Dmitry Glukhovsky

 4 Sterne bei 950 Bewertungen
Autor von Metro 2033, Metro 2034 und weiteren Büchern.
Dmitry Glukhovsky

Lebenslauf von Dmitry Glukhovsky

Dmitry Glukhovsky studierte Journalismus und Internationale Beziehungen in Jerusalem. Er arbeitete als TV- und Radio-Journalist unter anderem für den Fernsehsender Russia Today und die Deutsche Welle. Außerdem nahm er als Korrespondent an der russischen Polarexpedition teil. Neben seiner Muttersprache spricht er englisch, spanisch, französich, deutsch und hebräisch. 2002 erschien sein Science-Fiction-Debütroman "Metro 2033" auf seiner Website kostenlos. Durch den Erfolg wurde der Roman später zum interaktiven Experiment und wurde zum Videospiel umfunktioniert. Inzwischen zählt Dmitry Glukhovsky zu den beliebtesten zeitgenössischen SciFi-Autoren. Dmitry Glukhovsky lebt in seiner Heimatstadt Moskau.

Neue Bücher

TEXT
 (33)
Neu erschienen am 31.08.2018 als Hardcover bei Europa Verlag .

Alle Bücher von Dmitry Glukhovsky

Sortieren:
Buchformat:
Dmitry GlukhovskyMetro 2033
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Metro 2033
Metro 2033
 (508)
Erschienen am 12.11.2012
Dmitry GlukhovskyMetro 2034
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Metro 2034
Metro 2034
 (192)
Erschienen am 05.10.2009
Dmitry GlukhovskyMetro 2035
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Metro 2035
Metro 2035
 (57)
Erschienen am 09.01.2018
Dmitry GlukhovskyTEXT
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
TEXT
TEXT
 (33)
Erschienen am 31.08.2018
Dmitry GlukhovskyFuture
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Future
Future
 (28)
Erschienen am 11.04.2016
Dmitry GlukhovskySumerki - Dämmerung
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Sumerki - Dämmerung
Sumerki - Dämmerung
 (21)
Erschienen am 13.09.2010
Dmitry GlukhovskyMetro 2033 / Metro 2034
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Metro 2033 / Metro 2034
Metro 2033 / Metro 2034
 (12)
Erschienen am 14.04.2014
Dmitry GlukhovskySumerki - Dämmerung: Roman
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Sumerki - Dämmerung: Roman
Sumerki - Dämmerung: Roman
 (2)
Erschienen am 21.12.2010

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Dmitry Glukhovsky

Neu
kleine_welles avatar

Rezension zu "TEXT" von Dmitry Glukhovsky

Einfach sehr gut
kleine_wellevor 8 Tagen

Ilja war sieben Jahre lang im Lager, also im Gefängnis. Ihm wurden damals von einem Polizisten Drogen untergeschoben. Nun ist er entlassen wurden und möchte einfach nur nach Hause zu seiner Mutter und versuchen ein neues Leben zu beginnen.

Die Farben von dem Cover gefallen mir wirklich sehr gut. Dazu der Titel im Mittelpunkt, sehr schön.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich den Schreibstil manchmal doch etwas schwierig fand, aber je mehr Seiten ich gelesen habe umso besser bin ich hineingekommen.
Was mich manchmal etwas irritiert hat, war der sehr berichtende Stil, der mit vielen ausführlichen Beschreibungen einherging. Das war einerseits gut, denn so konnte man sich sehr gut ins kalte Moskau versetzen, aber manchmal war das einfach etwas zu viel und ich wusste nicht immer wo ich gerade in der Geschichte bin.
Aber genau dieser Detailreichtum hat ein wirklich sehr eindrucksvolles Porträt einer verzweifelten, vielleicht sogar zerstörten Seele beschrieben.
Ilja wurde gerade entlassen und möchte jetzt einfach dort weitermachen, wo er aufgehört hat, aber das geht nicht so einfach. Denn natürlich sind sieben Jahre ins Land gezogen und dazu kommt, dass kurz nach seiner Entlassung seine Mutter stirbt und er erfährt das erst, nachdem er vor einer verschlossenen Wohnungstür steht.
Nun weiß er gar nicht wohin mit sich und betrinkt sich erstmal. Und in diesem Rausch begeht er einen Fehler als er dem Polizisten Chasin von damals begegnet.
Eine wichtige Frage ist, wie man nun ins Leben zurückgelangt? Und Ilja beantwortet sie sich selber, indem er ein fremdes Leben übernimmt. Ein fertiges, eines, das für ihn gelebt wurde.
Und obwohl er von Schuld, Zweifel und auch Wut auf Chasin zerfressen wird, identifiziert er sich im Laufe des Buches immer mehr mit dem Schwein, wie er ihn nennt.
Sehr gut fand ich die vielen Zwiegespräche, die Ilja nicht nur mit sich selber sondern auch mit seiner toten Mutter führt, denn diese scheint sein Gewissen zu sein. Der Anker, der ihn noch in Moskau hält. Denn es gilt ihre Beerdigung zu organisieren und erst dann kann er entscheiden wie es weiter geht. Und obwohl Ilja immer weiter abzurutschen scheint, wünscht man ihm absolut nichts Böses und hofft inständig, dass die ganze Geschichte ein gutes Ende nimmt. Aber im Hintergrund schwebt diese Bedrohung und man weiß nicht, wie das alles enden wird.
Die anderen Figuren lernt man nur am Rande kennen, wie Ilja, der ihre Leben streift, aber nicht wirklich dazugehört. Denn wo soll er hin nachdem er sieben Jahre weg war?
Am Ende nimmt die ganze Story dann nochmal an Fahrt auf und es ist einfach eine Achterbahnfahrt der Gefühle, sehr rasant und schockierend, wie der Autor alles beendet. Und trotzdem passt alles ineinander und fügt sich zu einem Gesamtbild zusammen.

