Metro 2033

von Dmitry Glukhovsky 
4,1 Sterne bei508 Bewertungen
Metro 2033
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Positiv (395):
L

Sehr spannend, dichte Atmosphäre. Sehr gute Unterhaltung!

Kritisch (26):
kornmuhmes avatar

Ein Endzeitroman mit so vielen Logiklöchern, dass man ständig in sie hineinstolpert. Dazu ein blasser, langweiliger Protagonist.

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Inhaltsangabe zu "Metro 2033"

Der Einstieg in die faszinierende Welt des „METRO 2033-Universums“ Moskau in naher Zukunft: Die Apokalypse hat stattgefunden, und alles Leben auf der Erdoberfläche wurde ausgelöscht. Nur in den Tunneln der Moskauer Metro haben Menschen überlebt und neue Gesellschaftsformen entwickelt. Doch das Leben im Untergrund ist nicht sicher – denn an der Oberfläche droht eine neue, finstere Gefahr. Das Abenteuer beginnt…

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453529687
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:784 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:12.11.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 14.08.2014 bei Random House Audio erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    EmanuelvanWeimars avatar
    EmanuelvanWeimarvor 4 Tagen
    Kurzmeinung: Fesselnde und dichte Atmosphäre. Stellenweise langatmig und Kürzungen hätten sich eher positiv auf die Geschichte ausgewirkt.
    Klaustrophobische Atmosphäre im russischen Endzeitgewand

    Postapokalyptische Geschichten wirken eine besondere Faszination auf Leser oder Zuhörer aus und finden viele Begeisterte in Filmen und Büchern. Manchmal unterhalten sie nur und manchmal schockieren sie, indem sie der Realität näher dran sind als einem lieb ist. Auch wenn dies nicht immer direkt so vom Autor gewünscht ist, wie man bei „1984“ von George Orwell merkt - welches heutzutage aktueller denn je ist. Blickt man in „Metro 2033“ auf eine Zukunft, die nicht nur zeitlich gesehen in greifbarer Nähe ist oder bleibt es ein Gedankenkonstrukt?



     In „Metro 2033“ verfolgt der Leser die Geschichte von Artjom, welcher seit seiner Kindheit in der Metro von Moskau lebt. Ein nicht näher definierter Atomkrieg hat die Menschheit dazu veranlasst, die Oberwelt zu verlassen und sich in die Unterwelt, der Metro, zu verschanzen. Artjom macht sich auf die Reise durch diese namensgebende Metro in Moskau, um zur Polis zu gelangen. Dort erhofft er sich, notwendige Hilfe zu ersuchen, nachdem die „Schwarzen“ - mystische, geheimnisvolle Wesen, die WDNCh, Heimatstation von Artjom, bedrohen. Die Reise dorthin, welche durch unzählige, tatsächlich existierende Metrostationen führt, ist sehr atmosphärisch und mit einer düsteren Grundstimmung beschrieben. Man kann sich als Leser ein sehr gutes und durchaus realistisches Bild davon machen, wie sich eine eigene Welt unterhalb der Erde gebildet hat - mit all ihren verschiedenen Facetten und Ideologien.

     Überraschenderweise ist „Metro 2033“ aber nicht durchweg als ein Science Fiction-Produkt anzusehen, denn auch häufig finden sich feindselige Gruppierungen wieder, die man in einer solchen Welt auch erwarten würde. Denn am Rande der menschlichen Existenz wird Artjom mit religiösen und politischen Gruppen konfrontiert, die abseits der Bedrohung durch die mystischen, humanoiden Kreaturen eine eigene Gefahr darstellen. Gerade bei solchen Abschnitten muss man sich als Leser darauf einlassen und auch darauf, dass diese Abschnitte in ihrer Detailvielfalt oft sehr langatmig und für den Leser schwer verdaulich ausgefallen ist. Solche Szenen wiederholen sich leider des Öfteren im Buch, welches dadurch auch zu einem beachtlichen Umfang von über 800 Seiten anschwillt. Natürlich lässt dies die Welt nahbarer erscheinen und man merkt hier die Liebe zum erschaffenen Metro-Universums von Dmitry Glukhovsky, aber einige, teils auch größere Passagen hätten durchaus zugunsten der Spannung gekürzt werden können. 

