Domenico Losurdo

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Autor von Die Gemeinschaft, der Tod, das Abendland, Stalin und weiteren Büchern.

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Stalin

Stalin

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Erschienen am 14.01.2017
Demokratie oder Bonapartismus

Demokratie oder Bonapartismus

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Erschienen am 07.03.2008
Freiheit als Privileg

Freiheit als Privileg

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Erschienen am 01.09.2011
Von Hegel zu Hitler?

Von Hegel zu Hitler?

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Erschienen am 01.09.2014
Nietzsche, der aristokratische Rebell

Nietzsche, der aristokratische Rebell

 (0)
Erschienen am 17.06.2009
Kampf um die Geschichte

Kampf um die Geschichte

 (0)
Erschienen am 01.10.2008
Die Sprache des Imperiums

Die Sprache des Imperiums

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Erschienen am 01.06.2011

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Rezension zu "Stalin" von Domenico Losurdo

Rezension zu "Stalin" von Domenico Losurdo
Heike110566vor 6 Jahren

Laut dem gängigen Mainstream war Stalin ein blurünstiger, völlig paranoider und machtbesessener Massenmörder, das Monster der Menschheit überhaupt. Aber was ist wirklich dran an dem, was über Stalin den Menschen eingetrichtert wird? - Fragt man nämlich die meisten Menschen, die "Otto-Normalos", dann kommen meist Stichworte wie Gulag, Terror, Mord, Verfolgung, Unterdrückung, Diktator usw. Hakt man nach, will wissen was diese Menschen über Stalin wissen, dann stellt man fest: da ist nichts. >>> Für die breite Masse ist Stalin ein Monster, weil eben "alle" dies sagen, selbst Linke und deshalb wird dies wohl auch stimmen.
Domenico Losurdo hinterfragt. Der italienische Philosophie-Professor analysiert die gegen Stalin erhobenen Vorwürfe und betrachtet dazu die Kontexte, in denen die Untaten stattgefunden haben. Dabei geht es ihm nicht darum Stalin reinzuwaschen. Worum es ihm geht, ist die Einordnung Stalins in die Geschichte. In die Geschichte Russlands (bzw der Sowjetunion) und auch in die Weltgeschichte.
Losurdo betrachtet genauso die Verdienste Stalins, die die Sowjetunion von einem rückständigen Agrarstaat zu einer führenden Industrienation und Weltmacht gemacht haben, die in der Lage war (als einziges Land) den deutschen Faschisten Paroli zu bieten und den deutschen Faschismus letztlich zu besiegen (Die USA trat erst in den Krieg in Europa ein, als das Ende der Faschisten schon absehbar war.), wie die negativen Erscheinungen, die man Stalin als Verbrechen zur Last legt (und relativiert dabei nicht, sondern geht stets wissenschaftlich-methodisch vor), wie die "Bartholomäusnacht der Sowjetunion", also die Verbrechen, die während der Zeit der Zwangs-Kollektivierung in der Landwirtschaft stattfanden, das Konzentrationslager-System (die Gulags) oder den großen Terror in den 1930er Jahren gegen die Opposition. Interessant ist dabei, dass er sich fast ausschließlich, egal ob es um Verdienste oder Verbrechen geht, auf Quellen beruft, die nicht in den Verdacht stehen kommunistisch apologetisch zu sein. Ganz im Gegenteil: Zumeist sind es Quellen, die eher antisowjetisch, antikommunistisch und antistalinistisch sind, aus denen Losurdo zitiert.
Am Ende zeigt sich: Stalin war weder der blutrünstige, machtbesessene, paranoide Massenmörder, zu dem er heute fast immer noch gemacht wird, noch war er ein Genie, wie er auf der anderen Seite manchmal gesehen wird, sondern ein Mann an der Spitze des ersten sozialistischen Arbeiter- und Bauernstaates war, der alles dafür tat, dieses Projekt gegen innere und äußere Feinde zu verteidigen, der für die Errungenschaft der Sowjetmacht lebte, dabei aber auch unnachgiebig war und teilweise über das Ziel hinausschoss.
Teil des Buches ist auch ein 20-seitiges Essay von Luciano Canfora mit dem Titel "Von Stalin zu Gorbatschow: Wie ein Imperium zu Ende geht". Dieses ist aus meiner Sicht ein qualitativer Bruch für das Buch insgesamt, dem ich auch inhaltlich, insbesondere was die Rolle Gorbatschows während der Konterrevolution betrifft, weitestgehend nicht zustimmen kann (aufgrund meiner bisherigen Kenntnisse zu dem Thema).

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