Mein Fazit: Eigentlich geht es in dem Buch um einen „normalen“ Kerl, der irgendwie in eine Kriminalität rutscht, von der er keine Ahnung hat. Ilja ist ein interessanter Charakter, der nur versucht sich das zu holen, was ihm gestohlen wurde: sein Leben. Eine rasante und spannende Geschichte, die mit vielen Details ein düsteres Moskau heraufbeschwört. Sehr gut!  

Kommentieren0
9
Teilen
F

Rezension zu "TEXT" von Dmitry Glukhovsky

TEXT ..
frolleinbuecherwurmvor 11 Tagen

Der Klappentext hat mich wirklich total angesprochen und ich habe mich super über den Gewinn des Buches gefreut. Doch schon nach den ersten Seiten war ich wirklich enttäuscht. Ich bin überhaupt nicht in die Geschichte gekommen und fand den Schreibstil echt blöd.
Auch die Handlung war irgendwann einfach nur noch langweilig. Unser Protagonist Ilja kehr nach sieben Jahren aus dem Gefängnis zurück und muss feststellen, dass seine Mutter gestorben ist und sich einiges in seinem Leben geändert hat. Er will sich an dem Verantwortlichen rächen und schlüpft nach dem Mord kurzerhand in dessen Leben. Ab diesem Moment hatte ich das Gefühl, dass es nur noch um's Seiten füllen ging. Wenn ich ehrlich bin habe ich die letzten Seiten auch gar nicht mehr wirklich gelesen. Schade, klang wirklich ansprechend!


Kommentieren0
0
Teilen
Schmiesens avatar

Rezension zu "TEXT" von Dmitry Glukhovsky

Wenn das Element des Fantastischen fehlt, dann kommt Glukhovsky irgendwie nicht in Schwung
Schmiesenvor 18 Tagen

"Der eine besudelt Fahrstühle, der andere zertrümmert Haltestellen. Es war klar, warum. Nur so kann man dem Staat direkt antworten und sich für sein verpfuschtes Leben rächen."


Sieben lange Jahre saß Ilja wegen Drogenbesitzes im sibirischen Straflager ein - völlig zu Unrecht, denn das Zeug wurde ihm von einem rachsüchtigen Drogenpolizisten zugesteckt. Als Ilja nun endlich aus der Haft entlassen wird, will er eigentlich nur in sein altes Leben zurück. Doch im Rausch der Verzweiflung begeht er eine folgenschwere Tat. Das Handy des toten Polizisten behält er, und als er beginnt, auf die Nachrichten zu antworten, verschmilzt seine Identität immer mehr mit der des Getöteten.

Erstmals hat sich Dmitry Glukhovsky mit "Text" an die Belletristik herangewagt. Seine "Metro"-Reihe ist schon ein Klassiker, besonders das erste Buch ist ein Geniestreich. Das will ihm nun allerdings in der "realen", also fantasyfreien Literatur nicht so recht gelingen. Gewohnt düster kommt das Buch daher, mit gebeugten und vom Leben gebeutelten Charakteren. Rund um Ilja und Petja, den getöteten Polizisten, versucht Glukhovsky, menschliches Drama, Russlandkritik von innen sowie Thrillerelemente zu vereinen. Heraus kommt dabei eine nicht besonders schmackhafte Suppe.