    Nichtsdestotrotz ist „Metro 2033“ der spannende Einstieg in eine postapokalyptische Welt, welches in seinem Facettenreichtum zu begeistern weiß und auch philosophische Fragen in die Geschichte verflechten kann, ohne dass diese aufgesetzt wirken. Das Ende des Buches verleitet direkt dazu, zum nächsten Roman der spannenden Trilogie zu greifen, in der Hoffnung, dass dieser die Spannung konstant aufrecht halten kann. Es ist ein düsteres Abenteuer, welches seinesgleichen sucht und nicht umsonst eine Umsetzung als erfolgreiche Videospielreihe erfahren hat. Und damit nicht genug: „Metro 2033“ ist schon seit längerem für die große Leinwand geplant und wird wohl in naher Zukunft auch seinen Weg in die Kinos finden. Die Geschichte bietet sich geradezu dafür an und jeder, der auch auf den erzählerischen Durststrecken durchhält oder sich die gekürzte Hörbuchversion kauft, wird dem sicherlich zustimmen können.

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    kornmuhmes avatar
    kornmuhmevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Endzeitroman mit so vielen Logiklöchern, dass man ständig in sie hineinstolpert. Dazu ein blasser, langweiliger Protagonist.
    Logiklöcher ohne Ende, blasser Protagonist

    Inhalt:

    Nach einem alles vernichtenden Atomkrieg vor 25 Jahren ist das Leben auf der Erde unmöglich geworden. Einige tausend Menschen haben sich jedoch in die Moskauer Metro retten können und fristen dort ein eher schlechtes als rechtes Dasein. Der junge Artjom lebt an einer entlegenen Station, die neuerdings von den unheimlichen "Schwarzen" bedroht wird. Als ein Fremder in der Station auftaucht, bittet er Artjom, an seiner statt eine Botschaft an Verbündete tief in der Metro zu überbringen, denn die Bedrohung durch die "Schwarzen" ist größer als befürchtet. Artjom macht sich also auf in die dunklen Tiefen der Moskauer Metro ...

    Meinung:

    Das Setting ist großartig! Die Moskauer Metro als einziger Überlebenshort für den Rest der Menschheit, düstere Tunnel, eine beengte Atmosphäre, Überlebenskampf - das alles klang so vielversprechend im Klappentext! Doch der Autor schafft daraus keinen stringenten Endzeitroman, sondern schwurbelt einen Mix aus Action-, Mystery-, Monster- und Philosophieroman zusammen, der dann auch noch so vor Logiklöchern strotzt, dass man nur den Kopf schütteln möchte.

    Es fängt damit an, dass die Oberfläche komplett verseucht ist - ist ja auch logisch nach einem Atomkrieg. Doch es gibt sog. Stalker, die immer wieder nach oben klettern und brauchbare Gegenstände mitbringen. Dabei ist das Zeug doch auch komplett kontaminiert - doch wie oder ob etwas dekontaminiert wird, ist dem Autor leider keine Erwähnung wert. Überhaupt kümmert ihn das Drumherum wenig: Woher kommt das Wasser für tausende Menschen? Was passiert, wenn wichtige Gerätschaften kaputt gehen, wie z.B. Wasserfilter, Stromgeneratoren? Wohin gelangen all die Exkremente der Menschen und der Schweine, die dort gehalten werden (an manchen Stationen gibt es ganze Tierfarmen!!)? Und vor allem: Wie überleben Menschen ohne Sonnenlicht? All diese Fragen werden nicht geklärt, ja, sie kommen im Roman noch nicht einmal auf. Hier hat der Autor m.E. seinen Weltentwurf nicht richtig durchdacht, was für mich aber ein entscheidender Faktor für die Glaubwürdigkeit ist.

    Leider ist der Roman auch nicht stringent entwickelt. Es gibt mehrere Actionszenen, die mir auch durchaus gefallen haben. Auch die Tunnelatmosphäre hat der Autor bisweilen sehr gut eingenfagen, diese dauerhafte Dunkelheit und Beklemmung. Doch immer wieder streut er mysteriöse Vorkommnisse ein, die völlig absurd und auch nicht mit den Folgen der atomaren Verseuchung erklärt werden können. Da gibt es ein Summen in machen Tunneln, das die Menschen verrückt macht oder tötet. Artjom hat Träume und Visionen, in denen er Botschaften empfängt und Warnungen erhält. Manchmal wird er von einem materielosen Schatten verfolgt. Das alles hat aber keinen inneren oder logischen Zusammenhang.

    Überhaupt ist der Protagonist Artjom keine Figur, die dem Leser ans Herz wächst. Er ist 19, wirkt aber wie 15, wie ein Jugendlicher, der kaum selbst Entscheidungen trifft, sondern immer auf die Hilfe anderer angewiesen ist, die ihm auch regelmäßig die Haut retten. Artjom nimmt auch keinen Schaden, ihm passiert selbst in brenzligsten Situationen nichts. "Plot Armour" heißt das, wie ich erfahren habe, d.h., die Handlung biegt sich um den Helden herum, so dass er seine Mission erfüllen kann. Mich hat diese Unverwundbarkeit ab einem gewissen Zeitpunkt einfach nur genervt. Leider entwickelt sich Artjom auch nicht wirklich weiter, er bleibt, wie er war, seit er seine Heimatstation verlassen hat.

    Für mich auch nicht nachvollziehbar waren die vielen unterschiedlichen Gesellschaftsformen innerhalb der Metro, sich sich anscheinend unabhängig voneinander entwickelt haben: Da gibt es das Vierte Reich in Anlehnung an die Nazis, die Kommunisten, Föderalisten, die Zeugen Jehovas, eine weitere Sekte, die Hanse (ein Händlerring, der aber komischerweise an einem Austausch mit anderen nicht interessiert ist - wie soll das denn gehen??) und die Polis, eine Station der Intellektuellen. Eigentlich ein spannender Gedanke, doch mir fehlt da der Sinn des Gemeinschaftlichen. Wie soll Überleben in Isolation den möglich sein???

    Ach ja, ein weiteres Ärgernis: die gänzliche Abwesenheit von Frauen! Der Autor hat eine reine Männerwelt geschaffen (in welcher auch alle Männer Gewehre tragen!). Witzigerweise gab es eine Gesellschaftsform, in der die Bewohner sich aussuchen konnten, was sie sein/tun wollten. Da wurden Frauen mal kurz erwähnt: Es waren Putzfrauen ...

    Na ja, ich könnte noch mit einigen Punkten so weitermachen. Der traurige Höhepunkt war erreicht, als Artjom von sich selbst begriffen hat, dass er der vom Schicksal Auserwählte ist. Jo, danke schön!

    Fazit:

    Unausgegorener Endzeitroman mit vielen, vielen Logiklöchern, einer streckenweise recht zähen Handlung, viel zu vielen inneren Gedankengängen, die die Hauptfigur aber nicht haben reifen lassen. Potenzial verschenkt,

    2 von 5 Sternen

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    Anke_Bergmanns avatar
    Anke_Bergmannvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein sehr spannender Roman
    Konnte das Buch nicht weglegen

    Am Anfang war ich nicht sicher, ob ich solche Romane mögen würde, denn es war der erste dieser Art. Und Glukhovsky hat mich nicht enttäuscht.

    Die Schilderungen im Roman haben mich dazu bewegt, Bilder der Moskauer Metro zu googeln. Sie ist tatsächlich so glanzvoll und riesig, wie der Autor sie beschrieben hat. Es fehlt der Geschichte weder an Dramatik noch Spannung. Immer, wenn Artjom am Ende zu sein scheint, passiert etwas und es geht weiter. Manche mögen sagen, es ist an den Haaren herbei gezogen, aber es passiert in der Metro so vieles "geheimnisvolles", dass ich einfach nur darauf gewartet habe, WIE es weiter geht. Und das hat auch der Übersetzer des Buches erfolgreich geschafft.

    Das Buch ist auf jeden Fall so spannend, dass ich es an einem Wochenende durchgelesen hatte... Daher absolut empfehlenswert und 5*

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    Pergamentfalters avatar
    Pergamentfaltervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Beeindruckend!
    Beeindruckend!

    Die Handlung beginnt eher ruhig, gewinnt dann jedoch stetig an Spannung. Viele Bücher würden sich bequem in den Aufbau eines klassischen Dramas einordnen lassen. Die Spannungshöhepunkt liegt irgendwo in der Mitte oder ein wenig zum Ende verschoben und danach sinkt sie. Nicht so bei Metro 2033: Die Spannung steigt zu Beginn und wird bis zum Ende - natürlich mit Höhen und Tiefen - aufrecht erhalten.
    Die düstere Stimmung, die man bei solch einem Werk und in einer Umgebung wie der Metro erwartet, wird ebenfalls langsam aufgebaut, allerdings ist sie mir an manchen Stellen ein wenig verloren gegangen. Teilweise hätte ich mir etwas mehr von der Bedrohlichkeit der Metro und dieser Angst, die sie manches Mal auslösen soll, gewünscht.
    Sehr gut eingeflochten sind Artjoms Träume. Man glaubt zunächst, die Handlung würde wirklich voranschreiten und dann, mit einem einzigen Satz, wird dieser Eindruck zunichte gemacht und man muss erkennen, dass so manche positive oder negative Entwicklung nur ein Traum war. Damit sind die Träume jedoch nicht abgeschlossen. Einige werden immer wieder weitergeführt und ihre Bedeutung wird erst am Ende des Buchs aufgeklärt.
    Beeindruckend dargestellt war die Gesellschaft in der Metro, die mit der früheren und heutigen Gesellschaft gut zu vergleichen ist. Es gibt die Faschisten, die einige Stationen als das Vierte Reich bezeichnen, es existieren Kommunisten auf der "Roten Linie" und natürlich sind auch Christen und Juden vertreten. Daneben gibt es allerhand mehr oder weniger merkwürdige Gestalten, Philosophen, Soldaten und Händler, die in der Metro alle ihren Platz haben.
    Ohne die Bonusgeschichte, die in meiner Ausgabe enthalten ist, besitzt der Roman ein sehr offenes Ende. Das ist zwar auch nach dem Bonuskapitel noch vorhanden, allerdings wird manches etwas besser erklärt und das Ende der Zusatzgeschichte liegt noch einige Zeit hinter dem Ende des eigentlichen Romans. Ich war sehr froh, es zu haben.

    Sprache und Ausdruck

    Gekonnt setzt Glukhovsky in einigen Gesprächen umgangssprachliche Wendungen ein und unterstreicht damit den Charakter mancher Figuren. Abgesehen davon ist der Roman in Normsprache gehalten, weist jedoch stellenweise sehr viele Fragen und Satzverkürzungen auf.
    Sehr bildlich beschreibt er sowohl die Metro als auch die Welt an der Oberfläche. Ich denke, das ist auch erforderlich, wenn man eine Realität darstellen will, die von einem Atomkrieg gezeichnet ist. Eine Realität, die sich heute kaum jemand vorstellen kann - und will.

    Figuren

    Dominant ist selbstverständlich die Figur Artjomka, kurz Artjom. Aus seiner Perspektive wird die gesamte Geschichte erzählt. Zu Beginn ist er ein naiver junger Mann, auf seiner Reise reift er jedoch. Diesen Prozess erlebt der Leser hautnah mit. Seine Person war mit Abstand die am lebendigsten dargestellte.
    Äußerst interessant waren Artjoms Gedanken, die mir immer wieder Denkanstöße lieferten. Ich hätte viele davon oben als Zitate anführen können, aber das wäre zu viel geworden, daher wählte ich nur die für mich aussagekräftigste Stelle. Auf Artjoms Reise kommt er jedoch immer wieder an Punkte, an denen er Dinge in Frage stellt: Welche Wahrheit will man wirklich wissen? Welcher Gott bzw. welche Religion ist die Wahre? Gibt es die überhaupt oder haben alle irgendwo ihre Berechtigung zu existieren? Was ist der Sinn des Lebens? Und gibt es eigentlich ein Schicksal? Fragen, auf die man nie eine eindeutige Antwort bekommt und auf die es wohl auch keine eindeutige gibt. Zu diesem Schluss kommt auch Artjom irgendwann und doch lassen ihn diese Fragen nie ganz los.
    Neben Artjom treten noch eine ganze Reihe andere Charaktere auf, die ebenfalls zumeist wie reale Persönlichkeiten dargestellt wurden.

    Cover und allgemeine Gestaltung

    Zunächst fällt an dem Buch natürlich das Cover auf. Es ist gut gestaltet und zeigt vermutlich einen Metro-Soldaten oder einen Stalker - jene Menschen, die sich in Schutzanzügen an die Oberfläche wagen. Allerdings finde ich es nicht ganz so treffend, da es weniger um die Kämpfer als um die Metro und Artjoms Reise geht.
    Sehr hilfreich fand ich den Metroplan, der sich noch vor dem eigentlichen Roman befindet und auf dem man, wenn man sich erst einmal darauf orientiert hat, Artjoms Reise verfolgen kann.
    Auch die Anmerkungen am Ende z.B. zu bestimmten Orten in Moskau, zu Metro-Linien oder zu historischen Persönlichkeiten waren manchmal hilfreich, da es jedoch keine Verweise zu diesem Anhang gibt, hat man manchmal erst einige Zeit später festgestellt, dass es noch eine Erklärung gibt.

    Fazit
    Ganz knapp formuliert: Ich war begeistert von diesem Buch. Ich denke, es wird nicht nur eines der äußerst wenigen Bücher sein, das ich mehrmals lesen werde, sondern es ist auch eines der besten Bücher, die ich jemals in der Hand hatte.
    Das Buch ist absolut zu empfehlen, da es nicht nur eine Geschichte erzählt, sondern gleichzeitig anregt, über Themen nachzudenken, die bereits früher aktuell waren, es heute noch sind und es in der Zukunft sein werden.
    Wenn ihr euch das Buch holt, würde ich euch jedoch raten, darauf zu achten, dass ihr das Bonuskapitel "Das Evangelium nach Artjom" im Buch hat, denn meines Erachtens nach ist das Ende ohne diesen Zusatz überhaupt nicht zufriedenstellend.

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    DieMonotonies avatar
    DieMonotonievor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Potenzial, gute Idee aber es hat mich nicht gepackt.
    Gute Idee aber nicht mein Ding.

    Ich hatte mich auf eine spannende und fesselnde Dystopie gefreut aber das Buch hat mich nicht gepackt. Die Idee hinter der Geschichte ist gut aber mit dem Schreibstil des Autors bin ich nicht warm geworden. Es gibt Dialoge die sich wie Kaugummi ziehen. Endlich geht es dann in der Story weiter und auf einmal überschlagen sich die Ereignisse. Es war mir einfach zu lieb- und leblos beschrieben, obwohl die Geschichte potenzial gehabt hätte. Leider habe ich das Buch nicht bis ganz zu Ende gelesen, was bei mir sonst eigentlich nie passiert. Vielleicht gebe ich Metro 2033 irgendwann nochmal eine Chance.

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    T
    TanteIdivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Unbedingt lesen!!
    Unglaublich gut...

    Ich hab das Buch komplett gefressen! War großartig, auch die anderen Teile und dann auch das dazugehörige Metrouniversum...wobei es da dann doch qualitative Unterschiede gibt. 
    Der Stiel von Glukhovsky war für mich zwar die ersten 20 Seiten gewöhnungsbedürftig, aber wenns erstmal gefunkt hat...ist es eine anhaltende und dauerhafte Lesebeziehung 😉 Ich kannst nur empfehlen!

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    Sardonyxs avatar
    Sardonyxvor 2 Jahren
    METRO 2033: ein radioaktiv verseuchtes Wunderland mit schaurigen Monstern und beklemmender Wirkung!

    Ein Krieg hat die gesamte Erdoberfläche verwüstet, worauf die letzten Überlebenden in Moskau sich in die dunklen Tunnel der Metro zurückgezogen haben, um eine neue Zivilisation aufzubauen. Es gibt weder Sieger noch Gewinner, nur das blanke Überleben zählt.
    Der junge Artjom ist einer von ihnen und führt an der WDNCh ein halbwegs beschauliches Leben, außer dass die Menschen in ihrer neuen Welt nicht allein sind und manchmal nur Munition zwischen dem eigenen Leben und dem Tod im verworren Metrolabyrinth steht. Dann taucht ein mysteriöser Mann namens Hunter bei Artjoms Station auf und übergibt ihm einen Auftrag, denn Artjom spürt unbewusst mehr von der schleichenden Bedrohung als die anderen. Die Tunnel flüstern vom Tod und eine gefährliche, fremdartige Macht streckt ihre Fühler nach den Menschen aus ...

    Dmitry Glukhovsky ist kein neuer Name für mich, da ich seine post-apokalyptische Metro-Trilogie mit ,,Metro 2035" angefangen habe und selbstverständlich auch die zwei Vorgänger unbedingt lesen muss. Dunkle, verworrene Tunnel zählen nicht gerade zu meinen Lieblingsorten, aber wenn es um post-apokalyptische Abenteuer geht (mit bösartigen Kreaturen natürlich, was denn sonst!), packe ich sofort zu.

    Glukhovskys Schreibstil erinnert mich daran, wie ein Akrobat jongliert; die melancholische Grundstimmung hält der russische Autor immer aufrecht, aber dazwischen gibt es immer wieder Momente, wo mir nichts besseres einfiel als mit einem entsetzten ,,WAAAS?" vor dem Buch zurückzuweichen. Ich habe mich stellenweise wirklich erschrocken, wenn z.B. die Bibliothekare auftauchten (uäh, was für widerliche Biester) oder wenn ein Geschehen sich als Traum entpuppt, was mich stellenweise verwirrt hat. Gut, im Allgemeinen ist vieles an Figuren und Handlung verwirrend, aber nicht auf die negative Art, sondern die positive Was-läuft-eigentlich-dort-ab-Rätselstimmung Und - wie anders zu erwarten bei Büchern dieser Art - läuft es in dieser Welt echt hart zu, was vielleicht für schwache Nerven nicht gerade die beste Gute-Nacht-Geschichte. Sogar ich war für ein paar Minuten geschockt, dass - wie eigentlich zu erwarten war - eine sehr sympathische Figur dahingerafft wurde. Mit diesem Buch wird es einem nie langweilig.

    Allerdngs kann ich mir vorstellen, dass für viele Leser die vielen russischen Namen ein Hindernis darstellen könnten, besonders wenn es um Aussprache der verschiedensten Metrostationen geht, deren wörtliche Bedeutung oft nur denen einleuchtet, die ein bisschen Russisch verstehen (ich z.B. gehöre dazu). Auffällig ist auch, wie tiefgründig die philosophischen Überlegungen sind, die Glukhovsky immer wieder einstreut, wenn Ruhe in die Geschichte kommt oder erst recht eine massive Entscheidung bevorsteht. Würde man nur diese Gedankengänge über die Existenz des Menschen und Schicksal lesen, käme man nicht so leicht auf die Idee, dass es sich hier um eine Geschichte nach einem dritten Weltkrieg handelt!
    Artjom ist in ,,Metro 2033" noch ganz anders als der Artjom, der mir aus ,,Metro 2035" bekannt ist. Klar kannte ich schon im Voraus, wie die Story sich in gewissen Punkten entwickeln wird, habe aber vermutet, dass Artjom schon immer so ein verschlossener, fast schon leicht depressiver Typ ist - Fehlanzeige! Er ist eher vorsichtig, symmpathisch auf eine simple Art, die gar nicht in eine Welt wie die Metro passt.

    Die anderen Figuren sind nicht unbedingt Stützen der Handlung, sondern tauchen immer wieder auf Artjoms Wegen auf und verschwinden wieder, fast wie ... Genau, fast wie Züge, die in der Metro von 2033 längst mit zerschlagenen Fenstern und blutbedeckten Böden stillstehen. Mehr als genug hat sich Glukhovsky mit dem Beschreiben der Atmosphäre in die Liga von Meister-Erzählern erhoben, doch trotzdem gingen mir manche Abschnitte zu kurz vorbei; zack, zack, und abgefertigt ist ein Abschnitt, schneller als mir stellenweise lieb war!

