H.G. Wells. Band 6: Der Unsichtbare, Teil 2

von Dobbs 
4,7 Sterne bei3 Bewertungen
H.G. Wells. Band 6: Der Unsichtbare, Teil 2
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Dramatischer Abschluss der Ereignisse, der den Unsichtbaren als tragische Figur zeigt.

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Inhaltsangabe zu "H.G. Wells. Band 6: Der Unsichtbare, Teil 2"

Splitter widmet dem Meister der Science Fiction eine sechsbändige Prachtausgabe

H.G. Wells ist, neben Jules Verne, nicht nur ein, sondern der Ahnherr und Klassiker der modernen Science-Fiction-Literatur. Einige seiner Bücher sind Schlüsselwerke des utopischen Zukunftsromans, »Der Krieg der Welten« etwa, »Die Insel des Dr. Moreau« und natürlich »Die Zeitmaschine«. Im Laufe der Jahrzehnte sind sie unzählige Male adaptiert, interpretiert, kopiert, zitiert und auch persifliert worden. Allein »Der Krieg der Welten« ist ein äußerst beliebter Stoff, auch und gerade im Comic, und dürfte so oft im Stil der jeweiligen Zeit verarbeitet worden sein – von Orson Welles‘ legendärer Hörspielfassung, die 1938 in den USA angeblich für Massenpanik sorgte, bis hin zu Roland Emmerichs »Independence Day« 1 & 2 (Tim Burtons »Mars Attacks!« nicht zu vergessen) –, dass der eigentliche Urheber dahinter gerne vergessen wird.

Szenarist Dobbs hat sich deshalb nun daran begeben, zusammen mit einigen ausgewählten Zeichnern eine zeitgemäße Interpretation der Hauptwerke von H.G. Wells im klassischen Geist vorzulegen – neben den eingangs genannten Titeln zudem noch »Der Unsichtbare«, ein weiteres Beispiel dafür, dass die Erzählungen von Wells stets spannend sind, unterhaltsam, auch amüsant und vor allem eins: zeitlos aktuell!

Abschlussband der Serie

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783958395022
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Splitter-Verlag
Erscheinungsdatum:20.03.2018

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    Elmar Hubers avatar
    Elmar Hubervor einem Monat
    Kurzmeinung: Dramatischer Abschluss der Ereignisse, der den Unsichtbaren als tragische Figur zeigt.
    Der Unsichtbare 2

    STORY
    Der unsichtbare Griffin hat Unterschlupf im Haus seines ehemaligen Kommilitonen Kemp gefunden. Im Gegenzug erzählt er dem Arzt seine Geschichte. Wie er die Medizin zugunsten der Physik aufgegeben hat und wie sich seine Experimente zur Lichtbrechung entwickelt haben. Doch forderte der Wissensdrang seinen Preis und Griffin war gezwungen, seine Theorie zur Unsichtbar-machung am eigenen Leib auszuprobieren. Das Experiment gelang, doch wurde Griffin zur Flucht gezwungen, bis er schließlich in Iping landete. Doch das Experiment hat auch seinen Geisteszustand verändert und er träumt davon, mit Kemps Hilfe ein Regime des Schreckens aufzubauen. Als Kemp hinter seinem Rücken die Behörden informiert, schwört der Unsichtbare Rache.

     

    MEINUNG
    Nachdem Teil 1 recht actionreich zu Ende ging, kehrt hier zunächst etwas Ruhe ein. Kemp erweist sich seinem ehemaligen Studienfreund gegenüber als integrer Gastgeber, was gewiss auch seiner Neugier geschuldet ist. So wird eine weite Strecke des Albums von einer farbreduzierten Rückblende bestritten, die von Griffins wissenschaftlichem Ehrgeiz und seinen ersten geheimen Forschungen und Experimenten berichtet. Auch damals haben seine unorthodoxen Methoden bereits die Aufmerksamkeit seiner näheren Umgebung auf sich gezogen, so dass er gezwungen war, in aller Eile einen abschließenden Versuch in aller Eile an sich selbst durchzuführen, um dann als unsichtbarer Mann aus seinen Räumlichkeiten zu fliehen. Griffins Flucht und die Anstrengungen, sich mit dem Nötigsten zu versorgen, während ihm die Polizei auf den Fersen ist, werden relativ ausführlich geschildert, so dass die Geschichte die Chance hat, sich voll zu entfalten. Ein deutlicher Pluspunkt des Doppelbandes gegenüber den H. G. Wells-Adaptionen der Reihe, die in einen Band gepresst wurden. Dort blieb die Stimmung oft auf der Strecke.

    Griffins Flucht endet schließlich in einem Laden für Theaterbedarf, den Griffin als der ikonisch verhüllte Unsichtbare verlässt, als den man ihn vor allem aus den klassischen Universal-Verfilmungen kennt.

    Als Griffin seine weiteren Pläne vor Kemp ausbreitet, muss der Arzt erkennen, dass auch der Geisteszustand seines ehemaligen Mitstudenten unter seinen Experimenten gelitten hat. Einen Teil seiner zunehmend misanthropischen Züge kann man jedoch sicherlich der Tatsache zuschreiben, dass er stets nur Ablehnung, Misstrauen und Spott erfahren hat und als Unsichtbarer schließlich sogar wie ein Tier gejagt wurde. So wundert es nicht, dass er sich mit Rachegedanken trägt, die er, nun, da er das Mittel dazu hat, in die Tat umsetzen will. Schon das Cover zeigt Griffin gefühllos-kalt und überlegen über dem Chaos „schweben“, für das er verantwortlich ist. Das weckt direkt Erinnerungen an „Dr. Mabuse“.

    Das Finale – erneut ist Griffin gezwungen zu fliehen – gestaltet sich wieder sehr actionreich und auch tragisch, da Griffin nun auch vor kaltblütigem Mord nicht mehr zurück schreckt und er auch Menschen aus Kemps Umfeld ins Visier nimmt.

    Optisch ist die Geschichte von Christophe Regnault weiterhin in atmosphärischen und pointiert gestalteten Bildern umgesetzt, die lässig und gleichzeitig elegant wirken. Auch das Spiel mit verschiedenen Panelgrößen gefällt sehr gut.

     

    FAZIT
    Dramatischer Abschluss der Ereignisse, der den Unsichtbaren als tragische Figur zeigt. Großartig erzählt und überragend gezeichnet.

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    daniel_bauerfelds avatar
    daniel_bauerfeldvor 6 Monaten
    Buchraettins avatar
    Buchraettinvor 6 Monaten

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