Im Grunde verläuft die Geschichte handlungsarm, nur wenige spannende Momente bietet das Buch. Man könnte das vielleicht als "Roman in Gedanken" bezeichnen. Das ist nicht notwendigerweise schlecht, denn die Nähe zum verfolgten, eingekesselten und verzweifelten Protagonisten Ilja hat durchaus ihren Reiz. Leider liest sich das Ganze eher mit halbgesenkten Augenlidern als mit klopfendem Herzen, und erzeigt eher Klaustrophobie anstatt Mitgefühl. An keiner Stelle schafft es Glukhovsky meiner Meinung nach, Emotionen zu transportieren. Durch hochtrabende Formulierungen scheint er eben das zu versuchen, erreicht hat mich das aber nicht. Ilja, Petja, sie alle bleiben mir fern mit ihrem Leid, sie alle sind mir sogar ein wenig zuwider.

Ja, in diesem Buch gibt es kein Gut und Böse. Im Grunde sind sie nämlich alle Verbrecher, egal, mit welchem Hintergrund. Gelungen ist Glukhovsky dabei die Kritik am Staat und am korrputen System, die es einem zu Unrecht Verurteilten unmöglich machen, Revision einzulegen. Sobald dich ein Drogenpolizist "überführt" hat, steht deine Strafe fest. Die Justiz scheint keine eigenständige Instanz zu sein, oder jedenfalls ist sie voreingenommen. Dieses kritische Kommentieren der politischen Situation in Russland zeigt sich bei Glukhovsky insbesondere im Leben der normalen Menschen. Irgendwie scheint jeder unglücklich -  was nach meiner eigenen Erfahrung gar nicht so abwegig ist.

Die Geschichte selbst ist manchmal sehr wirr und verschwurbelt. Dabei bin ich den Eindruck nicht losgeworden, dass das an einer mangelhaften Übersetzung liegen könnte. Manche Sätze habe ich mehrfach gelesen, ohne ihnen eine Sinn abgewinnen zu können. Das hat mich zunehmend frustriert. Ilja-Petjas Leben am Handy mitzuverfolgen war eine Heidendenkarbeit, doch schriftstellerisch war das gar nicht schlecht gemacht. Eine i nteressante Form des Spannungsaufbaus war es allemal. Dennoch, richtig in Fahrt kommt das Ganze nie. 

Als besonders störend habe ich das Frauen- und Ausländerbild in diesem Buch empfunden. Ständig ist von Weibern, Weibergeschwätz, Schlitzaugen oder Tadschiken die Rede, über Frauen wird verfügt und gespottet. Inwieweit das den Charakteren und inwieweit dem Autor zuzuordnen ist, kann ich nicht beurteilen. Allerdings ist mir das auch schon in "Metro" aufgefallen: Glaubwürdige Frauencharaktere kann Glukhovsky einfach nicht . Sehr auffällig ist in dieser Hinsicht, wie sehr der "spannende", thrillerartige Handlungsverlauf an die Männer der Geschichte gebunden ist. Die Frauen in prominenter Position - Nina und Petjas Mutter Swetlana - waren mehr für das Gesülze zuständig: Schwangerschaft, Vertrag-dich-bitte-mit-deinem-Vater, Juhu-wir-heiraten; Nina taugte außerdem gut als Nacktfoto-Lieferantin. Eine so platte, undifferenzierte, irgendwie sehr russische Charakterverteilung kann ich nicht gut finden. Und wenn dann auch noch Petja bemitleidet wird, weil er in eine Beziehung mit der tyrannischen Xenia gezwungen wurde, dabei aber völlig ignoriert wird, dass er sie in die Kokainabhängigkeit getrieben hat, dann hört es bei mir auf.

Sehr träge bewegt sich "Text" durch ein morastiges Moskau, begleitet von leblosen, düsteren Figuren, die wunderbar in das russische Klischee von Mann und Frau passen. Immerhin ist Glukhovsky seine politische Kritik gelungen, und auch die digital entfaltete Geschichte ist mal was Neues. Insgesamt für mich aber kein gewinnbringendes Buch. Schade!


Kommentare: 2
5
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Dmitry Glukhovsky wurde am 11. Juni 1979 in Moskau (Russland) geboren.

Community-Statistik

in 1,156 Bibliotheken

auf 198 Wunschlisten

von 67 Lesern aktuell gelesen

von 29 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks