H.G. Wells. Band 5: Der Unsichtbare, Teil 1

von Dobbs 
4,7 Sterne bei3 Bewertungen
H.G. Wells. Band 5: Der Unsichtbare, Teil 1
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Stimmungsvolle, dichte Adaption mit großartigen Szenen in grandios düsterer Optik.

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Hier bleibt gar nichts anderes übrig, als die 56 Seiten des Bandes von vorne bis hinten in einem Rutsch zu lesen.

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Inhaltsangabe zu "H.G. Wells. Band 5: Der Unsichtbare, Teil 1"

Splitter widmet dem Meister der Science Fiction eine sechsbändige Prachtausgabe

H.G. Wells ist, neben Jules Verne, nicht nur ein, sondern der Ahnherr und Klassiker der modernen Science-Fiction-Literatur. Einige seiner Bücher sind Schlüsselwerke des utopischen Zukunftsromans, »Der Krieg der Welten« etwa, »Die Insel des Dr. Moreau« und natürlich »Die Zeitmaschine«. Im Laufe der Jahrzehnte sind sie unzählige Male adaptiert, interpretiert, kopiert, zitiert und auch persifliert worden. Allein »Der Krieg der Welten« ist ein äußerst beliebter Stoff, auch und gerade im Comic, und dürfte so oft im Stil der jeweiligen Zeit verarbeitet worden sein – von Orson Welles‘ legendärer Hörspielfassung, die 1938 in den USA angeblich für Massenpanik sorgte, bis hin zu Roland Emmerichs »Independence Day« 1 & 2 (Tim Burtons »Mars Attacks!« nicht zu vergessen) –, dass der eigentliche Urheber dahinter gerne vergessen wird.

Szenarist Dobbs hat sich deshalb nun daran begeben, zusammen mit einigen ausgewählten Zeichnern eine zeitgemäße Interpretation der Hauptwerke von H.G. Wells im klassischen Geist vorzulegen – neben den eingangs genannten Titeln zudem noch »Der Unsichtbare«, ein weiteres Beispiel dafür, dass die Erzählungen von Wells stets spannend sind, unterhaltsam, auch amüsant und vor allem eins: zeitlos aktuell!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783958395015
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Splitter-Verlag
Erscheinungsdatum:22.01.2018

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    Elmar Hubers avatar
    Elmar Hubervor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Stimmungsvolle, dichte Adaption mit großartigen Szenen in grandios düsterer Optik.
    Der Unsichtbare 1

    STORY
    Ein geheimnisvoller Fremder namens Griffin nimmt an einem stürmischen Februartag Quartier in einer Pension im ländlichen Iping. Den Körper komplett verhüllt, das Gesicht von Bandagen und einer Brille verdeckt, weckt der kontaktscheue Fremde das Misstrauen und die Neugier der Wirtsleute und der Dorfbewohner, die ihn schließlich derart in die Enge drängen, dass die Situation eskaliert und er gezwungen ist, sein Geheimnis preiszugeben. Unter Kleidung und Verbänden ist Griffin komplett unsichtbar. Hass und Zorn übermannen ihn, er flieht und ist nun gezwungen, als unsichtbares Phantom durch die Gegend zu streifen. Mit der Unterstützung eines Obdachlosen versucht er, seine Laborgeräte, die in der Pension verbleiben sind, wieder zu beschaffen, doch Griffin stößt überall nur auf Angst und Wut.

    MEINUNG
    Für die abschließende Adaption der H. G. Wells-Reihe hat Autor Dobbs nochmal in die Vollen gegriffen und ein ungeheuer stimmungsvolles und düsteres Spektakel vorgelegt, dass sich optisch unverkennbar beim expressionistischen Film bedient. Schon das erste Panel, in dem Griffin von einer nahen Anhöhe aus auf das verschneite Iping mit seinen windschiefen Häusern heruntersieht, ist an dunkler Vorahnung kaum zu überbieten. Weiterhin ist es von deutlichem Vorteil, dass die Geschichte über zwei Bände erzählt wird und der Autor den Raum hat, erst einmal eine mysteriöse und auch bedrohliche Stimmung aufzubauen und die Geschichte in einem gemäßigten Tempo zu entwickeln. Als Leser ist man hin und her gerissen, ob man Griffin Mitgefühl entgegen bringen soll, dessen „Gabe“ ihm offensichtlich kein Glück, sondern nur Misstrauen und Ablehnung einbringt, oder ob doch eine Gefahr von dem Fremden ausgeht, der nächtens heimlich die Bettdecke vom Körper der jungen Wirtshausmagd zieht, um sich stumm am Anblick der strammen Brüste zu ergötzen.

    Das Klima der Unsicherheit schaukelt sich mit kleinen, rätselhaften Ereignissen weiter auf, so dass Griffin regelrecht aus der Stadt gejagt wird und seine Wut damit wieder neue Nahrung findet. Als Freund in der Not, deutet sich der Gemeindearzt Kemp an, der in Teil 2 der Geschichte eine größere Rolle spielen wird.

    Für Zeichner Christophe Regnault ist dies offenbar die erste Veröffentlichung und man kann nur hoffen, dass von dem Mann bald wieder zu hören ist. Dank der erstklassigen Bilder verfügt DER UNSICHTBARE über eine unfassbar dichte und beunruhigende Stimmung. Wem kürzlich SHI (aus dem Splitter Verlag) gefallen hat, der wird auch hier begeistert sein.

    FAZIT
    Stimmungsvolle, dichte Adaption mit großartigen Szenen in grandios düsterer Optik.

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    daniel_bauerfelds avatar
    daniel_bauerfeldvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Hier bleibt gar nichts anderes übrig, als die 56 Seiten des Bandes von vorne bis hinten in einem Rutsch zu lesen.
    Comictipp

    Der fünfte Band der H.G.Wells-Sammeledition aus dem Splitter-Verlag präsentiert die erste Hälfte der vierten Comic-Adaption von Literaturklassikern von H.G. Wells. Schön, dass sich die Macher für die Geschichte DER UNSICHTBARE ein weiteres Mal die benötigte Zeit nehmen, um diese in zwei Bänden zu veröffentlichen. Dieses Vorgehen wurde schon der Umsetzung von DER KRIEG DER WELTEN als Graphic Novel gerecht und auch für die Adaption von DER UNSICHTBARE ist das epische Maß sicherlich die richtige Wahl. Für die Szenerie ist abermals Dobbs verantwortlich, die Zeichnungen für diesen und den nächsten Band - der die Kollektion dann auch abschließen wird - steuert Christophe Regnault bei. Beide können mit ihrer atmosphärischen Arbeit die Leserschaft überzeugen.  


    “Sie verstehen weder, wer ich bin ... noch was ich bin! Also werde ich es Ihnen zeigen! Ein für alle Mal!”


    Alles beginnt an einem kalten Februartag bei Wind und Schneegestöber, als ein Fremder die klein Ortschaft Iping erreicht. In der Hand hält er eine Tasche, auf dem Kopf sitzt ein Zylinder, der Kragen seines langen Mantels ist weit hochgeschlagen - sehr viel mehr ist von dieser unheimlichen Gestalt nicht wirklich zu erkennen. Das Angebot der alten Gastwirtin, bei der er um ein Zimmer und um eine Mahlzeit bittet, lehnt der seltsame Gast umgehend ab: Nein, er wird keineswegs den Mantel und den Hut abnehmen. Doch wenige Zeit später erwischt sie ihn dann doch beim Abendessen auf dem Zimmer, ohne Hut und ohne Mantel. Der Schreck ist groß: Der Kopf des Fremden ist vollständig bandagiert und auf seinen Augen trägt er eine Brille, die an einen Taucher oder Bergsteiger erinnert. Auch auf die Hunde des Dorfes übt der unheimliche Mann eine ganz eigenartige Anziehungskraft aus. Schon bald ist er in aller Munde. Doch niemand ahnt, was passieren wird, wenn der Fremde seine Bandagen ablegen wird.


    Hier bleibt gar nichts anderes übrig, als die 56 Seiten des Bandes von vorne bis hinten in einem Rutsch zu lesen. Dabei darf man sowohl in den Texten als natürlich insbesondere auch in den Bildern schwelgen. Die Spannung steigert sich kontinuierlich. Besonders raffiniert ist dabei, dass die Leserinnen und Leser sich schon vornherein darüber im Klaren sind, dass dieser Band mit einem fiesen Cliffhanger enden wird. Der Schnitt, der hier gemacht wird, ist tadellos geglückt. Viel schwerer kann es der Leserschaft gar nicht gemacht werden, sich bis zum Erscheinen des zweiten Teils in Geduld üben zu müssen. Schade, dass es nach dem nun noch ausstehenden Band vorbei sein wird, mit dieser großartigen Edition, die so viel mehr ist, als nur ein Blickfang im heimischen Bücherregal.  


    Daniel Bauerfeld | Nautilus - Fantasymagazin

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    Buchraettins avatar
    Buchraettinvor 6 Monaten

    Gespräche aus der Community zum Buch

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