalten? Echt jetzt? Vielen Dank auch für diese Verschwendung von Lebenszeit.

Fazit
Endlich ist die zähe Trilogie beendet. Für mich war es leider nichts. Noch dazu war Band drei, meiner Meinung nach, der schwächste Band der Reihe, auch weil das Ende so unbefriedigend war.

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Zusätzliche Informationen

Dmitry Glukhovsky wurde am 11. Juni 1979 in Moskau (Russland) geboren.

Community-Statistik

in 1.336 Bibliotheken

auf 239 Wunschlisten

von 73 Lesern aktuell gelesen

von 36 Lesern gefolgt

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