    Auf geheimnisvolle Weise grausam und unvorhersehbar - das ist ein Aspekt, das man bei all meinen Lieblingsbüchern wiederfinden kann. Ich habe über alle Seiten hinweg ,,Metro 2033" genossen und muss jetzt so bald wie möglich in die Metro des Jahres 2034 absteigen, zumal ich sozusagen noch ein Hühnchen mit Hunter zu rupfen habe ;)

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    Airwalkers avatar
    Airwalkervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Zu Beginn sehr zäh, dennoch lohnenswert. Spannendes Endzeit-Abenteuer gepaart mit Gesellschaftskritik.
    Zäh, aber lohnenswert

    Als ich "Metro 2033" entdeckte, verbrachte es nur wenige Tage auf meiner Wunschliste, denn ich habe darauf gebrannt endlich mit dem Lesen beginnen zu können. Leider wurde meine Lust am Anfang durch ca. 100 Seiten über die Verhältnisse (die verschiedenen Gruppierungen, die Metro-Linien etc.) innerhalb Glukhovskys erschaffenem Universum gedämpft. Nach etwa 200 Seiten habe ich das Buch eine Zeit weg gelegt und mich anderen Büchern gewidmet, weil einfach keine Spannung aufkommen wollte. Glukhovskys Buch "Metro 2033" ist kein spannungsgeladenes Feuerwerk (obwohl es doch so einige spannende Stellen gibt, man hat jedoch das Gefühl, dass die Handlung so ein bisschen dahin plätschert). Nein, "Metro 2033" ist viel mehr als das: Glukhovsky schafft es, das packende Abenteuer des jungen Artjom mit vielen weiteren Aspekten zu verknüpfen. Dazu zählen u.a. Gesellschaftskritik, Politik, ja sogar der Sinn des Lebens wird in einer Passage aufgegriffen!

    Abschließend lässt sich sagen, dass ich wahrlich andere Erwartungen an das Buch hatte, es mich dennoch vollends überzeugen konnte, da es so facettenreich ist. Einen Stern ziehe ich ab, weil es phasenweise sehr langatmig war (Länge der einzelnen Kapitel).

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    M
    M0V3vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Metro 2033 ist nicht nur ein Buch, mit diesem Werk wird die Grundlage für viele weitere Bücher, ja ein ganzes Universum geschaffen.
    Metro 2033

    Metro 2033 ist nicht nur ein Buch, mit diesem Werk wird die Grundlage für viele weitere Bücher, ja ein ganzes Universum geschaffen.
    Der Autor entführt den Leser in eine fremde Welt, die unserer doch so ähnlich ist. Für mich eines der besten, wenn nicht sogar das beste Buch.

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    S
    seoirse_siuineirvor 2 Jahren
    Glukhovsky, Dmitry - Metro 2033

    Klappentext: Es ist das Jahr 2033. Nach einem verheerenden Krieg liegen weite Teile der Welt in Schutt und Asche. Moskau ist eine Geisterstadt, bevölkert von Mutanten und Ungeheuern. Die wenigen verbliebenen Menschen haben sich in das weit verzweigte U-Bahn-Netz der Hauptstadt zurückgezogen und dort die skurrilsten Gesellschaftsformen entwickelt. Sie leben unter ständiger Bedrohung der monströsen Wesen, die versuchen, von oben in die Metro einzudringen ... Dies ist die Geschichte des jungen Artjom, der sich auf eine abenteuerliche Reise durch das U-Bahn-Netz macht, auf der Suche nach einem geheimnisvollen Objekt, das die Menschheit vor der endgültigen Vernichtung bewahren soll.

    Endzeitszenarien nach einem Atomkrieg sind nicht die Art der Science-Fiction, die ich bevorzuge. Das ich das Buch geschenkt bekommen habe, habe ich es aber natürlich gelesen.
    Alles in allem ist die Geschichte nicht schlecht. Die einzelnen Stationen sysmbolisieren die aktuelle russische Gesellschaft. Allerdings wiederholt sich das Ganze doch wieder bei jedem Erreichen einer neuen Station. Mir persönlich ist das Buch zu "horrorlastig"; wenn ich einen Science-Fiction lesen will, will ich keinen Horror-Roman lesen und umgekehrt.

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